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Ausbildung Verfahrenstechnologe/in Mühlen- und Getreidewirtschaft
Ausbildung: Vom Korn zum Mehl
Wer Brötchen backen will, braucht zuerst Mehl. Genau das stellst du her, wenn du die Ausbildung zum/zur Verfahrenstechnologe/in Mühlen- und Getreidewirtschaft machst. Du nimmst Getreide an, reinigst und lagerst es. Du steuerst die Anlagen, die daraus Mehl, Grieß und Kleie machen. Du prüfst die Qualität und achtest streng auf Hygiene. Deine Produkte landen als Lebensmittel auf dem Teller oder werden zu Futter für Tiere. Der Beruf ist wichtig und bietet dir viele spannende Aufgaben. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Früher hieß dieser Beruf Müller/in.
Auf einen Blick
Verfahrenstechnologe/in Mühlen- und Getreidewirtschaft auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 2017 heißt er so wie heute.
- 1953 bis 2006Müller/
in - 2006 bis 2017Müller/
in (Verfahrenstechnologe/ in in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft) - seit 2017Verfahrenstechnologe/
in Mühlen- und Getreidewirtschaft
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Verfahrenstechnologe/in Mühlen- und Getreidewirtschaft?
Du bist Fachkraft für die Herstellung von Mehl und Getreideprodukten. Deine Arbeit ist die Grundlage für die Lebensmittelindustrie. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Produktion steuern: Du überwachst und steuerst die Abläufe in Mühlen und Getreidewerken. Dazu gehören Mahlen, Mischen, Sieben und Verpacken.
- Qualität prüfen: Du prüfst die Produkte ständig. So erfüllen sie die gesetzlichen Standards und die Wünsche der Kund/innen.
- Mühlen warten: Du kontrollierst und wartest Maschinen und Anlagen. So wird das Getreide gleichmäßig gemahlen.
- Hygiene einhalten: Dein Mehl wird von Menschen oder Tieren gegessen. Deshalb hältst du strenge Hygiene- und Lebensmittelstandards ein.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Mit deiner Arbeit bist du ein wichtiger Teil der Lebensmittelversorgung. Deine Produkte sind für Menschen oder für Tiere bestimmt. Du sorgst dafür, dass hochwertige und sichere Lebensmittel entstehen. Sie sind ein wichtiger Teil unserer Ernährung.
Dazu arbeitest du mit spannenden Anlagen, die die meisten Menschen nie zu Gesicht bekommen.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Verfahrenstechnologe/in Mühlen- und Getreidewirtschaft ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Du lernst im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Getreide annehmen und lagern: Du nimmst Lieferungen an und prüfst ihre Qualität. Mit Luftgebläsen entfernst du Verunreinigungen. Danach lagerst du das Getreide richtig in großen Silos.
- Getreide mahlen: Du bedienst die Maschinen und Anlagen zum Vermahlen. Du behältst wichtige Werte im Blick und behebst Fehler. Dabei hältst du die Sicherheitsmaßnahmen ein.
- Mehlprodukte herstellen: Deine Anlagen stellen vor allem Mehl, Grieß und Kleie her. Du prüfst regelmäßig die Qualität. Zum Schluss verpackst und lagerst du die Produkte.
- Weitere Aufgaben: Du lernst Büroarbeiten, pflegst die Mühlen, hältst die Werkstatt sauber und kennst die Sicherheitsvorschriften.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Verfahrenstechnologe/in Mühlen- und Getreidewirtschaft?
Was solltest du mitbringen?
- Interesse an Technik und Anlagen
- Freude an Lebensmitteln
- viel Sinn für Sauberkeit und Hygiene
- eine sorgfältige Arbeitsweise
- Teamfähigkeit
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.080 € bis 1.165 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.185 € bis 1.315 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.300 € bis 1.415 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Verfahrenstechnologe/in Mühlen- und Getreidewirtschaft zu dir?
Du hast Lust auf Technik und Lebensmittel? Dann lohnt sich ein genauer Blick. Das spricht für die Ausbildung:
- Beeindruckende Anlagen: Du arbeitest jeden Tag mit großen Maschinen zur Herstellung von Mehl und Getreideprodukten.
- Teamarbeit: Mit Kolleg/innen und Vorgesetzten machst du die Lebensmittelversorgung effizienter.
- Viel Wissen: Du lernst viele Prozesse kennen. Dieses Wissen hilft dir auch in anderen Branchen.
- Vielfältige Produkte: Du stellst Mehl, Grieß, Flocken und Futtermittel her.
Dich interessiert Verfahrenstechnik auch in anderen Branchen? Dann schau dir die Ausbildungen als Verfahrenstechnologe/in Metall und Verfahrensmechaniker/in für Steine- und Erdenindustrie an.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Verfahrenstechnologe/in Mühlen- und Getreidewirtschaft?
Was du als Verfahrenstechnologe/in Mühlen- und Getreidewirtschaft jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer selbst Brot und Pizza backt, verschiedene Mehlsorten ausprobiert und in der Küche auf Sauberkeit achtet, zeigt Betrieben Freude an Lebensmitteln und Sinn für Hygiene. Wer dazu bei der Ernte auf dem Hof hilft oder in der Landjugend mitmacht, beweist Zuverlässigkeit und Teamgeist. Wenn du lieber direkt aus dem Mehl backst, schau dir Bäcker/in an. Für Lebensmittel aus großen Anlagen passt Fachkraft für Lebensmitteltechnik.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- selbst Brot, Brötchen oder Pizza backst Genussfreude
- verschiedene Mehlsorten und Rezepte ausprobierst Neugier
- in der Küche auf Sauberkeit achtest Hygiene
- bei der Ernte auf dem Hof mithilfst Zuverlässigkeit
- in der Landjugend Aktionen mitplanst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Deine Karriere hängt davon ab, welchen Schwerpunkt du in der Ausbildung setzt. Du kannst zum Beispiel in der Fachrichtung Müllerei oder Agrarlager arbeiten. Hier kannst du arbeiten:
- in Mühlen
- in Getreidewerken
- in Großbäckereien
- in anderen Unternehmen, die der Lebensmittelindustrie zuarbeiten
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Qualitätssicherung: Du sorgst dafür, dass alle Produkte die Standards erfüllen.
- Produktentwicklung: Du entwickelst neue Getreideprodukte mit.
- Prozessoptimierung: Du machst Abläufe in der Produktion besser.
Fazit: Du sorgst für unser tägliches Mehl
Als Verfahrenstechnologe/in Mühlen- und Getreidewirtschaft sorgst du dafür, dass Mehl und Getreideprodukte auf unseren Tellern landen. Mit Fachwissen und Sorgfalt stellst du hochwertige Lebensmittel her. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich auf Qualität, Produktentwicklung oder Prozesse spezialisieren.
Lust auf Mühlentechnik? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
- Agrarlager
- Müllerei
Früher hieß der Beruf "Müller" oder "Müllerin" woher auch der weitverbreitete Nachname stammt.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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