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Ausbildung Mathematisch-technische/r Assistent/in

Ausbildung: Mit Zahlen und Code Probleme lösen

Symbolbild: Ausbildung Mathematisch-technische/r Assistent/in

Zahlen machen dir Spaß und am Computer fühlst du dich zu Hause? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Mathematisch-technischen Assistent/in an. Kurz heißt der Beruf MTA. Du unterstützt Wissen­schaftler/innen und Ingenieur/innen bei komplexen Berech­nungen und bei der Entwicklung von Software. Du arbeitest in Forschung und Entwicklung und übernimmst anspruchsvolle Aufgaben. Dafür brauchst du mathema­tisches Wissen, Genauigkeit und Freude am Umgang mit Computern. Hier erfährst du, was du als Mathematisch-technische/r Assistent/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Was macht ein/e Mathematisch-technische/r Assistent/in?

Du arbeitest viel am Computer, bereitest Daten auf und unterstützt technische und wissen­schaftliche Projekte. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

  • Daten analysieren: Du erfasst und verwaltest große Datenmengen. Du führst statistische Analysen durch und stellst die Ergebnisse anschaulich dar.
  • Programmieren: Du nutzt spezielle Software für mathematische und technische Probleme. Oft schreibst du kleine Programme oder Skripte, um Abläufe zu automatisieren.
  • Modellieren und simulieren: Du erstellst mathematische Modelle und Simulationen, zum Beispiel um das Verhalten von Produkten zu testen.
  • Dokumentieren: Du hältst Versuchsreihen, Berechnungen und Softwareanwendungen verständlich fest.
  • Forschung unterstützen: Du bereitest Experimente vor, wertest Messergebnisse aus und hilfst bei neuen Methoden.
  • Qualität sichern: Du prüfst Berechnungen und Daten, damit die Ergebnisse verlässlich sind.
mathe

Wo arbeitest du als Mathematisch-technische/r Assistent/in?

Du arbeitest meist in Büros, Laboren oder Rechen­zentren. Die meiste Zeit sitzt du am Computer. Du bist die Schnitt­stelle zwischen Theorie und Praxis. Mit deiner Arbeit sorgst du dafür, dass komplexe Projekte umgesetzt werden können.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Mathematisch-technischen Assistent/in ab?

Die Ausbildung ist schulisch und findet an Berufs­fach­schulen statt. Sie dauert in der Regel zwei Jahre. Zum Unterricht kommen Übungen am Computer und oft längere Praktika in Unternehmen oder Forschungs­ein­rich­tungen.

Das lernst du unter anderem:

  • Mathematik: Analysis, Algebra, Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung
  • Informatik: Programmiersprachen wie Python oder Java, Datenbanken, Betriebssysteme und Spezialsoftware
  • Numerische Methoden: Du löst mathematische Probleme mit dem Computer, etwa durch Simulationen oder Optimierungsverfahren.
  • Technische Anwendungen: Du bekommst Einblicke in Physik und Ingenieurwissenschaften.
  • Statistik und Datenanalyse: Du wertest große Datensätze mit statistischen Methoden und Software aus.
  • Dokumente und Präsentation: Du erstellst wissenschaftliche Dokumente und präsentierst Ergebnisse.

Was du mitbringen solltest

  • einen mittleren Schulabschluss oder Abitur
  • gute Kenntnisse in Mathematik und Interesse an Informatik
  • analytisches Denken
  • eine sorgfältige Arbeitsweise
  • Lernbereitschaft und Selbstorganisation
  • Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit

Deine Karriere nach der Ausbildung

Fachkräfte, die Daten analysieren und technische Prozesse unterstützen, werden in vielen Bereichen gebraucht. Hier kannst du arbeiten:

  • in Forschungseinrichtungen und Universitäten
  • in Entwicklungsabteilungen, etwa in Automobilindustrie, Maschinenbau oder Medizintechnik
  • in der IT-Branche bei Softwarehäusern und Datenanalyse-Firmen
  • bei Banken und Versicherungen für Risikoanalysen und Finanzmodelle
  • in Beratungsunternehmen
  • im öffentlichen Dienst, zum Beispiel in statistischen Ämtern

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Datenanalyse, wissenschaftliches Rechnen, Finanzmathematik oder bestimmte Programmiersprachen
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in: etwa in Informatik, Mechatronik oder Elektrotechnik
  • Studium: Die Ausbildung ist eine gute Grundlage für Mathematik, Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Ingenieurwissenschaften, oft an einer Fachhochschule.
  • MATSE: Gut passt auch der Weg zum/zur Mathematisch-technischen Softwareentwickler/in, als Studium oder duale Ausbildung.
  • Zertifikate: in Programmiersprachen, Datenbankmanagement oder Statistik-Software

Auf einen Blick

Mathematisch-technische/r Assistent/in auf einen Blick

Dauer1 bis 2 Jahre
Ausbildungschulisch, IT, Computer und Mathematik
1. Jahrkeine Vergütung
Schulabschlussi. d. R. MSA
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Quellen: BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · BA, Anlage Sprach­niveaus · abgerufen am 1. Oktober 2026

Passt die Ausbildung zu dir?

Du löst gern knifflige Aufgaben und verstehst Zahlen schnell? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Mathe mit Sinn: Du bringst dein Wissen in die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren ein.
  • Analytisches Denken: Du verstehst komplexe Sachverhalte und erstellst mathematische Modelle.
  • Teamarbeit: Du arbeitest mit Ingenieur/innen, Wissenschaftler/innen und Techniker/innen zusammen.
  • Kurze Ausbildung: In zwei Jahren bist du fertig und kannst danach weiter studieren.

Ausbil­dungs­ver­gütung

Die Ausbildung ist schulisch. Deshalb bekommst du in der Regel keine Ausbil­dungs­ver­gütung.

Fazit: Brückenbauer/in zwischen Mathematik und Forschung

Als Mathematisch-technische/r Assistent/in verbindest du die Freude an Zahlen mit Technik und Program­mierung. Du arbeitest an der Lösung komplexer Probleme mit. Die Ausbildung ist schulisch und dauert in der Regel zwei Jahre. Danach kannst du dich spezia­li­sieren, weiter­bilden oder studieren.

Neugierig geworden? Informiere dich bei Berufs­fach­schulen in deiner Region über Plätze und Bewerbungs­fristen.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter IT, Computer und Mathematik.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

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