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Ausbildung Kerzen­her­steller/in - Wachsbildner/in

Ausbildung: Licht und Kunst aus Wachs

Symbolbild: Ausbildung Kerzenhersteller/in - Wachsbildner/in

Licht, Wärme und der Duft von Kerzen faszinieren dich? Dann ist die Ausbildung zum/zur Kerzen­her­steller/in und Wachsbildner/in vielleicht genau dein Ding. Du stellst Kerzen und kunstvolle Wachsobjekte her. Aus rohem Wachs entstehen stimmungsvolle Lichter, dekorative Figuren und festliche Kerzen. Damit bringst du Atmosphäre in viele Haushalte. Dafür brauchst du handwerk­liches Geschick, Kreativität und Geduld. Hier erfährst du, was du als Kerzen­her­steller/in und Wachsbildner/in machst, wie du den Beruf lernst, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Früher hieß dieser Beruf Wachszieher/in.

Auf einen Blick

Kerzen­her­steller/in und Wachsbildner/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr1.147 € bis 1.204 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 2015 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 2 Berufen wurde einer.

  1. ab 1949 bis 1965Wachs­mo­del­leur/in
  2. 1984 bis 2015Wachszieher/in Fach­rich­tung Ker­zen­her­stel­lung
  3. 1984 bis 2015Wachszieher/in Fach­rich­tung Wachs­bild­ne­rei
  4. seit 2015Ker­zen­her­stel­ler/in und Wachs­bild­ner/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949.

Was macht ein/e Kerzen­her­steller/in und Wachsbildner/in?

Du arbeitest mit verschiedenen Wachsarten. Du gießt, ziehst und schnitzt und achtest auf jedes Detail. Du bist Handwerker/in, Chemiker/in und Künstler/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Wachs vorbereiten: Du wählst Paraffin, Stearin, Bienenwachs oder Sojawachs aus. Du schmilzt es bei der richtigen Temperatur und gibst Duftstoffe oder Farbpigmente dazu.
  • Dochte vorbereiten: Du wählst den passenden Docht, damit die Kerze sauber und gleichmäßig brennt.
  • Gießen: Du gießt flüssiges Wachs in Formen, zum Beispiel für Stumpen- oder Figurenkerzen, und vermeidest Lufteinschlüsse.
  • Ziehen: Du ziehst den Docht immer wieder durch flüssiges Wachs, bis die Stabkerze dick genug ist. Das geht mit Maschinen oder von Hand.
  • Tauchen: Du tauchst Kerzen in Wachs, um gleichmäßige Schichten oder kunstvolle Überzüge zu erzeugen.
  • Wachsbildnerei: Du modellierst Figuren von Hand, schnitzt aus Wachsblöcken oder baust Gussformen für detailreiche Wachsbilder.
  • Verzieren: Du bemalst, beklebst und polierst Kerzen und bringst Dekorationen an.
  • Qualitätskontrolle: Du prüfst Brennverhalten, Form, Farbe und Duft.
  • Verpacken: Du verpackst die Produkte sicher und ansprechend für den Verkauf.
  • Sicherheit: Du hältst deinen Arbeitsplatz sauber und gehst vorsichtig mit heißem Wachs und brennbaren Stoffen um.
kerze

Wo arbeitest du als Kerzen­her­steller/in und Wachsbildner/in?

Du arbeitest meist in kleineren Manufakturen, Handwerks­be­trieben, Kerzen­fa­briken oder Kunsthand­werksläden. Aus einem einfachen Material schaffst du Stimmung und filigrane Kunstwerke.

Wie lernst du den Beruf Kerzen­her­steller/in und Wachsbildner/in?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Viele Fähigkeiten für dieses Handwerk lernst du direkt im Betrieb. Auch spezielle Kurse und viel Erfahrung gehören dazu. Wichtig ist, dass du dranbleibst und dir Neues auch selbst beibringst.

Das lernst du unter anderem:

  • Wachskunde: Wachsarten, Schmelzpunkte, Brennverhalten und die Wirkung von Farben und Düften
  • Dochttechnik: Dochtmaterialien und Dochtstärken für ein gutes Abbrennen
  • Herstellung: Gießen, Ziehen, Tauchen, Pressen und Extrudieren
  • Formenbau und Wachsbildnerei: Gussformen bauen, Wachs modellieren und schnitzen
  • Farb- und Duftlehre: Farben und Düfte gezielt einsetzen
  • Qualitätskontrolle: Abbrennverhalten, Stabilität und Aussehen prüfen
  • Gestaltung: Gespür für Design und Proportionen
  • Arbeitssicherheit und Umweltschutz: sicherer Umgang mit heißem Wachs und brennbaren Stoffen, Entsorgung von Resten

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Kerzen­her­steller/in und Wachsbildner/in?

Was solltest du mitbringen?

