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Ausbildung Konstruktionsmechaniker/in
Ausbildung: Große Konstruktionen aus Metall bauen
Brücken, Schiffe, Windkraftanlagen: Große Metallkonstruktionen faszinieren dich? Dann ist die Ausbildung zum/zur Konstruktionsmechaniker/in vielleicht genau dein Ding. Du stellst Metallkonstruktionen her, montierst sie und hältst sie instand. Du sorgst dafür, dass riesige Bauteile millimetergenau zusammenpassen. So bleiben sie viele Jahre stabil und sicher. Dafür brauchst du handwerkliches Geschick, Genauigkeit und räumliches Vorstellungsvermögen. Hier erfährst du, was du als Konstruktionsmechaniker/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Konstruktionsmechaniker/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Diese Bezeichnungen gab es früher für den Beruf.
- 1987 bis 2004Konstruktionsmechaniker/in Fachrichtung Ausrüstungstechnik
- 1987 bis 2004Konstruktionsmechaniker/in Fachrichtung Feinblechbautechnik
- 1987 bis 2004Konstruktionsmechaniker/in Fachrichtung Metall- und Schiffbautechnik
- 1996 bis 2004Konstruktionsmechaniker/in Fachrichtung Schweißtechnik
In der DDR hieß der Beruf: Facharbeiter/in für maschinelle Blechumformung, Instandhaltungsmechaniker/in Hebezeuge und Fördermittel, Instandhaltungsmechaniker/in Stahlbau- und Blechkonstruktion
Im Alltag sagt man auch: Schiffbauer/in, Stahlbauschlosser/in, Bauschlosser/in, Betriebsschlosser/in, Blechschlosser/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Konstruktionsmechaniker/in?
Du arbeitest mit großen Metallteilen, schweren Maschinen und viel Präzision. Du setzt Pläne in echte Bauwerke und Maschinen um. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Zeichnungen lesen: Du verstehst technische Zeichnungen und Fertigungspläne, planst die Arbeitsschritte und wählst Material und Werkzeug aus.
- Zuschneiden: Du schneidest Bleche, Rohre und Profile aus Stahl oder Aluminium mit Scheren, Sägen, Brennschneidern oder Laserschneidanlagen zu.
- Umformen: Du biegst, kantest und walzt Metall mit Abkantpressen und Walzen.
- Fügen: Du schweißt, schraubst und nietest Einzelteile zu Baugruppen zusammen. Schweißen ist dabei eine deiner wichtigsten Fähigkeiten.
- Montage: In der Werkstatt oder auf der Baustelle baust du ganze Konstruktionen zusammen, manchmal in großer Höhe.
- Qualitätskontrolle: Du prüfst Maße, Passgenauigkeit und Schweißnähte. Jeder Millimeter zählt.
- Wartung und Reparatur: Du hältst bestehende Konstruktionen instand und tauschst defekte Teile aus.
- Transport: Mit Kränen oder Staplern bewegst du tonnenschwere Bauteile sicher an ihren Platz.
- Arbeitssicherheit: Beim Schweißen, in der Höhe und mit schweren Lasten hältst du dich strikt an die Regeln.
Wo arbeitest du als Konstruktionsmechaniker/in?
Du arbeitest in Werkshallen von Metallbauunternehmen, im Schiffbau, in der Luft- und Raumfahrt, im Bau von Windkraftanlagen oder im Anlagen- und Maschinenbau. Manchmal bist du auch auf großen Baustellen im Freien. Du sorgst dafür, dass große Metallprojekte Gestalt annehmen.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Konstruktionsmechaniker/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Betrieb lernst du direkt an den Werkstücken. In der Berufsschule geht es um Metallkunde, Schweißtechnik, technische Mathematik und Konstruktion.
