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Ausbildung Werkstoffprüfer/in
Ausbildung: Hält das Material, was es verspricht?
Du liebst Genauigkeit und übernimmst gern Verantwortung? Dann ist die Ausbildung zum/zur Werkstoffprüfer/in vielleicht genau das Richtige für dich. Du prüfst Werkstoffe mit Maschinen, Mikroskopen und Messgeräten auf Qualität und Eignung. Dank deiner Arbeit werden Brücken, Häuser und Maschinen nach den Vorgaben gebaut. Du findest Fehler, bevor sie gefährlich werden. Und wenn doch etwas bricht, suchst du die Ursache. Hier erfährst du, was du als Werkstoffprüfer/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Werkstoffprüfer/in auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 1996 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 2 Berufen wurde einer.
- ab 1949 bis 1996Werkstoffprüfer/
in - ab 1949 bis 1996Universalhärter/
in - seit 1996Werkstoffprüfer/
in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Werkstoffprüfer/in?
Du prüfst Werkstoffe mit verschiedenen Verfahren auf ihre Tauglichkeit. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Materialtests: Du führst physikalische, chemische und mechanische Tests durch. So findest du zum Beispiel heraus, ob ein Beton für eine Brücke geeignet ist.
- Auswertung: Du wertest die Ergebnisse nach geltenden Standards aus. Bauherren, Konstrukteur/innen und Architekt/innen erfahren von dir, ob und wie es weitergehen kann.
- Prüfmittel: Du arbeitest mit Mikroskopen, Zugprüfmaschinen und Röntgengeräten.
- Dokumentation: Du schreibst genaue Prüfberichte und Protokolle. So ist immer klar, welches Material die Standards erfüllt.
- Qualitätssicherung: Du hilfst, Produktionsprozesse zu verbessern.
- Beratung: Du berätst Hersteller und Ingenieur/innen bei der Wahl passender Materialien.
- Metalltechnik: Mit Metallografie bestimmst du Härte, Sprödigkeit und Verformbarkeit von Metallen.
- Kunststofftechnik: Du untersuchst Kunststoffe auf ihre Eigenschaften und auf Umweltschutzvorgaben.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Brücken, Kräne und Häuser sollen viele Jahre halten. Erfüllen die Werkstoffe die Anforderungen nicht, drohen große Sicherheitsrisiken. Deshalb ist die Werkstoffprüfung Pflicht. Du sorgst für Sicherheit im Automobilbau, in der Luft- und Raumfahrt, im Maschinenbau und im Bauwesen. Du stellst fest, welches Material welche Belastung wie lange aushält. Im Schadensfall findest du die Ursache. So hilfst du, Fehler künftig zu vermeiden.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Werkstoffprüfer/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und ist dual. Du lernst im Betrieb und in der Berufsschule. Dort baust du unter anderem dein Wissen in Chemie aus.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Werkstoffprüfung: Du prüfst Metalle, Beton und Holz mit Zugversuchen, Druckversuchen und Härteprüfungen. Du bestimmst Festigkeit und Zusammensetzung, wertest aus und schreibst Prüfberichte. Außerdem lernst du, Kund/innen bei der Wahl von Werkstoffen zu beraten.
- Schadensanalyse: Du untersuchst Schäden an Proben und Bauteilen, bewertest sie und suchst die Ursache. Du erstellst Schadensgutachten und entwickelst Lösungen gegen Folgeschäden.
- Metallografie: Mit Licht- und Rasterelektronenmikroskopie untersuchst du die Mikrostruktur von Proben. Du lernst, metallografische Schliffe und Gefügeatlanten zu lesen und selbst zu erstellen.
- Weiteres Wissen: Prüfverfahren und Prüfgeräte, Herstellungsverfahren, Schadensbilder und ihre Ursachen, Wärmebehandlung und die Prüfung von Kunststoffen
Dir gefällt die Prüfarbeit, aber Werkstoffe sind nicht ganz dein Ding? Dann schau dir die Berufe Baustoffprüfer/in, Stoffprüfer/in für Chemie, Edelmetallprüfer/in oder Produktprüfer/in für Textil an.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Werkstoffprüfer/in?
Was solltest du mitbringen?
- Interesse an Materialkunde, Chemie und Technik
- Spaß an genauem Arbeiten
- Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
- logisches Denken
- Teamfähigkeit
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 928 € bis 1.373 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 978 € bis 1.408 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.044 € bis 1.489 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.115 € bis 1.563 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Werkstoffprüfer/in zu dir?
Du willst genau wissen, woraus die Dinge bestehen? Das spricht für die Ausbildung:
- Materialkunde: Du untersuchst Werkstoffe und prüfst, ob sie die Anforderungen erfüllen.
- Abwechslung: Du lernst zerstörende und zerstörungsfreie Prüfverfahren kennen und arbeitest mit vielen Werkstoffen.
- Verantwortung: Du sorgst für die Qualität von Produkten und damit für Sicherheit.
- Viele Branchen: Deine Kenntnisse sind in vielen Industriezweigen gefragt.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Werkstoffprüfer/in?
Was du als Werkstoffprüfer/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer aus Spaghetti eine Brücke baut und testet, wie viel sie trägt, am Mikroskop genau hinschaut oder Versuchsprotokolle sauber schreibt, zeigt Betrieben logisches Denken und Sorgfalt. Wer bei Jugend forscht mitmacht oder im Schachverein spielt, beweist dazu Ausdauer beim Tüfteln. Wenn dich Beton und Asphalt reizen, schau dir Baustoffprüfer/in an. Für Metalle unter dem Mikroskop passt Technische/r Assistent/in Metallografie.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- aus Spaghetti oder Papier Brücken baust und testest Neugier
- herausfinden willst, warum etwas kaputtgegangen ist Logisches Denken
- Versuchsprotokolle sauber und vollständig schreibst Sorgfalt
- bei Jugend forscht oder in der Physik-AG mitmachst Engagement
- im Schachverein Partien analysierst Konzentration
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 200
Betriebe bilden aus
Platz 90 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 2. Betrieb
bildet auch Industriemechaniker/in aus.
Jeder 2. bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen70
- Baden-Württemberg30
- Sachsen30
Die meisten Betriebe: Märkischer Kreis, Kreis Siegen-Wittgenstein, Kreis Unna
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Qualität von Werkstoffen ist in vielen Branchen wichtig. Hier kannst du arbeiten:
- bei Metallproduzenten
- in Betonwerken
- in Chemieunternehmen
- in Prüflaboren und spezialisierten Prüfbetrieben
- in der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der Bauindustrie und der Medizintechnik
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Techniker/in: Du gehst noch einmal zur Schule und übernimmst danach anspruchsvollere Aufgaben.
- Meister/in: Du übernimmst Führung und Verantwortung.
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Umweltschutzbestimmungen
Fazit: Qualität, auf die man sich verlassen kann
Als Werkstoffprüfer/in sorgst du dafür, dass Materialien und Produkte die Qualitätsstandards erfüllen. Dein Wissen macht Produkte in vielen Branchen sicher und zuverlässig. Du arbeitest genau, kennst komplexe Prüfverfahren und kannst die Ergebnisse deuten. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und ist dual.
Bereit für den Härtetest? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Ala Werkstoffprüfer kannst du dich in verschiedenen Fachrichtungen spezialisieren und somit nicht nur dein Gehalt erhöhen, sondern auch deinen Beruf zukunftssicherer machen:
- Kunststofftechnik
- Metalltechnik
- Systemtechnik
- Wärmebehandlungstechnik
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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