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Ausbildung Konditor/in
Ausbildung: Süßes Handwerk mit Kunst und Präzision
Du backst gern und willst Menschen mit süßen Kreationen begeistern? Dann ist die Ausbildung zum/zur Konditor/in vielleicht genau dein Ding. Du stellst kunstvolle Torten, feines Gebäck, Pralinen und Desserts her. Deine Produkte schmecken gut und sehen besonders aus. Dafür brauchst du Geschick, Genauigkeit, Kreativität und einen Sinn für schöne Dinge. Hier erfährst du, was du als Konditor/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Konditor/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
In der DDR hieß der Beruf: Backwarenfacharbeiter/in (Schwerpunkt Konditor)
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Konditor/in?
Dein Alltag besteht aus frischen Backwaren, genau abgewogenen Zutaten und kunstvollem Dekorieren. Du bist Handwerker/in, Chemiker/in und Künstler/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Teige, Massen und Cremes: Du stellst Mürbeteig, Hefeteig, Biskuit, Brandmasse, Buttercreme und Sahnecreme her. Dabei achtest du auf Mischverhältnisse und Temperaturen.
- Backen und Kühlen: Du bäckst Kuchen, Tortenböden und Gebäck und kühlst die Produkte richtig.
- Füllen: Du füllst Tortenböden mit Cremes, Früchten oder Mousse und setzt die Schichten zusammen.
- Verzieren: Du garnierst mit Sahne, Marzipan, Schokolade oder Früchten. Du modellierst Figuren aus Zucker oder Schokolade und schreibst Beschriftungen.
- Spezialitäten: Du machst Pralinen, Konfekt, Eis, Baumkuchen, Desserts und auch salzige Snacks.
- Neue Ideen: Du probierst neue Rezepte und Techniken aus und erfüllst Kundenwünsche, zum Beispiel bei Hochzeitstorten.
- Hygiene: Du hältst deinen Arbeitsplatz, Maschinen und Kühlräume sauber.
- Lagerung und Qualität: Du lagerst Zutaten und Produkte richtig und prüfst ihre Frische.
Wo arbeitest du als Konditor/in?
Du arbeitest meist in Konditoreien, Bäckereien mit Konditoreiabteilung und Patisserien. Auch Hotels und Restaurants mit eigener Pâtisserie suchen Konditor/innen. Aus einfachen Zutaten zauberst du dort kleine Kunstwerke.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Konditor/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf und dauert in der Regel 3 Jahre. In der Backstube lernst du die Praxis. In der Berufsschule geht es um Rohstoffkunde, Rezepte, Hygiene und Betriebswirtschaft.
Das lernst du unter anderem:
- Rohstoffkunde: Mehl, Zucker, Eier, Schokolade, Früchte und Gewürze und wie du sie verarbeitest
- Herstellung: Teige, Massen, Cremes, Füllungen und Glasuren
- Verzieren: Dekortechniken, Marzipan- und Zuckerfiguren, Spritzbeutel und Schablonen
- Hygiene und Lebensmittelrecht: Lebensmittelhygiene, Infektionsschutz und gesetzliche Regeln
- Maschinen: Backöfen, Rührmaschinen, Kühlgeräte und Spezialwerkzeuge
- Kalkulation: Rezepte kalkulieren, Mengen berechnen und den Einkauf planen
- Betriebswirtschaft: oft auch Grundlagen von Betriebsführung und Marketing
Welche Voraussetzungen brauchst du als Konditor/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- Leidenschaft fürs Backen
- Kreativität und Sinn für schöne Dinge
- Fingerspitzengefühl und handwerkliches Geschick
- eine sorgfältige und saubere Arbeitsweise
- Geduld und Genauigkeit
- Belastbarkeit, denn du stehst früh auf und viel
- keine Allergien gegen gängige Lebensmittel wie Mehl
- gute Mathekenntnisse für Mengen und Rezepturen
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.070 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.140 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.280 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Konditor/in zu dir?
Du bist kreativ und arbeitest gern genau? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Arbeit mit Lebensmitteln: Torten, Kuchen, Pralinen und andere Süßigkeiten entstehen in deinen Händen.
- Kreativität: Du entwickelst neue Kreationen und Designs.
- Präzision: Geschick und ein Auge für Details zahlen sich aus.
- Freude verschenken: Deine Torten machen Geburtstage, Hochzeiten und Feste besonders.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Konditor/in?
Was du als Konditor/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Geburtstagstorten verziert, Zutaten genau abwiegt und Plätzchen in feinen Formen aussticht, zeigt Betrieben Fingerspitzengefühl und Genauigkeit. Wer früh am Morgen zum Schwimmtraining geht oder für den Kuchenbasar der Schule backt, beweist Ausdauer und Engagement. Wenn dich Brot und Brötchen reizen, schau dir Bäcker/in an. Für warme Küche und ganze Menüs passt Koch/Köchin.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Torten und Cupcakes liebevoll verzierst Kreativität
- Rezepte genau abwiegst und umrechnest Genauigkeit
- Plätzchen ausstichst und fein dekorierst Fingerspitzengefühl
- früh morgens zum Schwimmtraining gehst Durchhaltevermögen
- für den Kuchenbasar der Schule backst Engagement
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 130
Betriebe bilden aus
Platz 118 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 2. Betrieb
bildet auch Bäcker/in aus.
Fast jeder 2. bildet auch Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk aus.
3 von 4 · Wo?
- Bayern20
- Baden-Württemberg20
- Nordrhein-Westfalen20
Die meisten Betriebe: Berlin, Landkreis Esslingen, Hamburg
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Menschen schätzen besondere Torten für Feiern, Pralinen als Geschenk oder ein feines Stück Kuchen zum Kaffee. Deshalb ist dein Können gefragt. Hier kannst du arbeiten:
- in Konditoreien und Bäckereien mit Konditoreiabteilung
- in Patisserien und Confiserien
- in Hotels und Restaurants mit eigener Pâtisserie
- in Cafés und Backshops
- auf Kreuzfahrtschiffen
- in der Lebensmittelindustrie bei der Entwicklung und Produktion von Süßwaren
- selbstständig mit eigenem Café oder eigener Konditorei
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Konditormeister/in: Du übernimmst Führung, bildest Nachwuchs aus und kannst einen eigenen Betrieb gründen.
- Betriebswirt/in HWK: für die Führung eines eigenen Unternehmens
- Pâtissier/e: für feine Desserts in der gehobenen Gastronomie und Hotellerie
- Diätkonditor/in: für Produkte bei Unverträglichkeiten und besonderen Ernährungsformen
- Techniker/in für Lebensmitteltechnik: für Produktion und Qualitätssicherung in der Industrie
- Geprüfte/r Verkaufsleiter/in im Lebensmittelhandwerk: wenn du Backkunst mit Verkaufstalent verbinden willst
- Studium: mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Lebensmitteltechnologie, Ökotrophologie oder Produktdesign
Fazit: Künstler/in für süße Kreationen
Als Konditor/in verbindest du Genuss, Kreativität und Handwerkskunst. Du machst Menschen mit süßen Kreationen glücklich. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in werden, dich spezialisieren oder eine eigene Konditorei eröffnen.
Lust bekommen? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Gastronomie, Hotel, Tourismus.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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