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Ausbildung Thermo­me­ter­macher/in

Ausbildung: Heiß und kalt, immer im Blick

Symbolbild: Ausbildung Thermometermacher/in

Heiß oder kalt? Du willst es ganz genau wissen? Dann interessiert dich vielleicht die Ausbildung zum/zur Thermo­me­ter­macher/in. Du lernst die Welt der Tempera­tur­mess­technik kennen. Du baust Messin­strumente, mit denen man Körper- und Raumtem­pe­raturen misst. Andere Geräte messen sogar extreme Temperaturen. Du arbeitest mit Glas, Flamme und feinen Skalen. Der Beruf bietet dir zwei Fachrich­tungen, auf die du dich spezia­li­sieren kannst. Hier erfährst du, was du als Thermo­me­ter­macher/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Thermo­me­ter­macher/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr724 € bis 1.090 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 1986 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 2 Berufen wurde einer.

  1. ab 1949 bis 1986Ther­mo­me­ter­blä­ser/in
  2. ab 1949 bis 1986Ther­mo­me­ter­jus­tie­rer/in
  3. seit 1986Ther­mo­me­ter­ma­cher/in

In der DDR hieß der Beruf: Glasbläser/in (Schwerpunkt Thermo­me­ter­bläser/in)

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Thermo­me­ter­macher/in?

Du stellst Tempera­tur­mess­geräte her, kalibrierst und reparierst sie. Diese Präzisi­ons­in­strumente werden in Medizin und Industrie gebraucht. Dafür brauchst du Geschick und Sorgfalt. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Thermometer herstellen: Du fertigst analoge Thermometer auf Alkohol- oder Quecksilberbasis. Dazu kommen digitale Thermometer und spezielle Geräte für die Industrie, die die Temperatur über elektrische Spannung bestimmen.
  • Glas blasen: Du schmilzt Glasrohlinge im Ofen oder über der Flamme und bläst daraus Glasröhren. In die Röhren kommt Quecksilber oder Alkohol. Deren Ausdehnung zeigt die Temperatur auf der Skala an.
  • Kalibrieren: Du prüfst Thermometer mit speziellen Geräten und Verfahren auf Standardmesswerte. Wenn nötig, stellst du sie nach. So messen sie genau und zuverlässig.
  • Reparieren: Du reparierst beschädigte oder ungenaue Thermometer. Viele Geräte sind so teuer, dass sich die Reparatur lohnt.
thermometer-2

Warum ist der Beruf so wichtig?

Deine Messgeräte kommen in vielen Bereichen zum Einsatz. In der Medizin helfen sie, Leben zu retten. In der Industrie kontrol­lieren sie thermische Reaktionen. In der Lebens­mit­tel­in­dustrie überwachen sie zum Beispiel das Pasteu­ri­sieren von Milch. Dabei wird die Milch erhitzt, um Keime abzutöten. Mit deiner Arbeit trägst du also zu Gesundheit, sicheren Lebens­mitteln und einer funktio­nie­renden Industrie bei.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Thermo­me­ter­macher/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Du lernst im Betrieb und in der Berufs­schule. Schon während der Ausbildung spezia­li­sierst du dich auf eine von zwei Fachrich­tungen. Je nach Fachrichtung lernst du im Glasblä­ser­betrieb oder im Labor.

Das lernst du unter anderem:

  • Thermometer herstellen: Du gehst sicher mit geschmolzenen Glasrohlingen um und bläst daraus Glasröhrchen. Du schneidest sie auf Länge, erhitzt sie erneut und formst sie. Dann befüllst du sie mit Quecksilber oder Alkohol und bringst die Markierung an.
  • Thermometer prüfen: Du vergleichst fertige Thermometer mit einem Referenzthermometer. Bei Abweichungen justierst du nach. Du prüfst, ob der Messbereich im vorgegebenen Toleranzbereich liegt. Du testest die Stabilität der Glasröhre, damit sie nicht leicht bricht. Fehlproduktionen gehen zurück ins Recycling.
  • Warten und reparieren: Du fertigst neue Glashülsen, reinigst Thermometer und tauschst defekte Skalen aus. Ist Quecksilber oder Alkohol ausgetreten, füllst du nach und versiegelst die Röhre wieder.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Thermo­me­ter­macher/in?

