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Ausbildung Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in

Ausbildung: Du bringst Fahrzeuge wieder in Form

Symbolbild: Ausbildung Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in

Du siehst eine Beule und willst sie sofort ausbeulen? Dann ist die Ausbildung zum/zur Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in vielleicht genau richtig für dich. Du reparierst Karosserien, baust Fahrzeuge um oder fertigst Aufbauten ganz neu an. Du sorgst dafür, dass Fahrzeuge nach einem Unfall wieder sicher fahren. Oder du baust Aufbauten nach Maß, zum Beispiel für Lkw oder Wohnmobile. Dafür brauchst du handwerk­liches Geschick, Technik­be­geis­terung und eine genaue Arbeitsweise. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in auf einen Blick

Dauer3,5 Jahre
Ausbildungdual, Fahrzeuge
1. Jahr998 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 2003 heißt er so wie heute.

  1. 1958 bis 1989Karos­se­rie­bauer/in
  2. 1989 bis 2003Karosserie- und Fahr­zeug­bauer/in
  3. seit 2003Karosserie- und Fahr­zeug­bau­me­cha­ni­ker/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949.

Was macht ein/e Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in?

Du bist Handwerker/in, Techniker/in, Diagnostiker/in und Gestalter/in in einer Person. Du arbeitest mit verschiedenen Materialien, modernen Werkzeugen und Fahrzeug­systemen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Unfallschäden beheben: Du baust beschädigte Teile aus und beurteilst den Schaden an Rahmen und Karosserie. Du richtest verzogene Karosserien mit Spezialgeräten. Du tauschst Teile aus oder reparierst sie durch Spachteln, Schleifen und Schweißen.
  • Fahrzeuge bauen: Du baust Rahmen, Karosserien und Aufbauten für Nutzfahrzeuge und Spezialfahrzeuge. Du setzt auch individuelle Umbauten um, zum Beispiel Wohnmobile oder Verkaufswagen.
  • Oberflächen vorbereiten: Du bereitest Flächen für die Lackierung vor, trägst Grundierung, Füller und Lack auf und polierst zum Schluss.
  • Montieren: Du baust Türen, Motorhauben, Scheiben sowie elektrische und elektronische Bauteile ein und aus. Das reicht bis zu Assistenzsystemen.
  • Fehler finden: Mit modernen Diagnosesystemen findest du Schäden an Elektronik und Fahrwerk.
  • Warten: Du wartest Karosserien und Aufbauten und prüfst, ob alles funktioniert.
  • Sicherheit prüfen: Nach der Reparatur testest du zum Beispiel die Scheinwerfer und die Airbags.
  • Kund/innen beraten: Du erklärst Reparaturmöglichkeiten, hilfst bei der Materialwahl und erstellst Kostenvoranschläge.
automechanik

Wo arbeitest du als Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in?

Dein Arbeitsplatz ist vielseitig. Du arbeitest in Karosserie- und Fahrzeug­bau­werk­stätten, in den Werkstätten von Speditionen, Bus- und Bahnun­ter­nehmen, bei Herstellern von Sonder­fahr­zeugen oder in Betrieben für Lackierung und Unfall­in­stand­setzung. Überall machst du Fahrzeuge wieder flott oder gibst ihnen eine neue Gestalt.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Betrieb lernst du direkt am Fahrzeug, mit Werkzeugen, Maschinen und verschiedenen Bearbei­tungs­techniken. In der Berufs­schule lernst du Fahrzeug­technik, Werkstoffkunde, Elektrik und Elektronik sowie Konstruktion.

Du entscheidest dich für einen von zwei Schwer­punkten:

  • Karosserieinstandhaltungstechnik: Reparatur von Unfallschäden, Instandsetzung von Karosserien und Vorbereitung der Lackierung
  • Fahrzeugbautechnik: Bau, Montage und Umbau von Rahmen und Aufbauten für Nutz- und Sonderfahrzeuge

Das lernst du unter anderem:

  • Werkstoffkunde: Stahl, Aluminium, Kunststoffe und Verbundwerkstoffe
  • Bearbeitungstechniken: Schweißen, Biegen, Pressen, Schneiden, Schleifen, Kleben und Nieten
  • Fahrzeugsysteme: Karosserie, Rahmen, Fahrwerk, Bremsen und elektrische Systeme
  • Diagnose: Mess- und Diagnosegeräte richtig einsetzen
  • Oberflächentechnik: Korrosionsschutz, Spachteln, Füller- und Lackaufbau, Polieren
  • Sicherheit und Umwelt: Arbeitsschutz, Entsorgung und Umgang mit Gefahrstoffen
  • Kundenservice: beraten, Kostenvoranschläge erstellen, Reparaturen dokumentieren
  • Qualität: Standards bei allen Arbeitsschritten einhalten
  • Technisches Zeichnen und IT: Zeichnungen lesen und mit spezieller Software arbeiten

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
  • handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
  • eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • Interesse an Mathe, Physik und Technik
  • körperliche Belastbarkeit
  • Teamfähigkeit und Lernbereitschaft
  • ein Auge für Details und Formen

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 998 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 1.038 € bis 1.408 €
3. Ausbildungsjahr 1.131 € bis 1.489 €
4. Ausbildungsjahr 1.188 € bis 1.563 €

Passt die Ausbildung zum/zur Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in zu dir?

