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Ausbildung Mathematisch-technische/r Software­ent­wickler/in

Ausbildung: Mit Mathe und Code Probleme lösen

Symbolbild: Ausbildung Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in

Mathe ist dein Lieblingsfach und du program­mierst gern? Dann ist die Ausbildung zum/zur Mathematisch-technischen Software­ent­wickler/in vielleicht genau dein Ding. Kurz heißt der Beruf MATSE. Du baust Brücken zwischen Mathematik, Informatik und Technik. Du entwickelst Software für wissen­schaftliche und technische Anwendungen. Dazu gehören Simula­tionen, Datenanalysen und Steuerungs­systeme. Du brauchst logisches Denken, Kreativität und Freude am Program­mieren. Hier erfährst du, was du als MATSE machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Mathematisch-technische/r Software­ent­wickler/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, IT, Computer und Mathematik
1. Jahr1.243 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2005 hieß er Mathematisch-technische/r Assistent/in.

  1. 1965 bis 2005Mathe­ma­tisch-technische/r Assistent/in
  2. seit 2005Mathe­ma­tisch-technische/r Soft­wa­re­ent­wick­ler/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949.

Was macht ein/e Mathematisch-technische/r Software­ent­wickler/in?

Dein Alltag besteht aus analytischem Denken, Program­mieren und Teamarbeit. Du arbeitest genau und denkst abstrakt. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Probleme analysieren: Du nimmst wissenschaftliche oder technische Fragen und übersetzt sie in mathematische Modelle.
  • Algorithmen entwickeln: Du entwickelst effiziente Algorithmen und Datenstrukturen. So wird aus dem Modell ausführbarer Code.
  • Software programmieren: Du programmierst Anwendungen in Sprachen wie Python, C++ oder Java und bindest sie in bestehende Systeme ein.
  • Daten analysieren: Du baust Tools, die große Datenmengen auswerten und Ergebnisse grafisch darstellen.
  • Simulieren und optimieren: Du schreibst Programme, die das Verhalten von Systemen vorhersagen oder Prozesse verbessern, etwa in der Produktentwicklung.
  • Testen: Du prüfst deine Software auf Fehler, Genauigkeit und Leistung und dokumentierst die Ergebnisse.
  • Dokumentieren und schulen: Du schreibst technische Dokumentationen und zeigst Anwender/innen, wie die Software funktioniert.
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Wo arbeitest du als MATSE?

Du arbeitest meist im Büro oder im Labor. Oft sitzt du an Hochleis­tungs­rechnern. Du denkst Probleme durch und löst sie mit Logik und Code. So hilfst du bei echten Aufgaben aus Technik und Wissen­schaft.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur MATSE ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung ist ein anerkannter Ausbil­dungsberuf und dauert in der Regel 3 Jahre. Oft läuft sie dual in Zusammen­arbeit mit Hochschulen oder Forschungs­ein­rich­tungen. Du lernst praktisch im Unternehmen und theoretisch an einer Berufs­schule oder Hochschule.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Mathematik: Analysis, lineare Algebra, Statistik, numerische Mathematik und Optimierung
  • Informatik: Datenstrukturen, Algorithmen, Datenbanken, Betriebssysteme und Netzwerke
  • Programmieren: Du arbeitest professionell mit mindestens einer Sprache wie C++, Java oder Python und schreibst sauberen Code.
  • Softwareentwicklung: Du kennst alle Phasen von der Anforderungsanalyse bis zur Wartung.
  • Anwendungsgebiete: Du bekommst Einblicke in Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Finanzmathematik.
  • Testen und Qualitätssicherung: Du prüfst, ob Software zuverlässig funktioniert.
  • Datenbanken und Webtechnologien: Du lernst die Grundlagen von Datenbanksystemen und Webanwendungen.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Mathematisch-technische/r Software­ent­wickler/in?

Was solltest du mitbringen?

  • Abitur oder Fachabitur, am besten mit guten Noten in Mathematik und Informatik
  • logisches und analytisches Denken
  • Freude am Lösen von Problemen und Abstraktionsvermögen
  • Motivation und Lernbereitschaft
  • eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise
  • Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
  • Begeisterung für Technik und Wissenschaft

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.243 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 1.298 € bis 1.408 €
3. Ausbildungsjahr 1.379 € bis 1.489 €

Passt die Ausbildung zum/zur MATSE zu dir?

Du interes­sierst dich für Mathematik, Informatik und Technik? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Drei Fächer in einem: Du verbindest Mathe mit Informatik und Technik und entwickelst Software für Kraftwerke, Flugzeuge oder Autos.
  • Abwechslung: Du analysierst Anforderungen, programmierst, testest und behebst Fehler. Du arbeitest in Teams mit Menschen aus verschiedenen Fachrichtungen.
  • Viele Branchen: Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, Energiewirtschaft und Medizintechnik brauchen MATSEs.
  • Innovation mitgestalten: Du arbeitest an neuen technischen Lösungen mit.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen dazu?

