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Ausbildung Tierwirt/in
Ausbildung: Verantwortung für Nutztiere
Dein Leben ist kein Ponyhof, aber vielleicht ein Rinderstall? Dann interessiert dich vielleicht die Ausbildung zum/zur Tierwirt/in. Du arbeitest mit Nutztieren, züchtest sie und ziehst sie auf. Damit sicherst du einen Teil unserer Lebensmittelproduktion. Du fütterst die Tiere, pflegst die Ställe und achtest auf ihre Gesundheit. Du hilfst bei Geburten und bedienst landwirtschaftliche Maschinen. Dein Arbeitstag richtet sich nach den Tieren. Hier erfährst du, was du als Tierwirt/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auch bekannt als Imker/in und Schäfer/in.
Auf einen Blick
Tierwirt/in auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1976 hieß er Geflügelzüchter/in.
- bis 1976Geflügelzüchter/
in - seit 1976Tierwirt/
in
In der DDR hieß der Beruf: Facharbeiter/in für Geflügelproduktion
Im Alltag sagt man auch: Imker/in, Schäfer/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Tierwirt/in?
Du ziehst Nutztiere auf, die später für die Lebensmittelproduktion bestimmt sind. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Tiere pflegen: Du sorgst jeden Tag für artgerechte Versorgung, Gesundheit und Wohlbefinden. Fütterung, Stallpflege und medizinische Versorgung gehören dazu. Und du stehst früh auf.
- Züchten: Du züchtest Nutztiere, um die Qualität der Tiere und ihrer Produkte zu steigern.
- Geburtshilfe: Du unterstützt die Tiere bei der Geburt und sorgst für eine sichere Aufzucht.
- Füttern: Du erstellst Futterpläne und prüfst die Futterqualität. So bekommen die Tiere die richtigen Nährstoffe.
- Gesundheit überwachen: Gemeinsam mit Tierärzt/innen erkennst du Krankheiten früh.
- Tiere halten: Du planst Ställe und Anlagen mit Blick auf Tierwohl und Umwelt.
- Dokumentieren: Du hältst Tierbestand, Gesundheit und Zuchterfolge schriftlich fest.
- Maschinen bedienen: Du erntest Futter und reinigst Ställe mit landwirtschaftlichen Maschinen.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Viele Menschen essen täglich Fleisch oder andere tierische Produkte. Dafür braucht die Lebensmittelwirtschaft Tierwirt/innen. Du sorgst dafür, dass die Tiere bis zur Schlachtung gesund sind und gut versorgt werden. Dein Ziel ist eine tiergerechte Haltung, in der unnötiges Leid vermieden wird.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Tierwirt/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Du lernst in einem Tierbetrieb und in der Berufsschule.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Tierhaltung: Du versorgst die Tiere und fütterst sie nach tierärztlichen Vorgaben. Du reinigst und desinfizierst Ställe. Du beobachtest das Verhalten und erkennst kranke oder verletzte Tiere.
- Tierzucht: Du lernst, Samen zu entnehmen und weibliche Tiere zu besamen. Dabei hältst du dich an die tierärztlichen Vorgaben. Du hilfst Muttertieren bei der Geburt und ziehst Jungtiere auf. Du wählst Tiere nach gewünschten Merkmalen aus.
- Vermarktung: Du bereitest den Verkauf schlachtreifer Tiere vor. Du lernst, Tierprodukte zu bewerben und Fragen von Kund/innen zu beantworten.
- Zusatzaufgaben: Du führst Tierakten und achtest auf die Futterqualität. Beim Stallbau packst du mit an. Du hältst Hygiene- und Sicherheitsvorschriften ein.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Tierwirt/in?
Was solltest du mitbringen?
- Freude an der Arbeit mit Tieren
- Bereitschaft, sehr früh oder spät zu arbeiten
- körperliche Belastbarkeit und Spaß an der Arbeit draußen
- Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt
- einen realistischen Blick darauf, dass die Tiere für die Schlachtung gehalten werden
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 724 € bis 930 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 € bis 1.033 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 € bis 1.136 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Tierwirt/in zu dir?
Du willst Verantwortung für Tiere übernehmen und scheust keine frühen Morgenstunden? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Enger Kontakt zu Tieren: Du kümmerst dich um artgerechte Haltung und Pflege.
- Vielseitige Ausbildung: Du lernst Fütterung, Pflege, Gesundheitskontrolle, Zucht und Vermarktung kennen.
- Viele Arbeitgeber: Landwirtschaftliche Betriebe und Tierzuchtbetriebe suchen Fachkräfte.
- Eigener Rhythmus: Du arbeitest nach den Bedürfnissen der Tiere statt nach festen Bürozeiten.
Du willst Tieren auf andere Weise helfen? Dann schau dir die Ausbildungen als Tierpfleger/in, Tierarzthelfer/in oder Tiermedizinische/r Fachangestellte/r an. Auch Pferdewirt/in könnte zu dir passen.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Tierwirt/in?
Was du als Tierwirt/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer früh aufsteht, um im Stall zu helfen, eigene Hühner versorgt oder bei der Landjugend mitmacht, zeigt Betrieben Verantwortung und echte Belastbarkeit. Ein Ferienjob in der Ernte beweist dazu, dass du auch bei Hitze und Regen dranbleibst. Wenn dich Pferde besonders reizen, schau dir Pferdewirt/in an. Für Acker, Tiere und Maschinen zusammen passt Landwirt/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- auf einem Bauernhof oder im Stall mithilfst Belastbarkeit
- eigene Hühner, Kaninchen oder Ziegen versorgst Verantwortung
- bei der Landjugend Feste und Aktionen mitplanst Engagement
- im Ferienjob bei der Ernte anpackst Durchhaltevermögen
- im Imkerverein Bienenvölker kontrollierst Beobachtungsgabe
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 150
Betriebe bilden aus
Platz 111 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder Betrieb
bildet auch Landwirt/in aus.
Jeder 5. bildet auch Land- und Baumaschinenmechatroniker/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Sachsen50
- Thüringen30
- Brandenburg30
Die meisten Betriebe: Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Erzgebirgskreis, Landkreis Mittelsachsen
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Mit deinem Abschluss arbeitest du in verschiedenen Bereichen der Landwirtschaft. Hier kannst du arbeiten:
- auf Höfen mit Milchproduktion
- auf Höfen mit Fleischproduktion
- in Tierzuchtbetrieben
- in einer Imkerei
- in Zoos und Tierparks
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Meister/in: Du machst nach der Ausbildung deinen Meister.
- Spezialisierung: Mit Fort- und Weiterbildungen spezialisierst du dich auf die Zucht und Pflege bestimmter Tiere.
- Studium: Wenn deine Noten es zulassen, hängst du ein Studium an.
Fazit: Fachleute für Nutztiere
Als Tierwirt/in leistest du einen wichtigen Beitrag zur Lebensmittelproduktion und Ernährungssicherheit. Du sorgst für gesunde Nutztiere und ihre Qualität. Sei dir bewusst: Der Beruf ist anstrengend und die Tiere werden für die Schlachtung gehalten. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual.
Bereit für den Stall? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Landwirtschaft.
- Geflügelhaltung
- Imkerei
- Rinderhaltung
- Schäferei
- Schweinehaltung
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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