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Ausbildung Notfallsanitäter/in
Ausbildung: Erste Hilfe als Beruf
Du behältst einen kühlen Kopf, wenn andere in Panik geraten? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Notfallsanitäter/in an. Du fährst im Rettungswagen oder fliegst im Hubschrauber zu Unfällen und Notfällen. Du leistest lebensrettende Hilfe und stabilisierst Patient/innen. Danach bringst du sie ins Krankenhaus. Dafür brauchst du medizinisches Wissen, Mut und Teamgeist. Hier erfährst du, was du als Notfallsanitäter/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auch bekannt als Sanitäter/in.
Auf einen Blick
Notfallsanitäter/in auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2014 hieß er Rettungsassistent/in.
- 1989 bis 2014Rettungsassistent/
in - seit 2014Notfallsanitäter/
in
Im Alltag sagt man auch: Sanitäter/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Notfallsanitäter/in?
Du bist mit dem Rettungswagen oder Hubschrauber im Einsatz. Bei Unfällen und akuten Notfällen leistest du erste medizinische Hilfe. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Notfallversorgung: Du versorgst Verletzte und Erkrankte am Einsatzort. Du führst lebensrettende Maßnahmen durch, zum Beispiel Herz-Lungen-Wiederbelebung und Blutstillung.
- Patiententransport: Nach der Stabilisierung bringst du Patient/innen sicher und schnell in die nächste Klinik.
- Dokumentation: Du hältst den Zustand der Patient/innen und alle Maßnahmen genau fest.
- Kommunikation: Du stimmst Einsätze mit der Leitstelle ab. Du arbeitest eng mit anderen Rettungskräften, Ärzt/innen und Pflegekräften zusammen.
- Prävention: Du klärst auf und hilfst so, Unfälle und Notfälle zu verhindern.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Als Notfallsanitäter/in bist du eine der ersten medizinischen Fachkräfte vor Ort. Du stillst Blutungen, linderst Schmerzen und beruhigst Patient/innen. Du machst eine erste Bestandsaufnahme. So kann das Krankenhaus danach gezielt weiterbehandeln. Du bist ein wichtiger Teil des Rettungssystems. Mit deiner schnellen Reaktion kannst du Leben retten.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Notfallsanitäter/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert drei Jahre. Du besuchst die Berufsschule und durchläufst verschiedene Abteilungen im Krankenhaus. Dort lernst du die Praxis.
Das lernst du unter anderem:
- Notfallversorgung: In Kursen lernst du Erste Hilfe. Du überwachst Vitalfunktionen und stabilisierst Patient/innen. Du stillst Wunden und lernst Herzdruckmassage und Beatmung.
- Transport und Betreuung: Du transportierst Patient/innen sicher und schonend und betreust sie unterwegs. In der Klinik übergibst du sie an das Personal.
- Dokumentation und Abrechnung: Nach dem Einsatz erstellst du die Einsatzdokumentation. Du lernst, Leistungen abzurechnen und verwendete Materialien und Geräte zu erfassen.
- Teamarbeit: Du arbeitest auch unter Stress gut im Team. Du sprichst klar mit Patient/innen und Fachkräften. Mit deinem Praxiswissen hilfst du, den Rettungsdienst weiterzuentwickeln.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Notfallsanitäter/in?
Was solltest du mitbringen?
- Interesse an Medizin und Erster Hilfe
- Belastbarkeit, auch psychisch
- einen kühlen Kopf in Stresssituationen
- Verantwortungsbewusstsein
- Teamfähigkeit und Einfühlungsvermögen
- Bereitschaft zum Schichtdienst
- körperliche Fitness
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.491 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.552 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.653 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Notfallsanitäter/in zu dir?
Der wichtigste Grund für diesen Beruf: Du willst Leben retten. Dazu kommen weitere Gründe:
- Mit Blaulicht unterwegs: Du fährst mit Sonderrechten zum Einsatz.
- Action im Alltag: Kommt der Notruf, bist du sofort voll konzentriert. Das ist spannend und kann psychisch belasten.
- Echte Verantwortung: Du trägst Verantwortung für Menschenleben.
- Gebraucht: Eine sichere Gesundheitsversorgung braucht Menschen wie dich.
- Bezahlte Ausbildung: Du arbeitest im Schichtdienst und wirst schon während der Ausbildung bezahlt.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Notfallsanitäter/in?
Was du als Notfallsanitäter/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Schulsanitätsdienst Verletzte versorgt, beim Jugendrotkreuz übt oder bei der DLRG mitmacht, zeigt Rettungsdiensten einen kühlen Kopf und Verantwortung. Regelmäßiges Lauftraining und ein Mannschaftssport beweisen dazu Fitness und Teamgeist. Wenn dich die Pflege auf Station reizt, schau dir Pflegefachmann/frau an. Für Narkose und OP passt Anästhesietechnische Assistenz.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- im Schulsanitätsdienst Verletzte versorgst Ruhe im Notfall
- beim Jugendrotkreuz oder der DLRG mitmachst Verantwortung
- regelmäßig läufst oder ins Schwimmtraining gehst Fitness
- Basketball, Handball oder Rugby im Team spielst Teamgeist
- Freund/innen in schweren Momenten zuhörst Einfühlungsvermögen
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 60
Betriebe bilden aus
Platz 165 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 3. Betrieb
bildet auch Pflegefachmann/frau aus.
Jeder 5. bildet auch Fachinformatiker/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen10
- Mecklenburg-Vorpommern10
- Schleswig-Holstein8
Die meisten Betriebe: Kreis Dithmarschen, Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Landkreis Böblingen
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Als Notfallsanitäter/in hast du die höchste Qualifikation im Rettungsdienst unterhalb der Ärzt/innen. Hier kannst du arbeiten:
- bei Rettungsdiensten
- in Krankenhäusern und Kliniken
- bei Katastrophenschutzorganisationen
- in großen Unternehmen
Fazit: Lebensretter/in im Einsatz
Wenn du in Notfällen echte Hilfe leisten willst, ist diese Ausbildung das Richtige für dich. Du bist zur Stelle, wenn es um Menschenleben geht. Mit schneller Reaktion und medizinischem Wissen machst du den Unterschied. Die Ausbildung dauert drei Jahre in Berufsschule und Praxis.
Bereit für den Einsatz? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Medizin, Gesundheit, Pflege.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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