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Ausbildung Pflegefachmann/frau
Ausbildung: Verantwortung für Menschen
Dir liegt das Wohl anderer Menschen am Herzen? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/frau genauer an. Früher hießen die Berufe Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in und Altenpfleger/in. Seit 2020 sind diese drei Ausbildungen zu einer gemeinsamen, generalistischen Pflegeausbildung zusammengelegt. Du pflegst und betreust Menschen jeden Alters. Du versorgst Wunden, gibst Medikamente nach ärztlicher Anordnung und handelst im Notfall. Du sprichst mit Kolleg/innen, Patient/innen und Angehörigen. Dabei übernimmst du viel Verantwortung. Hier erfährst du, was du als Pflegefachmann/frau machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Neu seit 2023: Wer den Abschluss hat, kann statt Pflegefachmann oder Pflegefachfrau auch die geschlechtsneutrale Berufsbezeichnung Pflegefachperson beantragen.
Auf einen Blick
Pflegefachmann/frau auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 2020 heißt er so wie heute.
- 1957 bis 2004Krankenschwester/
Krankenpfleger - 2003 bis 2019Gesundheits- und Krankenpfleger/
in - seit 2020Pflegefachmann/
frau
Im Alltag sagt man auch: Altenpfleger/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Pflegefachmann/frau?
Du pflegst und betreust Menschen aller Altersstufen in der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Pflegen: Du unterstützt hilfsbedürftige Menschen bei der Körperpflege, beim Essen und in der Bewegung. Du stärkst ihre Selbstständigkeit.
- Medizinisch versorgen: In Abstimmung mit den Ärzt/innen versorgst du Wunden, gibst ärztlich verordnete Medikamente oder Injektionen und führst Infusionen und Blutentnahmen durch.
- Gesundheit überwachen: Du beobachtest den Zustand deiner Patient/innen, assistierst bei Untersuchungen und bereitest sie auf Operationen vor.
- Pflege planen: Du ermittelst den Pflegebedarf, planst die Pflege, koordinierst sie und dokumentierst alles genau.
- Beraten: Du berätst Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. In der ambulanten Pflege zeigst du Angehörigen zum Beispiel, wie bestimmte Pflegetechniken funktionieren.
- Anleiten: Du leitest Pflegehilfskräfte an und wirkst bei der Qualitätssicherung mit.
- Im Notfall handeln: In Akutsituationen handelst du sicher und leistest Erste Hilfe.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Wir alle wollen in Würde gesund werden und alt werden. Als Pflegefachmann/frau sorgst du dafür, dass Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, am Alltag teilnehmen können. Du hilfst bei Dingen, die sie selbst gerade nicht schaffen. Du förderst ihre Gesundheit und begleitest sie auch in schweren Lebenslagen und in der letzten Lebensphase. So schenkst du ihnen Lebensqualität und Würde, im Krankenhaus, im Pflegeheim oder zu Hause.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/frau ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung ist bundesweit einheitlich geregelt. Sie dauert in Vollzeit 3 Jahre, in Teilzeit höchstens 5 Jahre. Du lernst an einer Pflegeschule und in der Praxis in Krankenhäusern sowie in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen. Du bekommst eine Ausbildungsvergütung, das ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung.
Generalistisch mit Wahlmöglichkeit: Du lernst die Pflege von Menschen jeden Alters. Ist in deinem Ausbildungsvertrag ein passender Vertiefungseinsatz vereinbart, kannst du dich für das letzte Drittel entscheiden: Du machst generalistisch weiter oder richtest deinen Abschluss auf Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder Altenpflege aus.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Pflege im Alltag: Du unterstützt Menschen in der Bewegung und Selbstversorgung und wendest verschiedene Pflegetechniken an.
- Pflegeprozess gestalten: Du organisierst, gestaltest und steuerst Pflegeprozesse und Pflegediagnostik.
- Medizinische Pflege: Du unterstützt Menschen bei der Heilung und versorgst zum Beispiel chronische Wunden.
- Kommunikation: Du sprichst passend zur Person und zur Situation mit den Menschen, die du pflegst, und beziehst ihr Umfeld ein.
- Gesundheit fördern: Du lernst, wie du Gesundheit förderst und Krankheiten vorbeugst.
- Begleiten: Du begleitest Menschen in kritischen Lebenssituationen und in der letzten Lebensphase.
- Qualität und Recht: Du wirkst bei der Qualitätssicherung mit und kennst die rechtlichen Regeln in der Pflege.
