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Ausbildung Verfah­rens­me­chaniker/in Steine- und Erdenin­dustrie

Ausbildung: Baustoffe für Häuser und Straßen

Symbolbild: Ausbildung Verfahrensmechaniker/in Steine- und Erdenindustrie

Jedes Haus und jede Straße braucht Baustoffe. Wer stellt sie her? Das kannst du sein, mit einer Ausbildung zum/zur Verfah­rens­me­chaniker/in in der Steine- und Erdenin­dustrie. Du wirst Profi für die Gewinnung und Verarbeitung minera­lischer Rohstoffe. Du steuerst Anlagen, die aus Sand, Kies, Kalk und Gestein hochwertige Baustoffe machen. Dabei arbeitest du mit moderner Computer­technik und handelst verant­wor­tungsvoll gegenüber der Umwelt. Du kannst dich auf sechs Fachrich­tungen spezia­li­sieren:

  • Asphalttechnik
  • Baustoffe
  • Gipsplatten oder Faserzement
  • Kalksandsteine oder Porenbeton
  • Transportbeton
  • Vorgefertigte Betonerzeugnisse

Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Verfah­rens­me­chaniker/in Steine- und Erdenin­dustrie auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr992 € bis 1.157 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Was macht ein/e Verfah­rens­me­chaniker/in in der Steine- und Erdenin­dustrie?

Du bist Fachkraft für die automa­ti­sierte Aufbereitung von Rohstoffen. Das gehört zu deiner Arbeit:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Prozesse steuern: Du bedienst und überwachst automatisierte Produktionsanlagen vom Leitstand aus. Bei Abweichungen greifst du ein.
  • Verfahrenstechnik: Du kennst die physikalischen und chemischen Vorgänge beim Zerkleinern, Trennen, Mischen, Brennen und Trocknen von Rohstoffen.
  • Wartung und Instandhaltung: Du wartest mechanische, pneumatische und hydraulische Bauteile. Bei Störungen setzt du sie wieder instand.
  • Qualität und Umwelt: Du entnimmst Proben und analysierst sie im Labor. Du sorgst dafür, dass die Produktion alle Vorgaben und strenge Umweltauflagen einhält.
Beton mit Bewehrungsgitter

Warum ist der Beruf so wichtig?

  • Technik im Großformat: Du arbeitest mit riesigen Anlagen, die Tonnen von Material fördern, verarbeiten und verladen.
  • Wichtige Arbeit: Du produzierst die Rohstoffe für die gesamte Bau-Infrastruktur. Sie stecken in Wohnhäusern, Brücken und Schienenwegen.
  • Starke Branche: Die Baustoffindustrie ist ein Rückgrat der Wirtschaft. Qualifizierte Verfahrensmechaniker/innen werden in vielen Branchen gesucht.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Verfah­rens­me­chaniker/in in der Steine- und Erdenin­dustrie ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Du lernst im Ausbil­dungs­betrieb und in der Berufs­schule. Mit guten Leistungen kannst du auf 2,5 Jahre verkürzen. Mit passender Vorbildung sind sogar 2 Jahre möglich.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

In den ersten zwei Jahren lernst du die metall­tech­nischen Grundlagen und die allgemeine Verfah­rens­technik. Im dritten Jahr spezia­li­sierst du dich auf eine der sechs Fachrich­tungen. Oft gibt dir dein Betrieb die Fachrichtung vor. So wirst du zum/zur Expert/in für ein bestimmtes Endprodukt.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Verfah­rens­me­chaniker/in in der Steine- und Erdenin­dustrie?

Was solltest du mitbringen?

  • bei den meisten Betrieben einen guten ESA/Hauptschulabschluss oder den MSA/Realschulabschluss
  • Interesse an Technik, Physik und Chemie
  • mathematisches Verständnis, zum Beispiel für Mischungsverhältnisse und Materialberechnungen
  • eine genaue Arbeitsweise, denn Fehler können teuer werden
  • Lernbereitschaft und Teamfähigkeit

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 992 € bis 1.157 €
2. Ausbildungsjahr 1.131 € bis 1.325 €
3. Ausbildungsjahr 1.232 € bis 1.532 €

Passt die Ausbildung zum/zur Verfah­rens­me­chaniker/in in der Steine- und Erdenin­dustrie zu dir?

Du magst große Maschinen und willst wissen, woraus Häuser gebaut werden? Das spricht für die Ausbildung:

  • Große Technik: Bagger, Förderbänder und riesige Anlagen gehören zu deinem Alltag.
  • Abwechslung: An einem Tag geht es um den Abbau von Rohstoffen, am nächsten um die Herstellung von Zement, Kalk oder Gips.
  • Schichtdienst: Oft arbeitest du im Schichtdienst. Das hat Vor- und Nachteile.
  • Viele Richtungen: Mit sechs Fachrichtungen findest du den Bereich, der zu dir passt.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Verfah­rens­me­chaniker/in Steine- und Erdenin­dustrie?

