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Wie geht eigentlich Karriere?

Berufs­erfolg in alle Richtungen

Symbolbild: Wie geht eigentlich Karriere?

Sie wollen Karriere machen, doch was ist das eigentlich?

Der Begriff leitet sich aus dem Franzö­sischen ab und bedeutet so viel wie „Rennbahn“ oder „Laufbahn“. Damit ist das Vorwärts­kommen im beruflichen Kontext gemeint. Für viele ist Karriere aber auch mit einem Aufstieg in der Jobposition verbunden. Das Ziel ist es eine gehobene Position mit einem guten Gehalt und Status zu erreichen.

Wer Karriere negativ werten will, kann es als dem Eifern nach Ansehen, Geld und hohen Positionen sehen, wobei man sich den Regeln des Kapita­lismus und der Firmen­politik unterwirft.

Für die meisten Menschen geht es nicht an die Spitze eines Konzerns, sondern sie bleiben auf Ihrer Job-Hierar­chieebene und sind damit dennoch vollkommen zufrieden. Sie machen trotzdem Karriere. Man kann den Begriff nämlich auch einfach ein wenig neutraler benutzen. Als Werdegang oder Lebenslauf findet Karriere auch ihre Verwendung.

Definieren Sie Ihre eigenen Ziele, Werte und Ihre Karriere

Um unsere Kraft nicht zu verschwenden, sollten wir uns klare Ziele setzen und diese bestmöglich befolgen. Die Karriere kann schnell zu einem nicht enden wollenden Rennen werden, bei dem wir immer mehr Kraft aufwenden müssen, um voranzu­kommen, ohne dass Sie Ihr Ziel erreichen - es geht noch immer ein Bisschen mehr. Deshalb ist es wichtig sich nicht komplett auf die Karriere zu versteifen und negative psychische Auswir­kungen zu riskieren.

Karriere und Erfolg sind für viele Menschen eng beieinander stehende Begriffe. Beide Konstrukte teilen sich die Eigenschaft, dass Sie ein klares Ziel brauchen, um es zu erreichen. Ohne Ziel können Sie nämlich nicht messen, wie weit Sie auf Ihrem Weg schon vorange­kommen sind. Auch können Sie Ihre Erfolge nicht relati­vieren, wenn Sie kein klares Ziel haben. Deswegen sollten Sie immer ein klares Ziel definieren und Ihre Erfolge notieren.

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Die Wunsch-Karriere: Unsere 5 Tipps

1. Eine klare Vorstellung vom Ziel

Der erste Schritt ist wie immer der wichtigste. Und im ersten Schritt sollten Sie sich klarmachen, wohin Sie wollen. Wie wollen Sie Ihre Karriere gestalten? Dabei sollten Sie regelmäßig über den Grund des "Warums" reflek­tieren. Warum wollen Sie dieses Ziel erreichen? Ist es sinnvoll? Ist es mit Ihren Werten und Lebens­um­ständen vereinbar? Seien Sie ehrlich zu sich, das ist das Wichtigste.

Wenden Sie bei der Erstellung Ihrer Ziele die SMART-Methode an. Nur so können Sie klar quanti­fi­zierbare Ziele aufstellen und diese nachhaltig prüfen.

2. Konven­tionen sind nicht Ihr Maßstab

Gesell­schaftliche Konven­tionen und Ansprüche, die man an Sie stellt, müssen nicht von Ihnen geteilt werden. Karriere ist individuell und nicht etwas, das als „One Fits All-Lösung“ angeboten wird. Auch wenn viele Menschen einen Druck von außen verspüren und das Gefühl haben, einen bestimmten Weg gehen zu müssen, ist dies bestimmt nicht für alle das Richtige. Sich der „Verpflichtung“ zu beugen kann dazu führen, dass Sie nicht zufrieden werden, sondern irgendwann feststellen, dass Sie nicht das machen, was Sie eigentlich machen wollten. Was wollen Sie vom Leben? Diese Frage sollten Sie sich selbst stellen und ehrlich beantworten.

3. Priori­sieren Sie Ihre Ziele

Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht all Ihre Verlangen gleich­wichtig sind. Sie benötigen einer klaren Priori­sierung, damit Sie nicht den falschen Zielen hinter­her­laufen und Ihre Kraft verschwenden. Daher gilt es Ihre Ziele regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen und zu schauen, ob und welche der Ziele für Sie zeitgemäß und tatsächlich wichtig erscheinen. Dabei kann Ihnen durchaus auffallen, dass ein bisheriges Ziel weitaus weniger wichtig ist, als Sie es bisher gedacht hatten. Das macht nichts, im Gegenteil, eine solche Erkenntnis ist sehr wertvoll für Sie. Nun wissen Sie, was für Sie wichtige ist und was nicht.

