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Ausbildung Leichtflugzeugbauer/in
Ausbildung: Handwerk, das abhebt
Träumst du davon, Flugzeuge mit deinen eigenen Händen zu bauen? Dann ist die Ausbildung zum/zur Leichtflugzeugbauer/in vielleicht genau dein Ding. Du baust, wartest und reparierst Fluggeräte mit geringem Gewicht. Dazu gehören Segelflugzeuge, Motorsegler und Ultraleichtflugzeuge. Du arbeitest mit Holz, Metall und modernen Verbundwerkstoffen. Jedes Detail zählt, denn am Ende muss das Flugzeug sicher abheben. Du brauchst technisches Verständnis, Sorgfalt und Teamgeist. Hier erfährst du, was du als Leichtflugzeugbauer/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Früher hieß dieser Beruf Holzflugzeugbauer/in.
Auf einen Blick
Leichtflugzeugbauer/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1986 hieß er Holzflugzeugbauer/in.
- ab 1949 bis 1986Holzflugzeugbauer/
in - seit 1986Leichtflugzeugbauer/
in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Leichtflugzeugbauer/in?
Du baust, montierst und prüfst feine und komplexe Bauteile. Am Ende steht ein flugtüchtiges Gerät. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Bauteile fertigen: Du stellst Teile für Rumpf, Flügel und Leitwerk her. Du bearbeitest Holz, Aluminium, Stahl und Verbundwerkstoffe wie Carbonfaser und GFK. Du sägst, bohrst, fräst, nietest, klebst und laminierst.
- Montieren: Du setzt Einzelteile und Baugruppen zu einem vollständigen Flugzeug zusammen. Dazu gehören Steuerflächen, Fahrwerk, Triebwerk und Instrumente. Du arbeitest genau nach Konstruktionsplänen und Bauvorschriften.
- Warten: Du prüfst Leichtflugzeuge regelmäßig auf Verschleiß, Schäden und Materialermüdung. Defekte Teile tauschst du aus.
- Fehler finden: Bei Störungen suchst du die Ursache und reparierst so, dass die Flugsicherheit gewährleistet ist.
- Qualität prüfen: Du kontrollierst Passgenauigkeit und Stabilität der Verbindungen. Jeden Arbeitsschritt dokumentierst du lückenlos.
- Oberflächen behandeln: Du lackierst die Teile. So schützt du sie vor Umwelteinflüssen und sorgst für eine glatte, aerodynamische Oberfläche.
- Vorschriften einhalten: Du arbeitest nach den strengen nationalen und internationalen Luftfahrtvorschriften.
Wo arbeitest du als Leichtflugzeugbauer/in?
Du arbeitest meist in den Werkstätten von Flugzeugherstellern oder in spezialisierten Reparaturbetrieben. Auch Vereine haben eigene Werkstätten. Überall sorgst du dafür, dass die Flieger in bestem Zustand sind. Von deiner Arbeit hängt ab, ob Pilot/innen sicher starten und landen.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Leichtflugzeugbauer/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Betrieb lernst du die Praxis direkt an den Flugzeugteilen. In der Berufsschule lernst du die Theorie zu Aerodynamik, Werkstoffkunde und Luftfahrttechnik.
Das lernst du unter anderem:
- Aerodynamik und Flugzeugbau: Du verstehst, wie Fliegen funktioniert, wie Flugzeugtypen aufgebaut sind und was die einzelnen Teile leisten.
- Werkstoffkunde: Du lernst Leichtmetalle, Stähle, Holz und vor allem Faserverbundwerkstoffe kennen und bearbeiten.
- Fertigungstechniken: Du sägst, bohrst, feilst, klebst, nietest, laminierst und schweißt.
- Montage und Justierung: Du montierst Bauteile genau, stellst Steuerseile und Gestänge ein und richtest Flügel und Leitwerke aus.
- Elektronik und Mechanik: Du bekommst Einblicke in einfache elektrische Systeme und in die Mechanik von Triebwerken und Fahrwerken.
