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Ausbildung Kraftfahrzeugmechatroniker/in
Ausbildung: Allrounder für moderne Fahrzeuge
Du liebst Technik und hast Benzin im Blut oder Strom in den Adern? Dann ist die Ausbildung zum/zur Kraftfahrzeugmechatroniker/in dein Ding. Du sorgst dafür, dass moderne Fahrzeuge sicher und zuverlässig fahren. Früher ging es vor allem um Mechanik. Heute arbeitest du auch mit IT-Systemen, Hochvolt-Antrieben und moderner Sensorik. Der Kfz-Mechatroniker ist einer der beliebtesten Ausbildungsberufe in Deutschland. Hier erfährst du, was du im Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auch bekannt als Nutzfahrzeugmechatroniker/in. Auch bekannt als Elektrokraftfahrzeugmechatroniker/in.
Auf einen Blick
Kraftfahrzeugmechatroniker/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 2003 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 3 Berufen wurde einer.
- ab 1949 bis 2003Kraftfahrzeugmechaniker/
in - ab 1949 bis 2003Kraftfahrzeugelektriker/
in - ab 1949 bis 2003Automobilmechaniker/
in - seit 2003Kfz-Mechatroniker/
in
Im Alltag sagt man auch: Automechaniker/in, Kfz-Mechaniker/in, Autoschlosser/in, Nutzfahrzeugmechatroniker/in, Elektrokraftfahrzeugmechatroniker/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Kfz-Mechatroniker/in?
Dein Alltag ist abwechslungsreich und technisch anspruchsvoll. Du bist Mechaniker/in, Elektriker/in und IT-Spezialist/in in einem. Fahrzeuge sind heute Computer auf Rädern. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Fehler finden: Du analysierst Störungen an mechanischen, elektrischen, elektronischen, hydraulischen und pneumatischen Systemen. Mit Diagnosegeräten liest du Fehlercodes aus und findest die Ursache.
- Warten und prüfen: Du erledigst Servicearbeiten nach Herstellervorgaben. Du prüfst und tauschst Öl, Bremsen, Reifen, Lichter, Filter und andere Verschleißteile.
- Reparieren: Du zerlegst Motoren, Getriebe, Achsen oder Steuergeräte, reparierst sie oder tauschst sie aus.
- Nachrüsten: Du baust zusätzliche Systeme ein, zum Beispiel Anhängerkupplungen, Freisprechanlagen oder Fahrassistenzsysteme.
- E-Mobilität und Hochvolt: Du nimmst Hochvoltsysteme sicher außer Betrieb, prüfst Batteriemodule und wartest Elektromotoren.
- Einstellen: Du prüfst alle Systeme und stellst zum Beispiel Achsgeometrie oder Motorelektronik neu ein. Du bereitest Fahrzeuge auf die Hauptuntersuchung vor.
- Beraten: Du erklärst Kund/innen Mängel und Reparaturen verständlich.
- Dokumentieren: Du hältst Arbeiten, Prüfergebnisse und Teile genau fest.
- Sicher arbeiten: Du hältst dich an die Regeln beim Umgang mit Hebebühnen, Werkzeugen und Gefahrstoffen.
Wo arbeitest du als Kfz-Mechatroniker/in?
Dein Arbeitsplatz ist meistens ein Autohaus oder eine Kfz-Werkstatt. Das kann eine markengebundene oder eine freie Werkstatt sein. Auch Pannendienste, Speditionen und Autovermietungen brauchen dich. Überall dort sorgst du dafür, dass Fahrzeuge sicher und sparsam auf der Straße unterwegs sind. Gut gewartete Fahrzeuge bringen Menschen zur Arbeit, zur Schule und in den Urlaub. Genau deshalb ist dein Beruf so wichtig.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Kfz-Mechatroniker/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Betrieb lernst du die Praxis direkt am Fahrzeug. In der Berufsschule lernst du die Theorie zu Motorentechnik, Elektrik, Elektronik und Diagnose. Du spezialisierst dich auf einen von fünf Schwerpunkten: Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik, System- und Hochvolttechnik oder Karosserietechnik.
