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Ausbildung Manufak­tur­por­zel­lanmaler/in

Ausbildung: Feine Kunst mit dem Pinsel

Symbolbild: Ausbildung Manufakturporzellanmaler/in

Hast du eine ruhige Hand und ein Auge für feinste Details? Dann ist die Ausbildung zum/zur Manufak­tur­por­zel­lanmaler/in vielleicht genau dein Ding. Du verzierst Porzellan mit feinen Pinseln, speziellen Farben und aufwendigen Techniken. So entstehen zeitlose Stücke, die im Alltag genutzt oder gesammelt werden. Du verbindest Kunst mit Handwerk und Tradition mit Präzision. Dafür brauchst du künstle­risches Talent, Geduld und viel Konzen­tration. Hier erfährst du, was du als Manufak­tur­por­zel­lanmaler/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Manufak­tur­por­zel­lanmaler/in auf einen Blick

Dauer3,5 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr1.200 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

In der DDR hieß der Beruf: Porzel­lanmaler/in (Schwer­punkte Blumenmaler/in, Goldmaler, Indischmaler/in)

Im Alltag sagt man auch: Porzel­lanmaler/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Manufak­tur­por­zel­lanmaler/in?

Du arbeitest künstlerisch, hoch konzen­triert und mit empfind­lichen Materialien. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Entwerfen: Du setzt vorgegebene Muster und Dekore um oder entwickelst eigene Entwürfe. Dabei beachtest du die Form des Porzellans und das spätere Brennen.
  • Vorbereiten: Du reinigst die Porzellanrohlinge und bereitest die Oberflächen vor.
  • Farben mischen: Du mischst spezielle Porzellanfarben. Ihre volle Leuchtkraft bekommen sie erst beim Brennen.
  • Malen: Mit feinsten Pinseln trägst du die Farben Schicht für Schicht auf. Du malst Blumen, Landschaften, Figuren oder feine Goldränder. Jede Linie muss sitzen.
  • Brennen begleiten: Du weißt, welche Temperaturen die Farben brauchen. Oft sind mehrere Brände nötig.
  • Qualität prüfen: Du prüfst fertige Stücke auf Makel, Farbwirkung und saubere Ausführung. Nur einwandfreie Stücke verlassen die Manufaktur.
  • Werkzeug pflegen: Du pflegst Pinsel, Farben und Geräte und hältst deinen Platz sauber.
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Wo arbeitest du als Manufak­tur­por­zel­lanmaler/in?

Du arbeitest meist in einer Manufaktur oder einem kleinen Atelier. Die Atmosphäre ist ruhig, und du arbeitest oft im Sitzen. Mit Geduld und künstle­rischem Anspruch verwandelst du Porzellan in kleine Kunstwerke.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Manufak­tur­por­zel­lanmaler/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Im Betrieb lernst du traditionelle und moderne Maltechniken direkt am Porzellan. In der Berufs­schule geht es um Materi­alkunde, Farbenlehre und Gestaltung.

Das lernst du unter anderem:

  • Materialkunde: Du lernst Porzellan, seine Herstellung und Farbarten wie Aufglasur- und Unterglasurfarben kennen.
  • Farbchemie: Du verstehst, wie Farben zusammengesetzt sind und wie sie auf Hitze und Glasur reagieren.
  • Maltechniken: von der Schablonentechnik über die Freihandmalerei bis zur Vergoldung und Silberbemalung
  • Gestaltungslehre: Du schulst dein Auge für Proportionen, Komposition, Licht und Schatten und setzt Stile verschiedener Epochen um.
  • Ofentechnik: Du lernst Brennvorgänge und den Umgang mit Brennöfen kennen.
  • Werkzeugkunde: Du arbeitest mit feinsten Pinseln, Mischpaletten, Abziehbildern und Spezialwerkzeug.
  • Restaurierung: Du lernst Grundlagen, um alte Porzellanstücke instand zu setzen.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Manufak­tur­por­zel­lanmaler/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Haupt- oder Realschulabschluss
  • künstlerisches Talent und Freude am Malen
  • Feingefühl und eine sehr ruhige Hand
  • Geduld, Ausdauer und Konzentration
  • eine sorgfältige Arbeitsweise
  • Sinn für Ästhetik und Details
  • Interesse an Kunstgeschichte und Handwerk

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.200 €
2. Ausbildungsjahr 1.250 €
3. Ausbildungsjahr 1.350 €
4. Ausbildungsjahr 1.400 €

Passt die Ausbildung zum/zur Manufak­tur­por­zel­lanmaler/in zu dir?

Du malst gern und kannst stundenlang an einem Detail sitzen? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Kreativität: Du schaffst mit Farben und Formen einzigartige Stücke.
  • Präzision: Du arbeitest sauber und exakt.
  • Tradition: Porzellan ist ein Kulturgut mit langer Geschichte. Du bewahrst diese Tradition und entwickelst sie weiter.
  • Bleibende Werte: Deine Arbeit überdauert oft Generationen.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Manufak­tur­por­zel­lanmaler/in?

Was du als Manufak­tur­por­zel­lanmaler/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer stundenlang mit feinem Pinsel Blumen oder Muster malt, Mangas detailreich zeichnet oder gern durch Museen streift, zeigt Manufakturen eine ruhige Hand und Ausdauer. Wer dazu Flöte oder Geige spielt und in der Kunst-AG anderen Techniken zeigt, beweist Konzen­tration und Geduld. Wenn dich auch Glas als Untergrund reizt, schau dir Glas- und Porzel­lanmaler/in an. Für Formen aus Ton passt Keramiker/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • mit feinem Pinsel Blumen und Muster malst Ruhige Hand
  • Comics oder Mangas detailreich zeichnest Kreativität
  • Museen und Kunstbücher entdeckst Neugier
  • Flöte, Geige oder Klavier spielst Konzentration
  • in der Kunst-AG anderen Techniken zeigst Geduld

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 2 · Meiste Betriebe im Bereich

    Industrie­me­chaniker/in

    Rund 3.800 Betriebe bilden diesen Beruf aus. Das sind die meisten im Bereich Industrie.

  • 2 von 2 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Manufak­tur­por­zel­lanmaler/in ist ein Nischenberuf. Handbe­maltes Porzellan wird im Luxus- und Sammler­bereich geschätzt. Mit sehr guter Qualität und Kreativität hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:

  • in Porzellanmanufakturen, zum Beispiel in Meissen oder bei KPM Berlin
  • in Kunsthandwerksbetrieben und Ateliers
  • als Selbstständige/r für eigene Aufträge und Restaurierungen
  • in der Restaurierung historischer Porzellane
  • in der Denkmalpflege oder in Museen

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Keramikmalermeister/in oder Gestalter/in im Handwerk: Du übernimmst Führung, bildest aus und kannst einen eigenen Betrieb gründen.
  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Goldmalerei, Blumenmalerei, figürliche Malerei oder Restaurierung
  • Künstlerische Weiterbildung: an Kunstakademien oder in Kursen
  • Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du Produktdesign, Keramikdesign oder Restaurierung studieren.

Fazit: Kunst und Handwerk auf edlem Porzellan

Als Manufak­tur­por­zel­lanmaler/in verbindest du künstle­rische Leiden­schaft mit Präzision. Du hilfst, ein wertvolles Handwerk zu erhalten. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Danach kannst du dich spezia­li­sieren, Meister/in werden oder studieren.

Lust auf Pinsel und Porzellan? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Manufakturporzellanmaler/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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