4. Im Scheitern steckt keine Scham

Viele Menschen machen etwas nicht, weil sie Angst davor haben zu scheitern. Damit einher geht ein voraus­ei­lendes Gefühl der Scham. Dieses Denken hält sie davon ab die Sachen zu machen, die sie eigentlich machen wollen. Wie schade. Wenn es kein Risiko gibt, dann lohnt es sich oftmals auch nicht etwas zu tun. Und wenn Sie das Risiko scheuen, dann ist Ihnen die Sache an sich nicht wichtig genug, oder sie schätzen das Risiko als zu groß ein. Jede unserer Handlungen hat Konsequenzen, doch Rückschläge sollten uns nicht davon abhalten mal etwas zu riskieren und ein Scheitern in Kauf zu nehmen. Wenn wir mit unserem Vorhaben Erfolg haben, schauen wir auf unsere Ängste zurück und stellen fest, dass diese oft unbegründet waren. Gucken Sie einmal auf Ihren bisherigen Karrie­repfad. Welche Hürden haben Sie da schon überwunden?

5. Bleiben Sie offen

Niemandes Karriere ist in Stein gemeißelt. Alles befindet sich in einem steten Wandel und vielleicht ergeben sich in ein paar Jahren Chancen und Möglich­keiten, die Sie bis dato noch gar nicht berück­sichtigen konnten. Halten Sie sich einmal vor Augen, dass Sie mehrere Jahrzehnte arbeiten werden. Da kann niemand sagen, was noch alles passieren mag. Vielleicht machen Sie sich ab einem Punkt selbst­ständig oder kehren aus der Selbst­stän­digkeit wieder in ein Angestell­ten­ver­hältnis zurück. Vielleicht wechseln Sie auch noch einmal komplett Ihre bisherige Fahrtrichtung und machen etwas ganz anderes. Wichtig ist, dass Sie offen für solche Verände­rungen bleiben und nichts ausschließen.

Karriere in der Horizontalen oder Vertikalen?

Ist Ihr Ziel ein beruflicher Aufstieg, kann eines Ihrer Zwischenziele die Position als Führungskraft sein. Darüber hinaus kann es sein, dass Sie noch weiter nach oben in der Hierarchie wollen. Sei können Ihre Karriere-Ziele aber auch anders definieren. Ärzte und Ärztinnen wollen vielleicht hauptsächlich vielen Menschen helfen, anstatt die Leitung einer Abteilung zu übernehmen.

Sie entscheiden, was Sie für sich als Karriere definieren. Wenn Sie als Ziel haben ein eigenes Team zu leiten, dann ist das genau so wichtig, wie der Wunsch eines anderen sich erfolgreich selbst­ständig zu machen. Auch wenn Sie mehrere Jahre in einer Position bleiben, aber dabei ihr Gehalt steigern können, kann man das durchaus als Erfolg sehen.

Die Mannig­fal­tigkeit der verschiedenen Karrie­rewege

Karrie­rewege lassen sich auf unendlich viele Arten gestalten. Der finanzielle Erfolg ist nicht das Einzige, an dem Sie sich messen sollten. Oftmals ist es viel wichtiger, dass Sie mit Ihrer Arbeit zufrieden sind.

Karriereweg: Führung

Der Karriereweg: Führung stellt das dar, was sich die meisten Menschen unter einer Karriere vorstellen. Sie klettern auf der Karrie­re­leiter immer weiter nach oben, bis Sie irgendwann an der Spitze stehen. Jede Position ist für Sie ein temporäres Sprungbrett, das Sie nutzen, um Ihr eigent­liches Ziel zu erreichen. Sie haben viel Verant­wortung für Ihre Teams und Projekte oder sogar für das ganze Unternehmen. Sie wollen ein Top-Manager werden und eine Menge Geld verdienen und Status erhalten. Sie sind bereit für Ihre Ziele eine Menge zu opfern. Zeit für Familie und Freunde ist kaum da, denn Sie sind ständig am Arbeiten. Haben Sie Ihre Belastungs­grenze erreicht, entscheiden Sie sich dazu einen Schritt zurück­zu­treten und ein wenig down zu shiften, um wieder mehr Lebens­qualität zu haben.

