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Ausbildung Maurer/in
Ausbildung: Stein auf Stein zum fertigen Haus
Willst du am Ende des Tages sehen, was du gebaut hast? Dann ist die Ausbildung zum/zur Maurer/in vielleicht genau dein Ding. Du bist Fachkraft auf jeder Baustelle. Du legst Fundamente, mauerst Wände und betonierst Decken. So entstehen Häuser, Wohnblöcke und Industriegebäude. Du arbeitest viel draußen und im Team. Dafür brauchst du handwerkliches Geschick, körperliche Fitness und Lust anzupacken. Hier erfährst du, was du als Maurer/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Was macht ein/e Maurer/in?
Deine Arbeit ist körperlich, genau und findet im Team statt, im Freien und im Rohbau. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
- Fundamente legen: Du bereitest den Baugrund vor, hebst Gräben aus, verlegst Dämmung und gießt Beton.
- Mauern: Das ist deine Kernaufgabe. Du mauerst Wände aus Ziegeln, Kalksandsteinen oder Betonsteinen. Du achtest auf den richtigen Mörtel, die genaue Ausrichtung und die Maße im Bauplan.
- Betonieren: Du schalst Decken, Stützen und Treppen ein, fertigst Bewehrungen aus Stahl und betonierst.
- Dämmen und abdichten: Du bringst Dämmstoffe an, damit Gebäude Energie sparen. Du dichtest gegen Feuchtigkeit ab.
- Putz und Estrich: Du verputzt Wände und verlegst Estrich als Untergrund für Böden.
- Sanieren: Du baust Mauern zurück und setzt beschädigtes Mauerwerk instand.
- Sicher arbeiten: Du hältst die Sicherheitsvorschriften ein und achtest auf deine Kolleg/innen.
Wo arbeitest du als Maurer/in?
Du arbeitest meistens draußen auf Baustellen, bei jedem Wetter. Du bist Teil eines Teams, das gemeinsam Gebäude entstehen lässt. Was ihr baut, steht oft viele Jahrzehnte.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Maurer/in ab?
Die Ausbildung ist dual und gehört zum Bauhauptgewerbe. Sie dauert in der Regel 3 Jahre. Im Betrieb lernst du direkt auf der Baustelle. In der Berufsschule lernst du die Theorie zu Baustoffen, Statik und Bauzeichnungen.
Seit August 2026 ist der Beruf neu geordnet. Du lernst jetzt zusätzlich mehr über Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Sanierung, also das Bauen im Bestand.
Das lernst du unter anderem:
- Baustoffkunde: Du lernst Ziegel, Beton, Mörtel und Dämmstoffe und ihre Verarbeitung kennen.
- Mauerwerkstechniken: Du lernst das Mauern für verschiedene Wandarten.
- Beton- und Stahlbetonbau: Du schalst, bewehrst und betonierst.
- Bauzeichnungen: Du liest Baupläne und setzt sie um.
- Geräte und Maschinen: Du arbeitest sicher mit Kelle, Wasserwaage, Mischmaschine und Kran.
- Arbeitssicherheit: Du kennst die Regeln auf der Baustelle und nutzt deine Schutzausrüstung.
- Vermessung: Du lernst Grundlagen, um Bauteile und Achsen einzumessen.
Was du mitbringen solltest
- einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- handwerkliches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen
- körperliche Fitness und Belastbarkeit
- eine sorgfältige Arbeitsweise
- Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
- Interesse an Mathematik, Physik und Technik
Deine Karriere nach der Ausbildung
Neubauten, Sanierungen und Infrastrukturprojekte brauchen Maurer/innen. Hier kannst du arbeiten:
- in Bauunternehmen jeder Größe, im Hochbau, Tiefbau oder Betonbau
- in Sanierungs- und Renovierungsbetrieben
- bei Bauträgern
- in Denkmalschutz und Restaurierung
- im öffentlichen Dienst, zum Beispiel auf Bauhöfen
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Werkpolier/in oder Polier/in: Du leitest eine Arbeitsgruppe oder eine Baustelle.
- Maurermeister/in: Du übernimmst Führung, bildest aus und kannst einen eigenen Betrieb gründen.
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in Bautechnik: für Bauleitung, Planung oder Projektmanagement
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Altbausanierung, Denkmalpflege, Natursteinmauern oder Passivhäuser
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du Bauingenieurwesen oder Architektur studieren.
Auf einen Blick
Maurer/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Quellen: BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit · BA, Anlage Sprachniveaus · abgerufen am 1. Oktober 2026
Maurer/in in Zahlen
1 von 4 · Wie häufig?
rund 770
Betriebe bilden aus
Platz 29 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 2. Betrieb
bildet auch Beton- und Stahlbetonbauer/in aus.
Jeder 5. bildet auch Straßenbauer/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Bayern240
- Baden-Württemberg140
- Nordrhein-Westfalen80
Die meisten Betriebe: Landkreis Unterallgäu, Landkreis Emsland, Ostalbkreis
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Daten: dein-ausbildungsplatz.de, Ausschnitt der eingetragenen Ausbildungsbetriebe, Zahlen gerundet. Stand: 5. Oktober 2026.
Passt die Ausbildung zu dir?
Du bist gern draußen und willst dich bewegen? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Frische Luft: Du arbeitest draußen und bist viel in Bewegung.
- Sichtbare Ergebnisse: Du baust Mauern, Wände und Treppen, die bleiben.
- Präzision: Du arbeitest sauber und exakt.
- Teamarbeit: Du arbeitest mit Maurer/innen, Zimmerer/innen und der Bauleitung zusammen.
- Aufstieg: Du kannst Polier/in oder Bauleiter/in werden.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Maurer/in?
Was du als Maurer/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Garten eine Kräuterspirale aus Steinen setzt, beim Umbau zu Hause mit anpackt oder in Minecraft große Bauwerke plant, zeigt Betrieben Geschick und räumliches Denken. Wer bei jedem Wetter Fußball trainiert oder beim THW Sandsäcke füllt, beweist Fitness und Teamgeist. Wenn dich Beton und Stahl reizen, schau dir Beton- und Stahlbetonbauer/in an. Für einen kürzeren Weg auf den Bau passt Hochbaufacharbeiter/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- im Garten Mauern oder Beete aus Steinen setzt Geschick
- bei Umbauten zu Hause mit anpackst Belastbarkeit
- mit Lego oder Minecraft große Bauwerke planst Räumliches Denken
- bei jedem Wetter Fußball trainierst Fitness
- beim THW Sandsäcke füllst und schleppst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Ausbildungsvergütung als Maurer/in
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.122 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.351 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.610 € |
Fazit: Bauprofis für stabile Strukturen
Als Maurer/in machst du deine Handwerkskunst sichtbar. Du erlebst jeden Tag neue Aufgaben und schaffst etwas Bleibendes. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Danach kannst du Polier/in, Meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.
Bereit, anzupacken? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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