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Ausbildung Stuckateur/in

Ausbildung: Handwerk, das Häusern Charakter gibt

Symbolbild: Ausbildung Stuckateur/in

Du magst den Look alter, prunkvoller Gebäude? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Stuckateur/in an. Du verputzt Fassaden, verzierst Innenräume und Außenwände und fertigst Stuckelemente. Dabei verbindest du traditio­nelles Handwerk mit moderner Technik. Du brauchst ein Auge fürs Detail, handwerk­liches Geschick und solltest schwin­delfrei sein. Seit August 2026 ist der Beruf neu geordnet. Themen wie Klimaschutz, Nachhal­tigkeit, Digita­li­sierung und Sanierung im Bestand gehören jetzt fest zur Ausbildung. Hier erfährst du, was du als Stuckateur/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Stuckateur/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Handwerk und Bau
1. Jahr1.122 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

In der DDR hieß der Beruf: Kunstformer/in Gips, Ausbau­fach­ar­beiter/in (Schwerpunkt Stuckar­beiten), Baufach­ar­beiter/in (Schwerpunkt Putzen)

Im Alltag sagt man auch: Gipser/in, Putzer/in, Verputzer/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Stuckateur/in?

Dich erwartet viel mehr als Fassaden verputzen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Gipsarbeiten: Du verarbeitest Gips zu Stuckdecken, Rosetten, Säulen und Wandverzierungen. Dafür brauchst du Fingerspitzengefühl und ein gutes Augenmaß.
  • Trockenbau: Du baust Trennwände, Deckenverkleidungen und Dämmungen ein. Erst danach folgen die Gipsarbeiten.
  • Putzarbeiten: Du trägst innen und außen verschiedene Putze auf. Manche Kund/innen wollen eine raue Oberfläche, andere eine ganz glatte.
  • Fassadengestaltung: Du bringst dekorative Elemente an Fassaden an. So bekommt ein Haus seinen eigenen Charakter.
stuck-1

Warum ist der Beruf so wichtig?

Viele neue Häuser sehen sich ähnlich. Fassaden wirken oft schlicht und ohne Charakter. Als Stuckateur/in änderst du das. Du verzierst Fassaden, bis sie wie ein Kunstwerk aussehen. In Innenräumen gestaltest du Decken und übernimmst Trocken­bau­ar­beiten. Räume werden dadurch wohnlicher und bekommen einen eleganten Touch.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Stuckateur/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual. Du lernst im Ausbil­dungs­betrieb und in der Berufs­schule. Du lernst viele handwerkliche Techniken und worauf es im Trockenbau ankommt.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Verputzen: Du lernst Materialien und Werkzeuge kennen und bereitest Untergründe vor. Dann trägst du Putz auf. Dabei kommt es auf die Technik mit der Kelle und die richtige Konsistenz an.
  • Stuckelemente herstellen: Du planst Elemente vorab und fertigst sie mit Maschinen und Werkzeugen. Auf der Baustelle montierst du sie an Wänden und Decken.
  • Reparatur und Restaurierung: An alten Häusern behebst du Schäden an Fassaden, Decken und Stuck. Du tauschst beschädigte Stuckelemente aus.
  • Entwurf und Gestaltung: Du entwirfst neue Muster und bringst Gips in die passende Form.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Stuckateur/in?

Was solltest du mitbringen?

  • handwerkliches Geschick und Fingerspitzengefühl
  • ein Auge fürs Detail und Sinn für Ästhetik
  • Schwindelfreiheit
  • körperliche Fitness
  • Kreativität und räumliches Vorstellungsvermögen
  • Teamfähigkeit

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.122 €
2. Ausbildungsjahr 1.351 €
3. Ausbildungsjahr 1.610 €

Passt die Ausbildung zum/zur Stuckateur/in zu dir?

Schöne Fassaden sind dir wichtig und du willst noch mehr Gründe? Das spricht für die Ausbildung:

  • Technik und Kunst: Du verbindest technisches Geschick mit künstlerischem Gespür. Deine Fähigkeiten kannst du sogar in der Gipsbildhauerei einsetzen, beruflich oder als Hobby.
  • Abwechslung: Jede Baustelle ist anders. Die Wünsche deiner Kund/innen fordern dich immer wieder neu heraus.
  • Bleibende Werte: Was du schaffst, überzeugt oft noch nach Jahrzehnten.

