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Ausbildung Beamte/r Mittleren Nichttech­nischen Wetter­dienst

Ausbildung: Wind und Wetter im Blick

Symbolbild: Ausbildung Beamte/r Mittleren Nichttechnischen Wetterdienst

Du schaust gern in den Himmel und willst wissen, was die Wolken bedeuten? Dann ist die Ausbildung zum/zur Beamten/Beamtin im mittleren Wetter­dienst vielleicht genau das Richtige für dich. Du beobachtest das Wetter, betreust Messgeräte und erfasst Daten. Damit hilfst du Meteorolog/innen, genaue Vorhersagen und Warnungen zu erstellen. Diese sind wichtig für die Sicherheit von Menschen und für viele Branchen. Dafür brauchst du einen Blick für Details, technisches Verständnis und Verant­wor­tungs­be­wusstsein. Hier erfährst du, was du im Wetter­dienst machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Beamte/r Mittleren Nichttech­nischen Wetter­dienst auf einen Blick

Dauer20 Monate
AusbildungBeamtenlaufbahn, Öffent­licher Dienst & Beamte
Anwärterbezüge1.473 €
Schulabschlussi. d. R. MSA
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Ausbildung und Prüfung.

Was machst du im Wetter­dienst?

Du arbeitest mit Wetterdaten, bedienst Messgeräte und beobachtest, was in der Atmosphäre passiert. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Wetter beobachten: Du beobachtest das Wetter mit eigenen Augen und mit Messgeräten wie Thermometer, Barometer, Hygrometer und Windmesser. Du erfasst Temperatur, Luftdruck, Wind, Luftfeuchtigkeit, Bewölkung, Niederschlag und Sichtweite.
  • Geräte warten: Du wartest und kalibrierst Wetterstationen, Radaranlagen und andere Technik. Bei Störungen suchst du den Fehler und erledigst kleinere Reparaturen.
  • Daten aufbereiten: Du prüfst die Rohdaten auf Plausibilität, machst Berechnungen und stellst die Daten mit spezieller Software für Meteorolog/innen bereit.
  • Vorhersagen unterstützen: Du hilfst bei Wettervorhersagen und Warnungen. Du recherchierst Daten und bereitest Hintergrundinformationen auf.
  • Auskunft geben: Du beantwortest Anfragen zu Wetterdaten, etwa aus Landwirtschaft, Schifffahrt oder Luftfahrt.
  • Qualität sichern: Du achtest darauf, dass alle Daten korrekt sind und nationalen und internationalen Standards entsprechen.
wetterfrosch
Werde auch du ein richtiger Wetterfrosch

Wo arbeitest du im Wetter­dienst?

Du arbeitest vor allem an Wetter­warten und Beobach­tungs­sta­tionen des Deutschen Wetter­dienstes. Sie liegen oft an Flughäfen oder auf dem Land. Du arbeitest im Team und oft im Schicht­dienst, also auch nachts und am Wochenende. Du bist bei jedem Wetter draußen und sitzt auch im Büro am Computer.

Wie läuft die Ausbildung im Wetter­dienst ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual und findet im Beamten­ver­hältnis auf Widerruf statt. Sie dauert in der Regel 2 Jahre. Die Theorie lernst du an der Schule des DWD in Langen bei Offenbach. Die Praxis lernst du an verschiedenen Wetter­warten und in Fachbe­reichen des DWD kennen.

Das lernst du unter anderem:

  • Meteorologie: Atmosphäre, Wetterphänomene, Wolkenkunde, Windsysteme und Klimazonen
  • Messtechnik: Aufbau, Funktion und Kalibrierung von Wetterstationen, Sensoren und Messgeräten
  • Datenverarbeitung: Wetterdaten erfassen, speichern und mit spezieller Software aufbereiten
  • Klimatologie: langfristige Wetterdaten und Klimaveränderungen
  • Kommunikation: Wetterinformationen verständlich vermitteln
  • Recht und Verwaltung: Beamtenrecht, Datenschutz, Geheimschutz und die rechtlichen Grundlagen des DWD
  • Arbeitssicherheit: sicherer Umgang mit Messgeräten, Stationen und der Arbeit im Freien

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Beamte/r Mittleren Nichttech­nischen Wetter­dienst?

