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Ausbildung Mikrotech­nologe/Mikrotech­nologin

Ausbildung: Winzige Bauteile, große Wirkung

Symbolbild: Ausbildung Mikrotechnologe/Mikrotechnologin

Klein, fein und ziemlich smart: Weißt du, was in einem Computerchip steckt? In der Ausbildung zum Mikrotech­nologen oder zur Mikrotech­nologin findest du es heraus. Du stellst winzige Bauteile her, oft im Bereich von Mikrometern oder Nanometern. Solche Teile stecken zum Beispiel in Smartphones, Hörgeräten und Computern. Du arbeitest mit Halbleitern, Lasern und Messtechnik. Präzision ist dabei alles. Hier erfährst du, was du als Mikrotech­nologe/-technologin machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Mikrotech­nologe/Mikrotech­nologin auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Elektroniker
1. Jahr1.243 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

In der DDR hieß der Beruf: Fachar­beiter/in für elektro­nische Bauelemente

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Mikrotech­nologe/-technologin?

Du bist Fachkraft der Mikrotechnik. Du stellst winzige Bauteile her und arbeitest in der Präzisi­ons­fer­tigung. Je nach Betrieb baust du Elektronik für ganz unterschiedliche Bereiche. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Mikrofertigung: Du stellst kleinste Bauteile und Mikrosysteme her. Dagegen wirkt sogar die Arbeit von Uhrmacher/innen fast grob.
  • Prozessentwicklung: Du entwickelst die Herstellungsprozesse weiter und verbesserst sie.
  • Qualitätskontrolle: Du überwachst und prüfst die Qualität der Komponenten. So stellst du sicher, dass sie funktionieren und die strengen Anforderungen erfüllen.
  • Anwendungsbereiche: Du arbeitest zum Beispiel in der Mikroelektronik, der Mikrosystemtechnik, der Medizintechnik oder der Sensorik.
mikroskop-2

Warum ist der Beruf so wichtig?

Als Mikrotech­nologe/-technologin arbeitest du in der Hightech-Industrie. Du stellst Technik her, die für die Digita­li­sierung gebraucht wird. Deine Arbeit hilft dabei, komplexe Techno­logien weiter­zu­ent­wickeln. So entstehen neue Lösungen für schwierige Aufgaben. Auch die Medizin profitiert davon.

Wie läuft die Ausbildung zum Mikrotech­nologen oder zur Mikrotech­nologin ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Herstellung von Mikrosystemen: Du planst Mikrosysteme und bearbeitest Halbleiterwerkstoffe. Aus den einzelnen Komponenten montierst du Mikrosysteme.
  • Prüfung von Mikrosystemen: Du führst elektrische Messungen durch und prüfst, ob Komponenten richtig zusammenarbeiten. Mit Lasern misst du optisch, zum Beispiel ob Glasfasern Impulse leiten. Bei Kleinstmotoren misst du mechanisch.
  • Qualitätssicherung: Du hältst Qualitätsstandards ein und führst Qualitätskontrollen durch. Die Daten dokumentierst du und wertest sie aus.
  • Wartung und Instandhaltung: Du erkennst Fehler im Prozess, meldest sie und behebst sie. Manchmal übernimmst du auch die Wartung.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Mikrotech­nologe/-technologin?

Was solltest du mitbringen?

  • empfohlen: Fachabitur
  • großes Interesse an Technik und Elektronik
  • eine sehr genaue und sorgfältige Arbeitsweise
  • Fingerspitzengefühl und gute Augen
  • Teamfähigkeit
  • Freude an Physik und Mathe

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.243 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 1.298 € bis 1.408 €
3. Ausbildungsjahr 1.379 € bis 1.489 €

Passt die Ausbildung zum Mikrotech­nologen oder zur Mikrotech­nologin zu dir?

Technik fasziniert dich und du arbeitest gern genau? Dann schau dir diesen Beruf genauer an. Das spricht für die Ausbildung:

  • Technik von morgen: Du lebst dein technisches Interesse aus und hilfst, neue Technik zu entwickeln.
  • Teamarbeit: Große Fortschritte in der Mikrotechnik gelingen nur gemeinsam.
  • Sinnvolle Arbeit: Technischer Fortschritt kann unser Leben und die medizinische Versorgung verbessern.
  • Viele Wege: Du hast zahlreiche Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Mikrotech­nologe/Mikrotech­nologin?

Was du als Mikrotech­nologe/Mikrotech­nologin jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Elektronikkurs winzige Bauteile lötet, alte Uhren aufschraubt, um ihr Innenleben zu sehen, oder in der Physik-AG Experimente aufbaut, zeigt Betrieben Finger­spit­zen­gefühl und Technik­be­geis­terung. Wer mit dem Team bei Robotik-Wettbe­werben antritt oder Mitschüler/innen in Mathe hilft, beweist Teamgeist und logisches Denken. Wenn dich Elektronik in Geräten reizt, schau dir Elektroniker/in Geräte und Systeme an. Für Messungen im Physiklabor passt Physik­la­borant/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • im Elektronikkurs kleine Bauteile lötest Fingerspitzengefühl
  • alte Uhren aufschraubst und ihr Innenleben untersuchst Neugier
  • in der Physik-AG Experimente aufbaust Technikverständnis
  • mit deinem Team bei Robotik-Wettbewerben antrittst Teamgeist
  • Mitschüler/innen in Mathe oder Physik hilfst Logisches Denken

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 4 · Wie häufig?

    rund 40

    Betriebe bilden aus

    Platz 183 von 340 Berufen.

  • 2 von 4 · Plan B im selben Betrieb

    Fast jeder 3. Betrieb

    bildet auch Mechatroniker/in aus.

    Jeder 4. bildet auch Industrie­kaufmann/frau aus.

  • 3 von 4 · Wo?

    • Thüringen10
    • Sachsen7
    • Berlin6

    Die meisten Betriebe: Berlin, Dresden, Jena

  • 4 von 4 · Um die Ecke

    Wer bildet bei dir aus?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Als Mikrotech­nologe/-technologin arbeitest du in verschiedenen Branchen. Hier kannst du arbeiten:

  • in der Elektronikherstellung
  • in der Medizintechnik
  • in der Optik
  • in der Halbleiterindustrie

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Spezialisierung: Du konzentrierst dich auf bestimmte Bereiche und bildest dich weiter.
  • Meister/in oder Techniker/in: Damit übernimmst du mehr Verantwortung.
  • Leitende Position: Mit Erfahrung steigst du auf.
  • Studium: Auch ein Studium ist möglich.

Fazit: Präzision im Kleinsten

Als Mikrotech­nologe/-technologin bist du hoch spezia­lisiert. Du planst und fertigst feinste Technik. Mikrosysteme verlangen höchste Präzision und Qualität. Deine Arbeit ist wichtig für neue Techno­logien in vielen Hightech-Branchen. Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Bereit für Hightech? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Elektroniker.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Mikrotechnologe/Mikrotechnologin als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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