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Ausbildung Laborant/in
Ausbildung: Den Dingen auf den Grund gehen
Du willst wissen, woraus Dinge bestehen und wie sie funktionieren? Dann ist die Ausbildung zum/zur Laborant/in vielleicht genau dein Ding. Du arbeitest in Forschung, Entwicklung und Qualitätssicherung. Du bedienst komplexe Geräte, führst Experimente durch und analysierst Proben. Mit deinen Ergebnissen trägst du zu neuen Erkenntnissen und sicheren Produkten bei. Dafür brauchst du Neugier, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein. Hier erfährst du, was du als Laborant/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Was macht ein/e Laborant/in?
Du arbeitest mit Chemikalien, biologischen Proben oder physikalischen Messgeräten. Du lieferst die Daten, auf denen Innovation und Qualität aufbauen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Proben vorbereiten: Du nimmst Proben aus Umwelt, Produktion, vom menschlichen Körper oder von neuen Materialien. Du zerkleinerst, wiegst und verdünnst sie oder legst Kulturen an.
- Analysen durchführen: Du machst chemische, physikalische oder biologische Tests. Du prüfst zum Beispiel die Zusammensetzung und Reinheit von Stoffen, suchst nach Bakterien oder testest die Stärke eines Materials. Dafür nutzt du Chromatographen, Spektrometer oder Mikroskope.
- Auswerten und dokumentieren: Du protokollierst deine Ergebnisse genau, interpretierst Daten, erstellst Diagramme und schreibst Berichte.
- Qualitätssicherung: Du überwachst Produkte und Prozesse, damit alles den Standards und Gesetzen entspricht. Du kalibrierst und prüfst Geräte.
- Forschung und Entwicklung: Du hilfst bei neuen Produkten, Materialien oder Analyseverfahren. Du testest Rezepturen und führst Versuchsreihen durch.
- Gerätepflege: Du reinigst und wartest die Laborgeräte.
- Sicherheit und Umweltschutz: Du hältst dich an die Laborvorschriften und entsorgst Chemikalien und Abfälle richtig.
Wo arbeitest du als Laborant/in?
Dein Arbeitsplatz ist fast immer ein Labor. Das kann in der Industrie sein, an einer Forschungseinrichtung, in einer Klinik oder in einem Umweltamt. Überall findest du mit Präzision Antworten auf wichtige Fragen.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Laborant/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Laborant/in wirst du meist über eine duale Ausbildung in einer bestimmten Fachrichtung. Sie dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Betrieb lernst du die Praxis direkt im Labor. In der Berufsschule geht es um die passenden Naturwissenschaften.
Diese Fachrichtungen gibt es zum Beispiel:
- Chemielaborant/in
- Biologielaborant/in
- Physiklaborant/in
- Lacklaborant/in
- Milchwirtschaftliche/r Laborant/in
Das lernst du unter anderem:
- Naturwissenschaftliche Grundlagen: Chemie, Biologie und Physik, je nach Schwerpunkt
- Analysetechniken: chemische, physikalische, biologische und instrumentelle Methoden
- Sicherer Umgang mit Stoffen: Du gehst verantwortungsvoll mit gefährlichen Stoffen und biologischem Material um.
- Laborgeräte: Funktion und Bedienung von Mess- und Analysegeräten
- Qualitätsmanagement: Methoden der Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle
- Dokumentation und Statistik: Du planst Versuche, wertest Ergebnisse aus und dokumentierst sie.
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz: Laborvorschriften, Brandschutz und Entsorgung
Welche Voraussetzungen brauchst du als Laborant/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen mittleren Schulabschluss oder Abitur
- Interesse an Chemie, Biologie und Physik
- eine sorgfältige, genaue und verantwortungsbewusste Arbeitsweise
- analytisches Denken und Spaß am Lösen von Problemen
- Geduld und Konzentration
- technisches Verständnis für Laborgeräte
- gute Noten in Mathematik und den Naturwissenschaften
- Teamfähigkeit, denn im Labor arbeitest du oft mit anderen zusammen
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Jahr | Vergütung |
|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | 752 EUR bis 852 EUR |
| 2. Ausbildungsjahr | 790 EUR bis 945 EUR |
| 3. Ausbildungsjahr | 880 EUR bis 1.025 EUR |
| 4. Ausbildungsjahr | 915 EUR bis 1.110 EUR |
Passt die Ausbildung zum/zur Laborant/in zu dir?
Experimente machen dir mehr Spaß als Auswendiglernen? Dann schau dir diese Punkte an:
- Naturwissenschaft und Technik: Du arbeitest mit Stoffen und Materialien und führst Experimente und Analysen durch.
- Genauigkeit: Du arbeitest sorgfältig und gewissenhaft.
- Teamarbeit: Im Labor arbeitest du eng mit Kolleg/innen und Wissenschaftler/innen zusammen.
- Neugier: Der Beruf ist abwechslungsreich und du lernst regelmäßig dazu.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Laborant/in?
Was du als Laborant/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer in der Chemie-AG Versuche genau protokolliert, bei Jugend forscht einer eigenen Frage nachgeht oder unter dem Mikroskop Wassertropfen untersucht, zeigt Laboren Sorgfalt und Neugier. Wer dazu im Feldhockey oder Wasserball mitzieht, beweist Teamgeist, denn im Labor arbeitest du oft mit anderen zusammen. Wenn dich Stoffe und Reaktionen reizen, schau dir Chemielaborant/in an. Für Zellen und Mikroorganismen passt Biologielaborant/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- in der Chemie- oder Bio-AG Versuche protokollierst Sorgfalt
- bei Jugend forscht einer eigenen Frage nachgehst Neugier
- mit dem Mikroskop Wassertropfen oder Pflanzen untersuchst Beobachtungsgabe
- lange an einem schwierigen Puzzle sitzt Geduld
- Feldhockey oder Wasserball in einer Mannschaft spielst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Forschung, Entwicklung und Qualitätssicherung brauchen Fachkräfte im Labor. Laborant/innen arbeiten deshalb in vielen Bereichen von Wirtschaft und Wissenschaft. Hier kannst du arbeiten:
- in Forschungsinstituten und Universitäten
- in der chemischen und pharmazeutischen Industrie
- in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie
- in Biotechnologie und Medizintechnik
- in Umweltämtern und Untersuchungsanstalten
- in Kliniken und Diagnoselaboren
- in der Qualitätssicherung von Produktionsbetrieben
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in: zum Beispiel in Chemietechnik, Biotechnologie oder Umweltschutztechnik, für Forschung, Entwicklung, Produktion oder Qualitätsmanagement
- Industriemeister/in: zum Beispiel in Chemie, für Führungsaufgaben in Produktionslaboren
- Spezialisierung: etwa auf Chromatographie, Spektroskopie, Gentechnik oder neue Analyseverfahren
- Studium: Mit Fachabitur oder nach der Technikerweiterbildung kannst du Chemie, Biologie, Biochemie, Pharmazie oder Ingenieurwissenschaften studieren.
Fazit: Präzision für neue Erkenntnisse
Als Laborant/in verbindest du naturwissenschaftliche Neugier mit genauer Laborarbeit. Du hilfst, neue Erkenntnisse zu gewinnen und die Qualität von Produkten zu sichern. Die Ausbildung ist dual, findet in einer Fachrichtung statt und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Danach kannst du dich spezialisieren, Techniker/in werden oder studieren.
Neugierig geworden? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Naturwissenschaft.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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