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Ausbildung Justiz­wacht­meister/in

Ausbildung: Du sorgst für Sicherheit im Gericht

Symbolbild: Ausbildung Justizwachtmeister/in

Du behältst auch in angespannten Momenten die Ruhe? Dann könnte die Ausbildung zum/zur Justiz­wacht­meister/in gut zu dir passen. Du sorgst für Sicherheit in Gerichten und Staats­an­walt­schaften. Du kontrol­lierst am Eingang, bist im Gerichtssaal dabei und begleitest Personen. Außerdem unterstützt du bei Verwal­tungs­aufgaben. So kann die Justiz sicher arbeiten. Dafür brauchst du Aufmerk­samkeit, Zuverläs­sigkeit und ein freund­liches, aber bestimmtes Auftreten. Hier erfährst du, was du als Justiz­wacht­meister/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Justiz­wacht­meister/in auf einen Blick

Dauer6 bis 12 Monate
AusbildungBeamtenlaufbahn, Öffent­licher Dienst & Beamte
Anwärterbezüge1.363 € bis 1.561 €
Schulabschlussi. d. R. ESA
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Ausbildung und Prüfung.

Was macht ein/e Justiz­wacht­meister/in?

Du bist Sicher­heitskraft, Begleit­person und erste Anlauf­stelle in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Sicherheitsdienst: Du kontrollierst Personen und ihre Taschen am Eingang, machst Rundgänge und überwachst das Gebäude.
  • Saal- und Sitzungsdienst: Du bist vor, während und nach Verhandlungen im Saal. Du sorgst für Ruhe und Ordnung und gibst Anweisungen der Richter/innen weiter. Wenn nötig, schreitest du ein.
  • Personen begleiten: Du begleitest Angeklagte, Zeug/innen und Gefangene im Gebäude. Du führst Gefangene aus Justizvollzugsanstalten vor. Dabei gelten strenge Sicherheitsregeln.
  • Post und Akten: Du transportierst und verteilst Akten und Post im Haus. Manchmal stellst du auch Dokumente außerhalb zu.
  • Empfang und Telefon: Du gibst Besucher/innen und Anrufer/innen Auskunft und leitest Anliegen weiter.
  • Gebäude im Blick: Du prüfst Brandmeldeanlagen und Schließsysteme und meldest Störungen.
  • Protokoll unterstützen: Du hilfst Rechtspfleger/innen oder Richter/innen bei der Protokollierung.
  • Erste Hilfe: Im Notfall leistest du Erste Hilfe und rufst den Rettungsdienst.
gerichtsgebaeude

Wo arbeitest du als Justiz­wacht­meister/in?

Du arbeitest vor allem in Gerichts­ge­bäuden und bei Staats­an­walt­schaften. Du sorgst dafür, dass die Justiz sicher und reibungslos arbeiten kann.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Justiz­wacht­meister/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung ist landes­rechtlich geregelt und findet im öffent­lichen Dienst statt. Dauer und Ablauf unterscheiden sich je nach Bundesland. Meist ist es eine Qualifi­zierung über mehrere Monate, oft zwischen 6 Monaten und 1 Jahr. Du lernst die Praxis in den Justiz­be­hörden. In Lehrgängen geht es um Rechtskunde, Dienst­vor­schriften, Konflikt­ma­nagement und Sicher­heits­technik.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Dienstrecht und Justizaufbau: Gerichte, Staatsanwaltschaften und die Pflichten von Beamt/innen
  • Sicherheit: Personen- und Gebäudekontrollen, Sicherheitstechnik, Deeskalation und Verhalten in Konflikten
  • Rechtskunde: Grundlagen im Strafrecht, Zivilrecht und Prozessrecht
  • Selbstverteidigung und Dienstwaffe: je nach Bundesland und Aufgabe
  • Post und Akten: Dokumente bearbeiten, verteilen und archivieren
  • Kommunikation: Umgang mit Bürger/innen, Rechtsanwält/innen und Behörden
  • Erste Hilfe und Brandschutz
  • Dienstkunde: Vorschriften und Abläufe im Justizwachtmeisterdienst

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Justiz­wacht­meister/in?

Was solltest du mitbringen?