Karriereweg: Fach

Sie wollen zu einem Experten auf Ihrem Gebiet werden. Sie wollen keine Karriere nach oben erklimmen und irgendeine Führungs­po­sition bekleiden, sondern andere von Ihrem Können überzeugen und Ihr Wissen ausweiten. Sie werden zu einem absoluten Spezia­listen und verdienen gut. Doch dieser Weg ist nicht so leicht, wie viele es sich vorstellen. Sie wälzen viele Bücher, hören und geben Fachvorträge, forschen vielleicht selbst und halten sich immer up to date. Wissen zu verpassen ist Ihnen ein Gram.

Karriereweg: Selbst­stän­digkeit

Sie sind Ihr eigener Herr und bauen sich Ihren eigenen Betrieb auf. Ob Ihr Unternehmen nur aus Ihnen oder einem ganzen Konzern besteht, hängt von Ihnen und Ihren Vorstel­lungen ab. Sie leben Ihren Traum. Doch auch hier liegt für viele der Hase im Pfeffer. Sie tragen ein größeres Risiko und haben viel Verant­wortung (für sich und die Mitarbeiter). Klappt es mit dem Erfolg nicht, können Sie niemanden in der Führungsetage über Ihnen dafür verant­wortlich machen. Aber Sie haben auch viele Freiheiten, die Sie im Angestell­ten­ver­hältnis nicht hätten und können eigenständig Entschei­dungen treffen. Ihr Erfolg ist aber in vielen Fällen einfach vom Markt abhängig.

Karriereweg: Freibe­rufler

Sie bieten Ihre Dienste anderen Unternehmen an und arbeiten auf Auftragsbasis. Das bringt viele Freiheiten, aber auch viele Verpflich­tungen mit sich. Zum einen müssen Sie sich um Ihre Aufträge kümmern, aber können sich dafür die Arbeits­zeiten in vielen Fällen einteilen. Andererseits haben Sie oft mit Kunden zu tun, die (zu) viel von Ihnen erwarten, dafür ist die Bezahlung gut.

Karriereweg: Projekt

Als Mischwesen der Freibe­rufler und Fachleute bahnen sich die Menschen, die in Projekten arbeiten ihren Karriereweg. Sie verfügen nicht nur über viel Wissen, sondern können dieses auch anwenden, um Projekte zu leiten. Sie arbeiten für die Dauer des Projektes an einem Ort, bis es Sie zum nächsten Auftrag zieht. Ein geregelter Alltag ist in den meisten Fällen nicht mit diesem Lebens­konzept zu vereinbaren. Im Gegenzug zu der geringeren Jobsicherheit erhalten Sie in der Regel eine gute Bezahlung.

Karriereweg: Angestellter

Viele stellen ihr Licht unter den Scheffel, indem sie sagen, dass sie „nur“ Angestellte seien. Jedoch sagt das Beschäf­ti­gungs­ver­hältnis nichts darüber aus, ob Sie mit Ihrer Karriere zufrieden sind, oder nicht. Auch in einem Angestell­ten­ver­hältnis steht es Ihnen frei Karriere zu machen. Sie können sich intern versetzten lassen oder Ihre Position beibehalten. Sie haben verhält­nismäßig viel Sicherheit und können eine Work-Life-Balance etablieren. Wie Sie „Karriere“ definieren, liegt nur an Ihnen und Ihren Vorstel­lungen. Ein fester Platz im Unternehmen, bei dem Sie nach und nach mehr verdienen, Stunden reduzieren oder Ihre Aufgaben frei gestalten können, das macht für viele eine erfolg­reiche Karriere aus.

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Ihr Weg, Ihre Karriere

Wie Sie Ihre Karriere gestalten, obliegt Ihnen, doch wir sind uns sicher, dass Sie die Entschei­dungen treffen werden, die Sie zufrie­den­stellen werden. Falls Sie noch mehr zum Thema Karriere erfahren wollen, können Sie sich mit unseren Artikeln bestens informieren.

Fazit: Ihr Weg, Ihre Karriere

Karriere ist berufliches Vorwärts­kommen, und wie das aussieht, bestimmen Sie. Entscheidend ist ein klares Ziel. Es passt zu Ihren Werten und Lebens­um­ständen. Mit der SMART-Methode machen Sie es messbar. Prüfen Sie Ihre Ziele regelmäßig und setzen Sie Prioritäten. Führung, Fachlaufbahn, Selbst­stän­digkeit oder Angestell­ten­ver­hältnis: Jeder Weg kann zum Erfolg führen. Bleiben Sie offen für Verände­rungen. Und lassen Sie die Angst vor dem Scheitern zu Hause.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Veröffentlicht: 15.02.2024

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