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Wie motiviert man seine Mitarbeiter?

So motiviert man ein Team richtig

So motiviert man ein Team richtig

Nur Dienst nach Vorschrift? Mehr Motivation jetzt!

Laut der Gallup-Studie machen rund 78 Prozent der Deutschen nur noch Dienst nach Vorschrift. Von Motivation am Arbeitsplatz kann man also nicht wirklich sprechen. Nur 9 Prozent fühlen sich noch aktiv an ihren Beruf gebunden. Das sind keine guten Aussichten für die meisten Betriebe. Denn ein Weggang der Belegschaft ist abzusehen.    
Ein großer Anteil des Arbeits­unmutes wird auf die Kollegen oder aber auf die Führungs­kräfte zurück­geführt. Daher stellt sich die Frage, wie kann man seine Mitarbei­tenden wieder richtig motivieren? Wir wollen Ihnen ein paar Tipps geben, damit Sie Ihrem Team wieder mehr Spaß an der Arbeit machen. Das Beste: Die meisten dieser Tipps kosten Sie kein Geld.

1. Teamgeist erkennen und fördern

In einem zerrütteten Team zu arbeiten, macht nicht nur die Arbeit schwer, sondern kann auch die Freizeit belasten. Ungeklärte Konflikte zermürben förmlich die Lust an der Arbeit und erschweren es gemeinsame Projekte effizient anzugehen. Wenn die Stimmung kriselt, dauert es nicht lange, bis erst der Dienst (zumindest innerlich) eingestellt wird und es dann zur Abwanderung kommt. Hier sind Sie als Führungskraft gefragt. Sie brauchen ein offenes Ohr und ein Gefühl für Ihr Team. Wo erkennen Sie negative Stimmungen, wo werden Konflikte nicht richtig angegangen? Bieten Sie Ihrem Team die Möglichkeit Probleme eigenständig zu lösen, aber schreiten Sie ein, wenn es nicht zur Lösung kommt. Dabei ist es ratsam, wenn man sich einen externen Mediator einholt, der Befürch­tungen der Bildung vermeint­licher Allianzen und Bündnisse zuvorzu­kommen. Wieder einmal zeigt sich, dass Kommuni­kation der Schlüssel zum Erfolg ist, gute Kommuni­kation.

2. Wertschätzung, Anerkennung und Dankbarkeit

Das Gefühl zu haben, dass die eigene Arbeit bedeutungslos ist, nimmt auch dem stoischsten Menschen den Spaß am Job. Gerade, wenn es sich um Arbeit handelt, bei der das Endergebnis nicht richtig zu erkennen ist, braucht es immer wieder aufrichtige Zeiten der Dankbarkeit. Gerade, wenn Überstunden erbracht wurden, aufwändige und schwere Projekte abgeschlossen wurden oder einfach nur ein großer Stapel Akten abgear­beitet wurde, sind Worte der Wertschätzung angebracht. Daher sprechen Sie gute Leistungen an, loben Sie aufrichtig und ehrlich. Denn wenn Kollegen das Gefühl haben, dass ihre Arbeit nicht beachtet wird, sehen sie sich schnell nach einem Unternehmen oder gar einem neuen Beruf um, in dem das nicht der Fall ist.

Zuhören, lernen und das Team stärken

3. Vertrauen Sie Ihrem Team

Das Delegieren von Aufgaben muss man lernen, doch dazu braucht es das Vertrauen ins Team und seinen Fähigkeiten. Wenn Sie ein starkes und eigenständiges Team haben wollen, müssen Sie ihm das Vertrauen geben, auch etwas selbst­ständig entscheiden und bewirken zu dürfen. Alle Aufgaben selbst machen zu wollen, weil man es dem Team nicht zutraut und es das auch wissen lässt, führt dazu, dass sich gegen die Führung verbrüdert wird. Sie sind Teil des Teams und müssen den einzelnen Mitgliedern die Chance geben Verant­wortung zu übernehmen, wo es sich von den Leuten gewünscht wird. Ein Team, dem Sie Vertrauen schenken, wird eher bereit sein genau diesen Gefallen zu erwidern und Verant­wortung zu übernehmen.

4. Chancen und Optionen

Ihr Team besteht aus Menschen, die vielleicht mehr wollen als das, was sie momentan tun (dürfen). Daher sollten Sie immer da Chancen ermöglichen, wo nach ihnen gefragt wird. Die Bitte nach eine Fort- oder Weiter­bildung ist ein Zeichen von vorhandener Motivation. Greifen Sie den Ball auf und lassen Sie ihn nicht verkommen. Mitarbeiter, keine Chancen bekommen, schließen irgendwann innerlich ab, fragen nicht mehr, machen maximal noch Dienst nach Vorschrift oder wechseln den Betrieb.

