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Ausbildung Kaufleute Spedition und Logistik­dienst­leis­tungen

Ausbildung: Waren sicher ans Ziel bringen

Symbolbild: Ausbildung Kaufleute Spedition und Logistikdienstleistungen

Wie kommt eigentlich eine Ware vom Hersteller bis zu dir? Genau das organi­sierst du in der Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Spedition und Logistik­dienst­leistung. Du planst Transporte mit Lkw, Bahn, Schiff oder Flugzeug. Du sorgst dafür, dass Güter pünktlich, sicher und wirtschaftlich ankommen. Dabei hast du Kontakt zu Kund/innen, Fracht­führer/innen, Lagerbe­trieben, Fahrer/innen, Zollstellen und Geschäfts­partner/innen im Ausland. Du planst gern und behältst den Überblick? Dann bist du hier richtig. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Früher hieß dieser Beruf Spediti­ons­kaufmann/frau.

Auf einen Blick

Kaufleute Spedition und Logistik­dienst­leis­tungen auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Industrie und Handel
1. Jahr825 € bis 1.270 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2004 hieß er Spediti­ons­kaufmann/frau.

  1. ab 1949 bis 2004Spe­di­ti­ons­kauf­mann/frau
  2. seit 2004Kaufleute Spedition und Logis­tik­dienst­leis­tun­gen

In der DDR hieß der Beruf: Verkehrs­kaufmann/frau (Schwer­punkte Kraftverkehr, Spedition), Wirtschafts­kaufmann/frau (Schwerpunkt Verkehrswesen)

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was machen Kaufleute für Spedition und Logistik­dienst­leistung?

Dein Alltag dreht sich um Transport, Umschlag, Lagerung und weitere logistische Dienst­leis­tungen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Transporte organisieren: Du planst, wie Waren transportiert werden, zum Beispiel per Straße, Schiene, Luft oder See.
  • Kund/innen beraten: Du klärst, welche Transportlösung passt, erstellst Angebote und beantwortest Fragen.
  • Sendungen überwachen: Du kontrollierst Termine, Lieferwege und Abläufe und greifst bei Verzögerungen ein.
  • Preise kalkulieren: Du berechnest Frachtkosten, Zusatzleistungen, Zölle und andere Kosten.
  • Dokumente bearbeiten: Du erstellst und prüfst Frachtpapiere, Versanddokumente, Rechnungen und Zollunterlagen.
  • Abstimmen: Du sprichst dich mit Transportunternehmen, Lagerbetrieben, Kund/innen und ausländischen Partner/innen ab.
  • Schäden bearbeiten: Wenn etwas beschädigt wird oder schiefläuft, dokumentierst du den Fall und kümmerst dich um die Klärung.
  • Digitale Systeme nutzen: Du arbeitest mit Transportmanagementsystemen, Tabellen und Datenbanken.
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Warum ist der Beruf so wichtig?

Logistik hält Wirtschaft und Alltag am Laufen. Erst gut organi­sierte Transporte bringen Waren rechtzeitig in Geschäfte, Produk­ti­ons­be­triebe und zu Kund/innen. Du arbeitest an dieser wichtigen Schnitt­stelle. Du sitzt selbst am Schreibtisch und planst, steuerst und kontrol­lierst die Abläufe im Hintergrund. Dafür brauchst du Organi­sa­ti­ons­talent, Kommuni­ka­ti­ons­stärke und ein gutes Gefühl für Zahlen.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Spedition und Logistik­dienst­leistung ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Du lernst im Ausbil­dungs­betrieb und in der Berufs­schule. Dort geht es um kaufmän­nische Abläufe, Verkehrs­träger, Logistik­prozesse, Rechnungswesen, Recht, Kommuni­kation sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Transport- und Logistikleistungen planen
  • Angebote einholen, vergleichen und erstellen
  • Kund/innen beraten und betreuen
  • Versand, Umschlag und Lagerung organisieren
  • Fracht- und Begleitpapiere bearbeiten
  • Zoll- und Außenwirtschaftsvorschriften beachten
  • Preise kalkulieren und Rechnungen prüfen
  • Versicherungen und Haftungsfragen berücksichtigen
  • Reklamationen und Schadenmeldungen bearbeiten
  • mit englischsprachigen Dokumenten und Partner/innen umgehen
  • digitale Informations- und Kommunikationssysteme nutzen

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Kaufleute Spedition und Logistik­dienst­leis­tungen?

Was solltest du mitbringen?

  • Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Viele Betriebe erwarten einen mittleren Schulabschluss, Fachabitur oder Abitur.
  • Organisationstalent
  • gute Mathekenntnisse für Kosten, Preise und Kalkulationen
  • Englisch, besonders für internationale Transporte
  • Freude an Kommunikation und eine sorgfältige Arbeitsweise
  • Verantwortungsbewusstsein, denn Fehler können schnell teuer werden
  • Interesse an Wirtschaft, Geografie und Warenströmen

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 825 € bis 1.270 €
2. Ausbildungsjahr 885 € bis 1.335 €
3. Ausbildungsjahr 977 € bis 1.401 €

Passt die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Spedition und Logistik­dienst­leistung zu dir?

Du planst gern, kommuni­zierst viel und behältst auch unter Zeitdruck den Überblick? Das spricht für die Ausbildung:

  • Wichtiger Beruf: Handel, Produktion und Onlinehandel brauchen funktionierende Logistik.
  • Abwechslung: Jeder Auftrag, jede Route und jede Lieferung kann anders sein.
  • Viel Kontakt: Du sprichst mit Kund/innen, Dienstleister/innen und internationalen Partner/innen.
  • Entwicklung: Nach der Ausbildung stehen dir viele Spezialisierungen und Weiterbildungen offen.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistik­dienst­leistung?

Was du als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistik­dienst­leistung jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer die Klassenfahrt mit Zug und Bus plant, Pakete von Onlineshops verfolgt oder beim Vereins­turnier den Zeitplan im Griff hat, zeigt Betrieben Organi­sa­ti­ons­talent und Überblick. Wer dazu Englisch im Austausch übt und die Vereinskasse führt, beweist Sprach­gefühl und Zahlen­gefühl. Wenn dich Seefracht und Häfen reizen, schau dir Schiff­fahrts­kaufleute an. Für die Arbeit direkt im Lager passt Fachkraft Lagerlo­gistik.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Klassenfahrten mit Zug und Bus durchplanst Organisation
  • Pakete und Lieferwege online verfolgst Neugier
  • beim Vereinsturnier den Zeitplan koordinierst Überblick
  • Englisch im Austausch oder mit Brieffreund/innen übst Sprachgefühl
  • die Vereinskasse oder Klassenkasse verwaltest Zahlengefühl

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 4 · Wie häufig?

    rund 1.200

    Betriebe bilden aus

    Platz 20 von 340 Berufen.

  • 2 von 4 · Plan B im selben Betrieb

    Fast jeder 2. Betrieb

    bildet auch Fachkraft Lagerlo­gistik aus.

    Jeder 3. bildet auch Berufs­kraft­fahrer/in aus.

  • 3 von 4 · Wo?

    • Nordrhein-Westfalen300
    • Bayern200
    • Baden-Württemberg170

    Die meisten Betriebe: Hamburg, Bremen, Region Hannover

  • 4 von 4 · Um die Ecke

    Wer bildet bei dir aus?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Nach der Ausbildung planst du Transporte, betreust Kund/innen, arbeitest im Vertrieb oder spezia­li­sierst dich auf bestimmte Verkehrs­träger. Hier kannst du arbeiten:

  • bei Speditionen und Logistikdienstleistern
  • bei Paket- und Expressdiensten
  • in Industrie- und Handelsunternehmen
  • bei Unternehmen der Luft- und Seefracht
  • in Lager- und Umschlagbetrieben
  • bei Güterverkehrsunternehmen

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Fachwirt/in: für Güterverkehr und Logistik, für Logistiksysteme oder als Verkehrsfachwirt/in
  • Betriebswirt/in: mit Schwerpunkt Logistik
  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Zoll, Gefahrgut, Luftfracht, Seefracht oder Supply Chain Management
  • Studium: zum Beispiel Logistikmanagement, Betriebswirtschaft oder Verkehrswirtschaft

Fazit: Organi­sation, die Waren bewegt

Als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistik­dienst­leistung verbindest du Organi­sation, Kommuni­kation und Logistik. Du planst, überwachst und rechnest Transporte ab und bist ein wichtiger Teil der Lieferkette. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezia­li­sieren, Fachwirt/in werden oder studieren.

Bereit, Waren in Bewegung zu bringen? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Transport, Lager, Logistik.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Mögliche Fachrichtungen für diesen Beruf:
  • Linienfahrt
  • Trampfahrt
Vorschau: Berufsprofil Kaufleute Spedition und Logistikdienstleistungen als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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