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Ausbildung Tischler/in

Ausbildung: Handwerkskunst aus Holz

Symbolbild: Ausbildung Tischler/in

Holz ist dein Material? Dann ist die Ausbildung zum/zur Tischler/in vielleicht genau dein Ding. Du stellst aus Holz die unterschied­lichsten Dinge her. Du baust Möbel, Türen und Fenster. Du fertigst Schmuck und feine Arbeiten aus Holz. Du reparierst und restau­rierst alte Stücke. Und du berätst Kund/innen bei ihren Wünschen. Der Beruf verlangt Leiden­schaft und belohnt dich mit sichtbaren Ergebnissen. Hier erfährst du, was du als Tischler/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Tischler/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Handwerk und Bau
1. Jahr724 € bis 970 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

In der DDR hieß der Beruf: Ausbau­fach­ar­beiter/in für Bautisch­ler­ar­beiten, Fachar­beiter/in für Holztechnik (Tischler/in)

Im Alltag sagt man auch: Schreiner/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Tischler/in?

Du bist Holzhand­werker/in. Dein Wissen kannst du in vielen Bereichen einsetzen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Möbel bauen: Du entwirfst und fertigst individuelle Möbel wie Tische, Schränke, Betten und Stühle.
  • Innenausbau: Du baust Türen, Fenster, Treppen und Fußböden in Gebäude ein.
  • Reparieren und restaurieren: Du bringst beschädigte Möbel wieder in Form.
  • Bauelemente anfertigen: Du stellst Fensterrahmen und Türen her, die auf Baustellen montiert werden.
  • Planen und beraten: Du berätst Kund/innen, erstellst Baupläne und Kostenvoranschläge.
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Warum ist der Beruf so besonders?

Du arbeitest jeden Tag mit Holz, einem sehr vielseitigen Rohstoff. Jede Holzart hat eigene Eigenschaften. Deshalb nutzt du verschiedene Hölzer für verschiedene Zwecke. Holz spielt eine große Rolle im Bauwesen, bei Möbeln und bei Innenein­rich­tungen. Mit deinem Können gestaltest du Wohn- und Arbeitsräume, die schön aussehen und gut funktio­nieren.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Tischler/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Am Ende steht der Gesellenbrief.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Holzbearbeitung: Du lernst, wie du verschiedene Holzarten bearbeitest und mit Werkzeugen umgehst. Du zeichnest technische Skizzen. Du stellst Holzverbindungen wie Zinkungen her.
  • Möbelbau: Du baust Möbelstücke und reparierst alte oder beschädigte Möbel. Du prüfst, wie sich Kundenaufträge umsetzen lassen. Große Möbel baust du vor Ort beim Kunden auf.
  • Bauwesen: Du stellst Türen, Böden und Fenster in der Werkstatt her und montierst sie auf der Baustelle. Du reparierst Holzbauteile in Häusern und Wohnungen.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Tischler/in?

Was solltest du mitbringen?

  • Freude am Werkstoff Holz
  • handwerkliches Geschick und Kreativität
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • Genauigkeit und Sorgfalt
  • körperliche Belastbarkeit

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 724 € bis 970 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.070 €
3. Ausbildungsjahr 1.000 € bis 1.170 €

Passt die Ausbildung zum/zur Tischler/in zu dir?

Du bist kreativ und arbeitest gern mit den Händen? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Kreativ und handwerklich: Du entwirfst und fertigst individuelle Möbel und Holzprodukte.
  • Sichtbare Ergebnisse: Du schaffst Möbel, die gut aussehen und lange halten.
  • Abwechslung: Jeder Arbeitstag bringt andere Aufgaben.
  • Nutzen für dich selbst: Du baust dir eigene Möbel und reparierst selbst, was kaputtgeht.

Du willst noch andere Holzberufe kennen­lernen? Dann schau dir die Ausbildung als Schreiner/in oder als Holzme­chaniker/in an.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Tischler/in?

Was du als Tischler/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer aus Paletten ein Regal baut, im Werkun­terricht sauber sägt und schleift oder alte Möbel aufarbeitet, zeigt Betrieben Geschick, Kreativität und Genauigkeit. Wer in der Theater-AG die Kulissen mitbaut, beweist dazu, dass du im Team zu Ende bringst, was ihr angefangen habt. Wenn dich der gleiche Beruf mit süddeutschem Namen reizt, schau dir Schreiner/in an. Für Holzbe­ar­beitung an großen Maschinen passt Holzme­chaniker/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • aus Holz oder Paletten Möbel baust Geschick
  • eigene Möbelideen skizzierst und Maße planst Räumliches Denken
  • alte Möbel reparierst oder neu streichst Sorgfalt
  • in der Theater-AG Kulissen mitbaust Teamgeist
  • im Werkunterricht genau sägst und schleifst Genauigkeit

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 4 · Wie häufig?

    rund 450

    Betriebe bilden aus

    Platz 56 von 340 Berufen.

  • 2 von 4 · Plan B im selben Betrieb

    Fast jeder 4. Betrieb

    bildet auch Kaufmann/frau Büroma­nagement aus.

    Fast jeder 7. bildet auch Industrie­kaufmann/frau aus.

  • 3 von 4 · Wo?

    • Nordrhein-Westfalen110
    • Bayern100
    • Niedersachsen70

    Die meisten Betriebe: Kreis Borken, Landkreis Osnabrück, Berlin

  • 4 von 4 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Mit dem Gesellenbrief stehen dir viele Türen offen. Hier kannst du arbeiten:

  • in Tischlereien und Schreinereien
  • in Möbelwerkstätten und Möbelhäusern
  • im Innenausbau bei Bauunternehmen
  • an Filmsets und im Theater
  • bei Veranstaltern

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Tischlermeister/in: Du hängst den Meistertitel an.
  • Studium: Du bewirbst dich für einen Studiengang im Bereich Holzwirtschaft.
  • Selbstständigkeit: Du gründest deine eigene Tischlerei.

Mit deinen Fähigkeiten und der Zeit im Betrieb wachsen auch deine Gehalts­aus­sichten.

Fazit: Starkes Handwerk mit Holz

Als Tischler/in arbeitest du mit einem nachhaltigen Rohstoff und fertigst Möbel, Türen, Fenster und vieles mehr. Du hast vielfältige Aufgaben und Arbeits­be­reiche. Dein Wissen nutzt dir auch privat. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und endet mit dem Gesellenbrief.

Lust auf Holz? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Tischler/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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