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Ausbildung Aufberei­tungs­me­chaniker/in Fachrichtung Sand und Kies

Ausbildung: Der Rohstoff für Häuser, Straßen und Brücken

Symbolbild: Ausbildung Aufbereitungsmechaniker/in Fachrichtung Sand und Kies

Was braucht man, um Häuser, Straßen und Brücken zu bauen? Unter anderem Sand und Kies, und die bereitest du auf. In der Ausbildung zum/zur Aufberei­tungs­me­chaniker/in in der Fachrichtung Sand und Kies bedienst du große Maschinen. Du siebst, wäschst und sortierst natürliche Rohstoffe, bis sie für Bau und Industrie passen. Damit legst du die Grundlage für viele Bauprojekte. Du brauchst technisches Verständnis, eine genaue Arbeitsweise und Verant­wor­tungs­be­wusstsein. Hier erfährst du, was du im Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Aufberei­tungs­me­chaniker/in Fachrichtung Sand und Kies auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr805 € bis 1.270 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1992 hieß er Aufbereiter/in im Bergbau.

  1. bis 1992Aufbereiter/in im Bergbau
  2. seit 1992Auf­be­rei­tungs­me­cha­ni­ker/in Sand und Kies

In der DDR hieß der Beruf: Baustoff­ma­schinist/in (Schwerpunkt Schwere Zuschlag­stoffe)

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Aufberei­tungs­me­chaniker/in Sand und Kies?

Du bist Maschi­nen­führer/in, Techniker/in, Qualitäts­prüfer/in und Logistiker/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Rohmaterial annehmen: Du überwachst die Anlieferung aus Grube oder Steinbruch per Lkw oder Förderband, erfasst die Mengen und prüfst erste Qualitätsmerkmale. Danach brichst oder wäschst du das Material und sortierst es vor.
  • Sieben und Klassieren: Mit Rüttel- und Vibrationssieben trennst du Sand und Kies nach Korngrößen. So entstehen verschiedene Sorten, vom feinen Sand bis zu groben Gesteinskörnungen.
  • Waschen und Entwässern: Du entfernst Lehm und Ton in Waschanlagen. Danach senkst du den Wassergehalt mit Entwässerungssieben oder Zyklonen.
  • Qualität prüfen: Du nimmst regelmäßig Proben und prüfst im betriebseigenen Labor Korngrößenverteilung, Reinheit, Festigkeit und Dichte. Die Ergebnisse dokumentierst du genau.
  • Anlagen steuern: Vom Leitstand aus kontrollierst du am Computer die Prozesse, reagierst auf Störungen und verbesserst die Abläufe.
  • Warten und Instandhaltung: Du erkennst Verschleiß früh und reparierst kleinere Schäden an Siebmaschinen, Förderbändern, Pumpen und Brechern.
  • Umwelt und Sicherheit: Du bereitest Prozesswasser auf, reduzierst Staub und hältst strenge Sicherheitsregeln ein.
Anlagenmechaniker/-in

Wo arbeitest du?

Deinen Arbeitsplatz findest du in großen Kies- und Sandwerken, in Steinbrüchen oder in Recycling­anlagen für Baustoffe. Du arbeitest oft im Freien. Manchmal arbeitest du im Schicht­dienst. Der Arbeits­bereich kann staubig und laut sein.

Deine Rohstoffe werden für Häuser, Straßen und Brücken gebraucht. Damit bist du ein wichtiger Teil der Baustoff­in­dustrie.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Aufberei­tungs­me­chaniker/in Sand und Kies ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Die Theorie lernst du in der Berufs­schule, oft im Blockun­terricht. Die Praxis lernst du in einem Kies- oder Sandwerk, einem Steinbruch oder einer Aufberei­tungs­anlage.

