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Ausbildung Werkzeug­me­chaniker/in

Ausbildung: Präzision bis auf den Tausends­tel­mil­limeter

Symbolbild: Ausbildung Werkzeugmechaniker/in

Schleifen, Fräsen, Bohren und Stanzen machen dir keine Angst? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Werkzeug­me­chaniker/in an. Du stellst Werkzeuge und Formen für ganz unterschiedliche Zwecke her. Die Industrie braucht sie, um ihre Produkte zu fertigen. Oft sind es Spezial­an­fer­ti­gungen für besondere Aufträge. Dafür brauchst du Sorgfalt, Ausdauer und ein genaues Auge. Hier erfährst du, was du als Werkzeug­me­chaniker/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Werkzeug­me­chaniker/in auf einen Blick

Dauer3,5 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr1.243 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 1987 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 3 Berufen wurde einer.

  1. bis 1987Werk­zeug­ma­cher/in
  2. bis 1987Flach­gra­veur/in
  3. bis 19878 weitere
  4. seit 1987Werk­zeug­me­cha­ni­ker/in

In der DDR hieß der Beruf: Formenbauer/in, Webeblatt­binder/in, Werkzeug­macher/in Blechform- und Schnei­de­werkzeuge

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Werkzeug­me­chaniker/in?

Du bist Profi für die Herstellung, Wartung und Reparatur von Werkzeugen und Formen. Sie werden in fast allen Bereichen der industriellen Fertigung gebraucht. Du arbeitest jeden Tag sehr präzise. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Werkzeuge herstellen: Du fertigst Werkzeuge, Formen und Präzisionsbauteile nach technischen Zeichnungen. Du verwendest hochwertige Metalle und arbeitest sehr genau.
  • Warten und reparieren: Du hältst Werkzeugmaschinen in Schuss und reparierst sie, damit sie zuverlässig laufen.
  • CNC-Maschinen: Du steuerst computergestützte Maschinen. Sie arbeiten auf den Tausendstelmillimeter genau. Das ist wichtig, denn manche Produkte werden auch in der Medizintechnik eingesetzt.
  • Qualitätskontrolle: Du prüfst Werkzeuge, Vorrichtungen und Bauteile. Was die Anforderungen nicht erfüllt, wird aussortiert.
  • Arbeitssicherheit: Du arbeitest mit Umformwerkzeugen, Maschinen und Materialien, die gefährlich sein können. Deshalb hältst du die Sicherheitsregeln immer ein.
werkzeug

Warum ist der Beruf so wichtig?

Die Werkzeuge, die du herstellst, braucht die gesamte Industrie. Wenn du sauber arbeitest, entsteht am Ende ein perfektes Werkstück. Ein Fehler von dir wirkt sich dagegen bis zum Endprodukt aus. Gute Werkzeuge nach dem Standard Made in Germany sind gefragt. Damit leistest du einen wichtigen Beitrag für die Produk­tivität der deutschen und interna­tionalen Industrie.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Werkzeug­me­chaniker/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und ist dual. Du lernst im Ausbil­dungs­betrieb und in der Berufs­schule. Schon in der Ausbildung erlebst du echte industrielle Abläufe. Mit jedem Jahr wachsen die Anforde­rungen und deine Vergütung steigt.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Werkzeuge herstellen: Du lernst Werkzeugmaschinen kennen und bearbeitest verschiedene Werkstoffe. Du fertigst Werkzeuge nach Zeichnung, auch in Serie. Außerdem lernst du das Spritzgussverfahren.
  • Werkzeuge instand halten: Du wartest und reparierst Präzisionswerkzeuge, prüfst fertige Werkzeuge und arbeitest nach, wenn nötig.
  • CNC-Maschinen programmieren: Du lernst die Programme, mit denen du automatische Bohr- und Stanzmaschinen steuerst. Du lernst, Maschinen richtig zu bestücken und die Produktion effizienter zu machen.
  • Materialkunde: Du kennst Werkstoffe und ihre Eigenschaften.
  • Fertigungsverfahren: Du lernst die Verfahren für Präzisionswerkzeuge und sichere Arbeitsweisen.
  • Theorie: Mathematik, Werkstoffkunde, Physik und Verwaltungsaufgaben

Du willst dich noch spezieller mit Werkzeugen beschäftigen? Dann schau dir den Beruf Präzisi­ons­werk­zeug­me­chaniker/in an.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Werkzeug­me­chaniker/in?