In der Praxis arbeitest du im Schichtdienst mit, also auch früh, spät, nachts und am Wochenende.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Pflegefachmann/frau?
Was solltest du mitbringen?
- in der Regel einen mittleren Bildungsabschluss. Mit Hauptschulabschluss geht es, wenn du zusätzlich eine abgeschlossene Berufsausbildung hast, zum Beispiel in der Kranken- oder Altenpflegehilfe.
- ein ärztliches Attest über deine gesundheitliche Eignung und einen Nachweis über den Masernschutz
- Einfühlungsvermögen und Kontaktfähigkeit
- Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
- psychische Stabilität, auch im Kontakt mit schwer kranken oder sterbenden Menschen
- Verschwiegenheit im Umgang mit Patientendaten
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.491 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.552 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.653 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/frau zu dir?
Du willst Menschen helfen und scheust keine Herausforderung? Dann spricht einiges für diese Ausbildung:
- Echte Hilfe: Du hilfst Menschen, die sich gerade selbst kaum helfen können. So können sie in Würde leben.
- Jeden Tag anders: Deine Patient/innen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Manche Situationen verlangen dir viel ab. Dafür siehst du immer, was deine Arbeit bewirkt.
- Alle Altersgruppen: Du lernst die Pflege von Kindern, Erwachsenen und alten Menschen. Das gibt dir viele Möglichkeiten bei der Wahl deines Arbeitsplatzes.
- Beitrag für die Gesellschaft: Du stärkst die Gesundheit und Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Pflegefachmann/frau?
Was du als Pflegefachmann/frau jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer sich um die Großeltern kümmert, im Schulsanitätsdienst hilft oder eine Kindergruppe betreut, zeigt Kliniken und Pflegediensten genau das, was zählt: Herz, Verantwortung und starke Nerven. Ein Mannschaftssport zeigt dazu, dass du im Team mitziehst. Wenn dich Einsätze im Rettungswagen reizen, schau dir Notfallsanitäter/in an. Wenn du Menschen mit Behinderung begleiten willst, passt Heilerziehungspfleger/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- deinen Großeltern im Alltag hilfst Einfühlungsvermögen
- im Schulsanitätsdienst Erste Hilfe leistest Ruhe im Notfall
- im Seniorenheim oder in der Gemeinde ehrenamtlich hilfst Soziales Engagement
- Volleyball, Fußball oder Handball im Team spielst Teamgeist
- eine Kinder- oder Jugendgruppe betreust Verantwortung
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 2.000
Betriebe bilden aus
Platz 12 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 4. Betrieb
bildet auch Operationstechnische/r Assistent/in aus.
Jeder 6. bildet auch Anästhesietechnische Assistenz (ATA) aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen470
- Bayern270
- Niedersachsen230
Die meisten Betriebe: Berlin, Hamburg, Region Hannover
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Du hast eine große Auswahl an Arbeitgebern. Hier kannst du arbeiten:
- in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen
- in Alten- und Pflegeheimen und Wohngruppen
- bei ambulanten Pflegediensten
- in Einrichtungen der Kurzzeitpflege
- in Hospizen
- in Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen und in psychiatrischen Einrichtungen
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Anpassungsweiterbildung: Du hältst dein Wissen aktuell, zum Beispiel in Krankenpflege oder Hygiene im Gesundheitsbereich.
- Aufstiegsweiterbildung: Du bildest dich weiter, etwa zum/zur Fachkrankenpfleger/in für klinische Geriatrie, und übernimmst Führungsaufgaben.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du studieren, zum Beispiel Medizinische Assistenz.
- Selbstständigkeit: Du gründest einen eigenen ambulanten Pflege- und Sozialdienst.
Fazit: Pflege mit Herz und Verstand
Als Pflegefachmann/frau bist du ein wichtiger Teil des Gesundheitsteams. Du pflegst Menschen jeden Alters, versorgst sie medizinisch und planst ihre Pflege. Der Beruf verlangt psychische Stabilität, viel Einfühlungsvermögen und Sorgfalt. Früher gab es dafür getrennte Ausbildungen in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege. Seit 2020 ist das eine gemeinsame Ausbildung. Sie dauert in Vollzeit 3 Jahre und verbindet Pflegeschule und Praxis in Krankenhaus oder Pflegeeinrichtung.
Bereit, Verantwortung zu übernehmen? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Medizin, Gesundheit, Pflege.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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