Schnellstart.
11 Branchen in Handel & Dienstleister
7 Branchen in Handwerk
3 Branchen in Industrie & Logistik
Ausbildung Lacklaborant/in
Ausbildung: Die Chemie hinter Farbe und Glanz
Dich interessiert, wie Farben entstehen und warum Lack eine Oberfläche schützt? Dann ist die Ausbildung zum/zur Lacklaborant/in vielleicht genau dein Ding. Du arbeitest im Labor an Lacken, Farben, Klebstoffen und anderen Beschichtungen. Du entwickelst neue Rezepturen, prüfst Proben und verbesserst bestehende Produkte. So bekommen Autos, Maschinen und viele andere Produkte eine schützende und schöne Oberfläche. Dafür brauchst du Interesse an Naturwissenschaften, Genauigkeit und Kreativität. Hier erfährst du, was du als Lacklaborant/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Lacklaborant/in auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
In der DDR hieß der Beruf: Laborant/in (Schwerpunkt Farben und Lacke)
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Lacklaborant/in?
Du arbeitest im Labor, machst Experimente und analysierst Stoffe. Dafür brauchst du chemisches Verständnis und Fingerspitzengefühl. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Entwickeln: Du mischst Pigmente, Bindemittel, Lösemittel und Additive in genauen Verhältnissen. So erreichst du Farbe, Glanz, Deckkraft, Härte oder Wetterbeständigkeit.
- Prüfen: Du untersuchst Viskosität, Trocknungszeit, Kratzfestigkeit, Farbgenauigkeit oder Korrosionsbeständigkeit. Dafür nutzt du Spektralphotometer, Viskosimeter oder Härtetester.
- Rezepturen verbessern: Du findest heraus, warum ein Lack eine Eigenschaft verfehlt. Dann passt du Mischverhältnisse an oder setzt neue Additive ein.
- Qualitätssicherung: Du kontrollierst Rohstoffe und fertige Lacke, damit sie Standards und Kundenwünsche erfüllen.
- Anwendung testen: Du testest Lacke auf verschiedenen Untergründen und unter verschiedenen Bedingungen.
- Dokumentation: Du hältst Versuchsreihen, Messwerte und Beobachtungen genau fest.
- Sicherheit und Umweltschutz: Du hältst dich an die Laborvorschriften und entsorgst Chemikalien und Abfälle richtig.
Wo arbeitest du als Lacklaborant/in?
Du arbeitest hauptsächlich im Labor. Oft ist das in der Entwicklung oder Qualitätssicherung von Lack-, Farben- und Klebstoffherstellern. Auch die Automobil- und Chemieindustrie braucht Lacklaborant/innen. Du sorgst dafür, dass Farben schön aussehen und gleichzeitig ihren Zweck erfüllen.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Lacklaborant/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Betrieb lernst du die Praxis direkt im Labor. In der Berufsschule geht es um Chemie, Physik und Verfahrenstechnik.
Das lernst du unter anderem:
- Chemie: organische und anorganische Chemie, Polymere und die Reaktionen bei der Lackherstellung
- Physik: Viskosität, Dichte, Lichtbrechung und Oberflächenspannung
- Werkstoffkunde: Pigmente, Bindemittel, Füllstoffe und Additive
- Analysetechniken: chemische, physikalische und instrumentelle Methoden zur Lackprüfung
- Verfahrenstechnik: wie Lacke und Beschichtungen hergestellt werden
- Farb- und Glanzmessung: Du bestimmst Farbton und Glanzgrad mit Messgeräten.
- Qualitätsmanagement: Qualitätssicherung in der Lackproduktion
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz: Umgang mit Laborchemikalien, Brandschutz und Entsorgung
Welche Voraussetzungen brauchst du als Lacklaborant/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen mittleren Schulabschluss oder Abitur
- Interesse an Chemie, Physik und Mathematik
- eine sorgfältige, genaue und verantwortungsbewusste Arbeitsweise
- analytisches Denken und Spaß am Lösen von Problemen
- Geduld und Konzentration
- gutes Farbsehen und ein Auge für Details
- Teamfähigkeit und Lernbereitschaft
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.147 € bis 1.204 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.222 € bis 1.315 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.277 € bis 1.389 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.329 € bis 1.486 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Lacklaborant/in zu dir?
