Schnellstart.
11 Branchen in Handel & Dienstleister
7 Branchen in Handwerk
3 Branchen in Industrie & Logistik
Ausbildung Aufbereitungsmechaniker/in Fachrichtung Sand und Kies
Ausbildung: Der Rohstoff für Häuser, Straßen und Brücken
Was braucht man, um Häuser, Straßen und Brücken zu bauen? Unter anderem Sand und Kies, und die bereitest du auf. In der Ausbildung zum/zur Aufbereitungsmechaniker/in in der Fachrichtung Sand und Kies bedienst du große Maschinen. Du siebst, wäschst und sortierst natürliche Rohstoffe, bis sie für Bau und Industrie passen. Damit legst du die Grundlage für viele Bauprojekte. Du brauchst technisches Verständnis, eine genaue Arbeitsweise und Verantwortungsbewusstsein. Hier erfährst du, was du im Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Aufbereitungsmechaniker/in Fachrichtung Sand und Kies auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1992 hieß er Aufbereiter/in im Bergbau.
- bis 1992Aufbereiter/
in im Bergbau - seit 1992Aufbereitungsmechaniker/
in Sand und Kies
In der DDR hieß der Beruf: Baustoffmaschinist/in (Schwerpunkt Schwere Zuschlagstoffe)
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Aufbereitungsmechaniker/in Sand und Kies?
Du bist Maschinenführer/in, Techniker/in, Qualitätsprüfer/in und Logistiker/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Rohmaterial annehmen: Du überwachst die Anlieferung aus Grube oder Steinbruch per Lkw oder Förderband, erfasst die Mengen und prüfst erste Qualitätsmerkmale. Danach brichst oder wäschst du das Material und sortierst es vor.
- Sieben und Klassieren: Mit Rüttel- und Vibrationssieben trennst du Sand und Kies nach Korngrößen. So entstehen verschiedene Sorten, vom feinen Sand bis zu groben Gesteinskörnungen.
- Waschen und Entwässern: Du entfernst Lehm und Ton in Waschanlagen. Danach senkst du den Wassergehalt mit Entwässerungssieben oder Zyklonen.
- Qualität prüfen: Du nimmst regelmäßig Proben und prüfst im betriebseigenen Labor Korngrößenverteilung, Reinheit, Festigkeit und Dichte. Die Ergebnisse dokumentierst du genau.
- Anlagen steuern: Vom Leitstand aus kontrollierst du am Computer die Prozesse, reagierst auf Störungen und verbesserst die Abläufe.
- Warten und Instandhaltung: Du erkennst Verschleiß früh und reparierst kleinere Schäden an Siebmaschinen, Förderbändern, Pumpen und Brechern.
- Umwelt und Sicherheit: Du bereitest Prozesswasser auf, reduzierst Staub und hältst strenge Sicherheitsregeln ein.
Wo arbeitest du?
Deinen Arbeitsplatz findest du in großen Kies- und Sandwerken, in Steinbrüchen oder in Recyclinganlagen für Baustoffe. Du arbeitest oft im Freien. Manchmal arbeitest du im Schichtdienst. Der Arbeitsbereich kann staubig und laut sein.
Deine Rohstoffe werden für Häuser, Straßen und Brücken gebraucht. Damit bist du ein wichtiger Teil der Baustoffindustrie.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Aufbereitungsmechaniker/in Sand und Kies ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Die Theorie lernst du in der Berufsschule, oft im Blockunterricht. Die Praxis lernst du in einem Kies- oder Sandwerk, einem Steinbruch oder einer Aufbereitungsanlage.
Das lernst du unter anderem:
- Verfahrenstechnik: Brechen, Sieben, Waschen, Sortieren und Entwässern
- Maschinen und Anlagen: Aufbau und Bedienung von Brechern, Siebmaschinen, Förderanlagen, Pumpen und Waschanlagen
- Geologie und Rohstoffkunde: Eigenschaften von Sand, Kies und Gestein und die Gegebenheiten der Vorkommen
- Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik: Leitsysteme, Sensoren und Steuerelemente
- Qualitätssicherung und Labor: Proben nehmen, Siebanalyse und Dichtebestimmung
- Umweltschutz: Wasseraufbereitung, Staubreduzierung und Rekultivierung von Abbauflächen
- Arbeitssicherheit: sicherer Umgang mit Maschinen, Förderanlagen und im Steinbruch
- Wartung: Pflege, Inspektion und Fehlersuche an Maschinen und Anlagen
Welche Voraussetzungen brauchst du als Aufbereitungsmechaniker/in Sand und Kies?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- Interesse an physikalischen Prozessen
- eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise
- Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
- Lust auf Arbeit im Freien und an großen Maschinen
- Teamfähigkeit
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 805 € bis 1.270 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 € bis 1.355 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.020 € bis 1.433 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Aufbereitungsmechaniker/in Sand und Kies zu dir?
