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Ausbildung Orthopädieschuhmacher/in
Ausbildung: Maßarbeit für gesunde Füße
Du weißt, wie wichtig gesunde Füße sind, und interessierst dich für Technik? Dann ist die Ausbildung zum/zur Orthopädieschuhmacher/in vielleicht genau richtig für dich. Du analysierst Füße und findest Fehlstellungen. Du fertigst Schuhe und Einlagen nach Maß an. Du reparierst sie und passt sie bei Bedarf neu an. So linderst du Schmerzen und hilfst Menschen, wieder mobil zu sein. Dafür brauchst du handwerkliches Geschick und Einfühlungsvermögen. Hier erfährst du, was du als Orthopädieschuhmacher/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Orthopädieschuhmacher/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie sagt man noch zu dem Beruf?
Im Alltag sagt man auch: Orthopädieschuhtechniker/in
Was macht ein/e Orthopädieschuhmacher/in?
Du bist spezialisierte/r Handwerker/in im Gesundheitswesen. Du stellst Schuhe und Einlagen nach Maß her und hilfst Menschen mit Fußfehlstellungen und Fußproblemen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Füße analysieren: Du untersuchst die Füße deiner Kund/innen genau und erkennst Probleme und Fehlstellungen.
- Schuhe anfertigen: Auf Basis der Analyse fertigst du Schuhe, die genau zu den Bedürfnissen deiner Kund/innen passen.
- Einlagen herstellen: Du stellst orthopädische Einlagen her. Sie korrigieren Fehlstellungen oder entlasten zum Beispiel den Vorderfuß.
- Reparieren und anpassen: Du reparierst Schuhe und Einlagen und passt sie bei Bedarf neu an.
- Beraten: Du erklärst, wie man die Schuhe und Einlagen richtig trägt, schnürt und pflegt.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Wer schon einmal eine Verletzung oder Fehlstellung am Fuß hatte, weiß, wie wichtig dieser Beruf ist. Schuhe und Einlagen nach Maß lindern Schmerzen, korrigieren Fußprobleme und machen Menschen wieder beweglicher. So hilfst du deinen Kund/innen zu mehr Lebensqualität. Gleichzeitig arbeitest du in einem traditionsreichen Handwerk mit viel Geschichte.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Orthopädieschuhmacher/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und ist dual. Du lernst in einer orthopädischen Werkstatt und in der Berufsschule.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Schuhe herstellen: Du vermisst Füße und fertigst anhand der Maße Leisten an. Aus verschiedenen Materialien stellst du die Einzelteile her und montierst daraus den Schuh.
- Reparieren und warten: Bei Beschwerden prüfst du die Schuhe auf Mängel und behebst sie. Du tauschst verschlissene Teile aus, reinigst und desinfizierst die Schuhe.
- Kund/innen beraten: Du berätst ausführlich und kompetent und erklärst Nutzung und Pflege der Schuhe.
- Dokumentieren: Von der ersten Messung bis zur Auslieferung hältst du jeden Schritt fest. Gelegentlich arbeitest du mit Podolog/innen und anderen medizinischen Fachkräften zusammen.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Orthopädieschuhmacher/in?
Was solltest du mitbringen?
- großes handwerkliches Geschick
- Interesse an Technik
- Einfühlungsvermögen und Geduld
- keine Scheu vor Füßen
- Sorgfalt und Genauigkeit
- Freude am Umgang mit Menschen, auch mit älteren
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 724 € bis 860 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 € bis 980 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 € bis 1.100 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.014 € bis 1.200 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Orthopädieschuhmacher/in zu dir?
Du packst gern an und hast ein Herz für Menschen? Dann spricht einiges für diese Ausbildung:
- Schmerzen lindern: Fußschmerzen können in den ganzen Körper ausstrahlen. Mit deinen Schuhen hilfst du dagegen und machst Menschen wieder mobil.
- Anspruchsvolles Handwerk: Du brauchst Geschick, Einfühlungsvermögen und Geduld. Das macht den Beruf spannend und herausfordernd.
- Spezialisiertes Fachgebiet: Du arbeitest in einem sehr speziellen Bereich.
- Wissen für dich: Du kennst dich mit Schuhen und dem Bewegungsapparat so gut aus, dass du Fehlstellungen auch bei dir selbst erkennst.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Orthopädieschuhmacher/in?
Was du als Orthopädieschuhmacher/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Sneaker reinigt und neu gestaltet, aus Leder kleine Taschen fertigt oder älteren Nachbar/innen geduldig hilft, zeigt Betrieben Geschick, Sorgfalt und Einfühlungsvermögen. Wer selbst läuft oder kickt, merkt dazu, wie viel ein guter Schuh ausmacht. Wenn dich Prothesen und Orthesen reizen, schau dir Orthopädietechnik-Mechaniker/in an. Für edle Schuhe nach Maß passt Maßschuhmacher/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Sneaker reinigst, reparierst oder neu gestaltest Sorgfalt
- aus Leder kleine Taschen oder Armbänder fertigst Geschick
- älteren Nachbar/innen im Alltag hilfst Einfühlungsvermögen
- in der Leichtathletik oder im Laufverein trainierst Ausdauer
- Fußball oder Handball in der Mannschaft spielst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 70
Betriebe bilden aus
Platz 149 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 2. Betrieb
bildet auch Orthopädietechnik-Mechaniker/in aus.
Jeder 2. bildet auch Kaufmann/frau Einzelhandel aus.
3 von 4 · Wo?
- Baden-Württemberg10
- Nordrhein-Westfalen10
- Bayern10
Die meisten Betriebe: Berlin, Kreis Pinneberg, Kreis Wesel
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Nach der Ausbildung kannst du hier arbeiten:
- in orthopädischen Werkstätten
- in Sanitätshäusern, die orthopädisches Schuhwerk herstellen
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Kinderorthopädie oder Sportorthopädie
- Eigene Werkstatt: Wenn du das Zeug dazu hast, machst du dich selbstständig.
- Wechsel ins Schuhmacherhandwerk: Dein Wissen hilft dir auch im klassischen Schuhmacherhandwerk.
Fazit: Maßarbeit für gesunde Füße
Als Orthopädieschuhmacher/in sorgst du dafür, dass Menschen mit Fußproblemen passende Schuhe bekommen. Deine Schuhe lindern Schmerzen und schenken mehr Lebensqualität. Mit deinem handwerklichen Können schaffst du Unikate. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und ist dual.
Lust auf Maßarbeit? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Medizin, Gesundheit, Pflege.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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