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Ausbildung Zupfinstrumentenmacher/in
Ausbildung: Instrumente bauen, die klingen
Musik ist deine Leidenschaft und du arbeitest gern mit den Händen? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Zupfinstrumentenmacher/in an. Du baust Instrumente wie Gitarren, Mandolinen, Lauten und Harfen. Du arbeitest mit Holz, Metall und Saiten. Du lernst viel über die Geschichte dieser Instrumente und wie man sie baut. Mit deinem Handwerk sorgst du dafür, dass ihr Klang auch in vielen Jahren noch Menschen begeistert. Hier erfährst du, was du als Zupfinstrumentenmacher/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Zupfinstrumentenmacher/in auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Diese Bezeichnungen gab es früher für den Beruf.
- 1997 bis 2014Zupfinstrumentenmacher/in (ohne Fachrichtungen)
In der DDR hieß der Beruf: Mechaniker/in für Zupf- und Streichinstrumente, Zupfinstrumentenfacharbeiter/in
Im Alltag sagt man auch: Gitarrenbauer/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Zupfinstrumentenmacher/in?
Du stellst Zupfinstrumente her und reparierst sie. Das Handwerk hat eine lange Tradition. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Instrumentenbau: Du baust Zupfinstrumente von Grund auf. Du verwendest Holz, Metall, Saiten und andere Materialien und verzierst die Instrumente kunstvoll.
- Reparatur und Wartung: Du reparierst beschädigte oder abgenutzte Instrumente. So klingen und spielen sie wieder gut.
- Restaurierung: Mit traditionellen Techniken und Materialien bringst du alte Instrumente in ihren ursprünglichen Zustand zurück.
- Anpassung: Du passt Instrumente an die Wünsche von Musiker/innen an. Klang und Spielgefühl werden besser, der Charakter des Instruments bleibt.
- Beratung: Du berätst Kund/innen bei der Wahl von Instrumenten und Zubehör.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Du erhältst die Klangqualität und Spielbarkeit von Zupfinstrumenten und verbesserst sie. Mit deinem Geschick sorgst du dafür, dass Saiteninstrumente gebaut und bewahrt werden. Dabei entstehen schöne, kunsthandwerkliche Stücke. Musiker/innen auf der ganzen Welt schätzen diese Arbeit. Menschen wollen Musik machen, deshalb werden Instrumente auch in Zukunft gebraucht.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Zupfinstrumentenmacher/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist in der Regel dual. Du lernst den Instrumentenbau, die Bearbeitung von Holz und anderen Materialien sowie Reparatur und Restaurierung.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Instrumente herstellen: Du lernst Gitarren, Lauten und Harfen kennen. Du bearbeitest und formst Holz mit Werkzeugen und Maschinen und baust Instrumente nach Zeichnung.
- Reparieren: Du setzt defekte Instrumente instand, tauschst Verschleißteile aus und passt Instrumente an die Musiker/innen an.
- Restaurieren: Du reinigst und konservierst historische Instrumente und ersetzt beschädigte Teile.
- Weiteres Wissen: Holzarten und ihre Eigenschaften, Werkzeuge und Maschinen, Bautechniken, Kommunikation mit Kund/innen und Lieferanten, Arbeit im Team
Welche Voraussetzungen brauchst du als Zupfinstrumentenmacher/in?
Was solltest du mitbringen?
- handwerkliches Geschick
- Interesse an Musik und ein gutes Gehör
- Geduld und Sorgfalt bei Feinarbeiten
- Sinn für Formen und Gestaltung
- Freude am Umgang mit Kund/innen
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 724 € bis 970 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 € bis 1.070 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.000 € bis 1.170 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Zupfinstrumentenmacher/in zu dir?
Du liebst Musik und Holz gleichermaßen? Das spricht für die Ausbildung:
- Zwei Leidenschaften: Du verbindest Musik und Handwerk in einem Beruf.
- Unikate: Jedes Instrument ist anders. Du baust es nach den Wünschen deiner Kund/innen.
- Begeisterung: Deine Arbeit begeistert Sammler/innen und weckt bei Jung und Alt die Lust auf Musik.
- Sinnvolle Arbeit: Du trägst dazu bei, Musikkultur zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Zupfinstrumentenmacher/in?
Was du als Zupfinstrumentenmacher/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Gitarre oder Ukulele spielt, Saiten selbst wechselt und das Instrument nach Gehör stimmt, zeigt Werkstätten ein gutes Gehör und Liebe zur Musik. Wer im Werkunterricht feine Holzarbeiten macht oder in der Schulband mit anderen probt, beweist dazu Geduld, Sorgfalt und Teamgeist. Wenn dich Streichinstrumente reizen, schau dir Geigenbauer/in an. Für Tasteninstrumente passt Klavier- und Cembalobauer/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Gitarre, Ukulele oder Bass spielst Gehör
- dein Instrument selbst stimmst und Saiten wechselst Geschick
- im Werkunterricht feine Arbeiten aus Holz machst Sorgfalt
- in einer Band oder im Schulorchester mitspielst Teamgeist
- alte Instrumente oder Fundstücke wieder herrichtest Geduld
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Nach der Ausbildung arbeitest du im Musikinstrumentenbau. Hier kannst du arbeiten:
- in Instrumentenwerkstätten
- in Musikgeschäften
- bei Orchestern
- in Musikschulen
- in anderen Bereichen der Holzverarbeitung
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Spezialisierung: Du konzentrierst dich auf bestimmte Instrumententypen.
- Eigene Werkstatt: Du machst dir einen Namen und verkaufst deine eigenen Instrumente.
Dich reizen auch andere Instrumente? Dann schau dir Holzblasinstrumentenmacher/in, Klavier- und Cembalobauer/in oder Orgel- und Harmoniumbauer/in an.
Fazit: Handwerk für guten Klang
Als Zupfinstrumentenmacher/in baust, reparierst und pflegst du Zupfinstrumente. Das Handwerk ist alt und entwickelt sich trotzdem immer weiter. Du sorgst für guten Klang und gute Spielbarkeit. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezialisieren oder eine eigene Werkstatt eröffnen.
Lust, Musik zu bauen? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Kunsthandwerk, Schmuck und Instrumente.
- Gitarrenbau
- Harfenbau
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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