Was solltest du mitbringen?

  • technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
  • Sorgfalt und Ausdauer
  • gute Grundkenntnisse in Mathe und Physik
  • Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Maschinen
  • Freude an Herausforderungen

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.243 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 1.298 € bis 1.408 €
3. Ausbildungsjahr 1.379 € bis 1.489 €
4. Ausbildungsjahr 1.461 € bis 1.563 €

Passt die Ausbildung zum/zur Werkzeug­me­chaniker/in zu dir?

Du hast Lust, im Millime­ter­bereich zu bohren, zu fräsen und zu schleifen? Das spricht für die Ausbildung:

  • Präzision und Technik: Du arbeitest mit Metall und genauen Messinstrumenten. Deine Werkzeuge nutzen andere in Industrie und Handwerk.
  • Herausforderung: Drehen, Fräsen und Schleifen an modernen Maschinen fordern dich jeden Tag.
  • Gefragte Qualität: Hochwertige Werkzeuge haben ihren Markt. Das verbessert deine Aussichten.
  • Viele Wege: Mit deinem Abschluss kannst du leicht die Branche wechseln.
  • Steigende Vergütung: Deine Ausbildungsvergütung steigt mit jedem Jahr.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Werkzeug­me­chaniker/in?

Was du als Werkzeug­me­chaniker/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Werkun­terricht feilt und bohrt, bis alles passt, nach Plänen etwas baut oder am Fahrrad die Schaltung genau einstellt, zeigt Betrieben Geschick und technisches Verständnis. Wer im Makerspace mit der Fräse experi­mentiert und im Tischten­nis­verein Wettkämpfe spielt, beweist dazu Sorgfalt und Freude an Heraus­for­de­rungen. Wenn dich besonders feine Werkzeuge reizen, schau dir Präzisi­ons­werk­zeug­me­chaniker/in an. Für Drehen und Fräsen an CNC-Maschinen passt Zerspa­nungs­me­chaniker/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • im Werkunterricht feilst, bohrst und sägst Geschick
  • nach technischen Zeichnungen oder Plänen etwas baust Genauigkeit
  • am Fahrrad Schaltung und Bremsen einstellst Technikverständnis
  • im Makerspace mit 3D-Drucker oder Fräse experimentierst Neugier
  • Tischtennis oder Badminton im Verein spielst Ehrgeiz

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Mit deinem Abschluss hast du gute Chancen, denn deine Fähigkeiten sind in vielen Branchen gefragt. Hier kannst du arbeiten:

  • im Werkzeugbau
  • in der Formtechnik
  • in der Automobilindustrie
  • in der Luft- und Raumfahrttechnik
  • im Maschinenbau

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Präzisionswerkzeuge: Du spezialisierst dich auf hochspezielle Werkzeuge.
  • Fertigungsverfahren: Du gestaltest und verbesserst Abläufe in der Produktion.
  • Selbstständigkeit: Du gründest ein eigenes Werkzeugbauunternehmen.

Fazit: Präzision für die ganze Industrie

Als Werkzeug­me­chaniker/in stellst du Werkzeuge und Formen her und hältst sie instand. Die industrielle Fertigung ist auf sie angewiesen. Präzision und technisches Geschick machen dich aus. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und ist dual. Danach hast du viele Möglich­keiten, dich weiter­zu­ent­wickeln.

Lust auf Präzisi­ons­arbeit? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Werkzeugmechaniker/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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