  • handwerkliches Geschick und Fingerspitzengefühl
  • Kreativität und Sinn für schöne Dinge
  • Geduld und Genauigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit brennbaren Stoffen
  • gutes Sehvermögen und Farbempfinden
  • Interesse an Chemie und Design
  • Lust, dir Neues selbst oder in Kursen beizubringen

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.147 € bis 1.204 €
2. Ausbildungsjahr 1.222 € bis 1.315 €
3. Ausbildungsjahr 1.277 € bis 1.389 €

Passt die Ausbildung als Kerzen­her­steller/in und Wachsbildner/in zu dir?

Du arbeitest gern mit den Händen und hast viele Ideen? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Handarbeit: Du stellst Kerzen, Wachsfiguren und Dekorationen selbst her.
  • Kreativität: Kerzen gibt es in unzähligen Formen und Farben.
  • Präzision: Du brauchst Geschick und ein gutes Auge für Details.
  • Echter Einsatz: Die Arbeit kann körperlich anstrengend sein. Dafür schaffst du deine eigenen Werke.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys und Interessen passen dazu?

Was du als Kerzen­her­steller/in und Wachsbildner/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer in der Adventszeit mit der Familie Kerzen zieht, Seifen in Formen gießt und Geschenke liebevoll verziert, zeigt Betrieben Geschick, Geduld und ein Auge für Farben. Wer im Ferien­programm Kindern Bastel­techniken zeigt oder in der Jugend­feu­erwehr mitmacht, beweist Verant­wortung, auch beim Thema Feuer. Wenn dich Ton und Glasuren reizen, schau dir Keramiker/in an. Für Figuren aus Holz passt Holzbildhauer/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • mit der Familie Kerzen ziehst oder gießt Geschick
  • Geschenke liebevoll verzierst und verpackst Kreativität
  • beim Malen mit Farben und Mustern spielst Farbgefühl
  • im Ferienprogramm Kindern Basteltechniken zeigst Geduld
  • in der Jugendfeuerwehr mitmachst Verantwortung

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby oder Interesse in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo bilden Betriebe Kerzen­her­steller/in - Wachsbildner/in aus?

  • Wie häufig?

    5

    Betriebe bilden aus

    Platz 314 von 349 Berufen.

Alle Bundes­länder mit Kreisen und Bezirken. Antippen zeigt, wo es um die Ecke Betriebe gibt.

  1. 1Bayern4

    In Bayern kennen wir 4 Betriebe, die Kerzen­her­steller/in - Wachsbildner/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 238 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Bayern: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  2. 2Nordrhein-Westfalen1

    In Nordrhein-Westfalen kennen wir 1 Betrieb, die Kerzen­her­steller/in - Wachsbildner/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 284 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Nordrhein-Westfalen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

Gezählt sind aktuell die Betriebe, die wir auf dein-ausbil­dungsplatz.de mit diesem Beruf kennen. Es können mehr sein. Platz = Rang des Berufs unter allen Ausbil­dungs­berufen in der Region, nach Zahl der Betriebe.

  • Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten, Hobbys und Interessen ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Viele Menschen suchen handge­machte, indivi­duelle und nachhaltige Kerzen. Wenn du Kreativität und traditio­nelles Handwerk verbindest und dich spezia­li­sierst, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:

  • in Kerzenmanufakturen und Handwerksbetrieben
  • in Kerzenfabriken, oft in Produktion oder Qualitätskontrolle
  • in Kunsthandwerksläden oder Galerien
  • in der Restaurierung von Wachsfiguren, etwa in Museen
  • selbstständig mit eigenem Atelier, Onlineshop oder auf Kunsthandwerkermärkten
  • in der Herstellung von Kirchenkerzen und Kerzen für Hochzeit oder Taufe

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Spezialisierung: zum Beispiel auf vegane Kerzen, Duftkerzen, Outdoorkerzen oder Wachsbildnerei
  • Gestalter/in im Handwerk: für mehr künstlerische und gestalterische Möglichkeiten
  • Technische Weiterbildung: in chemischer Produktion oder Qualitätssicherung, wenn du in größeren Betrieben arbeiten willst
  • Kaufmännisches Wissen: Kurse in Unternehmensführung, Marketing und Verkauf für den Schritt in die Selbstständigkeit
  • Studium: zum Beispiel Produktdesign, Kunst oder Bildhauerei
  • Restaurator/in: für Wachskunstwerke und historische Kerzen

Fazit: Kreative Kunst mit Wachs

Als Kerzen­her­steller/in und Wachsbildner/in verbindest du Handwerk, Kreativität und Wissen über Materialien. Du schaffst Licht und kunstvolle Objekte, die Menschen Freude machen. Mit Spezia­li­sierung und Weiter­bildung kannst du dich weiter­ent­wickeln oder dich selbst­ständig machen.

Lust bekommen? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 04.11.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Kerzenhersteller/in - Wachsbildner/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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