Was du als Mathematisch-technische/r Software­ent­wickler/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer in Python kleine Programme schreibt, bei der Mathe-Olympiade mitmacht oder für Sudoku eigene Lösungswege entwickelt, zeigt Betrieben logisches Denken und Abstrak­ti­ons­vermögen. Wer beim Hackathon im Team tüftelt oder Mitschüler/innen Nachhilfe in Mathe gibt, beweist dazu, dass du Komplexes erklären kannst. Wenn du näher an Anwendungen und Netzen arbeiten willst, schau dir Fachin­for­matiker/in an. Für eine schulische Ausbildung mit Mathe und Informatik passt Mathematisch-technische/r Assistent/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • in Python oder Java kleine Programme schreibst Logisches Denken
  • bei der Mathe-Olympiade oder Knobelaufgaben mitmachst Ehrgeiz
  • in Tabellen Daten auswertest und Diagramme baust Genauigkeit
  • beim Hackathon oder in der Informatik-AG tüftelst Teamgeist
  • Mitschüler/innen Nachhilfe in Mathe gibst Kommunikation

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo bilden Betriebe Mathematisch-technische/r Software­ent­wickler/in aus?

Alle Bundes­länder mit Kreisen und Bezirken. Antippen zeigt, wo es um die Ecke Betriebe gibt.

  1. 1Nordrhein-Westfalen20

    In Nordrhein-Westfalen kennen wir rund 20 Betriebe, die Mathematisch-technische/r Software­ent­wickler/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 151 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Nordrhein-Westfalen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  2. 2Baden-Württemberg20

    In Baden-Württemberg kennen wir rund 20 Betriebe, die Mathematisch-technische/r Software­ent­wickler/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 160 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Baden-Württemberg: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  3. 3Bayern5

    In Bayern kennen wir 5 Betriebe, die Mathematisch-technische/r Software­ent­wickler/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 230 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Bayern: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  4. 4Berlin3

    In Berlin kennen wir 3 Betriebe, die Mathematisch-technische/r Software­ent­wickler/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 135 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Berlin: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  5. 5Hamburg2

    In Hamburg kennen wir 2 Betriebe, die Mathematisch-technische/r Software­ent­wickler/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 133 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Hamburg: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  6. 6Brandenburg1

    In Brandenburg kennen wir 1 Betrieb, die Mathematisch-technische/r Software­ent­wickler/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 202 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Brandenburg: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  7. 7Hessen1

    In Hessen kennen wir 1 Betrieb, die Mathematisch-technische/r Software­ent­wickler/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 236 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Hessen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  8. 8Sachsen1

    In Sachsen kennen wir 1 Betrieb, die Mathematisch-technische/r Software­ent­wickler/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 243 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Sachsen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

Gezählt sind aktuell die Betriebe, die wir auf dein-ausbil­dungsplatz.de mit diesem Beruf kennen. Es können mehr sein. Platz = Rang des Berufs unter allen Ausbil­dungs­berufen in der Region, nach Zahl der Betriebe.

  • Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Spezia­li­sierte Software und intelligente Systeme werden in fast allen Branchen gebraucht. Als MATSE hast du deshalb viele Möglich­keiten. Hier kannst du arbeiten:

  • in der IT-Branche, etwa in Softwarehäusern und bei IT-Dienstleistern
  • in der Automobilindustrie, zum Beispiel bei Assistenzsystemen und Simulationen
  • im Maschinen- und Anlagenbau für Steuerungssoftware und Optimierung
  • in der Luft- und Raumfahrttechnik
  • an Forschungseinrichtungen und Universitäten
  • in der Finanz- und Versicherungsbranche für Modellierung und Risikomanagement
  • in der Medizintechnik

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Studium: Die Ausbildung lässt sich oft mit einem Bachelorstudium kombinieren oder du studierst danach, zum Beispiel Angewandte Informatik, Technische Informatik, Mathematik oder Data Science. Für viele MATSEs ist das der nächste Schritt.
  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Künstliche Intelligenz, Data Science, High-Performance Computing, Embedded Systems oder bestimmte Programmiersprachen
  • Projektleiter/in: Mit Berufserfahrung leitest du Softwareprojekte.
  • Consultant/in: Du berätst Unternehmen bei der Einführung von Software.

Fazit: Mathe wird zu Software

Als Mathematisch-technische/r Software­ent­wickler/in verbindest du Mathematik und Logik mit praktischer Program­mierung. Du arbeitest an Techno­logien für Industrie und Forschung. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und läuft oft dual mit einer Hochschule. Danach kannst du studieren, dich spezia­li­sieren oder Projekte leiten.

Lust bekommen? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter IT, Computer und Mathematik.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 04.11.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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