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Ausbildung Schuhfertiger/in

Ausbildung: Damit alle gut zu Fuß sind

Symbolbild: Ausbildung Schuhfertiger/in

Wie wird aus Leder, Stoff und Gummi eigentlich ein fertiger Schuh? Genau das lernst du in der Ausbildung zum/zur Schuhfertiger/in. Du bist Spezialist/in für die industrielle Herstellung von Schuhen. Das reicht von eleganten Pumps über robuste Wander­stiefel bis zu Sneakern. Du arbeitest im Team und bedienst moderne Maschinen. Dabei achtest du darauf, dass jeder Schuh gut aussieht und perfekt passt. Hier erfährst du, was du als Schuhfertiger/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Schuhfertiger/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr1.100 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1978 hieß er Oberle­der­zu­schneider/in.

  1. ab 1949 bis 1978Ober­le­der­zu­schnei­der/in
  2. seit 1978Schuh­fer­ti­ger/in

In der DDR hieß der Beruf: Schuhfach­ar­beiter/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Schuhfertiger/in?

Du stellst Schuhe in großen Mengen her. Dafür brauchst du technisches Verständnis und handwerk­liches Geschick. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Material zuschneiden: Du wählst Leder, Textilien, Kunststoffe oder Gummi aus und schneidest sie nach Schnittmustern zu, mit der Maschine oder von Hand.
  • Schaft fertigen: Du nähst und klebst die Einzelteile zum Oberteil des Schuhs zusammen.
  • Sohle montieren: Du ziehst den Schaft um den Leisten, das nennt man Zwicken. Dann befestigst du Sohle und Absatz durch Kleben, Nähen oder Verschweißen.
  • Qualität prüfen: Du kontrollierst jeden Arbeitsschritt und den fertigen Schuh. Normen und Designvorgaben müssen stimmen.
  • Maschinen bedienen: Du richtest Näh-, Klebe-, Zwicker- und Schleifmaschinen ein, überwachst die Produktion und pflegst die Maschinen.
  • Endbearbeitung: Du polierst, reinigst und verpackst die fertigen Schuhe.
schuh-1

Wo arbeitest du als Schuhfertiger/in?

Du arbeitest meist in den Produk­ti­ons­hallen von Schuhfa­briken oder Manufakturen. Du bist Teil eines Fertigungs­pro­zesses, in dem hochwertige Schuhe in großen Stückzahlen entstehen. Dafür kommt es auf Präzision und gute Abläufe an.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Schuhfertiger/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist ein anerkannter dualer Ausbil­dungsberuf in der Industrie und dauert in der Regel 3 Jahre. Im Betrieb lernst du die Arbeit an den Maschinen. In der Berufs­schule geht es um Materialien, Produk­ti­ons­technik und Qualitäts­ma­nagement.

Das lernst du unter anderem:

  • Materialkunde: Leder, synthetische Materialien, Textilien und Klebstoffe und wie man sie verarbeitet
  • Schuhaufbau: die Bestandteile eines Schuhs und wie sie Schritt für Schritt zusammengefügt werden
  • Maschinen: sicherer Umgang mit Nähmaschinen, Klebeautomaten, Zwicker- und Schleifmaschinen
  • Qualitätsmanagement: Prüfverfahren, Normen und Qualitätssicherung
  • Schnittmuster und Leisten: die Grundlagen für die Schuhproduktion
  • Produktionsplanung: wie Arbeitsabläufe in einer Schuhfabrik organisiert werden

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Schuhfertiger/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
  • technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
  • eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise
  • gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Teamfähigkeit
  • Interesse an Mode und Schuhen

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.100 €
2. Ausbildungsjahr 1.120 €
3. Ausbildungsjahr 1.210 €

Passt die Ausbildung zum/zur Schuhfertiger/in zu dir?

Du arbeitest gern präzise und interes­sierst dich für Schuhe? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Handwerkliches Können: Du arbeitest mit vielen Materialien und Werkzeugen und setzt deine Präzision ein.
  • Abwechslung: Du lernst verschiedene Materialien, Techniken und Designs kennen.
  • Eigene Schuhe: Mit deinem Wissen kannst du Schuhe fertigen, die sonst niemand hat.
  • Eigene Ideen: Vielleicht gründest du später sogar deine eigene Marke.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Schuhfertiger/in?

Was du als Schuhfertiger/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Sneaker customizt, neue Schnür­senkel und Sohlen einsetzt oder an der Nähmaschine kleine Taschen fertigt, zeigt Betrieben Geschick und ein genaues Auge. Wer dazu Sneaker-Releases verfolgt und im Team Basketball spielt, beweist Interesse an Mode und Teamgeist. Wenn dich handge­machte Einzel­stücke reizen, schau dir Maßschuh­macher/in an. Für Schuhe, die Füßen helfen, passt Orthopä­die­schuh­macher/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Sneaker customizt und neu bemalst Kreativität
  • Sohlen kleben oder Schnürsenkel austauschst Geschick
  • an der Nähmaschine kleine Taschen fertigst Genauigkeit
  • Sneaker-Releases und Schuhtrends verfolgst Modeinteresse
  • Basketball oder Volleyball im Team spielst Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 3 · Wie häufig?

    rund 10

    Betriebe bilden aus

    Platz 248 von 340 Berufen.

  • 2 von 3 · Wo?

    • Baden-Württemberg4
    • Bayern4
    • Rheinland-Pfalz2
  • 3 von 3 · Um die Ecke

    Wer bildet bei dir aus?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Die Schuhin­dustrie ist weltweit aufgestellt und braucht Fachkräfte, die moderne Fertigung beherrschen. Hier kannst du arbeiten:

  • in großen und mittleren Schuhfabriken
  • in der Sportartikelindustrie
  • bei Herstellern von Spezialschuhen, zum Beispiel Arbeits- und Sicherheitsschuhen
  • in der Qualitätskontrolle und Produktionsüberwachung
  • in der Prototypenentwicklung

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Industriemeister/in Schuhfertigung: für leitende Aufgaben in der Produktion
  • Techniker/in: in Schuhtechnik oder Ledertechnik, für Planung, Entwicklung oder Qualitätsmanagement
  • Spezialisierung: auf bestimmte Verfahren, Materialien wie High-Tech-Textilien oder Produktgruppen
  • Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du Textil- und Bekleidungstechnik, Modedesign oder Produktionstechnik studieren.

Fazit: Schuhe mit Stil und Technik

Als Schuhfertiger/in bist du Teil der weltweiten Schuhpro­duktion. Du arbeitest mit Maschinen und Materialien und hast ein Auge für Qualität. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Danach kannst du Industrie­meister/in oder Techniker/in werden, dich spezia­li­sieren oder studieren.

Lust auf Schuhe? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Schuhfertiger/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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