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Ausbildung Technische/r Konfektionär/in
Ausbildung: Textilien, die richtig was aushalten
Du willst nähen, aber lieber Textilien, die es richtig in sich haben? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Technischen Konfektionär/in an. Mit dem passenden Gerät nähst, schweißt und klebst du zum Beispiel Planen für LKW. Du fertigst Zelte, Markisen und Schutzkleidung. Du entwirfst Schnittmuster und prüfst die Qualität deiner Produkte. Wenn Kund/innen beschädigte Textilien bringen, reparierst du sie. Dabei gehst du sparsam mit Material um. Hier erfährst du, was du als Technische/r Konfektionär/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Technische/r Konfektionär/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 1997 heißt er so wie heute.
- ab 1949 bis 1981Zeltmacher/
in - 1981 bis 1997Kunststoff- und Schwergewebekonfektionär/
in - seit 1997Technische/
r Konfektionär/ in
In der DDR hieß der Beruf: Facharbeiter/in für Textiltechnik (Konfektionierung textiler Flächen)
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Technische/r Konfektionär/in?
Du entwirfst, schneidest, klebst und schweißt Textilien wie Planen, Markisen oder Kleidung. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Schnittmuster entwickeln: Du erstellst Schnittmuster für Bekleidung, Heimtextilien oder technische Textilien nach Designvorgaben. Du fertigst Zeichnungen an, nach denen in der Werkhalle produziert wird.
- Zuschnitt: Du schneidest Stoffe präzise zu und achtest auf den Materialverbrauch. Oft entstehen große Stückzahlen, zum Beispiel von Zelten oder LKW-Planen.
- Nähen und Montage: Du verbindest die Teile mit Nähmaschinen. Für Kunststoffe setzt du andere Maschinen ein.
- Qualitätskontrolle: Du prüfst die fertigen Produkte, reparierst sie oder passt sie an.
- Umweltschutz: Du verschwendest wenig Stoff und nutzt umweltverträgliche Materialien und Kleber. Deine Produkte sollen lange halten.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Technische Konfektionär/innen stellen Zelte, LKW-Planen und große Werbeplakate her. Auch Alltagsgegenstände wie Taschen und Kleidung gehören dazu. Durch ihre Arbeit entstehen große Textilien in hoher Qualität und in großen Mengen. Du bist ein wichtiger Teil der Textilindustrie. Und du sorgst dafür, dass abgedeckt ist, was abgedeckt werden soll.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Technischen Konfektionär/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Du lernst im Betrieb und in der Berufsschule.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Technische Textilien herstellen: Im ersten Ausbildungsjahr lernst du, Stoffe und Folien zu nähen oder zu verkleben. Du lernst den Umgang mit Textilien, Nähmaschinen und Klebstoffen. Du weißt, wie welcher Stoff verarbeitet wird, damit die Verbindung hält.
- Montage und Prüfung: Du stellst Textilien mit besonderen Formen her. Vor dem Verkauf prüfst du die Passform und besserst Fehler aus.
- Wartung und Reparatur: Du begutachtest Schäden an Textilien von Kund/innen und reparierst sie. Ist der Schaden zu groß, muss Ersatz her.
- Schnittmuster anfertigen: Du erstellst individuelle Schnittmuster und arbeitest dabei sparsam mit Material.
Zur Hälfte der Ausbildung legst du eine Zwischenprüfung ab. Am Ende steht die Abschlussprüfung. Dort fertigst du ein Prüfstück an und schreibst eine schriftliche Prüfung.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Technische/r Konfektionär/in?
Was solltest du mitbringen?
- Interesse an textilen Werkstoffen
- Spaß an der Arbeit mit Maschinen
- handwerkliches Geschick und Genauigkeit
- räumliches Vorstellungsvermögen für Schnittmuster
- Sorgfalt und Ausdauer
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.225 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.296 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.380 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Technischen Konfektionär/in zu dir?
Du interessierst dich für Textilien und arbeitest gern mit Maschinen? Das spricht für die Ausbildung:
- Vielseitig: Du lernst die Herstellung von Kleidung, Schutzkleidung und technischen Textilien wie Markisen und Zelten kennen.
- Sinnvolle Produkte: Deine Textilien fördern die Arbeitssicherheit und machen das Leben bequemer.
- Gute Aussichten: In Betrieben mit maßgefertigten Produkten hast du gute Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz.
- Tiefes Fachwissen: Du arbeitest dich tief in die Welt der Textilien ein.
Du suchst eine Alternative? Schau dir die Ausbildung zum/zur Maßschneider/in an. Oder du gehst in eine ganz andere Richtung, zum Beispiel mit einer der Design-Ausbildungen.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Technische/r Konfektionär/in?
Was du als Technische/r Konfektionär/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer an der Nähmaschine Taschen näht, das Zelt fürs Pfadfinderlager flickt oder nach Schnittmuster genau zuschneidet, zeigt Betrieben Geschick, Genauigkeit und Ausdauer. Wer im Zeltlager beim Aufbau mit anpackt, beweist dazu, dass du im Team zuverlässig bist. Wenn dich eher Kleidung nach Maß reizt, schau dir Maßschneider/in an. Für Segel und Planen rund ums Boot passt Segelmacher/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- an der Nähmaschine Taschen oder Beutel nähst Geschick
- nach Schnittmuster genau zuschneidest Genauigkeit
- Rucksäcke, Zelte oder Jacken flickst Ausdauer
- bei den Pfadfinder/innen Zelte mit aufbaust Teamgeist
- aus alten Stoffen etwas Neues machst Kreativität
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 40
Betriebe bilden aus
Platz 190 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 3. Betrieb
bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
Jeder 5. bildet auch Fachkraft Lagerlogistik aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen9
- Sachsen9
- Bayern4
Die meisten Betriebe: Landkreis Bautzen, Landkreis Görlitz, Flensburg
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Nach der Abschlussprüfung startest du ins Berufsleben. Du stellst textile Produkte her und kannst dich spezialisieren. Vielleicht liegen dir große Textilien, vielleicht besonders belastbare Produkte. Auch Kleidung ist möglich.
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Industriemeister/in: Du übernimmst Verantwortung in der Produktion.
- Techniker/in: für Aufgaben in Planung und Technik
- Studium: Mit passendem Zeugnis kannst du studieren.
- Eigenes Unternehmen: Mit deinem Fachwissen machst du dich selbstständig.
Fazit: Starke Stoffe aus deiner Hand
Als Technische/r Konfektionär/in stellst du Kleidung und Textilprodukte her, die großen Belastungen standhalten. Du reparierst Nutztextilien und trägst so zur Nachhaltigkeit bei. Mit deinem Können entstehen hochwertige und funktionale Produkte. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Industriemeister/in oder Techniker/in werden.
Lust auf starke Stoffe? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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