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Ausbildung Tischler/in
Ausbildung: Handwerkskunst aus Holz
Holz ist dein Material? Dann ist die Ausbildung zum/zur Tischler/in vielleicht genau dein Ding. Du stellst aus Holz die unterschiedlichsten Dinge her. Du baust Möbel, Türen und Fenster. Du fertigst Schmuck und feine Arbeiten aus Holz. Du reparierst und restaurierst alte Stücke. Und du berätst Kund/innen bei ihren Wünschen. Der Beruf verlangt Leidenschaft und belohnt dich mit sichtbaren Ergebnissen. Hier erfährst du, was du als Tischler/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Tischler/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
In der DDR hieß der Beruf: Ausbaufacharbeiter/in für Bautischlerarbeiten, Facharbeiter/in für Holztechnik (Tischler/in)
Im Alltag sagt man auch: Schreiner/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Tischler/in?
Du bist Holzhandwerker/in. Dein Wissen kannst du in vielen Bereichen einsetzen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Möbel bauen: Du entwirfst und fertigst individuelle Möbel wie Tische, Schränke, Betten und Stühle.
- Innenausbau: Du baust Türen, Fenster, Treppen und Fußböden in Gebäude ein.
- Reparieren und restaurieren: Du bringst beschädigte Möbel wieder in Form.
- Bauelemente anfertigen: Du stellst Fensterrahmen und Türen her, die auf Baustellen montiert werden.
- Planen und beraten: Du berätst Kund/innen, erstellst Baupläne und Kostenvoranschläge.
Warum ist der Beruf so besonders?
Du arbeitest jeden Tag mit Holz, einem sehr vielseitigen Rohstoff. Jede Holzart hat eigene Eigenschaften. Deshalb nutzt du verschiedene Hölzer für verschiedene Zwecke. Holz spielt eine große Rolle im Bauwesen, bei Möbeln und bei Inneneinrichtungen. Mit deinem Können gestaltest du Wohn- und Arbeitsräume, die schön aussehen und gut funktionieren.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Tischler/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Am Ende steht der Gesellenbrief.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Holzbearbeitung: Du lernst, wie du verschiedene Holzarten bearbeitest und mit Werkzeugen umgehst. Du zeichnest technische Skizzen. Du stellst Holzverbindungen wie Zinkungen her.
- Möbelbau: Du baust Möbelstücke und reparierst alte oder beschädigte Möbel. Du prüfst, wie sich Kundenaufträge umsetzen lassen. Große Möbel baust du vor Ort beim Kunden auf.
- Bauwesen: Du stellst Türen, Böden und Fenster in der Werkstatt her und montierst sie auf der Baustelle. Du reparierst Holzbauteile in Häusern und Wohnungen.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Tischler/in?
Was solltest du mitbringen?
- Freude am Werkstoff Holz
- handwerkliches Geschick und Kreativität
- räumliches Vorstellungsvermögen
- Genauigkeit und Sorgfalt
- körperliche Belastbarkeit
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 724 € bis 970 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 € bis 1.070 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.000 € bis 1.170 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Tischler/in zu dir?
Du bist kreativ und arbeitest gern mit den Händen? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Kreativ und handwerklich: Du entwirfst und fertigst individuelle Möbel und Holzprodukte.
- Sichtbare Ergebnisse: Du schaffst Möbel, die gut aussehen und lange halten.
- Abwechslung: Jeder Arbeitstag bringt andere Aufgaben.
- Nutzen für dich selbst: Du baust dir eigene Möbel und reparierst selbst, was kaputtgeht.
Du willst noch andere Holzberufe kennenlernen? Dann schau dir die Ausbildung als Schreiner/in oder als Holzmechaniker/in an.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Tischler/in?
Was du als Tischler/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer aus Paletten ein Regal baut, im Werkunterricht sauber sägt und schleift oder alte Möbel aufarbeitet, zeigt Betrieben Geschick, Kreativität und Genauigkeit. Wer in der Theater-AG die Kulissen mitbaut, beweist dazu, dass du im Team zu Ende bringst, was ihr angefangen habt. Wenn dich der gleiche Beruf mit süddeutschem Namen reizt, schau dir Schreiner/in an. Für Holzbearbeitung an großen Maschinen passt Holzmechaniker/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- aus Holz oder Paletten Möbel baust Geschick
- eigene Möbelideen skizzierst und Maße planst Räumliches Denken
- alte Möbel reparierst oder neu streichst Sorgfalt
- in der Theater-AG Kulissen mitbaust Teamgeist
- im Werkunterricht genau sägst und schleifst Genauigkeit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 450
Betriebe bilden aus
Platz 56 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 4. Betrieb
bildet auch Kaufmann/frau Büromanagement aus.
Fast jeder 7. bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen110
- Bayern100
- Niedersachsen70
Die meisten Betriebe: Kreis Borken, Landkreis Osnabrück, Berlin
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Mit dem Gesellenbrief stehen dir viele Türen offen. Hier kannst du arbeiten:
- in Tischlereien und Schreinereien
- in Möbelwerkstätten und Möbelhäusern
- im Innenausbau bei Bauunternehmen
- an Filmsets und im Theater
- bei Veranstaltern
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Tischlermeister/in: Du hängst den Meistertitel an.
- Studium: Du bewirbst dich für einen Studiengang im Bereich Holzwirtschaft.
- Selbstständigkeit: Du gründest deine eigene Tischlerei.
Mit deinen Fähigkeiten und der Zeit im Betrieb wachsen auch deine Gehaltsaussichten.
Fazit: Starkes Handwerk mit Holz
Als Tischler/in arbeitest du mit einem nachhaltigen Rohstoff und fertigst Möbel, Türen, Fenster und vieles mehr. Du hast vielfältige Aufgaben und Arbeitsbereiche. Dein Wissen nutzt dir auch privat. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und endet mit dem Gesellenbrief.
Lust auf Holz? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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