Das lernst du unter anderem:

  • Verfahrenstechnik: Brechen, Sieben, Waschen, Sortieren und Entwässern
  • Maschinen und Anlagen: Aufbau und Bedienung von Brechern, Siebmaschinen, Förderanlagen, Pumpen und Waschanlagen
  • Geologie und Rohstoffkunde: Eigenschaften von Sand, Kies und Gestein und die Gegebenheiten der Vorkommen
  • Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik: Leitsysteme, Sensoren und Steuerelemente
  • Qualitätssicherung und Labor: Proben nehmen, Siebanalyse und Dichtebestimmung
  • Umweltschutz: Wasseraufbereitung, Staubreduzierung und Rekultivierung von Abbauflächen
  • Arbeitssicherheit: sicherer Umgang mit Maschinen, Förderanlagen und im Steinbruch
  • Wartung: Pflege, Inspektion und Fehlersuche an Maschinen und Anlagen

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Aufberei­tungs­me­chaniker/in Sand und Kies?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss
  • technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
  • Interesse an physikalischen Prozessen
  • eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise
  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
  • Lust auf Arbeit im Freien und an großen Maschinen
  • Teamfähigkeit

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 805 € bis 1.270 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.355 €
3. Ausbildungsjahr 1.020 € bis 1.433 €

Passt die Ausbildung zum/zur Aufberei­tungs­me­chaniker/in Sand und Kies zu dir?

Du willst wissen, woraus unsere Städte gebaut sind? Dann schau dir diesen Beruf genauer an. Das spricht für die Ausbildung:

  • Interesse an Baustoffen: Du interessierst dich für Baustoffe und das Bauwesen.
  • Technik: Du bedienst große Aufbereitungsanlagen und Maschinen.
  • Verantwortung: Du sorgst dafür, dass die Baustoffe die Qualitätsstandards erfüllen.
  • Sinnvolle Arbeit: Deine Rohstoffe stecken in Infrastruktur, die alle nutzen.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Aufberei­tungs­me­chaniker/in Sand und Kies?

Was du als Aufberei­tungs­me­chaniker/in Sand und Kies jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer fernge­steuerte Bagger fährt, beim Gartenweg Sand und Kies verteilt oder in Bio gern Proben vergleicht, zeigt Betrieben Technik­ver­ständnis und Genauigkeit. Mannschaftssport und ein Ferienjob beweisen dazu: Du bist zuverlässig und arbeitest gern mit anderen. Wenn du lieber direkt mit Kies und Asphalt baust, schau dir Straßenbauer/in an. Für Proben und Tests im Labor passt Baustoff­prüfer/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • beim Gartenweg Sand und Kies mit verteilst Belastbarkeit
  • ferngesteuerte Bagger oder Kipper fährst Technikverständnis
  • in Bio oder Chemie gern Proben vergleichst Genauigkeit
  • in den Ferien draußen jobbst Zuverlässigkeit
  • im Verein Hockey oder Rugby spielst Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 2 · Meiste Betriebe im Bereich

    Industrie­me­chaniker/in

    Rund 3.800 Betriebe bilden diesen Beruf aus. Das sind die meisten im Bereich Industrie.

  • 2 von 2 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Du arbeitest für Bau und Infrastruktur. Wenn du engagiert und zuverlässig bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:

  • in Kies- und Sandwerken
  • in Steinbrüchen
  • bei Herstellern von Transportbeton oder Asphalt
  • in Recyclinganlagen für Baustoffe
  • bei Herstellern von Aufbereitungsmaschinen in Service und Wartung

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Automatisierung, Qualitätsmanagement für Baustoffe, die Wartung von Brech- und Siebanlagen oder neue Recyclingtechnik
  • Industriemeister/in: in Naturstein oder Baustoffe, für leitende Aufgaben in der Produktion, als Schichtführer/in oder in der Ausbildung
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in: zum Beispiel in Verfahrenstechnik, Maschinentechnik oder Bautechnik
  • Studium: Mit Fachabitur, Abitur oder Meistertitel kannst du Verfahrenstechnik, Rohstoffingenieurwesen, Bauingenieurwesen oder Umwelttechnik studieren.
  • Anlagenfahrer/in Leitstand: Du steuerst ganze Produktionslinien von der Leitwarte aus.
  • Qualitätsprüfer/in oder Laborleiter/in: Du übernimmst die Qualitätskontrolle der Baustoffe.

Fazit: Die Basis für jede Baustelle

Als Aufberei­tungs­me­chaniker/in in der Fachrichtung Sand und Kies sorgst du dafür, dass die Bauindustrie ihre wichtigsten Rohstoffe bekommt. Du steuerst große Anlagen und prüfst die Qualität. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.

Lust auf große Maschinen? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Aufbereitungsmechaniker/in Fachrichtung Sand und Kies als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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