Du willst wissen, woraus unsere Städte gebaut sind? Dann schau dir diesen Beruf genauer an. Das spricht für die Ausbildung:
- Interesse an Baustoffen: Du interessierst dich für Baustoffe und das Bauwesen.
- Technik: Du bedienst große Aufbereitungsanlagen und Maschinen.
- Verantwortung: Du sorgst dafür, dass die Baustoffe die Qualitätsstandards erfüllen.
- Sinnvolle Arbeit: Deine Rohstoffe stecken in Infrastruktur, die alle nutzen.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Aufbereitungsmechaniker/in Sand und Kies?
Was du als Aufbereitungsmechaniker/in Sand und Kies jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer ferngesteuerte Bagger fährt, beim Gartenweg Sand und Kies verteilt oder in Bio gern Proben vergleicht, zeigt Betrieben Technikverständnis und Genauigkeit. Mannschaftssport und ein Ferienjob beweisen dazu: Du bist zuverlässig und arbeitest gern mit anderen. Wenn du lieber direkt mit Kies und Asphalt baust, schau dir Straßenbauer/in an. Für Proben und Tests im Labor passt Baustoffprüfer/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- beim Gartenweg Sand und Kies mit verteilst Belastbarkeit
- ferngesteuerte Bagger oder Kipper fährst Technikverständnis
- in Bio oder Chemie gern Proben vergleichst Genauigkeit
- in den Ferien draußen jobbst Zuverlässigkeit
- im Verein Hockey oder Rugby spielst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 2 · Meiste Betriebe im Bereich
Rund 3.800 Betriebe bilden diesen Beruf aus. Das sind die meisten im Bereich Industrie.
2 von 2 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Du arbeitest für Bau und Infrastruktur. Wenn du engagiert und zuverlässig bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:
- in Kies- und Sandwerken
- in Steinbrüchen
- bei Herstellern von Transportbeton oder Asphalt
- in Recyclinganlagen für Baustoffe
- bei Herstellern von Aufbereitungsmaschinen in Service und Wartung
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Automatisierung, Qualitätsmanagement für Baustoffe, die Wartung von Brech- und Siebanlagen oder neue Recyclingtechnik
- Industriemeister/in: in Naturstein oder Baustoffe, für leitende Aufgaben in der Produktion, als Schichtführer/in oder in der Ausbildung
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in: zum Beispiel in Verfahrenstechnik, Maschinentechnik oder Bautechnik
- Studium: Mit Fachabitur, Abitur oder Meistertitel kannst du Verfahrenstechnik, Rohstoffingenieurwesen, Bauingenieurwesen oder Umwelttechnik studieren.
- Anlagenfahrer/in Leitstand: Du steuerst ganze Produktionslinien von der Leitwarte aus.
- Qualitätsprüfer/in oder Laborleiter/in: Du übernimmst die Qualitätskontrolle der Baustoffe.
Fazit: Die Basis für jede Baustelle
Als Aufbereitungsmechaniker/in in der Fachrichtung Sand und Kies sorgst du dafür, dass die Bauindustrie ihre wichtigsten Rohstoffe bekommt. Du steuerst große Anlagen und prüfst die Qualität. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.
Lust auf große Maschinen? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
Worauf hast du noch Lust?
Stöbere weiter in Berufen und Tipps. Oder lass den Würfel entscheiden.
BerufProduktionsfachkraft Chemie
BerufPrüftechnologe/in Keramik
BerufIndustriekeramiker/in Verfahrenstechnik
BerufIndustriekeramiker/in Anlagentechnik
BerufBergbautechnologe/in
BerufInformationselektroniker/in
BerufIndustriemechaniker/in
BerufAufbereitungsmechaniker Fachrichtung BraunkohleAlle anzeigen
Top 2026Medizinische/r Fachangestellte/r (MFA)
Top 2026Umweltschutztechnische Assistenten
Top 2026Kaufmann/frau Büromanagement
Top 2026Industriekaufmann/frau
Top 2026Anlagenmechaniker/in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Top 2026Kraftfahrzeugmechatroniker/in
Top 2026Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r
Top 2026Elektroniker/in Energie- und GebäudetechnikAlle anzeigen
TippDie fünf Schritte des Bewerbungsgespräches
TippDie Einstiegsqualifizierung (EQ) - dein Weg zur Ausbildung
TippEine Ausbildung in Teilzeit absolvieren
TippUnangenehme Fragen im Bewerbungsgespräch
TippDie Bewerbung für einen Ausbildungsplatz
TippHard- oder Soft-Skills - Was ist wichtiger für deine Bewerbung?Alle Tipps