Das lernst du unter anderem:
- Fahrzeugsysteme: Motoren, Getriebe, Fahrwerke, Bremsen, Lenkung und Klimaanlagen
- Elektrik und Elektronik: Bordnetze, Sensoren, Steuergeräte, Assistenzsysteme und Hochvolttechnik
- Diagnose und Prüftechnik: Diagnosesysteme, Messgeräte und Prüfstände
- Werkstoffe: Metalle, Kunststoffe und Verbundwerkstoffe und wie man sie bearbeitet
- Kundenkommunikation: Technik verständlich erklären und gut beraten
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz: sicherer Umgang mit Werkzeug und Maschinen und richtige Entsorgung von Betriebsstoffen
Welche Voraussetzungen brauchst du als Kfz-Mechatroniker/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- großes Interesse an Fahrzeugen und moderner Technik
- handwerkliches Geschick und eine genaue Arbeitsweise
- analytisches Denken und Spaß am Lösen von Problemen
- körperliche Fitness
- Teamfähigkeit und Lernbereitschaft
- gute Noten in Mathe, Physik und Informatik sind ein Vorteil
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 998 € bis 1.373 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.038 € bis 1.408 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.131 € bis 1.489 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.188 € bis 1.563 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Kfz-Mechatroniker/in zu dir?
Das spricht für die Ausbildung zum/zur Kfz-Mechatroniker/in:
- Technik zum Anfassen: Du arbeitest mit Mechanik, Elektrik und Elektronik moderner Fahrzeuge.
- Präzision zählt: Mit handwerklichem Geschick und einem Auge fürs Detail findest du jeden Fehler.
- Starkes Team: In der Werkstatt arbeitest du eng mit anderen zusammen.
- Immer weiter: Neue Antriebe und Systeme sorgen dafür, dass du ständig dazulernst.
Wenn du dich darin wiedererkennst, schau dir die Ausbildung genauer an. Du leistest damit einen wichtigen Beitrag zur Mobilität.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Kfz-Mechatroniker/in?
Was du als Kfz-Mechatroniker/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer am Moped schraubt, bis es wieder läuft, zeigt Werkstätten Geschick und Durchhaltevermögen. Wer im Verein kickt oder in der Jugendfeuerwehr mitmacht, zeigt: Ich bin zuverlässig und arbeite gern im Team. Wenn dich Fahrräder und Motorräder reizen, schau dir Zweiradmechatroniker/in an. Für Karosserie und Unfallschäden passt Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- am Fahrrad, Moped oder Auto schraubst Geschick
- bei kaputten Geräten die Ursache suchst Fehlersuche
- Fußball, Handball oder Hockey im Verein spielst Teamgeist
- in der Jugendfeuerwehr oder beim THW mitmachst Zuverlässigkeit
- Kart fährst oder Motorsport verfolgst Technikbegeisterung
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 1.500
Betriebe bilden aus
Platz 14 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 3. Betrieb
bildet auch Automobilkaufleute aus.
Jeder 4. bildet auch Kaufmann/frau Büromanagement aus.
3 von 4 · Wo?
- Bayern340
- Nordrhein-Westfalen270
- Baden-Württemberg220
Die meisten Betriebe: Berlin, Hamburg, Region Hannover
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Fahrzeuge werden immer komplexer und digitaler. Deshalb werden Fachkräfte gebraucht, die diese Technik beherrschen. Hier kannst du arbeiten:
- in markengebundenen oder freien Kfz-Werkstätten
- bei Autohäusern mit Werkstatt
- bei Automobilherstellern und Zulieferern
- bei Pannendiensten
- in Werkstätten von Speditionen, Busunternehmen und Verkehrsbetrieben
- bei Fahrzeugvermietungen
- in der Fahrzeugentwicklung und Fahrzeugprüfung
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Kfz-Meister/in: für Führungsaufgaben, die Ausbildung von Nachwuchs und die Gründung einer eigenen Werkstatt
- Service- oder Diagnosetechniker/in: für schwierige Fehlerdiagnosen, oft spezialisiert auf eine Marke
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in: in Kraftfahrzeugtechnik, Elektrotechnik oder Mechatronik
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Elektromobilität, Hybridfahrzeuge, Nutzfahrzeuge, Motorräder oder Fahrerassistenzsysteme
- Studium: mit Meistertitel oder Fachabitur zum Beispiel Fahrzeugtechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik oder Mechatronik
Fazit: Allrounder für die Mobilität von morgen
Als Kfz-Mechatroniker/in verbindest du Handwerk, Technik und IT. Du hältst Autos, Motorräder und Nutzfahrzeuge sicher auf der Straße, egal ob mit Verbrenner oder Elektroantrieb. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Danach stehen dir Werkstatt, Meistertitel, Spezialisierung oder Studium offen.
Lust aufs Schrauben? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
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Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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