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Ausbildung Kaufleute Spedition und Logistikdienstleistungen
Ausbildung: Waren sicher ans Ziel bringen
Wie kommt eigentlich eine Ware vom Hersteller bis zu dir? Genau das organisierst du in der Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung. Du planst Transporte mit Lkw, Bahn, Schiff oder Flugzeug. Du sorgst dafür, dass Güter pünktlich, sicher und wirtschaftlich ankommen. Dabei hast du Kontakt zu Kund/innen, Frachtführer/innen, Lagerbetrieben, Fahrer/innen, Zollstellen und Geschäftspartner/innen im Ausland. Du planst gern und behältst den Überblick? Dann bist du hier richtig. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Früher hieß dieser Beruf Speditionskaufmann/frau.
Auf einen Blick
Kaufleute Spedition und Logistikdienstleistungen auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2004 hieß er Speditionskaufmann/frau.
- ab 1949 bis 2004Speditionskaufmann/
frau - seit 2004Kaufleute Spedition und Logistikdienstleistungen
In der DDR hieß der Beruf: Verkehrskaufmann/frau (Schwerpunkte Kraftverkehr, Spedition), Wirtschaftskaufmann/frau (Schwerpunkt Verkehrswesen)
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was machen Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung?
Dein Alltag dreht sich um Transport, Umschlag, Lagerung und weitere logistische Dienstleistungen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Transporte organisieren: Du planst, wie Waren transportiert werden, zum Beispiel per Straße, Schiene, Luft oder See.
- Kund/innen beraten: Du klärst, welche Transportlösung passt, erstellst Angebote und beantwortest Fragen.
- Sendungen überwachen: Du kontrollierst Termine, Lieferwege und Abläufe und greifst bei Verzögerungen ein.
- Preise kalkulieren: Du berechnest Frachtkosten, Zusatzleistungen, Zölle und andere Kosten.
- Dokumente bearbeiten: Du erstellst und prüfst Frachtpapiere, Versanddokumente, Rechnungen und Zollunterlagen.
- Abstimmen: Du sprichst dich mit Transportunternehmen, Lagerbetrieben, Kund/innen und ausländischen Partner/innen ab.
- Schäden bearbeiten: Wenn etwas beschädigt wird oder schiefläuft, dokumentierst du den Fall und kümmerst dich um die Klärung.
- Digitale Systeme nutzen: Du arbeitest mit Transportmanagementsystemen, Tabellen und Datenbanken.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Logistik hält Wirtschaft und Alltag am Laufen. Erst gut organisierte Transporte bringen Waren rechtzeitig in Geschäfte, Produktionsbetriebe und zu Kund/innen. Du arbeitest an dieser wichtigen Schnittstelle. Du sitzt selbst am Schreibtisch und planst, steuerst und kontrollierst die Abläufe im Hintergrund. Dafür brauchst du Organisationstalent, Kommunikationsstärke und ein gutes Gefühl für Zahlen.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Du lernst im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Dort geht es um kaufmännische Abläufe, Verkehrsträger, Logistikprozesse, Rechnungswesen, Recht, Kommunikation sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Transport- und Logistikleistungen planen
- Angebote einholen, vergleichen und erstellen
- Kund/innen beraten und betreuen
- Versand, Umschlag und Lagerung organisieren
- Fracht- und Begleitpapiere bearbeiten
- Zoll- und Außenwirtschaftsvorschriften beachten
- Preise kalkulieren und Rechnungen prüfen
- Versicherungen und Haftungsfragen berücksichtigen
- Reklamationen und Schadenmeldungen bearbeiten
- mit englischsprachigen Dokumenten und Partner/innen umgehen
- digitale Informations- und Kommunikationssysteme nutzen
Welche Voraussetzungen brauchst du als Kaufleute Spedition und Logistikdienstleistungen?
Was solltest du mitbringen?
- Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Viele Betriebe erwarten einen mittleren Schulabschluss, Fachabitur oder Abitur.
- Organisationstalent
- gute Mathekenntnisse für Kosten, Preise und Kalkulationen
- Englisch, besonders für internationale Transporte
- Freude an Kommunikation und eine sorgfältige Arbeitsweise
- Verantwortungsbewusstsein, denn Fehler können schnell teuer werden
- Interesse an Wirtschaft, Geografie und Warenströmen
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 825 € bis 1.270 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 885 € bis 1.335 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 € bis 1.401 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung zu dir?
Du planst gern, kommunizierst viel und behältst auch unter Zeitdruck den Überblick? Das spricht für die Ausbildung:
- Wichtiger Beruf: Handel, Produktion und Onlinehandel brauchen funktionierende Logistik.
- Abwechslung: Jeder Auftrag, jede Route und jede Lieferung kann anders sein.
- Viel Kontakt: Du sprichst mit Kund/innen, Dienstleister/innen und internationalen Partner/innen.
- Entwicklung: Nach der Ausbildung stehen dir viele Spezialisierungen und Weiterbildungen offen.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung?
Was du als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer die Klassenfahrt mit Zug und Bus plant, Pakete von Onlineshops verfolgt oder beim Vereinsturnier den Zeitplan im Griff hat, zeigt Betrieben Organisationstalent und Überblick. Wer dazu Englisch im Austausch übt und die Vereinskasse führt, beweist Sprachgefühl und Zahlengefühl. Wenn dich Seefracht und Häfen reizen, schau dir Schifffahrtskaufleute an. Für die Arbeit direkt im Lager passt Fachkraft Lagerlogistik.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Klassenfahrten mit Zug und Bus durchplanst Organisation
- Pakete und Lieferwege online verfolgst Neugier
- beim Vereinsturnier den Zeitplan koordinierst Überblick
- Englisch im Austausch oder mit Brieffreund/innen übst Sprachgefühl
- die Vereinskasse oder Klassenkasse verwaltest Zahlengefühl
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 1.200
Betriebe bilden aus
Platz 20 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 2. Betrieb
bildet auch Fachkraft Lagerlogistik aus.
Jeder 3. bildet auch Berufskraftfahrer/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen300
- Bayern200
- Baden-Württemberg170
Die meisten Betriebe: Hamburg, Bremen, Region Hannover
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Nach der Ausbildung planst du Transporte, betreust Kund/innen, arbeitest im Vertrieb oder spezialisierst dich auf bestimmte Verkehrsträger. Hier kannst du arbeiten:
- bei Speditionen und Logistikdienstleistern
- bei Paket- und Expressdiensten
- in Industrie- und Handelsunternehmen
- bei Unternehmen der Luft- und Seefracht
- in Lager- und Umschlagbetrieben
- bei Güterverkehrsunternehmen
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Fachwirt/in: für Güterverkehr und Logistik, für Logistiksysteme oder als Verkehrsfachwirt/in
- Betriebswirt/in: mit Schwerpunkt Logistik
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Zoll, Gefahrgut, Luftfracht, Seefracht oder Supply Chain Management
- Studium: zum Beispiel Logistikmanagement, Betriebswirtschaft oder Verkehrswirtschaft
Fazit: Organisation, die Waren bewegt
Als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung verbindest du Organisation, Kommunikation und Logistik. Du planst, überwachst und rechnest Transporte ab und bist ein wichtiger Teil der Lieferkette. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezialisieren, Fachwirt/in werden oder studieren.
Bereit, Waren in Bewegung zu bringen? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Transport, Lager, Logistik.
- Linienfahrt
- Trampfahrt
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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