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Ausbildung Präparationstechnische Assistenz
Ausbildung: Proben für die Wissenschaft
Wie sah die Welt früher aus und wie sieht sie heute aus? Wenn dich diese Frage packt, schau dir die Ausbildung zum/zur Präparationstechnischen Assistent/in an. Du präparierst Tiere, Pflanzen, Fossilien und andere Proben. Du konservierst sie, damit sie lange erhalten bleiben. In der Taxidermie fertigst du Modelle, die das Aussehen von Tieren bewahren. Mit deiner Arbeit hilfst du, die Geschichte der Erde und des Lebens besser nachzuvollziehen. Du arbeitest eng mit Wissenschaftler/innen zusammen. Hier erfährst du, was du als Präparationstechnische/r Assistent/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und wo du danach arbeiten kannst.
Auf einen Blick
Präparationstechnische Assistenz auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
In der DDR hieß der Beruf: Facharbeiter/in für zoologische Präparation, Facharbeiter/in für medizinische Sektionstechnik, Präparator/in
Im Alltag sagt man auch: Präparator/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Präparationstechnische/r Assistent/in?
Du arbeitest sorgfältig, genau und mit viel Wissen über Material und Chemie. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Präparieren: Du präparierst Tiere, Pflanzen, Fossilien und andere Proben. So können sie korrekt entnommen und später analysiert werden.
- Konservieren: Du sorgst dafür, dass Präparate lange halten. Dafür setzt du verschiedene chemische Techniken und Materialien ein.
- Dokumentieren: Du hältst genau fest, wie du präpariert hast und welche Eigenschaften die Präparate haben.
- Forschung unterstützen: Du hilfst Wissenschaftler/innen bei der Untersuchung von Proben und trägst so zu neuem Wissen bei.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Deine Arbeit ist wichtig für die Bewahrung und Erforschung von Natur und Geologie. Mit deinen Präparaten erforschen Wissenschaftler/innen die Vielfalt des Lebens und die Geschichte der Erde. So hilfst du zu erklären, wie sich die Welt zu dem geformt hat, was sie heute ist. Mit Modellen heute lebender Tiere bewahrst du auch Wissen über die Gegenwart.
Der Beruf passt zu dir, wenn du dich für Biologie und Geologie interessierst, geduldig bist und gern präzise mit den Händen arbeitest.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Präparationstechnischen Assistent/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre und ist schulisch. Du lernst an einem Berufskolleg. Die genaue Regelung ist je nach Bundesland unterschiedlich.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Präparation: Du wählst Materialien und Werkzeuge aus, präparierst biologische, geologische oder technische Objekte und beachtest dabei die Sicherheitsbestimmungen. Deine Ergebnisse hältst du fest.
- Bearbeitung und Konservierung: Du reinigst und desinfizierst Objekte, konservierst sie mit chemischen oder physikalischen Verfahren und lagerst und transportierst sie richtig.
- Sammlungen und Ausstellungen: Du erfasst und dokumentierst Objekte und pflegst sie. Du lernst, Führungen und Präsentationen in Museen zu halten.
- Forschung: Du unterstützt Wissenschaftler/innen bei Projekten, führst selbst Experimente und Untersuchungen durch und dokumentierst die Ergebnisse.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Präparationstechnische/r Assistent/in?
Was solltest du mitbringen?
- Interesse an Biologie, Chemie und Geologie
- handwerkliches Geschick und eine ruhige Hand
- Geduld und eine sorgfältige Arbeitsweise
- keine Scheu im Umgang mit toten Tieren und Chemikalien
- Teamfähigkeit
- Freude daran, Wissen weiterzugeben
Was verdienst du in der Ausbildung?
Gibt es eine Ausbildungsvergütung?
Die Ausbildung ist schulisch. Deshalb gibt es in der Regel keine Ausbildungsvergütung.
Passt die Ausbildung zum/zur Präparationstechnischen Assistent/in zu dir?
Du willst wissen, was hinter den Dingen steckt? Das spricht für die Ausbildung:
- Wissen schaffen: Deine Präparate aus Tier-, Pflanzen- oder Mineralienmaterial helfen, biologische und historische Abläufe zu verstehen.
- Rätsel lösen: Du stehst immer wieder vor neuen Fragen und klärst sie gemeinsam mit deinen Kolleg/innen.
- Nah an der Forschung: Je nach Spezialisierung arbeitest du an spannenden Themen der Wissenschaft.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Präparationstechnische Assistenz?
Was du als Präparationstechnische Assistenz jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Fossilien und Steine sammelt und beschriftet, im Naturkundemuseum Stunden verbringt oder in der Bio-AG unter dem Mikroskop arbeitet, zeigt Instituten Neugier und eine ruhige Hand. Wer dazu jüngeren Kindern bei einer Führung etwas erklärt, beweist Freude am Weitergeben von Wissen. Wenn dich Modelle von Tieren und Pflanzen reizen, schau dir Biologiemodellmacher/in an. Für Ausstellungen und Sammlungen passt Technische/r Assistent/in naturkundliche Museen.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Fossilien, Steine oder Federn sammelst und beschriftest Sorgfalt
- in der Bio-AG unter dem Mikroskop arbeitest Neugier
- feine Modelle mit ruhiger Hand baust Fingerspitzengefühl
- beim Naturschutzbund oder in der Naturschutzjugend mitmachst Engagement
- Kindern im Museum oder Zeltlager Natur erklärst Kommunikation
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Als Präparationstechnische/r Assistent/in kannst du in ganz unterschiedlichen Einrichtungen arbeiten:
- in Museen
- in Forschungseinrichtungen
- an Universitäten
- bei Naturschutzorganisationen
- in Laboren, wo du Proben entnimmst und vorbereitest
Zu deinem Alltag gehört auch Büroarbeit. Du dokumentierst deine Erkenntnisse und bereitest sie auf.
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Spezialisierung: Du konzentrierst dich auf ein Fachgebiet der Wissenschaft und naturkundlichen Forschung.
- Ruf aufbauen: Mit Erfahrung, besonderen Objekten und Präsentationen deiner Arbeit machst du dir in der Szene einen Namen.
Fazit: Proben für die Wissenschaft
Als Präparationstechnische/r Assistent/in bewahrst du Natur und Geschichte für die Forschung. Mit präzisen Präparaten hilfst du der Wissenschaft, die Natur und die Herkunft unseres Planeten besser zu verstehen. Die Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre und ist schulisch. Danach arbeitest du in Museen, Laboren, an Universitäten oder in Forschungseinrichtungen.
Neugierig geworden? Informiere dich bei Berufskollegs und Berufsfachschulen in deiner Region, wo du die Ausbildung machen kannst.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Medizin, Gesundheit, Pflege.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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