Du stehst gern im Labor und willst sehen, was deine Arbeit bewirkt? Dann schau dir diese Punkte an:
- Naturwissenschaft zum Anfassen: Du mischst, testest und misst und siehst direkt das Ergebnis.
- Kreativität: Du tüftelst an Rezepturen, bis Farbe, Glanz und Haltbarkeit stimmen.
- Genauigkeit: Kleine Unterschiede in der Rezeptur machen viel aus. Du arbeitest sorgfältig.
- Perspektive: Mit Erfahrung kannst du leitende Aufgaben übernehmen oder dich auf spezielle Lackanwendungen spezialisieren.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Lacklaborant/in?
Was du als Lacklaborant/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Farben für Bilder selbst mischt, Modelle mit dem Pinsel lackiert oder beim Renovieren genau auf den Farbton achtet, zeigt Betrieben ein gutes Auge und Sorgfalt. Wer in der Chemie-AG Versuche dokumentiert und im Verein Volleyball spielt, beweist Neugier und Teamgeist. Wenn dich Chemie im Labor allgemein reizt, schau dir Chemielaborant/in an. Wenn du Farbe lieber an Wände bringst, passt Maler/in und Lackierer/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Farben für Bilder selbst mischst Farbgefühl
- Modelle mit dem Pinsel sauber lackierst Genauigkeit
- in der Chemie-AG Versuche dokumentierst Sorgfalt
- Knobelaufgaben aus Mathe und Physik löst Logisches Denken
- Volleyball im Verein spielst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 50
Betriebe bilden aus
Platz 175 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 2. Betrieb
bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
Jeder 3. bildet auch Produktionsfachkraft Chemie aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen20
- Baden-Württemberg10
- Bayern6
Die meisten Betriebe: Landkreis Ludwigsburg, Rhein-Kreis Neuss, Kreis Lippe
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Die Lack- und Farbenindustrie entwickelt ständig neue Produkte für viele Anwendungen. Dafür braucht sie Fachkräfte, die Entwicklung und Qualität voranbringen. Hier kannst du arbeiten:
- in Unternehmen der Lack- und Farbenindustrie
- bei Herstellern von Klebstoffen und Dichtstoffen
- in der Automobilindustrie in Lackentwicklung und Lackprüfung
- in der chemischen Industrie
- in Forschungsinstituten und Hochschulen
- in Qualitätssicherung und Produktentwicklung
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in für Farb- und Lacktechnik: für Forschung und Entwicklung, Produktion oder Qualitätsmanagement
- Industriemeister/in Chemie: für Führungsaufgaben in der chemischen Produktion
- Spezialisierung: etwa auf Anwendungsentwicklung, Analysetechniken wie Chromatographie, Umweltschutz oder Arbeitssicherheit
- Studium: Mit Fachabitur oder nach der Technikerweiterbildung kannst du Chemie, Lacktechnologie, Chemietechnik oder Materialwissenschaften studieren.
Fazit: Chemie, die man sieht
Als Lacklaborant/in verbindest du Begeisterung für Naturwissenschaften mit genauer Laborarbeit. Du gestaltest und schützt die Oberflächen unserer Welt. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Danach kannst du dich spezialisieren, Techniker/in werden oder studieren.
Lust aufs Labor? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Sonstiges Handwerk.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
Worauf hast du noch Lust?
Stöbere weiter in Berufen und Tipps. Oder lass den Würfel entscheiden.
Top 2026Anlagenmechaniker/in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Top 2026Fachinformatiker/in
Top 2026Industriekaufmann/frau
Top 2026Medizinische/r Fachangestellte/r (MFA)
Top 2026Kaufmann/frau Büromanagement
Top 2026Umweltschutztechnische Assistenten
Top 2026Kraftfahrzeugmechatroniker/in
Top 2026Zahnmedizinische/r Fachangestellte/rAlle anzeigen




















