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Ausbildung Thermometermacher/in
Ausbildung: Heiß und kalt, immer im Blick
Heiß oder kalt? Du willst es ganz genau wissen? Dann interessiert dich vielleicht die Ausbildung zum/zur Thermometermacher/in. Du lernst die Welt der Temperaturmesstechnik kennen. Du baust Messinstrumente, mit denen man Körper- und Raumtemperaturen misst. Andere Geräte messen sogar extreme Temperaturen. Du arbeitest mit Glas, Flamme und feinen Skalen. Der Beruf bietet dir zwei Fachrichtungen, auf die du dich spezialisieren kannst. Hier erfährst du, was du als Thermometermacher/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Thermometermacher/in auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 1986 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 2 Berufen wurde einer.
- ab 1949 bis 1986Thermometerbläser/
in - ab 1949 bis 1986Thermometerjustierer/
in - seit 1986Thermometermacher/
in
In der DDR hieß der Beruf: Glasbläser/in (Schwerpunkt Thermometerbläser/in)
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Thermometermacher/in?
Du stellst Temperaturmessgeräte her, kalibrierst und reparierst sie. Diese Präzisionsinstrumente werden in Medizin und Industrie gebraucht. Dafür brauchst du Geschick und Sorgfalt. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Thermometer herstellen: Du fertigst analoge Thermometer auf Alkohol- oder Quecksilberbasis. Dazu kommen digitale Thermometer und spezielle Geräte für die Industrie, die die Temperatur über elektrische Spannung bestimmen.
- Glas blasen: Du schmilzt Glasrohlinge im Ofen oder über der Flamme und bläst daraus Glasröhren. In die Röhren kommt Quecksilber oder Alkohol. Deren Ausdehnung zeigt die Temperatur auf der Skala an.
- Kalibrieren: Du prüfst Thermometer mit speziellen Geräten und Verfahren auf Standardmesswerte. Wenn nötig, stellst du sie nach. So messen sie genau und zuverlässig.
- Reparieren: Du reparierst beschädigte oder ungenaue Thermometer. Viele Geräte sind so teuer, dass sich die Reparatur lohnt.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Deine Messgeräte kommen in vielen Bereichen zum Einsatz. In der Medizin helfen sie, Leben zu retten. In der Industrie kontrollieren sie thermische Reaktionen. In der Lebensmittelindustrie überwachen sie zum Beispiel das Pasteurisieren von Milch. Dabei wird die Milch erhitzt, um Keime abzutöten. Mit deiner Arbeit trägst du also zu Gesundheit, sicheren Lebensmitteln und einer funktionierenden Industrie bei.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Thermometermacher/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Du lernst im Betrieb und in der Berufsschule. Schon während der Ausbildung spezialisierst du dich auf eine von zwei Fachrichtungen. Je nach Fachrichtung lernst du im Glasbläserbetrieb oder im Labor.
Das lernst du unter anderem:
- Thermometer herstellen: Du gehst sicher mit geschmolzenen Glasrohlingen um und bläst daraus Glasröhrchen. Du schneidest sie auf Länge, erhitzt sie erneut und formst sie. Dann befüllst du sie mit Quecksilber oder Alkohol und bringst die Markierung an.
- Thermometer prüfen: Du vergleichst fertige Thermometer mit einem Referenzthermometer. Bei Abweichungen justierst du nach. Du prüfst, ob der Messbereich im vorgegebenen Toleranzbereich liegt. Du testest die Stabilität der Glasröhre, damit sie nicht leicht bricht. Fehlproduktionen gehen zurück ins Recycling.
- Warten und reparieren: Du fertigst neue Glashülsen, reinigst Thermometer und tauschst defekte Skalen aus. Ist Quecksilber oder Alkohol ausgetreten, füllst du nach und versiegelst die Röhre wieder.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Thermometermacher/in?
Was solltest du mitbringen?
- handwerkliches Geschick und eine ruhige Hand
- Sorgfalt und Geduld
- Interesse an Technik und Naturwissenschaften
- Freude an der Arbeit mit Glas
- Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Hitze und Chemikalien
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 724 € bis 1.090 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 € bis 1.140 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 € bis 1.250 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Thermometermacher/in zu dir?
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Thermometermacher/in?
Was du als Thermometermacher/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer eine Wetterstation im Garten betreut, Temperaturen genau notiert oder winzige Teile im Modellbau ruhig zusammensetzt, zeigt Betrieben Sorgfalt und eine ruhige Hand. Wer Gitarre oder Klavier über Jahre übt, beweist dazu Geduld und Ausdauer. Wenn dich die Arbeit am heißen Glas besonders reizt, schau dir Glasbläser/in an. Für Geräte aus Glas im Labor passt Glasapparatebauer/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- eine Wetterstation betreust und Temperaturen notierst Genauigkeit
- kleine Teile beim Modellbau ruhig zusammensetzt Ruhige Hand
- im Physikunterricht gern misst und vergleichst Technikverständnis
- Gitarre, Klavier oder Geige über Jahre übst Geduld
- kaputte Dinge reparierst, statt sie wegzuwerfen Verantwortung
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 3 · Wie häufig?
1
Betrieb bildet aus
Platz 339 von 340 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Baden-Württemberg1
Die meisten Betriebe: Main-Tauber-Kreis
3 von 3 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Nach der Ausbildung arbeitest du in Betrieben, die Thermometer bauen, kalibrieren und warten. Deine Instrumente werden in Medizin, Schwerindustrie, Chemie und Lebensmittelindustrie gebraucht. Präzise Thermometer werden auch in Zukunft gebraucht.
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Fortbildungen: Du spezialisierst dich auf bestimmte Bereiche. Damit steigen auch deine Gehaltsaussichten.
- Meister/in: Mit dem Meistertitel übernimmst du mehr Verantwortung.
- Studium: Du hängst ein Studium an deine Ausbildung an.
Die Fachrichtungen im Überblick
Du entscheidest dich während der Ausbildung für eine dieser Fachrichtungen:
- Thermometerblasen: Du konzentrierst dich auf das Blasen der Glasröhrchen. Die Ausbildung findet im Glasbläserbetrieb statt.
- Thermometerjustieren: Du konzentrierst dich auf das Einstellen und Kalibrieren der Thermometer. Die Ausbildung findet im Labor statt.
Je nach Fachrichtung unterscheiden sich deine täglichen Aufgaben. In beiden Fällen brauchst du Sorgfalt und Geschick.
Du suchst eine Alternative? Vielleicht passt auch eine Ausbildung als Leuchtröhrenglasbläser/in oder Glasbläser/in in der Fachrichtung Christbaumschmuck zu dir.
Fazit: Präzise Messgeräte aus deiner Hand
Messergebnisse sind nur so gut wie die Thermometer, die sie liefern. Als Thermometermacher/in stellst du diese Instrumente her und sorgst für genaue Messungen. Du verbindest Handwerk am Glasofen mit Theorie und Formeln. Die Ausbildung dauert 3 Jahre, ist dual und bietet dir zwei Fachrichtungen.
Lust auf Präzision? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
- Thermometerblasen
- Thermometerjustieren
Je nachdem, für welche Fachrichtung du dich in diesem Beruf entscheidest, warten andere Aufgaben auf dich.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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