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Ausbildung Invest­ment­fonds­kaufmann/frau

Ausbildung: Du hältst im Fondsge­schäft die Fäden in der Hand

Symbolbild: Ausbildung Investmentfondskaufmann/frau

Was passiert eigentlich mit Geld, das in einen Fonds fließt? Das erfährst du in der Ausbildung zum/zur Invest­ment­fonds­kaufmann/-frau. Du kümmerst dich um die Verwaltung, den Vertrieb und die Abwicklung von Invest­mentfonds. Du sorgst dafür, dass Anleger/innen ihr Geld sicher investieren können und alle Abläufe stimmen. Du arbeitest mit Finanzdaten, Gesetzen und vielen Geschäfts­partner/innen. Dafür brauchst du ein gutes Zahlen­gefühl, Genauigkeit und Verant­wor­tungs­be­wusstsein. Hier erfährst du, was du im Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Invest­ment­fonds­kaufmann/frau auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Kaufmän­nische Berufe
1. Jahr1.400 € bis 1.496 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2 bis C1. Für kaufmännische und pädagogische Berufe empfiehlt die Bundesagentur für Arbeit B2 bis C1.

Was macht ein/e Invest­ment­fonds­kaufmann/-frau?

Du hast täglich mit Finanzdaten, rechtlichen Regeln und Anlage­berater/innen, Banken und Großanleger/innen zu tun. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Fonds verwalten: Du bearbeitest die Ausgabe und Rücknahme von Fondsanteilen, erfasst Transaktionen und führst die Bestände. Alle Buchungen müssen korrekt und pünktlich sein.
  • Daten und Berichte: Du prüfst Finanzdaten und erstellst regelmäßige Berichte für Anleger/innen, Aufsichtsbehörden und das Fondsmanagement.
  • Kund/innen betreuen: Du beantwortest Fragen von Banken, Finanzberater/innen und institutionellen Anleger/innen und unterstützt den Vertrieb mit Informationen.
  • Regeln einhalten: Du achtest darauf, dass alles den Gesetzen entspricht, etwa dem Kapitalanlagegesetzbuch und dem Geldwäschegesetz.
  • Wertentwicklung messen: Du berechnest, wie sich ein Fonds entwickelt, und vergleichst ihn mit Benchmarks.
  • Fondsbuchhaltung: Du erfasst Erträge und Aufwendungen und bewertest das Fondsvermögen.
  • Abstimmen: Du stehst in Kontakt mit Depotbanken, Wirtschaftsprüfer/innen, Behörden und dem Fondsmanagement.
  • Abläufe verbessern: Du hilfst dabei, Prozesse zu digitalisieren und zu automatisieren.
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Wo arbeitest du als Invest­ment­fonds­kaufmann/-frau?

Du arbeitest in Banken, Invest­ment­ge­sell­schaften, Kapital­ver­wal­tungs­ge­sell­schaften oder bei spezia­li­sierten Finanz­dienst­leistern. Du ziehst im Hintergrund die Fäden, damit Fonds sauber verwaltet werden.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Invest­ment­fonds­kaufmann/-frau ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Dein Ausbil­dungs­betrieb ist oft eine Invest­ment­ge­sell­schaft oder Bank. Dort lernst du in Fondsver­waltung, Fondsbuch­haltung, Vertrieb und Kunden­be­treuung. In der Berufs­schule geht es um Kapital­märkte, Finanz­produkte, Volks- und Betriebs­wirt­schaft, Rechnungswesen und Recht.

Das lernst du unter anderem:

  • Kapitalmärkte: Aktien, Anleihen, Devisen und Fondsarten wie Aktien-, Renten- und Mischfonds
  • Fondsgeschäft: Anlage, Verwaltung, Abrechnung und Bewertung von Fonds
  • Rechnungswesen: doppelte Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung und Fondsbilanzierung
  • Recht: Kapitalanlagegesetzbuch, Wertpapierhandelsgesetz, Geldwäschegesetz und weitere Vorschriften
  • Wirtschaft: volks- und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge
  • IT: Finanzsoftware, Datenbanken und Office
  • Kommunikation: Anfragen von Geschäftspartner/innen beantworten
  • Englisch: für die internationale Finanzbranche
  • Risikomanagement: Risiken im Fondsgeschäft erkennen und bewerten

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Invest­ment­fonds­kaufmann/-frau?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Realschulabschluss oder Abitur/Fachabitur
  • Interesse an Wirtschaft und Finanzmärkten
  • ein gutes Zahlenverständnis und analytisches Denken
  • eine sorgfältige Arbeitsweise
  • Verantwortungsbewusstsein und Diskretion
  • Kommunikationsstärke und Teamfähigkeit
  • gute PC-Kenntnisse
  • Lust, dich in komplexe Themen einzuarbeiten

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.400 € bis 1.496 €
2. Ausbildungsjahr 1.470 € bis 1.558 €
3. Ausbildungsjahr 1.550 € bis 1.620 €

Passt die Ausbildung zum/zur Invest­ment­fonds­kaufmann/-frau zu dir?

