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Ausbildung Steuerfachangestellte/r
Ausbildung: Steuern verstehen, Menschen beraten
Zahlen machen dir Spaß und du willst wissen, wie Steuern wirklich funktionieren? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten genauer an. Du unterstützt Unternehmen und Privatpersonen bei steuerlichen und finanziellen Fragen. Du bereitest Steuererklärungen vor, führst Buchhaltungen und prüfst Bescheide vom Finanzamt. Dabei arbeitest du fast komplett digital. Du sorgst dafür, dass in der Welt der Steuern alles mit rechten Dingen zugeht. Deine Mandant/innen zahlen so viel Steuern, wie sie gesetzlich müssen, und keinen Euro mehr. Hier erfährst du, was du als Steuerfachangestellte/r lernst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Steuerfachangestellte/r auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1996 hieß er Fachgehilfe/in in steuer- und wirtschaftsberatenden Berufen.
- 1978 bis 1996Fachgehilfe/
in in steuer- und wirtschaftsberatenden Berufen - seit 1996Steuerfachangestellte/
r
In der DDR hieß der Beruf: Finanzkaufmann/frau (Schwerpunkt Steuern und Abgaben), Finanzbearbeiter/in
Im Alltag sagt man auch: Steuerfachkraft (m/w), Steuerfachgehilfe/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Steuerfachangestellte/r?
Seit der Neuordnung 2023 ist die Ausbildung klar auf die digitale Kanzlei ausgerichtet. Das sind deine Kernbereiche:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Digitale Steuerberatung und Kommunikation: Du kommunizierst digital mit Mandant/innen und Finanzbehörden. Du tauschst Daten über sichere Schnittstellen aus, zum Beispiel über Unternehmen online. Außerdem bereitest du Beratungsgespräche vor.
- Finanz- und Entgeltabrechnung: Du führst Buchhaltungen digital und erfasst Geschäftsvorfälle. Du erstellst Lohn- und Gehaltsabrechnungen und berücksichtigst dabei Sozialversicherung und Arbeitsrecht.
- Steuererklärungen und Bescheidprüfung: Du bereitest Einkommensteuer-, Umsatzsteuer- und Gewerbesteuererklärungen vor. Du prüfst die Bescheide des Finanzamts und legst im Zweifel Einspruch ein.
- Prozessmanagement: Du organisierst Abläufe in der Kanzlei, achtest auf Datenschutz nach DSGVO und unterstützt bei der Geldwäscheprävention.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Steuern betreffen jedes Unternehmen und fast jeden Menschen. Dein Fachwissen ist deshalb in vielen Branchen gefragt.
- Sicherer Beruf: Steuern gibt es immer. Das macht dich zu einer gefragten Fachkraft.
- Digitales Arbeiten: Du arbeitest mit moderner Software und gestaltest die Digitalisierung in der Kanzlei mit.
- Sinnvolle Arbeit: Du hilfst Menschen und Unternehmen, rechtssicher zu handeln und Steuervorteile zu nutzen.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Du lernst in der Kanzlei und in der Berufsschule. Mit passender Vorbildung wie dem Abitur oder mit guten Leistungen kannst du auf 2,5 oder 2 Jahre verkürzen.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Arbeits- und Kanzleiprozesse digital organisieren
- umsatzsteuerliche Sachverhalte bearbeiten
- Einkünfte aus Gewerbebetrieb und Vermietung ermitteln
- Jahresabschlüsse nach Handels- und Steuerrecht vorbereiten
So wirst du geprüft:
- Schriftlich: in den Bereichen Sachverhalte steuerrechtlich beurteilen, Finanzbuchhaltung, Entgeltabrechnung und Jahresabschluss sowie Wirtschafts- und Sozialkunde
- Mündlich: im Bereich Mandantenorientierte Sachbearbeitung. Hier führst du ein simuliertes Beratungsgespräch.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Steuerfachangestellte/r?
Was solltest du mitbringen?
- Freude an Zahlen und Genauigkeit
- Interesse an Steuern, Recht und Wirtschaft
- Spaß an der Arbeit mit Software
- Verschwiegenheit und Zuverlässigkeit
- Lust, Menschen zu beraten und ihnen zu helfen
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.000 € bis 1.400 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.100 € bis 1.450 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.200 € bis 1.500 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten zu dir?
Du arbeitest gern mit Zahlen und willst Menschen helfen? Dann spricht viel für diese Ausbildung:
- Wissen für dich selbst: Du erstellst Steuererklärungen und berätst Mandant/innen. Dieses Wissen hilft dir auch bei deiner eigenen Steuererklärung.
- Abwechslung: Du lernst verschiedene Bereiche des Steuerrechts kennen und löst immer wieder neue Aufgaben.
- Gute Chancen: Du kannst dich später auch selbstständig machen.
- Echte Erfolge: Du arbeitest dich durch ein komplexes System. Jede gelöste Aufgabe fühlt sich gut an.
Du interessierst dich eher für Recht als für Steuern? Dann sind Rechtsanwaltsfachangestellte/r und Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r gute Alternativen für dich.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Steuerfachangestellte/r?
Was du als Steuerfachangestellte/r jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer die Kasse im Sportverein mitführt, sein Taschengeld in einer App plant oder Mitschüler/innen in Mathe Nachhilfe gibt, zeigt Kanzleien Zahlengefühl und Zuverlässigkeit. Wer dabei Vertrauliches für sich behält, beweist genau die Verschwiegenheit, die Mandant/innen erwarten. Wenn dich eher Recht als Zahlen reizt, schau dir Rechtsanwaltsfachangestellte/r an. Mit Notariat dazu passt Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- die Vereinskasse oder Klassenkasse mitführst Zahlengefühl
- dein Taschengeld in einer Tabelle oder App planst Genauigkeit
- Jüngeren Nachhilfe in Mathe gibst Geduld
- am Laptop gern mit neuen Programmen arbeitest Digitale Fitness
- im Ehrenamt Aufgaben übernimmst, auf die andere zählen Zuverlässigkeit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein und Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke. Welche Ausbildung passt zu mir? Frag Ecki
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Nach der Ausbildung stehen dir viele Wirtschaftsbereiche offen. Hier kannst du arbeiten:
- in Steuerkanzleien
- in Buchhaltungsabteilungen großer Unternehmen
- bei Wirtschaftsprüfer/innen
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Spezialisierung: als Fachassistent/in Lohn und Gehalt, Fachassistent/in Rechnungswesen und Controlling oder Fachassistent/in für Digitalisierung
- Steuerfachwirt/in: Nach 3 Jahren Berufspraxis ist das die erste große Aufstiegsfortbildung.
- Steuerberater/in: Auch ohne Studium kannst du das staatliche Steuerberater-Examen ablegen. Dafür brauchst du 6 Jahre Berufspraxis, als Steuerfachwirt/in weniger. Danach kannst du eine eigene Kanzlei eröffnen.
- Studium: Mit Abitur und passenden Noten kannst du Steuerrecht studieren.
Fazit: Beraten mit Zahlen und Köpfchen
Als Steuerfachangestellte/r hilfst du Unternehmen und Privatpersonen, ihre Steuern richtig zu zahlen. Du arbeitest digital, berätst Mandant/innen und kennst dich mit Buchhaltung und Steuerrecht aus. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezialisieren, Steuerfachwirt/in werden oder später sogar Steuerberater/in.
Lust auf Zahlen und Beratung? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Kaufmännische Berufe.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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