Die Ausbildung passt doch nicht ganz? Dann informiere dich über Berufe wie Fassaden­monteur/in, Glaser/in in der Fachrichtung Fenster- und Glasfas­sa­denbau oder Trocken­bau­monteur/in.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen dazu?

Was du als Stuckateur/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer mit Ton oder Modelliermasse Figuren formt, beim Renovieren zu Hause Wände spachtelt oder in der Kletterhalle sicher nach oben kommt, zeigt Betrieben Finger­spit­zen­gefühl, Kreativität und Schwin­del­freiheit. Das Bühnenbild für die Theater-AG zu bauen, beweist dazu Teamgeist. Wenn dich Wände und Decken im Innenausbau reizen, schau dir Trocken­bau­monteur/in an. Für moderne Fassaden passt Fassaden­monteur/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • mit Ton, Gips oder Modelliermasse Figuren formst Fingerspitzengefühl
  • beim Renovieren zu Hause Wände spachtelst Geschick
  • Ornamente und Muster zeichnest Kreativität
  • in der Kletterhalle oder im Kletterwald unterwegs bist Schwindelfreiheit
  • in der Theater-AG Bühnenbilder baust Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo bilden Betriebe Stuckateur/in aus?

  • 1 von 2 · Wie häufig?

    rund 190

    Betriebe bilden aus

    Platz 130 von 349 Berufen.

  • 2 von 2 · Plan B im selben Betrieb

    Fast jeder 4. Betrieb

    bildet auch Maler/in und Lackierer/in aus.

Alle Bundes­länder mit Kreisen und Bezirken. Antippen zeigt, wo es um die Ecke Betriebe gibt.

  1. 1Baden-Württemberg120
  2. 2Bayern20
  3. 3Nordrhein-Westfalen10
  4. 4Rheinland-Pfalz10
  5. 5Sachsen9

    In Sachsen kennen wir 9 Betriebe, die Stuckateur/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 139 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Sachsen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  6. 6Saarland8

    In Saarland kennen wir 8 Betriebe, die Stuckateur/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 53 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Saarland: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  7. 7Brandenburg3

    In Brandenburg kennen wir 3 Betriebe, die Stuckateur/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 159 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Brandenburg: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  8. 8Hessen2

    In Hessen kennen wir 2 Betriebe, die Stuckateur/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 208 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Hessen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  9. 9Berlin1

    In Berlin kennen wir 1 Betrieb, die Stuckateur/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 174 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Berlin: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  10. 10Niedersachsen1

    In Nieder­sachsen kennen wir 1 Betrieb, die Stuckateur/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 244 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Nieder­sachsen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

Gezählt sind aktuell die Betriebe, die wir auf dein-ausbil­dungsplatz.de mit diesem Beruf kennen. Es können mehr sein. Platz = Rang des Berufs unter allen Ausbil­dungs­berufen in der Region, nach Zahl der Betriebe.

  • Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Nach der Ausbildung bist du Geselle oder Gesellin. Jetzt sammelst du Erfahrung und entscheidest, wohin die Reise geht. Du kannst als Geselle/Gesellin weiter­ar­beiten oder dich weiter­bilden.

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Ausbaumanager/in: für Planung und Organisation im Ausbau
  • Meister/in: Du übernimmst Verantwortung und bildest Nachwuchs aus.
  • Studium: für eine Karriere mit mehr Theorie und Planung

Mit jeder Weiter­bildung steigen deine Chancen auf ein höheres Gehalt.

Fazit: Kunst an Wand und Decke

Als Stuckateur/in schaffst du mit deinen Händen etwas, das noch in Jahrzehnten überzeugt. Du verputzt, baust Trockenbau und verzierst Räume und Fassaden mit Stuck. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in werden, dich weiter­bilden oder studieren.

Du willst Häusern Charakter geben? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 04.11.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Stuckateur/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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