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Ausbildung Produk­ti­ons­fachkraft Chemie

Ausbildung: Chemie im großen Maßstab

Symbolbild: Ausbildung Produktionsfachkraft Chemie

Chemie begeistert dich und du willst sie im großen Stil erleben? Dann ist die Ausbildung zur Produk­ti­ons­fachkraft Chemie vielleicht dein Einstieg. Du stellst Chemikalien in großen Mengen her, die Industrie und Alltag brauchen. Du steuerst und überwachst Produk­ti­ons­anlagen und dosierst Rohstoffe. Du prüfst regelmäßig die Qualität der Produkte. Weil du mit teilweise gefähr­lichen Stoffen arbeitest, hat Sicherheit immer Vorrang. Auch die Wartung der Anlagen gehört zu deinem Job. Dafür brauchst du Verant­wor­tungs­be­wusstsein und Interesse an Chemie und Technik. Hier erfährst du, was du als Produk­ti­ons­fachkraft Chemie machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und wie es danach weitergehen kann.

Auf einen Blick

Produk­ti­ons­fachkraft Chemie auf einen Blick

Dauer2 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr1.147 € bis 1.204 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2005 hieß er Chemie­be­triebs­jung­werker/in.

  1. ab 1949 bis 2005Che­mi­e­be­triebs­jung­wer­ker/in
  2. seit 2005Pro­duk­ti­ons­fach­kraft Chemie

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949.

Was macht eine Produk­ti­ons­fachkraft Chemie?

Du arbeitest in der chemischen Industrie. Dort stellst du Produkte her, die für die Industrie und unser tägliches Leben wichtig sind. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Chemikalien herstellen: Du steuerst und überwachst die Produktion von chemischen Stoffen und Produkten. Dazu gehört das Dosieren von Rohstoffen und Chemikalien.
  • Qualität prüfen: Du führst regelmäßig Qualitätskontrollen durch. So stellst du sicher, dass die Produkte die Standards erfüllen.
  • Arbeitssicherheit: Du befolgst strenge Sicherheitsregeln. So schützt du dich und andere vor Unfällen.
  • Anlagen warten: Du wartest und pflegst Produktionsanlagen und Geräte. Das senkt das Risiko von Unfällen.
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Warum ist der Beruf so wichtig?

Du sorgst dafür, dass chemische Produkte in hoher Qualität und unter sicheren Bedingungen entstehen. Mit deiner Arbeit versorgst du viele Branchen mit Chemikalien. Die Pharma- und die Lebens­mit­tel­in­dustrie sind zum Beispiel darauf angewiesen. Auch bestimmte Werkstoffe und Materialien entstehen erst durch deine Arbeit.

Der Beruf passt zu dir, wenn du dich für Chemie interes­sierst, verant­wor­tungsvoll arbeitest und gern Anlagen und Maschinen bedienst.

Wie läuft die Ausbildung zur Produk­ti­ons­fachkraft Chemie ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung ist dual. Du lernst im Betrieb und in der Berufs­schule. Sie ist anspruchsvoll und setzt chemische Grundkenntnisse voraus.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Anlagen bedienen und überwachen: Du befüllst und entleerst Behälter mit gefährlichen Chemikalien und Gemischen. Du überwachst laufend die Prozessdaten und führst Qualitätskontrollen durch.
  • Chemische Produkte herstellen: Du mischst und trennst Rohstoffe und verbindest sie zu neuen Chemikalien. Du lernst, welche Reaktionen wodurch ausgelöst werden. Außerdem füllst du Produkte ab und lagerst sie.
  • Reinigen und Warten: Du reinigst Behälter und Rohrleitungen fachgerecht und hältst Maschinen und Anlagen instand.
  • Arbeitssicherheit: Du lernst einen bewussten Umgang mit Anlagen und Chemikalien.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Produk­ti­ons­fachkraft Chemie?

Was solltest du mitbringen?

  • chemische Grundkenntnisse
  • Interesse an Chemie und Technik
  • Verantwortungsbewusstsein
  • eine sorgfältige und konzentrierte Arbeitsweise
  • Teamfähigkeit
  • Bereitschaft, Sicherheitsregeln genau einzuhalten

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.147 € bis 1.204 €
2. Ausbildungsjahr 1.222 € bis 1.315 €

Passt die Ausbildung zur Produk­ti­ons­fachkraft Chemie zu dir?

Du willst wissen, wie aus Rohstoffen neue Produkte werden? Das spricht für die Ausbildung:

  • Chemie verstehen: Du lernst, wie chemische Prozesse ablaufen und zusammenwirken.
  • Technik erleben: Du steuerst und überwachst Anlagen und Maschinen.
  • Spannende Reaktionen: Du erlebst hautnah, wie aus Chemikalien zum Beispiel Kosmetik entsteht.
  • Branche in Bewegung: Die chemische Industrie entwickelt sich ständig weiter. Du lernst immer Neues dazu.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Produk­ti­ons­fachkraft Chemie?

Was du als Produk­ti­ons­fachkraft Chemie jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer in der Chemie-AG Versuche nach Anleitung durchführt, Sicher­heits­regeln ernst nimmt und Messwerte sauber notiert, zeigt Betrieben Verant­wortung und Sorgfalt. Wer dazu in der Jugend­feu­erwehr mitmacht oder in einer Mannschaft spielt, beweist Teamgeist und Verläss­lichkeit. Wenn dich die ganze Chemie­pro­duktion reizt, schau dir Chemikant/in an. Für Medikamente passt Pharmakant/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • in der Chemie-AG Versuche nach Anleitung durchführst Chemieinteresse
  • Messwerte und Ergebnisse sauber notierst Sorgfalt
  • in der Jugendfeuerwehr Sicherheitsübungen mitmachst Sicherheitsbewusstsein
  • bei technischen Geräten wissen willst, wie sie laufen Technikverständnis
  • Basketball oder Floorball in der Mannschaft spielst Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 4 · Wie häufig?

    rund 130

    Betriebe bilden aus

    Platz 116 von 340 Berufen.

  • 2 von 4 · Plan B im selben Betrieb

    Jeder 2. Betrieb

    bildet auch Industrie­kaufmann/frau aus.

    Jeder 3. bildet auch Chemikant/in aus.

  • 3 von 4 · Wo?

    • Nordrhein-Westfalen30
    • Baden-Württemberg20
    • Bayern20
  • 4 von 4 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Als Produk­ti­ons­fachkraft Chemie arbeitest du in der chemischen Industrie. Dort gibt es viele Branchen und Nischen, in denen du dich spezia­li­sieren kannst. Deutschland ist in Europa ein wichtiger Chemie­standort mit vielen verschiedenen Arbeit­gebern.

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Spezialisierung: auf eine bestimmte Branche oder Nische der Chemie
  • Fortbildungen: Du lernst neue Technologien und Verfahren kennen.
  • Studium: Du kannst Chemie studieren.

Fazit: Sicher produzieren für Industrie und Alltag

Als Produk­ti­ons­fachkraft Chemie stellst du chemische Produkte sicher und effizient her. Diese Produkte brauchen viele Industrie­zweige und wir alle im Alltag. Du achtest auf Qualität und hältst Sicher­heits­standards ein. Die Ausbildung ist dual. Danach kannst du dich spezia­li­sieren, Fortbil­dungen machen oder Chemie studieren.

Bereit für Chemie? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Produktionsfachkraft Chemie als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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