Was solltest du mitbringen?

  • einen mittleren Schulabschluss, Abitur/Fachabitur oder einen Hauptschulabschluss mit passender Berufsausbildung
  • Interesse an Naturwissenschaften, vor allem Meteorologie und Physik
  • eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise
  • technisches Verständnis für Messgeräte und Computer
  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
  • Kommunikationsstärke und Teamgeist
  • Bereitschaft zu Schichtdienst und zur Arbeit im Freien bei jedem Wetter
  • einen einwandfreien Leumund und die Bereitschaft zu einer Sicherheitsüberprüfung
  • die deutsche Staatsangehörigkeit für den Beamtenstatus

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildung Anwärterbezüge pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Dienstherr (Bund oder Land) unterschiedlich.
Während der Ausbildung 1.473 €

Passt die Ausbildung im Wetter­dienst zu dir?

Wetter fasziniert dich und Technik macht dir Spaß? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Natur erleben: Du beschäftigst dich täglich mit Wetter, Umwelt und Klima.
  • Daten verstehen: Du wertest meteorologische Daten aus und hilfst bei Prognosen.
  • Wissen weitergeben: Du erklärst Wetterinformationen verständlich.
  • Verantwortung: Deine Daten beeinflussen den Alltag vieler Menschen.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Beamte/r Mittleren Nichttech­nischen Wetter­dienst?

Was du als Beamte/r Mittleren Nichttech­nischen Wetter­dienst jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Garten eine kleine Wetter­station abliest, Wolken fotografiert und bestimmt oder Wetter-Apps miteinander vergleicht, zeigt dem Wetter­dienst Neugier und einen Blick für Details. Wer dazu bei jedem Wetter draußen Sport macht und in der Physik-AG misst, beweist Ausdauer und technisches Verständnis. Wenn dich Umwelt­mes­sungen reizen, schau dir Umwelt­schutz­tech­nische Assistenz an. Für Physik und Messtechnik im Labor passt Physikalisch-technische Assistenz.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • im Garten eine kleine Wetterstation abliest Genauigkeit
  • am Himmel Wolken fotografierst und bestimmst Beobachtungsgabe
  • verschiedene Wetter-Apps und Vorhersagen vergleichst Neugier
  • in der Physik-AG mit Messgeräten arbeitest Technikverständnis
  • bei jedem Wetter mit deinem Team trainierst Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Die Daten und Vorhersagen des Deutschen Wetter­dienstes tragen zur Sicherheit in Luftfahrt, Schifffahrt, Landwirt­schaft und Katastro­phen­schutz bei. Du bist ein Teil davon. Hier kannst du arbeiten:

  • an Wetterwarten und Beobachtungsstationen des DWD im ganzen Bundesgebiet
  • in den Regionalzentren des DWD, etwa in der Datenaufbereitung
  • an militärischen Flugplätzen im Wetterdienst der Bundeswehr
  • in der Klimaforschung bei der Datenerfassung

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Spezialisierung: etwa auf Radiosonden, die Wartung von Radaranlagen, Satellitenmeteorologie oder Klimadatenanalyse
  • Stationsleiter/in: Du verantwortest eine Wetterwarte und führst ein Team.
  • Gehobener Dienst: Mit einem passenden Studium, etwa Meteorologie, Geografie oder Informatik, und/oder einer Laufbahnprüfung steigst du auf.
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
  • Fachliche Weiterbildung: Kurse zu neuer Messtechnik, Software oder besonderen Wetterphänomenen

Fazit: Wetter und Klima verstehen

Im mittleren Wetter­dienst verbindest du deine Faszination für das Wetter mit Technik und Genauigkeit. Du leistest einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und zum Alltag vieler Menschen. Die Ausbildung dauert in der Regel 2 Jahre und findet dual im Beamten­ver­hältnis auf Widerruf statt.

Lust auf Wetter? Informiere dich beim Deutschen Wetter­dienst über die Ausbildung und bewirb dich dort.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Öffent­licher Dienst und Beamte.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

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Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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