Was du als Verfah­rens­me­chaniker/in Steine- und Erdenin­dustrie jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer beim Betonieren im Garten mithilft, Steine und Kies sammelt und vergleicht oder Videos über große Maschinen schaut, zeigt Betrieben Interesse an Technik und Rohstoffen. Wer dazu gern mit Mengen und Mischungen rechnet, bringt das Zahlen­gefühl für den Leitstand mit, und Handball im Verein zeigt Teamgeist. Wenn dich Kieswerke reizen, schau dir Aufberei­tungs­me­chaniker/in Sand und Kies an. Für Prüfungen im Labor passt Baustoff­prüfer/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • beim Betonieren im Garten mithilfst Geschick
  • Steine, Sand und Kies sammelst und vergleichst Neugier
  • Videos über große Maschinen und Anlagen schaust Technikverständnis
  • gern mit Mengen und Mischungen rechnest Zahlengefühl
  • Handball oder Fußball im Verein spielst Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 4 · Wie häufig?

    rund 220

    Betriebe bilden aus

    Platz 90 von 344 Berufen.

  • 2 von 4 · Plan B im selben Betrieb

    Jeder 5. Betrieb

    bildet auch Baustoff­prüfer/in aus.

    Jeder 5. bildet auch Industrie­kaufmann/frau aus.

  • 3 von 4 · Wo?

    • Bayern50
    • Baden-Württemberg40
    • Nordrhein-Westfalen30

    Die meisten Betriebe: Dresden, Landkreis Fulda, Kreis Wesel

  • 4 von 4 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Nach deinem Abschluss stehen dir viele Wege offen:

  • Beschäftigung im Betrieb: Du arbeitest in deinem Fachgebiet und bildest dich intern weiter.
  • Industriemeister/in: Du leitest eine Produktionsabteilung und bildest selbst Azubis aus.
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in: Du spezialisierst dich auf Maschinentechnik oder Verfahrenstechnik.
  • Fortbildungen: Du wirst Expert/in für Arbeitssicherheit, Umweltschutz oder Qualitätsmanagement.
  • Studium: Mit Praxiserfahrung, Abitur oder Fachabitur kannst du zum Beispiel Verfahrenstechnik oder Baustoffingenieurwesen studieren.

Die sechs Fachrich­tungen

  • Asphalttechnik: Du mischst Gestein und Bitumen bei hohen Temperaturen zu Asphalt. Du steuerst die Mischanlagen und achtest genau auf die Rezeptur, damit Fahrbahnen Wetter und Verkehr standhalten. Spannend ist das Asphalt-Recycling, bei dem alte Straßen wiederverwertet werden. Später arbeitest du in Asphaltmischwerken für den Verkehrswegebau.
  • Baustoffe: Du bist Allrounder/in. Du stellst Bindemittel wie Zement, Kalk und Gips oder Trockenmörtel her. Dabei überwachst du große Drehöfen und Mahlanlagen. Später arbeitest du in Zement-, Kalk- oder Mörtelwerken.
  • Gipsplatten oder Faserzement: Du stellst große Platten für Wände, Decken und Fassaden her. An automatisierten Fertigungsstraßen überwachst du das Beschichten, Schneiden und Trocknen. Es kommt auf eine saubere Oberfläche und die richtige Materialstärke an. Später arbeitest du in Werken für Gipskartonplatten oder Fassadenelemente.
  • Kalksandsteine oder Porenbeton: Du fertigst Mauersteine, die durch Dampfhärtung in Autoklaven fest werden. Du steuerst die Steinpressen und überwachst Druck und Temperatur beim Härten. Das Ziel sind millimetergenaue Steine mit guter Dämmung. Später arbeitest du in Werken für Mauersteine und Plansteine.
  • Transportbeton: Du mischst Beton genau dann, wenn die Baustelle ihn braucht. Du passt die Rezeptur an und koordinierst die Beladung der Betonlaster. Beton muss schnell verarbeitet werden, deshalb brauchst du ein gutes Zeitmanagement. Später arbeitest du in Transportbetonwerken.
  • Vorgefertigte Betonerzeugnisse: Du stellst massive Bauteile wie Treppen, Wandelemente oder Brückenpfeiler her. Du bereitest Schalungen vor, setzt Stahlbewehrungen ein und überwachst das Gießen und Verdichten. Die Teile müssen auf der Baustelle genau zusammenpassen. Später arbeitest du in Betonfertigteilwerken für Hoch- und Ingenieurbau.

Fazit: Du machst den Bau möglich

Als Verfah­rens­me­chaniker/in in der Steine- und Erdenin­dustrie stellst du minera­lische Baustoffe wie Zement, Gips, Beton und Asphalt her. Deine Produkte stecken in vielen Baupro­jekten. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.

Lust auf große Technik? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

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Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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