- Qualität und Dokumentation: Du sicherst Qualität und dokumentierst jeden Schritt.
- Luftfahrtrecht: Du lernst die Sicherheits- und Bauvorschriften im Luftverkehr kennen.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Leichtflugzeugbauer/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Realschulabschluss oder Abitur
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- eine sorgfältige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise
- räumliches Vorstellungsvermögen
- Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
- Interesse an Physik, Mathematik und Technik
- Geduld und einen Blick fürs Detail
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 928 € bis 1.230 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 978 € bis 1.280 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.044 € bis 1.370 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Leichtflugzeugbauer/in zu dir?
Du schaust jedem Flugzeug am Himmel hinterher und schraubst gern? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Technik zum Anfassen: Du arbeitest mit vielen Materialien und Techniken direkt am Flugzeug.
- Präzision: Du hast ein gutes Auge für Details und arbeitest gern genau.
- Teamarbeit: Du arbeitest eng mit anderen Leichtflugzeugbauer/innen, Ingenieur/innen und Techniker/innen zusammen.
- Kreativität: Der Beruf ist abwechslungsreich. Du findest Lösungen für knifflige Aufgaben.
- Sichtbares Ergebnis: Am Ende hebt ein Flugzeug ab, an dem du mitgebaut hast.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Leichtflugzeugbauer/in?
Was du als Leichtflugzeugbauer/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Modellflugzeuge aus Balsaholz baut, an Drohnen tüftelt oder im Segelflugverein bei der Wartung mithilft, zeigt Betrieben Technikverständnis und Liebe zum Detail. Wer im Ruderteam im Takt bleibt, beweist Teamgeist und Zuverlässigkeit, und die zählen bei jedem Flugzeugteil. Wenn dich große Verkehrsflugzeuge reizen, schau dir Fluggerätmechaniker/in an. Für Leichtbau auf dem Wasser passt Bootsbauer/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Modellflugzeuge aus Balsaholz oder Bausätzen baust Geduld
- an Drohnen oder Modellen herumtüftelst Technikverständnis
- im Segelflugverein mithilfst Verantwortung
- nach Bauplan sauber und genau arbeitest Genauigkeit
- im Ruderteam im Takt bleibst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 3 · Wie häufig?
4
Betriebe bilden aus
Platz 308 von 344 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Bayern2
- Brandenburg1
- Hessen1
Die meisten Betriebe: Landkreis Fulda, Landkreis Unterallgäu, Landkreis Donau-Ries
3 von 3 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Die Branche der Leichtflugzeuge ist kleiner als die der Großflugzeuge. Sie ist innovativ und braucht Fachkräfte für Bau, Wartung und Reparatur. Hier kannst du arbeiten:
- in Betrieben des Leichtflugzeugbaus, in Herstellung und Endmontage
- in Wartungs- und Reparaturwerkstätten für Luftfahrzeuge
- in Flugschulen und Luftsportvereinen mit eigener Werkstatt
- in Forschung und Entwicklung der Luftfahrtbranche
- im Bereich unbemannter Flugsysteme, also im Drohnenbau
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Meister/in: Mit der Meisterprüfung übernimmst du Führungsaufgaben, bildest Nachwuchs aus und kannst einen eigenen Betrieb gründen.
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in: In Luftfahrttechnik oder Maschinenbau qualifizierst du dich für Konstruktion, Entwicklung, Qualitätssicherung oder Management.
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Verbundwerkstoffe, auf Segelflugzeuge oder Gyrocopter oder auf Avionik und Triebwerke
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du Luft- und Raumfahrttechnik, Maschinenbau oder Flugzeugbau studieren.
Fazit: Flugzeuge zum Leben erwecken
Als Leichtflugzeugbauer/in verbindest du Handwerk, technische Präzision und die Faszination fürs Fliegen. Du baust und pflegst Fluggeräte, die sicher in die Luft gehen. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Danach kannst du dich spezialisieren, Meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.
Bereit zum Abheben? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
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Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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