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Ausbildung Orthopä­die­schuh­macher/in

Ausbildung: Maßarbeit für gesunde Füße

Symbolbild: Ausbildung Orthopädieschuhmacher/in

Du weißt, wie wichtig gesunde Füße sind, und interes­sierst dich für Technik? Dann ist die Ausbildung zum/zur Orthopä­die­schuh­macher/in vielleicht genau richtig für dich. Du analysierst Füße und findest Fehlstel­lungen. Du fertigst Schuhe und Einlagen nach Maß an. Du reparierst sie und passt sie bei Bedarf neu an. So linderst du Schmerzen und hilfst Menschen, wieder mobil zu sein. Dafür brauchst du handwerk­liches Geschick und Einfüh­lungs­vermögen. Hier erfährst du, was du als Orthopä­die­schuh­macher/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Orthopä­die­schuh­macher/in auf einen Blick

Dauer3,5 Jahre
Ausbildungdual, Medizin, Gesundheit, Pflege
1. Jahr724 € bis 860 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. In Gesundheitsberufen wird meist ein Nachweis auf Niveau B2 verlangt.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie sagt man noch zu dem Beruf?

Im Alltag sagt man auch: Orthopä­die­schuh­techniker/in

Was macht ein/e Orthopä­die­schuh­macher/in?

Du bist spezia­li­sierte/r Handwerker/in im Gesund­heitswesen. Du stellst Schuhe und Einlagen nach Maß her und hilfst Menschen mit Fußfehl­stel­lungen und Fußpro­blemen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Füße analysieren: Du untersuchst die Füße deiner Kund/innen genau und erkennst Probleme und Fehlstellungen.
  • Schuhe anfertigen: Auf Basis der Analyse fertigst du Schuhe, die genau zu den Bedürfnissen deiner Kund/innen passen.
  • Einlagen herstellen: Du stellst orthopädische Einlagen her. Sie korrigieren Fehlstellungen oder entlasten zum Beispiel den Vorderfuß.
  • Reparieren und anpassen: Du reparierst Schuhe und Einlagen und passt sie bei Bedarf neu an.
  • Beraten: Du erklärst, wie man die Schuhe und Einlagen richtig trägt, schnürt und pflegt.
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Warum ist der Beruf so wichtig?

Wer schon einmal eine Verletzung oder Fehlstellung am Fuß hatte, weiß, wie wichtig dieser Beruf ist. Schuhe und Einlagen nach Maß lindern Schmerzen, korrigieren Fußprobleme und machen Menschen wieder beweglicher. So hilfst du deinen Kund/innen zu mehr Lebens­qualität. Gleich­zeitig arbeitest du in einem traditi­ons­reichen Handwerk mit viel Geschichte.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Orthopä­die­schuh­macher/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und ist dual. Du lernst in einer orthopä­dischen Werkstatt und in der Berufs­schule.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Schuhe herstellen: Du vermisst Füße und fertigst anhand der Maße Leisten an. Aus verschiedenen Materialien stellst du die Einzelteile her und montierst daraus den Schuh.
  • Reparieren und warten: Bei Beschwerden prüfst du die Schuhe auf Mängel und behebst sie. Du tauschst verschlissene Teile aus, reinigst und desinfizierst die Schuhe.
  • Kund/innen beraten: Du berätst ausführlich und kompetent und erklärst Nutzung und Pflege der Schuhe.
  • Dokumentieren: Von der ersten Messung bis zur Auslieferung hältst du jeden Schritt fest. Gelegentlich arbeitest du mit Podolog/innen und anderen medizinischen Fachkräften zusammen.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Orthopä­die­schuh­macher/in?

Was solltest du mitbringen?

  • großes handwerkliches Geschick
  • Interesse an Technik
  • Einfühlungsvermögen und Geduld
  • keine Scheu vor Füßen
  • Sorgfalt und Genauigkeit
  • Freude am Umgang mit Menschen, auch mit älteren

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 724 € bis 860 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 980 €
3. Ausbildungsjahr 977 € bis 1.100 €
4. Ausbildungsjahr 1.014 € bis 1.200 €

Passt die Ausbildung zum/zur Orthopä­die­schuh­macher/in zu dir?

Du packst gern an und hast ein Herz für Menschen? Dann spricht einiges für diese Ausbildung:

  • Schmerzen lindern: Fußschmerzen können in den ganzen Körper ausstrahlen. Mit deinen Schuhen hilfst du dagegen und machst Menschen wieder mobil.
  • Anspruchsvolles Handwerk: Du brauchst Geschick, Einfühlungsvermögen und Geduld. Das macht den Beruf spannend und herausfordernd.
  • Spezialisiertes Fachgebiet: Du arbeitest in einem sehr speziellen Bereich.
  • Wissen für dich: Du kennst dich mit Schuhen und dem Bewegungsapparat so gut aus, dass du Fehlstellungen auch bei dir selbst erkennst.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Orthopä­die­schuh­macher/in?

Was du als Orthopä­die­schuh­macher/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Sneaker reinigt und neu gestaltet, aus Leder kleine Taschen fertigt oder älteren Nachbar/innen geduldig hilft, zeigt Betrieben Geschick, Sorgfalt und Einfüh­lungs­vermögen. Wer selbst läuft oder kickt, merkt dazu, wie viel ein guter Schuh ausmacht. Wenn dich Prothesen und Orthesen reizen, schau dir Orthopä­die­technik-Mechaniker/in an. Für edle Schuhe nach Maß passt Maßschuh­macher/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Sneaker reinigst, reparierst oder neu gestaltest Sorgfalt
  • aus Leder kleine Taschen oder Armbänder fertigst Geschick
  • älteren Nachbar/innen im Alltag hilfst Einfühlungsvermögen
  • in der Leichtathletik oder im Laufverein trainierst Ausdauer
  • Fußball oder Handball in der Mannschaft spielst Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Nach der Ausbildung kannst du hier arbeiten:

  • in orthopädischen Werkstätten
  • in Sanitätshäusern, die orthopädisches Schuhwerk herstellen

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Kinderorthopädie oder Sportorthopädie
  • Eigene Werkstatt: Wenn du das Zeug dazu hast, machst du dich selbstständig.
  • Wechsel ins Schuhmacherhandwerk: Dein Wissen hilft dir auch im klassischen Schuhmacherhandwerk.

Fazit: Maßarbeit für gesunde Füße

Als Orthopä­die­schuh­macher/in sorgst du dafür, dass Menschen mit Fußpro­blemen passende Schuhe bekommen. Deine Schuhe lindern Schmerzen und schenken mehr Lebens­qualität. Mit deinem handwerk­lichen Können schaffst du Unikate. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und ist dual.

Lust auf Maßarbeit? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Medizin, Gesundheit, Pflege.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Orthopädieschuhmacher/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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