5. Ein gutes Gehalt

Einer der wichtigsten Gründe, um zumindest zeitweise die Motivation anzuheben, ist ein gutes Gehalt. Menschen haben ein Leben und Träume, die sie sich verwirk­lichen wollen, dafür braucht es finanzielle Sicherheit und die wird im Angestell­ten­ver­hältnis vom Arbeitgeber gewähr­leistet. Doch, wenn du das Geld (vermeintlich) nicht zum Leben reicht, stellt sich schnell die Frage „Warum bleiben?“. Doch Geld allein ist nichts, was langan­haltende Motivation schafft, daher sind die anderen Maßnahmen weitaus wichtiger, wobei das Gehalt eher eine solide Basis darstellt.

Das Team durch Chancen motivieren

6. Eine Work-Life-Balance ermöglichen

Nicht für alle Menschen in Ihrem Team ist die Arbeit der alleinige Lebens­inhalt. Überstunden fallen immer mal wieder an, das passiert. Jedoch sollten Sie die Güte Ihres Teams nicht überstra­pa­zieren und permanent darauf bestehen, dass Ihre gesamte Belegschaft sich bis auf die Knochen herunter­schuftet. Und wenn es zu längeren Phasen kommt, in denen Mehrarbeit unverzichtbar ist, muss diese auch angemessen kompensiert werden. Freizeit zur Erholung ist wichtig, doch Zeit im Alltag mit der Familie zu verbringen zu können ist noch wichtiger. Ermöglichen Sie daher eine gute Work-Life-Balance. Wenn Sie aber feststellen, dass Sie permanent mehr Arbeit haben als Ihr Team innerhalb der normalen Arbeitszeit bewältigen kann, brauchen Sie mehr Mitarbeiter. Die Alternative ist, dass sich Ihr Team überar­beitet und Sie früher oder später verlässt.

7. Echte Führungs­kom­petenz beweisen

An Ihnen als Führungskraft hängt eine Menge. Sie müssen das Team führen und dazu motivieren können eigenständig Bestleis­tungen erzielen zu wollen. Dafür braucht es ein hohes Maß an sozialer Kompetenz und das Verständnis dafür zu erkennen, was die Menschen in Ihrem Team gerade brauchen, um Vollgas geben zu können. Oft sind Sie weder Stürmer, der die Tore schießt noch der Trainer, der vom Rand reinschreit. Sie sind der Mittel­feld­spieler, der die richtigen Pässe zuspielen muss, damit Team punkten kann. Dafür braucht es eine gewisse Demut, ein offenes Ohr und die Gabe Kompromisse einzugehen. Gelingt Ihnen das, werden Sie schnell feststellen, dass Ihr Team sie nicht als Boss, sondern als Führungskraft wahrnehmen und schätzen wird.

Diese 7 Prinzipien sollte jedes Unternehmen und jede Führungskraft verinner­lichen, denn sie machen sich im Führungsstil schnell und nachhaltig bemerkbar. Doch wir haben noch 17 Tipps zur Mitarbei­ter­mo­ti­vation. Interessiert? Dann einfach weiterlesen!

Teamgeist nachhaltig stärken

So klappt es mit der Motivation

Wir hoffen, dass Sie aus unserem Beitrag etwas ziehen können, um Ihr Team wieder so richtig zu motivieren. Sie wollen volle Leistung. Dafür braucht es oftmals ein aufeinander Zugehen Ihrerseits. Mit einer Peitsche in der Hand wird niemand motiviert und Respekt erntet man damit auch nicht. Druck erzeugt Angst und das Bedürfnis wegzugehen. Am Ende des Tages haben Sie es mit Menschen zu tun. Fragen Sie im Zweifel, was Ihr Team motivieren würde und was es braucht, um richtig gut performen zu können.

Fazit: Führung schlägt Gehalt

Mitarbeiter motivieren Sie vor allem durch gute Führung. Die meisten Maßnahmen kosten kein Geld. Fördern Sie den Teamgeist und klären Sie Konflikte. Zeigen Sie ehrliche Wertschätzung für gute Leistungen. Vertrauen Sie Ihrem Team und geben Sie Verant­wortung ab. Ermöglichen Sie Fort- und Weiter­bil­dungen, wenn danach gefragt wird. Ein gutes Gehalt ist die Basis. Eine gute Work-Life-Balance gehört dazu. Und im Zweifel fragen Sie Ihr Team.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Veröffentlicht: 28.03.2025

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