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Ausbildung Maßschneider/in
Ausbildung: Kleidung, die wirklich passt
Kannst du dir vorstellen, aus einer Idee ein perfekt sitzendes Kleidungsstück zu machen? Dann ist die Ausbildung zum/zur Maßschneider/in vielleicht genau dein Ding. Du bist Künstler/in und Handwerker/in zugleich. Du fertigst Kleidung, die genau passt und die Persönlichkeit deiner Kund/innen zeigt. So entstehen Unikate, die Komfort, Stil und Qualität verbinden. Du brauchst Liebe zu Stoffen, ein Auge für Proportionen und viel Präzision. Hier erfährst du, was du als Maßschneider/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Frühere Bezeichnungen dieses Berufs: Damenschneider/in und Herrenschneider/in. Auch bekannt als Schneider/in.
Auf einen Blick
Maßschneider/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 2004 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 3 Berufen wurde einer.
- ab 1949 bis 2004Damenschneider/
in - ab 1949 bis 2004Herrenschneider/
in - ab 1949 bis 2004Wäscheschneider/
in - seit 2004Maßschneider/
in
In der DDR hieß der Beruf: Damenmaßschneider/in, Herrenmaßschneider/Herrenmaßneiderin
Im Alltag sagt man auch: Schneider/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Maßschneider/in?
Dein Alltag verbindet Gestaltung, genaue Handarbeit und viel Kundenkontakt. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Beraten und entwerfen: Du fragst nach Wünschen und Anlass. Du berätst zu Stoffen, Farben, Schnitten und Stil und zeichnest Entwürfe.
- Maß nehmen: Du misst genau am Körper und berücksichtigst die Besonderheiten der Figur.
- Schnitt und Zuschnitt: Du erstellst ein individuelles Schnittmuster. Dann schneidest du die Stoffteile zu, oft von Hand.
- Nähen: Du nähst mit modernen Maschinen und mit traditionellen Handstichen. Du verarbeitest Seide, Wolle, Leinen oder Funktionsstoffe und setzt Taschen, Kragen, Ärmel und Futter ein.
- Anproben: Bei mehreren Anproben steckst du Änderungen ab, bis alles sitzt.
- Finish: Du nähst Knöpfe an, setzt Reißverschlüsse ein, bügelst und bringst Verzierungen an.
- Pflege und Reparatur: Du berätst zur Pflege und übernimmst kleine Reparaturen.
Wo arbeitest du als Maßschneider/in?
Du arbeitest meist in einem Atelier oder einer kleinen Werkstatt. Du wechselst zwischen Nähmaschine, Bügelstation und Zuschneidetisch. Mit Geduld und Liebe zum Detail schaffst du Kleidungsstücke, von denen deine Kund/innen lange etwas haben.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Maßschneider/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Im Betrieb lernst du traditionelle und moderne Techniken an Nähmaschine und Zuschneidetisch. In der Berufsschule lernst du die Theorie zu Stoffen, Schnittkonstruktion und Mode.
Das lernst du unter anderem:
- Materialkunde: Du lernst Natur- und Kunstfasern, Garne, Einlagen und Zubehör kennen.
- Schnittkonstruktion: Du entwickelst Schnittmuster nach individuellen Maßen.
- Fertigungstechniken: Du lernst Zuschnitt, verschiedene Stiche, Bügeltechniken und die Verarbeitung von Details.
- Maschinen und Werkzeug: Du arbeitest sicher mit Nähmaschinen, Bügeleisen, Scheren und Maßbändern.
- Gestaltung: Du schulst dein Auge für Proportionen, Farben und Formen.
- Kundenberatung: Du berätst, nimmst Maß und führst Anproben durch.
- Qualitätskontrolle: Du beurteilst die Verarbeitung und vermeidest Fehler.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Maßschneider/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Haupt- oder Realschulabschluss
- Feingefühl und Präzision
- Kreativität und Sinn für Mode
- Geduld und Ausdauer
- handwerkliches Geschick
- Freude am Kontakt mit Kund/innen
- Interesse an Mathematik für Maße und Schnitte sowie an Kunst
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 979 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.075 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.207 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Maßschneider/in zu dir?
Du liebst Mode und arbeitest gern mit den Händen? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Individuelle Mode: Du kleidest Menschen nach ihren Wünschen ein und schaffst einzigartige Stücke.
- Präzision: Du arbeitest sauber und exakt.
- Teamarbeit: Im Atelier arbeitest du mit anderen Fachkräften zusammen.
- Aufstieg: Du kannst Meister/in oder Modedesigner/in werden.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Maßschneider/in?
Was du als Maßschneider/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Hosen kürzt, eigene Teile nach Schnittmuster näht oder für den Abschlussball ein Outfit selbst anpasst, zeigt Ateliers Präzision und Sinn für Mode. Wer dazu Klavier übt und im Nebenjob Kund/innen berät, beweist Geduld und Freude am Kontakt. Wenn dich die Fertigung in größerer Stückzahl reizt, schau dir Textil- und Modeschneider/in an. Für eigene Kollektionen passt Modedesigner/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Hosen kürzt und Kleidung passend machst Präzision
- eigene Teile nach Schnittmuster nähst Geschick
- Outfits zeichnest und Stoffe kombinierst Kreativität
- im Nebenjob Kund/innen im Laden berätst Kundenorientierung
- Klavier oder Querflöte übst Geduld
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 3 · Wie häufig?
rund 10
Betriebe bilden aus
Platz 262 von 344 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Bayern3
- Sachsen3
- Baden-Württemberg2
Die meisten Betriebe: Dresden, Landkreis Göttingen, Bielefeld
3 von 3 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Maßschneiderei ist ein traditionsreiches Handwerk. Viele Menschen legen Wert auf Passform, Qualität und Nachhaltigkeit. Mit hochwertiger Arbeit hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:
- in Maßschneidereien und Ateliers
- in Theatern, Opernhäusern und Filmproduktionen als Kostümschneider/in
- in Modedesign und Textilindustrie, etwa in Musterfertigung und Prototypenbau
- in Änderungsateliers für anspruchsvolle Anpassungen
- in deinem eigenen Betrieb
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Schneidermeister/in: Du übernimmst Führung, bildest aus und kannst einen eigenen Betrieb gründen.
- Modedesigner/in: Mit Weiterbildung oder Studium entwirfst du eigene Kollektionen.
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Brautmode, Abendgarderobe, Businessanzüge oder historische Kostüme
- Restaurator/in: Du restaurierst historische Textilien.
- Schnittdirektrice oder Schnittdirektor: Du entwickelst Schnitte für die Industrie.
Fazit: Einzigartige Kunst in Stoff
Als Maßschneider/in verbindest du Leidenschaft für Stoffe und Mode mit handwerklichem Geschick. Du kleidest Menschen stilvoll und passgenau ein. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Danach kannst du Meister/in werden, dich spezialisieren oder Mode studieren.
Lust auf Nadel und Faden? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Mode, Textil und Leder.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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