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Ausbildung Metall­b­las­in­stru­men­ten­macher/in

Ausbildung: Handwerk, das man hören kann

Symbolbild: Ausbildung Metallblasinstrumentenmacher/in

Trompete, Jazz-Saxophon oder Waldhorn: Spielst du vielleicht selbst eines dieser Instrumente? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Metall­b­las­in­stru­men­ten­macher/in genauer an. Du baust Instrumente aus Metall und sorgst dafür, dass sie schön klingen. Du reparierst beschädigte Instrumente und wartest sie regelmäßig. Alte Erbstücke bringst du wieder in Schuss. Dabei verbindest du Handwerk mit Musik. Hier erfährst du, was du als Metall­b­las­in­stru­men­ten­macher/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Metall­b­las­in­stru­men­ten­macher/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
1. Jahr724 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 1997 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 2 Berufen wurde einer.

  1. ab 1949 bis 1997Metall­blas­in­stru­men­ten­ma­cher/in
  2. ab 1949 bis 1997Metall­blas­in­stru­men­ten- und Schlag­zeug­ma­cher/in
  3. seit 1997Metall­blas­in­stru­men­ten­ma­cher/in

In der DDR hieß der Beruf: Metall­b­las­in­stru­men­ten­fach­ar­beiter/in, Mechaniker/in für Musikin­strumente (Blasin­strumente)

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Metall­b­las­in­stru­men­ten­macher/in?

Du stellst Metall­b­las­in­strumente her, reparierst sie und wartest sie. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Instrumente herstellen: Du baust Trompeten, Posaunen, Tuben und Waldhörner. Du formst und bearbeitest Metallteile und montierst sie. In der Feinabstimmung stellst du das Instrument so ein, dass es schön klingt.
  • Reparatur und Wartung: Du behebst Risse, tauschst Ventile aus und reparierst andere Schäden. Bei der Wartung reinigst, schmierst und stellst du die Instrumente ein.
  • Restauration: Kund/innen bringen dir alte Instrumente. Du richtest sie liebevoll wieder her.
  • Verkauf und Kundenservice: Du arbeitest eng mit Musiker/innen zusammen. Du passt Instrumente an ihre Wünsche an, fertigst Sonderanfertigungen und kümmerst dich um den Verkauf.
saxophon

Warum ist der Beruf so wichtig?

Du baust hochwertige Musikin­strumente und hältst sie in Schuss. Deine Instrumente machen Musiker/innen und Musikfans große Freude. Manchmal restau­rierst du ein geliebtes Famili­en­er­bstück. Dann kann die Familie wieder darauf spielen. So hältst du die Musik lebendig.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Metall­b­las­in­stru­men­ten­macher/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Du lernst im Handwerks­betrieb und in der Berufs­schule. Alternativ machst du die Ausbildung an einer Fachschule für Musikin­stru­men­tenbau.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Konzeption und Konstruktion: Du lernst die Geschichte der Blasinstrumente kennen. Du verstehst, wie Klänge entstehen, und entwirfst ein eigenes Instrument.
  • Herstellung: Du schneidest Metallplatten und Rohre zu, formst und entgratest die Teile. Danach biegst du sie in Form und lötest sie zusammen.
  • Reparatur und Wartung: An beschädigten Instrumenten lernst du, Schäden zu erkennen und zu beheben. Du übernimmst regelmäßige Wartungsarbeiten.
  • Pflege und Gestaltung: Du reinigst, polierst und konservierst Instrumente. Du verzierst sie nach Kundenwunsch.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Metall­b­las­in­stru­men­ten­macher/in?

Was solltest du mitbringen?

  • in der Regel einen Hauptschulabschluss
  • Interesse an Musik und am besten ein gutes Gehör
  • handwerkliches Geschick und Fingerspitzengefühl
  • Sorgfalt und Geduld
  • Freude am Kontakt mit Kund/innen

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 724 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.408 €
3. Ausbildungsjahr 1.000 € bis 1.489 €

Passt die Ausbildung zum/zur Metall­b­las­in­stru­men­ten­macher/in zu dir?

Musik ist deine Leiden­schaft und du arbeitest gern mit den Händen? Dann bist du hier richtig. Das spricht für die Ausbildung:

  • Musik lebendig halten: Du reparierst alte Instrumente und baust neue.
  • Handwerk und Musik: Du baust eigene Instrumente und spielst sie danach selbst.
  • Internationale Szene: Die Branche ist klein, aber weltweit vernetzt. Du kannst Kund/innen aus aller Welt betreuen.
  • Freude schenken: Du baust Instrumente, mit denen sich Menschen in Hobby oder Beruf verwirklichen. Auf Wunsch personalisierst du sie.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Metall­b­las­in­stru­men­ten­macher/in?

Was du als Metall­b­las­in­stru­men­ten­macher/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Musikverein Trompete oder Posaune spielt und sofort hört, wenn ein Ventil hakt, zeigt Werkstätten ein gutes Gehör. Wer sein Instrument selbst pflegt, kleine Reparaturen wagt und Jüngeren die ersten Töne beibringt, beweist Finger­spit­zen­gefühl und Freude am Kontakt. Wenn dich Klarinette und Flöte reizen, schau dir Holzblas­in­stru­men­ten­macher/in an. Für Beratung und Verkauf im Musikge­schäft passt Musikfach­händler/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Trompete, Posaune oder Horn spielst Gutes Gehör
  • dein Instrument selbst reinigst und pflegst Sorgfalt
  • im Musikverein bei Konzerten mitspielst Teamgeist
  • kleine Reparaturen an Dingen selbst ausprobierst Geschick
  • Jüngeren im Verein die ersten Töne beibringst Geduld

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 3 · Wie häufig?

    3

    Betriebe bilden aus

    Platz 306 von 340 Berufen.

  • 2 von 3 · Wo?

    • Bayern1
    • Rheinland-Pfalz1
    • Sachsen1
  • 3 von 3 · Um die Ecke

    Wer bildet bei dir aus?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Nach der Ausbildung kümmerst du dich um Bau, Wartung und Verkauf von Instru­menten. Hier kannst du arbeiten:

  • in Musikinstrumentenwerkstätten
  • in Orchestern
  • in Musikgeschäften

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Meistertitel: Du legst die Meisterprüfung ab.
  • Spezialisierung: Du konzentrierst dich auf Bau und Restauration bestimmter Instrumente.
  • Eigene Instrumente: Du entwickelst neue Instrumente und machst dir einen Namen in der Szene.

Fazit: Klangkunst aus Metall

Als Metall­b­las­in­stru­men­ten­macher/in bist du hoch spezia­lisiert. Aus Metall und etwas Holz baust du Blasin­strumente, die mit ihrem Klang überzeugen. Mit deinem Wissen über Musik und deinem handwerk­lichen Geschick hältst du die Musik lebendig. Die Ausbildung dauert 3 Jahre im Betrieb und in der Berufs­schule oder an einer Fachschule.

Klingt gut? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Kunsthandwerk, Schmuck und Instrumente.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Metallblasinstrumentenmacher/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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