Das lernst du unter anderem:
- Metallkunde: Stahl, Edelstahl und Aluminium, ihre Eigenschaften und Festigkeit
- Technische Mathematik und Zeichnungen: Zeichnungen lesen, Maße berechnen und Umformprozesse planen
- Trennen und Umformen: Zuschneiden, Biegen, Kanten, Walzen und Treiben, von Hand und mit Maschinen
- Fügetechniken: Schweißverfahren wie MAG, E-Hand und WIG, Schrauben, Nieten und Kleben
- Maschinen und Werkzeuge: Pressen, Walzen, Schweißgeräte und Handwerkzeuge sicher nutzen
- Montage: Bauteile zusammenfügen, ausrichten und fixieren
- Qualität: Schweißnähte, Maße und Oberflächen prüfen
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz: Hebeanlagen, Brandgefahr beim Schweißen und Entsorgung von Abfällen
Welche Voraussetzungen brauchst du als Konstruktionsmechaniker/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise
- räumliches Vorstellungsvermögen
- körperliche Fitness und Belastbarkeit
- Teamfähigkeit
- Schwindelfreiheit für Montagen in der Höhe
- Interesse an Mathe, Physik und Technik
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 724 € bis 1.373 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 € bis 1.408 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 € bis 1.489 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.014 € bis 1.563 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Konstruktionsmechaniker/in zu dir?
Du arbeitest gern mit Metall und findest selbst Lösungen? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Arbeit mit Metall: Du baust Maschinen, Anlagen und große Konstruktionen.
- Köpfchen gefragt: Du findest oft selbstständig Lösungen für knifflige Aufgaben.
- Starkes Team: Große Projekte schafft ihr nur gemeinsam.
- Sichtbare Ergebnisse: Brücken, Schiffe und Anlagen zeigen, was du geschafft hast.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Konstruktionsmechaniker/in?
Was du als Konstruktionsmechaniker/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer nach Zeichnung ein Hochbett baut, im Werkunterricht Metall sägt und feilt oder mit Freund/innen eine Skaterampe zusammenschraubt, zeigt Betrieben räumliches Denken und Geschick. Wer beim THW mit anpackt oder im Verein Handball spielt, beweist Fitness und Teamgeist. Wenn dich Maschinen und Anlagen reizen, schau dir Industriemechaniker/in an. Für Treppen, Fenster und Tore passt Metallbauer/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- nach Zeichnung ein Regal oder Hochbett baust Räumliches Denken
- im Werkunterricht Metall sägst und feilst Genauigkeit
- mit Freund/innen eine Skaterampe zusammenschraubst Geschick
- beim THW Technik und Teamarbeit lernst Verantwortung
- Handball im Verein spielst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 1.200
Betriebe bilden aus
Platz 22 von 344 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 3. Betrieb
bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
Fast jeder 4. bildet auch Industriemechaniker/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Baden-Württemberg210
- Nordrhein-Westfalen190
- Bayern180
Die meisten Betriebe: Erzgebirgskreis, Ortenaukreis, Kreis Siegen-Wittgenstein
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Metallkonstruktionen werden in vielen Industriebereichen und im Bauwesen gebraucht. Wer moderne Fertigungstechniken beherrscht, ist gefragt. Hier kannst du arbeiten:
- in Metallbau- und Stahlbauunternehmen
- im Anlagen- und Maschinenbau
- im Fahrzeugbau, zum Beispiel im Schiffbau oder bei Schienenfahrzeugen
- im Bau von Windkraftanlagen
- in der Luft- und Raumfahrt
- in der Energie- und Versorgungstechnik
- in der Instandhaltung großer Industrieunternehmen
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Industriemeister/in Metall: für Leitungsaufgaben in der Produktion
- Schweißfachmann/-frau oder Schweißtechniker/in: für mehr Wissen rund ums Schweißen
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in: in Metallbautechnik, Maschinenbautechnik oder Fertigungstechnik für Arbeitsvorbereitung, Konstruktion oder Qualitätsmanagement
- CAD-Fachkraft: für die Arbeit mit Konstruktionsprogrammen
- Studium: mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Maschinenbau, Bauingenieurwesen, Werkstoffwissenschaften oder Wirtschaftsingenieurwesen
Fazit: Stark im Metallbau
Als Konstruktionsmechaniker/in verbindest du handwerkliches Geschick, Präzision und Technik. Du schaffst sichtbare und stabile Bauwerke und Maschinen. Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Danach kannst du Industriemeister/in oder Techniker/in werden oder studieren.
Lust bekommen? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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