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Ausbildung Tierwirt/in

Ausbildung: Verant­wortung für Nutztiere

Symbolbild: Ausbildung Tierwirt/in

Dein Leben ist kein Ponyhof, aber vielleicht ein Rinderstall? Dann interessiert dich vielleicht die Ausbildung zum/zur Tierwirt/in. Du arbeitest mit Nutztieren, züchtest sie und ziehst sie auf. Damit sicherst du einen Teil unserer Lebens­mit­tel­pro­duktion. Du fütterst die Tiere, pflegst die Ställe und achtest auf ihre Gesundheit. Du hilfst bei Geburten und bedienst landwirt­schaftliche Maschinen. Dein Arbeitstag richtet sich nach den Tieren. Hier erfährst du, was du als Tierwirt/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auch bekannt als Imker/in und Schäfer/in.

Auf einen Blick

Tierwirt/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Landwirt­schaft
1. Jahr724 € bis 930 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1976 hieß er Geflügel­züchter/in.

  1. bis 1976Geflü­gel­züch­ter/in
  2. seit 1976Tierwirt/in

In der DDR hieß der Beruf: Fachar­beiter/in für Geflügel­pro­duktion

Im Alltag sagt man auch: Imker/in, Schäfer/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Tierwirt/in?

Du ziehst Nutztiere auf, die später für die Lebens­mit­tel­pro­duktion bestimmt sind. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Tiere pflegen: Du sorgst jeden Tag für artgerechte Versorgung, Gesundheit und Wohlbefinden. Fütterung, Stallpflege und medizinische Versorgung gehören dazu. Und du stehst früh auf.
  • Züchten: Du züchtest Nutztiere, um die Qualität der Tiere und ihrer Produkte zu steigern.
  • Geburtshilfe: Du unterstützt die Tiere bei der Geburt und sorgst für eine sichere Aufzucht.
  • Füttern: Du erstellst Futterpläne und prüfst die Futterqualität. So bekommen die Tiere die richtigen Nährstoffe.
  • Gesundheit überwachen: Gemeinsam mit Tierärzt/innen erkennst du Krankheiten früh.
  • Tiere halten: Du planst Ställe und Anlagen mit Blick auf Tierwohl und Umwelt.
  • Dokumentieren: Du hältst Tierbestand, Gesundheit und Zuchterfolge schriftlich fest.
  • Maschinen bedienen: Du erntest Futter und reinigst Ställe mit landwirtschaftlichen Maschinen.
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Warum ist der Beruf so wichtig?

Viele Menschen essen täglich Fleisch oder andere tierische Produkte. Dafür braucht die Lebens­mit­tel­wirt­schaft Tierwirt/innen. Du sorgst dafür, dass die Tiere bis zur Schlachtung gesund sind und gut versorgt werden. Dein Ziel ist eine tierge­rechte Haltung, in der unnötiges Leid vermieden wird.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Tierwirt/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Du lernst in einem Tierbetrieb und in der Berufs­schule.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Tierhaltung: Du versorgst die Tiere und fütterst sie nach tierärztlichen Vorgaben. Du reinigst und desinfizierst Ställe. Du beobachtest das Verhalten und erkennst kranke oder verletzte Tiere.
  • Tierzucht: Du lernst, Samen zu entnehmen und weibliche Tiere zu besamen. Dabei hältst du dich an die tierärztlichen Vorgaben. Du hilfst Muttertieren bei der Geburt und ziehst Jungtiere auf. Du wählst Tiere nach gewünschten Merkmalen aus.
  • Vermarktung: Du bereitest den Verkauf schlachtreifer Tiere vor. Du lernst, Tierprodukte zu bewerben und Fragen von Kund/innen zu beantworten.
  • Zusatzaufgaben: Du führst Tierakten und achtest auf die Futterqualität. Beim Stallbau packst du mit an. Du hältst Hygiene- und Sicherheitsvorschriften ein.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Tierwirt/in?

Was solltest du mitbringen?

  • Freude an der Arbeit mit Tieren
  • Bereitschaft, sehr früh oder spät zu arbeiten
  • körperliche Belastbarkeit und Spaß an der Arbeit draußen
  • Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt
  • einen realistischen Blick darauf, dass die Tiere für die Schlachtung gehalten werden

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 724 € bis 930 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.033 €
3. Ausbildungsjahr 977 € bis 1.136 €

Passt die Ausbildung zum/zur Tierwirt/in zu dir?

Du willst Verant­wortung für Tiere übernehmen und scheust keine frühen Morgen­stunden? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Enger Kontakt zu Tieren: Du kümmerst dich um artgerechte Haltung und Pflege.
  • Vielseitige Ausbildung: Du lernst Fütterung, Pflege, Gesundheitskontrolle, Zucht und Vermarktung kennen.
  • Viele Arbeitgeber: Landwirtschaftliche Betriebe und Tierzuchtbetriebe suchen Fachkräfte.
  • Eigener Rhythmus: Du arbeitest nach den Bedürfnissen der Tiere statt nach festen Bürozeiten.

Du willst Tieren auf andere Weise helfen? Dann schau dir die Ausbil­dungen als Tierpfleger/in, Tierarzt­helfer/in oder Tierme­di­zi­nische/r Fachan­ge­stellte/r an. Auch Pferdewirt/in könnte zu dir passen.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Tierwirt/in?

Was du als Tierwirt/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer früh aufsteht, um im Stall zu helfen, eigene Hühner versorgt oder bei der Landjugend mitmacht, zeigt Betrieben Verant­wortung und echte Belast­barkeit. Ein Ferienjob in der Ernte beweist dazu, dass du auch bei Hitze und Regen dranbleibst. Wenn dich Pferde besonders reizen, schau dir Pferdewirt/in an. Für Acker, Tiere und Maschinen zusammen passt Landwirt/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • auf einem Bauernhof oder im Stall mithilfst Belastbarkeit
  • eigene Hühner, Kaninchen oder Ziegen versorgst Verantwortung
  • bei der Landjugend Feste und Aktionen mitplanst Engagement
  • im Ferienjob bei der Ernte anpackst Durchhaltevermögen
  • im Imkerverein Bienenvölker kontrollierst Beobachtungsgabe

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Mit deinem Abschluss arbeitest du in verschiedenen Bereichen der Landwirt­schaft. Hier kannst du arbeiten:

  • auf Höfen mit Milchproduktion
  • auf Höfen mit Fleischproduktion
  • in Tierzuchtbetrieben
  • in einer Imkerei
  • in Zoos und Tierparks

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Meister/in: Du machst nach der Ausbildung deinen Meister.
  • Spezialisierung: Mit Fort- und Weiterbildungen spezialisierst du dich auf die Zucht und Pflege bestimmter Tiere.
  • Studium: Wenn deine Noten es zulassen, hängst du ein Studium an.

Fazit: Fachleute für Nutztiere

Als Tierwirt/in leistest du einen wichtigen Beitrag zur Lebens­mit­tel­pro­duktion und Ernährungs­si­cherheit. Du sorgst für gesunde Nutztiere und ihre Qualität. Sei dir bewusst: Der Beruf ist anstrengend und die Tiere werden für die Schlachtung gehalten. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual.

Bereit für den Stall? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Landwirt­schaft.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Mögliche Fachrichtungen für diesen Beruf:
  • Geflügelhaltung
  • Imkerei
  • Rinderhaltung
  • Schäferei
  • Schweinehaltung
Vorschau: Berufsprofil Tierwirt/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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