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Ausbildung Werkstein­her­steller/in

Ausbildung: Steine, die bleiben

Symbolbild: Ausbildung Werksteinhersteller/in

Du willst etwas bauen, das Jahrzehnte hält? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Werkstein­her­steller/in an. Du arbeitest mit Beton und Naturstein, zwei sehr vielseitigen Werkstoffen. Mit Werkzeugen und Maschinen stellst du Steinerzeugnisse her. Sie werden später verlegt und verbaut, zum Beispiel in Hochhäusern, Straßen oder Tiefgaragen. Am Ende des Tages siehst du, was du geschaffen hast. Hier erfährst du, was du als Werkstein­her­steller/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Früher hieß dieser Beruf Betonstein- und Terrazzo­her­steller/in.

Auf einen Blick

Werkstein­her­steller/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr975 € bis 1.300 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 2015 heißt er so wie heute.

  1. 1985 bis 1985Betonwerker/in sowie Betonstein- und Ter­razz­o­her­stel­ler/in
  2. 1985 bis 2015Betonstein- und Ter­razz­o­her­stel­ler/in
  3. seit 2015Werk­stein­her­stel­ler/in

Im Alltag sagt man auch: Betonwerker/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949.

Was macht ein/e Werkstein­her­steller/in?

Du stellst viele verschiedene Betonprodukte her. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Betonprodukte fertigen: Du stellst Boden- und Treppenbeläge her, außerdem Bauteile für Straßenbau, Tiefbau, Wohnungsbau und Industriebau.
  • Formen vorbereiten: Du baust Schalungen, Bewehrungen und Formen.
  • Beton mischen: Du mischst den Beton genau nach Vorgabe.
  • Verlegen und verbauen: Die fertigen Teile bringst du dorthin, wo sie gebraucht werden, und baust sie ein.
werksteinhersteller-2

Warum ist der Beruf so wichtig?

Städte wachsen. Für neue Häuser und Straßen braucht es Beton und andere Baustoffe. Deshalb sind Fachkräfte gefragt, die Werksteine für hohe Ansprüche herstellen. Auch bei der Reparatur und Pflege bestehender Bauwerke wie Denkmälern bist du gefragt. Mit deiner Arbeit gestaltest du die Städte mit und baust an Gebäuden, die lange bleiben.

Du bist dir noch unsicher? Dann schau dir auch den Beruf Naturwerk­stein­me­chaniker/in an.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Werkstein­her­steller/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual. Die Praxis lernst du im Betrieb. In der Berufs­schule bekommst du das theore­tische Wissen.

Das lernst du unter anderem:

  • Naturstein bearbeiten: Du lernst verschiedene Natursteinarten kennen und bearbeitest sie mit Werkzeugen und Maschinen. Später stellst du ganze Bauteile her, zum Beispiel Treppenstufen, Fensterbänke und Fassadenplatten.
  • Betonwerkstein herstellen: Du lernst die Arten von Betonwerkstein und ihren Einsatz kennen. Du stellst Pflastersteine, Mauersteine und Terrazzoböden her und bearbeitest sie weiter.
  • Steine versetzen: Auf Baustellen lernst du Verlegetechniken und bringst Natur- und Betonwerksteine an. Du bewertest die Qualität der Verlegearbeiten.
  • Werkzeuge und Materialien: Du bedienst Werkzeuge und Maschinen und kennst die Eigenschaften der Materialien.
  • Montage: Du lernst, Bauteile so zu montieren, dass sie lange halten.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Werkstein­her­steller/in?

Was solltest du mitbringen?

  • handwerkliches Geschick
  • Interesse an Materialien und Formen
  • körperliche Belastbarkeit
  • Sorgfalt und Genauigkeit
  • Teamfähigkeit

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 975 € bis 1.300 €
2. Ausbildungsjahr 1.056 € bis 1.650 €
3. Ausbildungsjahr 1.184 € bis 1.868 €

Passt die Ausbildung zum/zur Werkstein­her­steller/in zu dir?

Du arbeitest gern mit den Händen und willst sehen, was du schaffst? Das spricht für die Ausbildung:

  • Bleibende Werte: Deine Bauteile sind für eine sehr lange Nutzung gedacht.
  • Gefragte Produkte: Fensterbänke, Treppenstufen und Grabsteine werden immer gebraucht, auch wenn kaum jemand darüber nachdenkt.
  • Wissen für später: Sägen, Schleifen und Polieren kannst du auch in anderen Branchen einsetzen.
  • Sichtbare Ergebnisse: Am Ende des Tages siehst du, was du hergestellt hast.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Werkstein­her­steller/in?

Was du als Werkstein­her­steller/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Garten Trittsteine aus Beton gießt, für Bastel­projekte Gipsformen baut oder beim Pflastern mithilft, zeigt Betrieben Geschick und Sinn für Formen. Wer dazu im Ruderverein trainiert oder beim Arbeits­einsatz der Gemeinde schwere Sachen trägt, beweist Belast­barkeit und Teamgeist. Wenn dich Naturstein besonders reizt, schau dir Naturwerk­stein­me­chaniker/in an. Für große Bauteile aus Beton passt Betonfer­tig­teilbauer/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • im Garten Trittsteine oder Deko aus Beton gießt Geschick
  • für Bastelprojekte Gipsformen baust Genauigkeit
  • schöne Steine schleifst oder polierst Sorgfalt
  • im Ruderverein oder beim Kanupolo trainierst Teamgeist
  • bei Arbeitseinsätzen in der Gemeinde schwer mit anpackst Belastbarkeit

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 3 · Wie häufig?

    1

    Betrieb bildet aus

    Platz 340 von 340 Berufen.

  • 2 von 3 · Wo?

    • Sachsen-Anhalt1

    Die meisten Betriebe: Salzlandkreis

  • 3 von 3 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Nach der Ausbildung hast du verschiedene Möglich­keiten. Hier kannst du arbeiten:

  • in Steinmetz- und Bildhauerwerkstätten
  • in Restaurierungsbetrieben
  • in Bauunternehmen
  • als freiberufliche/r Kunsthandwerker/in

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Steinbildhauerei: Du spezialisierst dich auf künstlerische Arbeiten in Stein.
  • Restaurierung: Du kümmerst dich um historische Steinobjekte. Dieser Weg ist seltener, aber sehr spannend.

Fazit: Handwerk in Beton und Stein

Als Werkstein­her­steller/in stellst du Beton- und Naturstein­bauteile für die Bauwirt­schaft her. Du trägst zum Bau von Brücken, Gebäuden und Denkmälern bei. Dafür brauchst du handwerk­liches Geschick und ein gutes Gespür für Materialien und Design. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual.

Klingt nach dir? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Werksteinhersteller/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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