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Ausbildung Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r
Ausbildung: Recht organisieren
Die Arbeit von Anwält/innen und Notar/innen fasziniert dich? Dann ist die Ausbildung zum/zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten vielleicht genau richtig für dich. Du arbeitest in einer Kanzlei, einem Notariat oder in der Rechtsabteilung eines Unternehmens. Du bist erste Ansprechperson für Mandant/innen und vereinbarst Termine mit Kanzlei und Gericht. Du verwaltest Akten, achtest auf Fristen und recherchierst Gesetze und Urteile. Verträge, Schriftsätze, Testamente und Vollmachten bereitest du vor. So hilfst du Mandant/innen, zu ihrem Recht zu kommen. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und wie es danach weitergehen kann.
Auf einen Blick
Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1987 hieß er Rechtsanwalts- und Notargehilfe/in.
- 1961 bis 1987Rechtsanwalts- und Notargehilfe/
in - seit 1987Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/
r
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r?
Du sorgst dafür, dass Kanzlei, Notariat oder Rechtsabteilung gut laufen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Mandant/innen betreuen: Du bist erste Ansprechperson bei Fragen. Du stimmst Termine zwischen Mandant/innen, Kanzlei und Gericht ab.
- Akten verwalten: Du organisierst Akten und Dokumente so, dass alles schnell zu finden ist. So können Anwält/innen und Notar/innen effizient beraten.
- Recherchieren: Du suchst rechtliche Informationen, frühere Urteile und Gesetzesänderungen heraus und dokumentierst sie.
- Dokumente erstellen: Du bereitest Verträge, Schriftsätze, Testamente und Vollmachten vor. Damit nimmst du Anwält/innen und Notar/innen viel Arbeit ab.
- Termine und Fristen: Du planst Termine und achtest darauf, dass alle Fristen eingehalten werden.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Mit deiner Arbeit sorgst du dafür, dass Anwält/innen und Notar/innen effizient arbeiten und mehr Zeit für ihre Mandant/innen haben. Du hältst die Kommunikation zwischen Kanzlei und Mandant/innen am Laufen. Du führst die Akten sauber und sorgst für rechtliche Dokumente in hoher Qualität. Der juristische Alltag funktioniert nur mit Menschen wie dir.
Der Beruf passt zu dir, wenn du dich für Recht interessierst, gern organisierst und genau arbeitest.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und ist dual. Du lernst in einer Kanzlei und in der Berufsschule.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Aktenführung: Du legst Akten an, verwaltest sie, beantwortest Korrespondenz und hältst Fristen ein.
- Organisation: Du vereinbarst Termine zwischen allen Beteiligten, buchst Unterkünfte für Geschäftsreisen und bereitest Besprechungen vor. Termine und Besprechungen protokollierst du.
- Recherche und Dokumentation: Du recherchierst Rechtsvorschriften und Rechtsprechung. Später setzt du Verträge und andere Dokumente auf und überarbeitest Schriftstücke deiner Kolleg/innen.
- Mandantenservice: Du berätst und betreust Mandant/innen und beantwortest erste Anfragen.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r?
Was solltest du mitbringen?
- Interesse an Recht und Gesetzen
- gute Deutschkenntnisse und ein sicherer Ausdruck
- Organisationstalent
- eine sorgfältige und zuverlässige Arbeitsweise
- Verschwiegenheit
- Freundlichkeit im Umgang mit Menschen
- Teamfähigkeit
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.012 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.115 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.215 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten zu dir?
Du schaust gern Anwaltsserien und willst selbst dabei sein? Das spricht für die Ausbildung:
- Nah am Recht: Du hilfst dabei, die Interessen von Mandant/innen zu wahren und sie vor Gericht zu vertreten.
- Spannende Fälle: Du lernst verschiedene Rechtsgebiete kennen und löst neue Aufgaben im Team.
- Vielseitig einsetzbar: Was du lernst, hilft dir auch, wenn du dich später umorientierst.
- Gute Ideen gefragt: Jura wirkt trocken. Im Alltag sind aber oft kreative Lösungen gefragt.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r?
Was du als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Verein als Schriftführer/in Protokolle schreibt, Gerichtsreportagen spannend findet oder im Debattierclub argumentiert, zeigt Kanzleien Sprachgefühl und Interesse an Recht. Wer dazu als Klassensprecher/in Termine koordiniert und Vertrauliches für sich behält, beweist Organisation und Verlässlichkeit. Wenn dich die Arbeit am Gericht reizt, schau dir Justizfachangestellte/r an. Für Verträge und Urkunden passt Notarfachangestellte/r.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- im Verein als Schriftführer/in Protokolle schreibst Sprachgefühl
- im Debattierclub oder in der Diskussions-AG argumentierst Auftreten
- Gerichtsreportagen oder Rechtsfälle spannend findest Rechtsinteresse
- als Klassensprecher/in Termine koordinierst Organisation
- Freund/innen zuhörst und Geheimnisse für dich behältst Verschwiegenheit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Du kannst in der gesamten Rechtsbranche arbeiten. Hier kannst du arbeiten:
- in Anwaltskanzleien
- in Notariaten
- in Rechtsabteilungen von Unternehmen
- in anderen Branchen, die Menschen mit sicherem Umgang mit Rechtstexten suchen
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Spezialisierung: auf bestimmte Rechtsgebiete, um deine Expertise auszubauen
- Jura-Studium: Für viele ist die Ausbildung der Einstieg, der später zum Studium führt.
Fazit: Organisation für das Recht
Als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r beschäftigst du dich jeden Tag mit rechtlichen Themen. Mit Fachwissen und Organisationstalent hilfst du Anwält/innen und Notar/innen, ihre Mandant/innen gut zu beraten. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezialisieren oder ein Jura-Studium anschließen.
Recht ist dein Ding? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Recht und Steuern.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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