Was solltest du mitbringen?

  • handwerkliches Geschick und eine ruhige Hand
  • Sorgfalt und Geduld
  • Interesse an Technik und Naturwissenschaften
  • Freude an der Arbeit mit Glas
  • Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Hitze und Chemikalien

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 724 € bis 1.090 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.140 €
3. Ausbildungsjahr 977 € bis 1.250 €

Passt die Ausbildung zum/zur Thermo­me­ter­macher/in zu dir?

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Thermo­me­ter­macher/in?

Was du als Thermo­me­ter­macher/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer eine Wetter­station im Garten betreut, Temperaturen genau notiert oder winzige Teile im Modellbau ruhig zusammensetzt, zeigt Betrieben Sorgfalt und eine ruhige Hand. Wer Gitarre oder Klavier über Jahre übt, beweist dazu Geduld und Ausdauer. Wenn dich die Arbeit am heißen Glas besonders reizt, schau dir Glasbläser/in an. Für Geräte aus Glas im Labor passt Glasap­pa­ra­tebauer/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • eine Wetterstation betreust und Temperaturen notierst Genauigkeit
  • kleine Teile beim Modellbau ruhig zusammensetzt Ruhige Hand
  • im Physikunterricht gern misst und vergleichst Technikverständnis
  • Gitarre, Klavier oder Geige über Jahre übst Geduld
  • kaputte Dinge reparierst, statt sie wegzuwerfen Verantwortung

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 3 · Wie häufig?

    1

    Betrieb bildet aus

    Platz 339 von 340 Berufen.

  • 2 von 3 · Wo?

    • Baden-Württemberg1

    Die meisten Betriebe: Main-Tauber-Kreis

  • 3 von 3 · Um die Ecke

    Wer bildet bei dir aus?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Nach der Ausbildung arbeitest du in Betrieben, die Thermometer bauen, kalibrieren und warten. Deine Instrumente werden in Medizin, Schwer­industrie, Chemie und Lebens­mit­tel­in­dustrie gebraucht. Präzise Thermometer werden auch in Zukunft gebraucht.

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Fortbildungen: Du spezialisierst dich auf bestimmte Bereiche. Damit steigen auch deine Gehaltsaussichten.
  • Meister/in: Mit dem Meistertitel übernimmst du mehr Verantwortung.
  • Studium: Du hängst ein Studium an deine Ausbildung an.

Die Fachrich­tungen im Überblick

Du entscheidest dich während der Ausbildung für eine dieser Fachrich­tungen:

  • Thermometerblasen: Du konzentrierst dich auf das Blasen der Glasröhrchen. Die Ausbildung findet im Glasbläserbetrieb statt.
  • Thermometerjustieren: Du konzentrierst dich auf das Einstellen und Kalibrieren der Thermometer. Die Ausbildung findet im Labor statt.

Je nach Fachrichtung unterscheiden sich deine täglichen Aufgaben. In beiden Fällen brauchst du Sorgfalt und Geschick.

Du suchst eine Alternative? Vielleicht passt auch eine Ausbildung als Leucht­röh­ren­glas­bläser/in oder Glasbläser/in in der Fachrichtung Christ­baum­schmuck zu dir.

Fazit: Präzise Messgeräte aus deiner Hand

Messergebnisse sind nur so gut wie die Thermometer, die sie liefern. Als Thermo­me­ter­macher/in stellst du diese Instrumente her und sorgst für genaue Messungen. Du verbindest Handwerk am Glasofen mit Theorie und Formeln. Die Ausbildung dauert 3 Jahre, ist dual und bietet dir zwei Fachrich­tungen.

Lust auf Präzision? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Mögliche Fachrichtungen für diesen Beruf:
  • Thermometerblasen
  • Thermometerjustieren

Je nachdem, für welche Fachrichtung du dich in diesem Beruf entscheidest, warten andere Aufgaben auf dich.

Vorschau: Berufsprofil Thermometermacher/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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