Du schraubst gern und willst sehen, was deine Hände schaffen? Das spricht für die Ausbildung:

  • Wichtige Arbeit: Du sorgst für Mobilität und Sicherheit auf der Straße.
  • Technik zum Anfassen: Du arbeitest mit Werkzeugen und Maschinen und verstehst, wie ein Fahrzeug aufgebaut ist.
  • Abwechslung: Du reparierst, montierst, baust um und wartest.
  • Gute Aussichten: Der Beruf ist gefragt. Du kannst im Handwerk, in der Industrie oder im Handel arbeiten.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen dazu?

Was du als Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Modellautos detail­getreu baut, am Fahrrad Bremsen einstellt oder mit Freund/innen eine Seifenkiste zusammen­schraubt, zeigt Werkstätten Geschick und ein Auge für Formen. Wer dazu im Verein Hockey oder Wasserball spielt, beweist Teamgeist und Biss. Wenn dich Motor und Elektronik reizen, schau dir Kraftfahr­zeug­me­cha­troniker/in an. Für Farbe und glänzende Oberflächen passt Fahrzeug­la­ckierer/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Modellautos detailgetreu baust und bemalst Genauigkeit
  • mit Freund/innen eine Seifenkiste baust Geschick
  • am Fahrrad Bremsen und Kette selbst reparierst Technikverständnis
  • Hockey oder Wasserball im Verein spielst Teamgeist
  • im Ferienjob in einer Werkstatt aushilfst Lernbereitschaft

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo bilden Betriebe Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in aus?

Alle Bundes­länder mit Kreisen und Bezirken. Antippen zeigt, wo es um die Ecke Betriebe gibt.

  1. 1Bayern130

    In Bayern kennen wir rund 130 Betriebe, die Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 59 aller Ausbil­dungs­berufe.

    59 weitere Kreise und Städte zeigen

    Ausbildung in Bayern: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  2. 2Nordrhein-Westfalen130
  3. 3Baden-Württemberg90
  4. 4Niedersachsen70
  5. 5Hessen40
  6. 6Rheinland-Pfalz40
  7. 7Sachsen30
  8. 8Brandenburg20
  9. 9Schleswig-Holstein20

    In Schleswig-Holstein kennen wir rund 20 Betriebe, die Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 68 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Schleswig-Holstein: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  10. 10Thüringen20
  11. 11Saarland20

    In Saarland kennen wir rund 20 Betriebe, die Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 28 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Saarland: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  12. 12Berlin10
  13. 13Sachsen-Anhalt10
  14. 14Hamburg10

    In Hamburg kennen wir rund 10 Betriebe, die Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 66 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Hamburg: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  15. 15Mecklenburg-Vorpommern9

    In Mecklenburg-Vorpommern kennen wir 9 Betriebe, die Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 81 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  16. 16Bremen1

    In Bremen kennen wir 1 Betrieb, die Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 136 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Bremen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

Gezählt sind aktuell die Betriebe, die wir auf dein-ausbil­dungsplatz.de mit diesem Beruf kennen. Es können mehr sein. Platz = Rang des Berufs unter allen Ausbil­dungs­berufen in der Region, nach Zahl der Betriebe.

  • Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Fahrzeuge gehören zum Alltag. Ihre Technik wird immer komplexer. Fachkräfte, die Unfall­schäden beheben oder Sonder­lö­sungen bauen, werden gebraucht. Hier kannst du arbeiten:

  • in Karosserie- und Fahrzeugbauwerkstätten
  • in Kfz-Werkstätten, vor allem für Unfallinstandsetzung
  • bei Herstellern von Nutz- und Sonderfahrzeugen
  • in den Werkstätten von Bus- und Bahnunternehmen
  • in der Lackierbranche als Vorbereiter/in
  • in Spezialbetrieben für Oldtimer-Restauration oder Fahrzeugumbau

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Meister/in im Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerk: Du übernimmst Leitung, bildest aus und kannst einen eigenen Betrieb eröffnen.
  • Techniker/in für Karosserie- und Fahrzeugbautechnik: Weiterbildung an einer Fachschule für planende und konstruktive Aufgaben
  • Kraftfahrzeugservicetechniker/in: Zusatzqualifikation für komplexe Elektronik in modernen Fahrzeugen
  • Spezialisierung: zum Beispiel Hochvolt-Technik für Elektrofahrzeuge, Oldtimer, Unfallanalyse oder Schweißtechnik
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
  • Betriebswirt/in im Handwerk: für kaufmännische und leitende Aufgaben
  • Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Fahrzeugtechnik, Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen studieren.

Fazit: Handwerk, das Fahrzeuge in Form bringt

Als Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in verbindest du Handwerk, Technik und ein Auge für Formen. Du reparierst Unfall­schäden oder baust Aufbauten nach Maß. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Danach kannst du Meister/in oder Techniker/in werden, dich spezia­li­sieren oder studieren.

Lust auf Werkstatt? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Fahrzeuge.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 04.11.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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