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Ausbildung Lackla­borant/in

Ausbildung: Die Chemie hinter Farbe und Glanz

Symbolbild: Ausbildung Lacklaborant/in

Dich interessiert, wie Farben entstehen und warum Lack eine Oberfläche schützt? Dann ist die Ausbildung zum/zur Lackla­borant/in vielleicht genau dein Ding. Du arbeitest im Labor an Lacken, Farben, Klebstoffen und anderen Beschich­tungen. Du entwickelst neue Rezepturen, prüfst Proben und verbesserst bestehende Produkte. So bekommen Autos, Maschinen und viele andere Produkte eine schützende und schöne Oberfläche. Dafür brauchst du Interesse an Naturwis­sen­schaften, Genauigkeit und Kreativität. Hier erfährst du, was du als Lackla­borant/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Lackla­borant/in auf einen Blick

Dauer3,5 Jahre
Ausbildungdual, Sonstiges Handwerk
1. Jahr1.147 € bis 1.204 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

In der DDR hieß der Beruf: Laborant/in (Schwerpunkt Farben und Lacke)

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Lackla­borant/in?

Du arbeitest im Labor, machst Experimente und analysierst Stoffe. Dafür brauchst du chemisches Verständnis und Finger­spit­zen­gefühl. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Entwickeln: Du mischst Pigmente, Bindemittel, Lösemittel und Additive in genauen Verhältnissen. So erreichst du Farbe, Glanz, Deckkraft, Härte oder Wetterbeständigkeit.
  • Prüfen: Du untersuchst Viskosität, Trocknungszeit, Kratzfestigkeit, Farbgenauigkeit oder Korrosionsbeständigkeit. Dafür nutzt du Spektralphotometer, Viskosimeter oder Härtetester.
  • Rezepturen verbessern: Du findest heraus, warum ein Lack eine Eigenschaft verfehlt. Dann passt du Mischverhältnisse an oder setzt neue Additive ein.
  • Qualitätssicherung: Du kontrollierst Rohstoffe und fertige Lacke, damit sie Standards und Kundenwünsche erfüllen.
  • Anwendung testen: Du testest Lacke auf verschiedenen Untergründen und unter verschiedenen Bedingungen.
  • Dokumentation: Du hältst Versuchsreihen, Messwerte und Beobachtungen genau fest.
  • Sicherheit und Umweltschutz: Du hältst dich an die Laborvorschriften und entsorgst Chemikalien und Abfälle richtig.
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Wo arbeitest du als Lackla­borant/in?

Du arbeitest hauptsächlich im Labor. Oft ist das in der Entwicklung oder Qualitäts­si­cherung von Lack-, Farben- und Klebstoff­her­stellern. Auch die Automobil- und Chemie­in­dustrie braucht Lackla­borant/innen. Du sorgst dafür, dass Farben schön aussehen und gleich­zeitig ihren Zweck erfüllen.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Lackla­borant/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Betrieb lernst du die Praxis direkt im Labor. In der Berufs­schule geht es um Chemie, Physik und Verfah­rens­technik.

Das lernst du unter anderem:

  • Chemie: organische und anorganische Chemie, Polymere und die Reaktionen bei der Lackherstellung
  • Physik: Viskosität, Dichte, Lichtbrechung und Oberflächenspannung
  • Werkstoffkunde: Pigmente, Bindemittel, Füllstoffe und Additive
  • Analysetechniken: chemische, physikalische und instrumentelle Methoden zur Lackprüfung
  • Verfahrenstechnik: wie Lacke und Beschichtungen hergestellt werden
  • Farb- und Glanzmessung: Du bestimmst Farbton und Glanzgrad mit Messgeräten.
  • Qualitätsmanagement: Qualitätssicherung in der Lackproduktion
  • Arbeitssicherheit und Umweltschutz: Umgang mit Laborchemikalien, Brandschutz und Entsorgung

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Lackla­borant/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen mittleren Schulabschluss oder Abitur
  • Interesse an Chemie, Physik und Mathematik
  • eine sorgfältige, genaue und verantwortungsbewusste Arbeitsweise
  • analytisches Denken und Spaß am Lösen von Problemen
  • Geduld und Konzentration
  • gutes Farbsehen und ein Auge für Details
  • Teamfähigkeit und Lernbereitschaft

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.147 € bis 1.204 €
2. Ausbildungsjahr 1.222 € bis 1.315 €
3. Ausbildungsjahr 1.277 € bis 1.389 €
4. Ausbildungsjahr 1.329 € bis 1.486 €

Passt die Ausbildung zum/zur Lackla­borant/in zu dir?

Du stehst gern im Labor und willst sehen, was deine Arbeit bewirkt? Dann schau dir diese Punkte an:

  • Naturwissenschaft zum Anfassen: Du mischst, testest und misst und siehst direkt das Ergebnis.
  • Kreativität: Du tüftelst an Rezepturen, bis Farbe, Glanz und Haltbarkeit stimmen.
  • Genauigkeit: Kleine Unterschiede in der Rezeptur machen viel aus. Du arbeitest sorgfältig.
  • Perspektive: Mit Erfahrung kannst du leitende Aufgaben übernehmen oder dich auf spezielle Lackanwendungen spezialisieren.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Lackla­borant/in?

Was du als Lackla­borant/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Farben für Bilder selbst mischt, Modelle mit dem Pinsel lackiert oder beim Renovieren genau auf den Farbton achtet, zeigt Betrieben ein gutes Auge und Sorgfalt. Wer in der Chemie-AG Versuche dokumentiert und im Verein Volleyball spielt, beweist Neugier und Teamgeist. Wenn dich Chemie im Labor allgemein reizt, schau dir Chemie­la­borant/in an. Wenn du Farbe lieber an Wände bringst, passt Maler/in und Lackierer/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Farben für Bilder selbst mischst Farbgefühl
  • Modelle mit dem Pinsel sauber lackierst Genauigkeit
  • in der Chemie-AG Versuche dokumentierst Sorgfalt
  • Knobelaufgaben aus Mathe und Physik löst Logisches Denken
  • Volleyball im Verein spielst Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Die Lack- und Farben­in­dustrie entwickelt ständig neue Produkte für viele Anwendungen. Dafür braucht sie Fachkräfte, die Entwicklung und Qualität voranbringen. Hier kannst du arbeiten:

  • in Unternehmen der Lack- und Farbenindustrie
  • bei Herstellern von Klebstoffen und Dichtstoffen
  • in der Automobilindustrie in Lackentwicklung und Lackprüfung
  • in der chemischen Industrie
  • in Forschungsinstituten und Hochschulen
  • in Qualitätssicherung und Produktentwicklung

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in für Farb- und Lacktechnik: für Forschung und Entwicklung, Produktion oder Qualitätsmanagement
  • Industriemeister/in Chemie: für Führungsaufgaben in der chemischen Produktion
  • Spezialisierung: etwa auf Anwendungsentwicklung, Analysetechniken wie Chromatographie, Umweltschutz oder Arbeitssicherheit
  • Studium: Mit Fachabitur oder nach der Technikerweiterbildung kannst du Chemie, Lacktechnologie, Chemietechnik oder Materialwissenschaften studieren.

Fazit: Chemie, die man sieht

Als Lackla­borant/in verbindest du Begeis­terung für Naturwis­sen­schaften mit genauer Laborarbeit. Du gestaltest und schützt die Oberflächen unserer Welt. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Danach kannst du dich spezia­li­sieren, Techniker/in werden oder studieren.

Lust aufs Labor? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Sonstiges Handwerk.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Lacklaborant/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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