  • in der Regel einen Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung oder einen mittleren Schulabschluss
  • die deutsche Staatsangehörigkeit oder, je nach Bundesland, die eines EU-Landes
  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
  • körperliche und seelische Belastbarkeit
  • Durchsetzungsvermögen und Entscheidungsfreude
  • ein freundliches, aber bestimmtes Auftreten
  • Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
  • keine Vorstrafen und geordnete finanzielle Verhältnisse

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildung Anwärterbezüge pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Dienstherr (Bund oder Land) unterschiedlich.
Während der Ausbildung 1.363 € bis 1.561 €

Passt die Ausbildung zum/zur Justiz­wacht­meister/in zu dir?

Du willst für Recht und Ordnung sorgen und bist körperlich fit? Dann solltest du dir den Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Sinnvolle Aufgabe: Du trägst zur Sicherheit an Gerichten und Staatsanwaltschaften bei.
  • Durchsetzungsvermögen: Du erkennst Gefahren und gehst mit ihnen um.
  • Abwechslung: Du kontrollierst, begleitest Gefangene und unterstützt im Sitzungsdienst.
  • Sicherer Job: Du arbeitest im öffentlichen Dienst.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Justiz­wacht­meister/in?

Was du als Justiz­wacht­meister/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer beim Schulfest als Ordner/in den Einlass regelt oder im Judo lernt, ruhig und fair zu bleiben, zeigt Gerichten ein freund­liches und bestimmtes Auftreten. Wer im Schulsa­ni­täts­dienst hilft, beweist dazu Ruhe, wenn es ernst wird. Wenn dich der Dienst im Gefängnis reizt, schau dir Beamte/r im Justiz­voll­zugs­dienst an. Für Sicherheit in Firmen und bei Veranstal­tungen passt Fachkraft Schutz und Sicherheit.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • beim Schulfest als Ordner/in den Einlass regelst Auftreten
  • Judo, Ringen oder Karate trainierst Selbstbeherrschung
  • im Schulsanitätsdienst Erste Hilfe leistest Ruhe im Notfall
  • als Streitschlichter/in an deiner Schule vermittelst Konfliktfähigkeit
  • Fußball oder Rugby im Team spielst Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Gerichte und Staats­an­walt­schaften brauchen Personal für Sicherheit und Verwaltung. Du arbeitest in einem sicheren Beschäf­ti­gungs­ver­hältnis im öffent­lichen Dienst. Hier kannst du arbeiten:

  • an Amts-, Land- und Oberlandesgerichten
  • bei Staatsanwaltschaften
  • an Fachgerichten wie Arbeits-, Verwaltungs- und Sozialgerichten
  • an Bundesgerichten, etwa dem Bundesgerichtshof

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Beförderung: Mit guten Leistungen und Erfahrung steigst du in höhere Besoldungsstufen auf.
  • Spezialisierung: zum Beispiel auf den Dienst in Hochsicherheitssälen oder die Begleitung besonders gefährlicher Personen
  • Ausbilder/in: wenn du neue Wachtmeister/innen ausbilden willst
  • Leitungsaufgaben: Mit Erfahrung und Fortbildungen wirst du Gruppen- oder Teamleiter/in.
  • Aufstieg in den mittleren Justizdienst: In einigen Bundesländern ist das mit zusätzlicher Qualifizierung und Prüfungen möglich.
  • Fortbildungen: zu Deeskalation, Sicherheitstechnik, Recht oder Kommunikation

Fazit: Sicherheit für den Rechtsstaat

Als Justiz­wacht­meister/in verbindest du Verant­wor­tungs­be­wusstsein mit Teamgeist und Service­ori­en­tierung. Du sorgst für Sicherheit und Ordnung in der Justiz. Die Ausbildung ist landes­rechtlich geregelt und dauert oft zwischen 6 Monaten und 1 Jahr. Danach kannst du aufsteigen, dich spezia­li­sieren oder Leitungs­aufgaben übernehmen.

Interesse? Bewirb dich bei der Justiz­ver­waltung deines Bundes­landes oder direkt bei Gerichten in deiner Region.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Öffent­licher Dienst und Beamte.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Justizwachtmeister/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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