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Ausbildung Mikrotechnologe/Mikrotechnologin
Ausbildung: Winzige Bauteile, große Wirkung
Klein, fein und ziemlich smart: Weißt du, was in einem Computerchip steckt? In der Ausbildung zum Mikrotechnologen oder zur Mikrotechnologin findest du es heraus. Du stellst winzige Bauteile her, oft im Bereich von Mikrometern oder Nanometern. Solche Teile stecken zum Beispiel in Smartphones, Hörgeräten und Computern. Du arbeitest mit Halbleitern, Lasern und Messtechnik. Präzision ist dabei alles. Hier erfährst du, was du als Mikrotechnologe/-technologin machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Mikrotechnologe/Mikrotechnologin auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
In der DDR hieß der Beruf: Facharbeiter/in für elektronische Bauelemente
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Mikrotechnologe/-technologin?
Du bist Fachkraft der Mikrotechnik. Du stellst winzige Bauteile her und arbeitest in der Präzisionsfertigung. Je nach Betrieb baust du Elektronik für ganz unterschiedliche Bereiche. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Mikrofertigung: Du stellst kleinste Bauteile und Mikrosysteme her. Dagegen wirkt sogar die Arbeit von Uhrmacher/innen fast grob.
- Prozessentwicklung: Du entwickelst die Herstellungsprozesse weiter und verbesserst sie.
- Qualitätskontrolle: Du überwachst und prüfst die Qualität der Komponenten. So stellst du sicher, dass sie funktionieren und die strengen Anforderungen erfüllen.
- Anwendungsbereiche: Du arbeitest zum Beispiel in der Mikroelektronik, der Mikrosystemtechnik, der Medizintechnik oder der Sensorik.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Als Mikrotechnologe/-technologin arbeitest du in der Hightech-Industrie. Du stellst Technik her, die für die Digitalisierung gebraucht wird. Deine Arbeit hilft dabei, komplexe Technologien weiterzuentwickeln. So entstehen neue Lösungen für schwierige Aufgaben. Auch die Medizin profitiert davon.
Wie läuft die Ausbildung zum Mikrotechnologen oder zur Mikrotechnologin ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert drei Jahre.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Herstellung von Mikrosystemen: Du planst Mikrosysteme und bearbeitest Halbleiterwerkstoffe. Aus den einzelnen Komponenten montierst du Mikrosysteme.
- Prüfung von Mikrosystemen: Du führst elektrische Messungen durch und prüfst, ob Komponenten richtig zusammenarbeiten. Mit Lasern misst du optisch, zum Beispiel ob Glasfasern Impulse leiten. Bei Kleinstmotoren misst du mechanisch.
- Qualitätssicherung: Du hältst Qualitätsstandards ein und führst Qualitätskontrollen durch. Die Daten dokumentierst du und wertest sie aus.
- Wartung und Instandhaltung: Du erkennst Fehler im Prozess, meldest sie und behebst sie. Manchmal übernimmst du auch die Wartung.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Mikrotechnologe/-technologin?
Was solltest du mitbringen?
- empfohlen: Fachabitur
- großes Interesse an Technik und Elektronik
- eine sehr genaue und sorgfältige Arbeitsweise
- Fingerspitzengefühl und gute Augen
- Teamfähigkeit
- Freude an Physik und Mathe
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.243 € bis 1.373 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.298 € bis 1.408 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.379 € bis 1.489 € |
Passt die Ausbildung zum Mikrotechnologen oder zur Mikrotechnologin zu dir?
Technik fasziniert dich und du arbeitest gern genau? Dann schau dir diesen Beruf genauer an. Das spricht für die Ausbildung:
- Technik von morgen: Du lebst dein technisches Interesse aus und hilfst, neue Technik zu entwickeln.
- Teamarbeit: Große Fortschritte in der Mikrotechnik gelingen nur gemeinsam.
- Sinnvolle Arbeit: Technischer Fortschritt kann unser Leben und die medizinische Versorgung verbessern.
- Viele Wege: Du hast zahlreiche Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Mikrotechnologe/Mikrotechnologin?
Was du als Mikrotechnologe/Mikrotechnologin jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Elektronikkurs winzige Bauteile lötet, alte Uhren aufschraubt, um ihr Innenleben zu sehen, oder in der Physik-AG Experimente aufbaut, zeigt Betrieben Fingerspitzengefühl und Technikbegeisterung. Wer mit dem Team bei Robotik-Wettbewerben antritt oder Mitschüler/innen in Mathe hilft, beweist Teamgeist und logisches Denken. Wenn dich Elektronik in Geräten reizt, schau dir Elektroniker/in Geräte und Systeme an. Für Messungen im Physiklabor passt Physiklaborant/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- im Elektronikkurs kleine Bauteile lötest Fingerspitzengefühl
- alte Uhren aufschraubst und ihr Innenleben untersuchst Neugier
- in der Physik-AG Experimente aufbaust Technikverständnis
- mit deinem Team bei Robotik-Wettbewerben antrittst Teamgeist
- Mitschüler/innen in Mathe oder Physik hilfst Logisches Denken
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 40
Betriebe bilden aus
Platz 183 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 3. Betrieb
bildet auch Mechatroniker/in aus.
Jeder 4. bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
3 von 4 · Wo?
- Thüringen10
- Sachsen7
- Berlin6
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Als Mikrotechnologe/-technologin arbeitest du in verschiedenen Branchen. Hier kannst du arbeiten:
- in der Elektronikherstellung
- in der Medizintechnik
- in der Optik
- in der Halbleiterindustrie
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Spezialisierung: Du konzentrierst dich auf bestimmte Bereiche und bildest dich weiter.
- Meister/in oder Techniker/in: Damit übernimmst du mehr Verantwortung.
- Leitende Position: Mit Erfahrung steigst du auf.
- Studium: Auch ein Studium ist möglich.
Fazit: Präzision im Kleinsten
Als Mikrotechnologe/-technologin bist du hoch spezialisiert. Du planst und fertigst feinste Technik. Mikrosysteme verlangen höchste Präzision und Qualität. Deine Arbeit ist wichtig für neue Technologien in vielen Hightech-Branchen. Die Ausbildung dauert drei Jahre.
Bereit für Hightech? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Elektroniker.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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