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Ausbildung Zupfin­stru­men­ten­macher/in

Ausbildung: Instrumente bauen, die klingen

Symbolbild: Ausbildung Zupfinstrumentenmacher/in

Musik ist deine Leiden­schaft und du arbeitest gern mit den Händen? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Zupfin­stru­men­ten­macher/in an. Du baust Instrumente wie Gitarren, Mandolinen, Lauten und Harfen. Du arbeitest mit Holz, Metall und Saiten. Du lernst viel über die Geschichte dieser Instrumente und wie man sie baut. Mit deinem Handwerk sorgst du dafür, dass ihr Klang auch in vielen Jahren noch Menschen begeistert. Hier erfährst du, was du als Zupfin­stru­men­ten­macher/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Zupfin­stru­men­ten­macher/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
1. Jahr724 € bis 970 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Diese Bezeich­nungen gab es früher für den Beruf.

  • 1997 bis 2014Zupfinstrumentenmacher/in (ohne Fachrichtungen)

In der DDR hieß der Beruf: Mechaniker/in für Zupf- und Streich­in­strumente, Zupfin­stru­men­ten­fach­ar­beiter/in

Im Alltag sagt man auch: Gitarrenbauer/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Zupfin­stru­men­ten­macher/in?

Du stellst Zupfin­strumente her und reparierst sie. Das Handwerk hat eine lange Tradition. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Instrumentenbau: Du baust Zupfinstrumente von Grund auf. Du verwendest Holz, Metall, Saiten und andere Materialien und verzierst die Instrumente kunstvoll.
  • Reparatur und Wartung: Du reparierst beschädigte oder abgenutzte Instrumente. So klingen und spielen sie wieder gut.
  • Restaurierung: Mit traditionellen Techniken und Materialien bringst du alte Instrumente in ihren ursprünglichen Zustand zurück.
  • Anpassung: Du passt Instrumente an die Wünsche von Musiker/innen an. Klang und Spielgefühl werden besser, der Charakter des Instruments bleibt.
  • Beratung: Du berätst Kund/innen bei der Wahl von Instrumenten und Zubehör.
zupfinstrument-1

Warum ist der Beruf so wichtig?

Du erhältst die Klangqualität und Spielbarkeit von Zupfin­stru­menten und verbesserst sie. Mit deinem Geschick sorgst du dafür, dass Saiten­in­strumente gebaut und bewahrt werden. Dabei entstehen schöne, kunsthand­werkliche Stücke. Musiker/innen auf der ganzen Welt schätzen diese Arbeit. Menschen wollen Musik machen, deshalb werden Instrumente auch in Zukunft gebraucht.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Zupfin­stru­men­ten­macher/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist in der Regel dual. Du lernst den Instru­men­tenbau, die Bearbeitung von Holz und anderen Materialien sowie Reparatur und Restau­rierung.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Instrumente herstellen: Du lernst Gitarren, Lauten und Harfen kennen. Du bearbeitest und formst Holz mit Werkzeugen und Maschinen und baust Instrumente nach Zeichnung.
  • Reparieren: Du setzt defekte Instrumente instand, tauschst Verschleißteile aus und passt Instrumente an die Musiker/innen an.
  • Restaurieren: Du reinigst und konservierst historische Instrumente und ersetzt beschädigte Teile.
  • Weiteres Wissen: Holzarten und ihre Eigenschaften, Werkzeuge und Maschinen, Bautechniken, Kommunikation mit Kund/innen und Lieferanten, Arbeit im Team

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Zupfin­stru­men­ten­macher/in?

Was solltest du mitbringen?

  • handwerkliches Geschick
  • Interesse an Musik und ein gutes Gehör
  • Geduld und Sorgfalt bei Feinarbeiten
  • Sinn für Formen und Gestaltung
  • Freude am Umgang mit Kund/innen

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 724 € bis 970 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.070 €
3. Ausbildungsjahr 1.000 € bis 1.170 €

Passt die Ausbildung zum/zur Zupfin­stru­men­ten­macher/in zu dir?

Du liebst Musik und Holz gleichermaßen? Das spricht für die Ausbildung:

  • Zwei Leidenschaften: Du verbindest Musik und Handwerk in einem Beruf.
  • Unikate: Jedes Instrument ist anders. Du baust es nach den Wünschen deiner Kund/innen.
  • Begeisterung: Deine Arbeit begeistert Sammler/innen und weckt bei Jung und Alt die Lust auf Musik.
  • Sinnvolle Arbeit: Du trägst dazu bei, Musikkultur zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Zupfin­stru­men­ten­macher/in?

Was du als Zupfin­stru­men­ten­macher/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Gitarre oder Ukulele spielt, Saiten selbst wechselt und das Instrument nach Gehör stimmt, zeigt Werkstätten ein gutes Gehör und Liebe zur Musik. Wer im Werkun­terricht feine Holzar­beiten macht oder in der Schulband mit anderen probt, beweist dazu Geduld, Sorgfalt und Teamgeist. Wenn dich Streich­in­strumente reizen, schau dir Geigenbauer/in an. Für Tasten­in­strumente passt Klavier- und Cembalobauer/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Gitarre, Ukulele oder Bass spielst Gehör
  • dein Instrument selbst stimmst und Saiten wechselst Geschick
  • im Werkunterricht feine Arbeiten aus Holz machst Sorgfalt
  • in einer Band oder im Schulorchester mitspielst Teamgeist
  • alte Instrumente oder Fundstücke wieder herrichtest Geduld

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Nach der Ausbildung arbeitest du im Musikin­stru­men­tenbau. Hier kannst du arbeiten:

  • in Instrumentenwerkstätten
  • in Musikgeschäften
  • bei Orchestern
  • in Musikschulen
  • in anderen Bereichen der Holzverarbeitung

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Spezialisierung: Du konzentrierst dich auf bestimmte Instrumententypen.
  • Eigene Werkstatt: Du machst dir einen Namen und verkaufst deine eigenen Instrumente.

Dich reizen auch andere Instrumente? Dann schau dir Holzblas­in­stru­men­ten­macher/in, Klavier- und Cembalobauer/in oder Orgel- und Harmoni­umbauer/in an.

Fazit: Handwerk für guten Klang

Als Zupfin­stru­men­ten­macher/in baust, reparierst und pflegst du Zupfin­strumente. Das Handwerk ist alt und entwickelt sich trotzdem immer weiter. Du sorgst für guten Klang und gute Spielbarkeit. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezia­li­sieren oder eine eigene Werkstatt eröffnen.

Lust, Musik zu bauen? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Kunsthandwerk, Schmuck und Instrumente.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Mögliche Fachrichtungen für diesen Beruf:
  • Gitarrenbau
  • Harfenbau
Vorschau: Berufsprofil Zupfinstrumentenmacher/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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