Finanzen reizen dich mehr als jedes andere Schulfach? Dann solltest du dir den Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Finanzwelt von innen: Du verwaltest und betreust Investmentfonds und setzt dein Wissen aus Finanzwirtschaft und Kundenberatung ein.
  • Zahlen mit Urteilskraft: Du analysierst Finanzdaten und triffst fundierte Entscheidungen.
  • Abwechslung: Du beobachtest Finanzmärkte, verwaltest Fondsvermögen und berätst Kund/innen.
  • Verschiedene Arbeitgeber: Du kannst in Banken, Versicherungen oder Fondsgesellschaften arbeiten.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Invest­ment­fonds­kaufmann/frau?

Was du als Invest­ment­fonds­kaufmann/frau jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Wirtschafts­nach­richten verfolgt, beim Börsenspiel der Schule mitmacht oder das eigene Taschengeld genau plant, zeigt Betrieben Zahlen­gefühl und Interesse an Finanzen. Wer dazu die Vereinskasse prüft oder in der Schülerfirma die Buchhaltung übernimmt, beweist Sorgfalt und Verant­wortung. Ein Teamsport zeigt außerdem, dass du gut mit anderen arbeitest. Wenn dich Kunden­be­ratung reizt, schau dir Bankkaufmann/frau an. Für Versiche­rungen und Anlagen passt Kaufmann/frau für Versiche­rungen und Finanz­anlagen.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • beim Planspiel Börse der Schule mitmachst Zahlengefühl
  • Wirtschaftsnachrichten und Kurse verfolgst Neugier
  • dein Taschengeld mit einer Tabelle planst Genauigkeit
  • in der Schülerfirma die Buchhaltung übernimmst Verantwortung
  • Hockey oder Volleyball in einer Mannschaft spielst Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 3 · Wie häufig?

    3

    Betriebe bilden aus

    Platz 304 von 340 Berufen.

  • 2 von 3 · Wo?

    • Hamburg1
    • Hessen1
    • Niedersachsen1
  • 3 von 3 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Die Finanz­branche wird immer digitaler. Das verlangt ständiges Weiter­lernen und bringt neue Aufgaben mit sich. Hier kannst du arbeiten:

  • bei Kapitalverwaltungs- und Investmentgesellschaften
  • im Investmentbanking von Banken
  • bei Depotbanken
  • bei Asset-Managern und Vermögensverwaltern
  • bei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften mit Fokus auf Finanzdienstleister
  • bei Dienstleistern für Fondsadministration

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Geprüfte/r Fachwirt/in für Finanzberatung: für anspruchsvolle Aufgaben in Beratung und Vertrieb
  • Bankfachwirt/in oder Sparkassenfachwirt/in: für eine breitere Qualifikation im Bankwesen
  • Spezialisierung: etwa auf Immobilienfonds, nachhaltige Fonds, Risikomanagement, Compliance oder Portfoliomanagement
  • Betriebswirt/in: für Managementaufgaben
  • Studium: Mit Abitur, Fachabitur oder Fachwirt-Abschluss kannst du BWL mit Schwerpunkt Finanzen, Bank- und Finanzmanagement, VWL oder Wirtschaftswissenschaften studieren.
  • Zertifikate: zum Beispiel im Wertpapiergeschäft, zu Derivaten oder nachhaltigen Anlagen

Fazit: Zahlen, die Vermögen bewegen

Als Invest­ment­fonds­kaufmann/-frau verbindest du Zahlen­ver­ständnis, analytisches Denken und Interesse an Finanz­märkten. Du sorgst dafür, dass Fonds korrekt verwaltet werden. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Danach kannst du dich spezia­li­sieren, Fachwirt/in werden oder studieren.

Bereit für die Finanzwelt? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Kaufmän­nische Berufe.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Investmentfondskaufmann/frau als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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