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Ausbildung Berg- und Maschinenmann/frau Transport und Instandhaltung
Ausbildung: Technik und Logistik unter Tage
Schraubst du gern an großen Maschinen und behältst auch unter Druck den Überblick? Dann passt die Ausbildung zum/zur Berg- und Maschinenmann/frau Transport und Instandhaltung vielleicht genau zu dir. Du sorgst dafür, dass tonnenschwere Lasten sicher durch lange Stollen rollen. Du wartest Förderbänder, Pumpen und Fahrzeuge und reparierst sie, wenn etwas klemmt. So bleibt der Materialfluss im Bergwerk in Bewegung. Du brauchst technisches Geschick, einen klaren Kopf und viel Verantwortungsbewusstsein. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Berg- und Maschinenmann/frau Transport und Instandhaltung auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
In der DDR hieß der Beruf: Facharbeiter/in für Anlagen und Geräte (Fahrbetrieb)
Im Alltag sagt man auch: Bergmann/frau
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Berg- und Maschinenmann/frau Transport und Instandhaltung?
Dein Alltag dreht sich um Maschinen, Transportwege und große Lasten. Du bist Mechaniker/in, Logistiker/in und Sicherheitsprofi in einer Person. Für elektrische Arbeiten brauchst du die passenden Kenntnisse. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Maschinen warten und reparieren: Du wartest, prüfst und reparierst Transport- und Fördereinrichtungen unter und über Tage. Dazu gehören Förderbänder, Loren, Schienenfahrzeuge, Pumpen und Lüftungsanlagen. Du wechselst Verschleißteile, prüfst Hydrauliksysteme und behebst Störungen.
- Material und Personal transportieren: Du fährst Schienenfahrzeuge oder spezielle Untertage-Lkw. So bringst du Rohstoffe, Ausrüstung und Menschen sicher durch die Stollen.
- Anlagen in Betrieb nehmen: Du installierst neue Anlagen fachgerecht. Im laufenden Betrieb überwachst du sie mit Sensoren und Kontrollsystemen.
- Infrastruktur sichern: Du installierst und wartest Leitungen für Strom, Wasser und Druckluft. Außerdem sorgst du für die Belüftung der Grubenbaue.
- Sicherheit kontrollieren: Du prüfst die Anlagen regelmäßig und achtest auf die strengen Sicherheitsvorschriften. Gefahren erkennst du früh, behebst sie oder meldest sie weiter.
- Dokumentieren: Du hältst jede Wartung, jede Reparatur und jede wichtige Messung genau fest und führst Betriebsbücher.
Wo arbeitest du als Berg- und Maschinenmann/frau?
Du arbeitest vor allem unter Tage in Bergwerken. Dazu kommen Werkstätten direkt im Berg, Arbeitsplätze über Tage und die Transportwege selbst. Die Umgebung ist dunkel, aber gut beleuchtet und belüftet. Du arbeitest oft im Schichtdienst und in einem eingespielten Team.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Berg- und Maschinenmann/frau ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 2 Jahre. Im Ausbildungsbetrieb lernst du die Praxis. Das sind meist große Bergbauunternehmen für Kali, Salz oder Erze. In der Berufsschule geht es um Bergbaukunde, Maschinentechnik, Werkstoffkunde, Fördertechnik, Grubenausbau, Sicherheitsvorschriften und Umweltschutz.
Das lernst du unter anderem:
- Bergbaukunde: Du lernst, wie Rohstoffe gewonnen werden, wie Bergwerke aufgebaut sind und wie die Abläufe unter Tage funktionieren.
- Maschinen- und Anlagentechnik: Du bedienst, wartest und reparierst Förderbänder, Schienenfahrzeuge, Pumpen, Kompressoren und Lüftungsanlagen.
- Mechanik, Hydraulik, Pneumatik: Du verstehst diese Techniken und nutzt sie, um Störungen zu finden und zu beheben.
- Werkstoffkunde: Du lernst Metalle und andere Materialien kennen. Schweißen, Drehen und Fräsen lernst du in Grundzügen.
- Sicherheit unter Tage: Du gehst sicher mit Maschinen, Strom, Gasen und Wasser um und kennst die Notfallpläne. Außerdem wirst du in Erster Hilfe geschult.
- Transport- und Fördertechnik: Du lernst die Transportsysteme unter Tage kennen, bedienst sie und hältst sie instand.
- Mess- und Prüftechnik: Du nutzt Messgeräte, um Fehler zu finden und den Zustand der Maschinen zu prüfen.
- Technische Kommunikation: Du liest technische Zeichnungen, Schaltpläne und Wartungspläne und setzt sie um.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Berg- und Maschinenmann/frau Transport und Instandhaltung?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss, am besten mit guten Noten in Mathe und Physik
- technisches Verständnis und Freude am Lösen von Problemen
- handwerkliches Geschick und Genauigkeit
- körperliche Fitness, denn du arbeitest in engen Räumen, bei Staub, Lärm und Feuchtigkeit und hebst schwere Teile
- Verantwortungsbewusstsein und Umsicht
- Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
- keine Angst vor engen Räumen und Bereitschaft zum Schichtdienst
- Zuverlässigkeit und eine sorgfältige Arbeitsweise
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.122 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.351 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Berg- und Maschinenmann/frau zu dir?
Du magst Technik und willst wissen, wie die Abläufe unter Tage funktionieren? Dann lohnt sich ein genauer Blick. Das spricht für die Ausbildung:
- Logistik im Bergbau: Du organisierst Materialtransporte und hältst die Abläufe in Gang.
- Technik zum Anfassen: Du hältst die Ausrüstung in gutem Zustand und sorgst dafür, dass sie zuverlässig arbeitet.
- Verantwortung: Deine Sorgfalt schützt dich und dein ganzes Team.
- Bessere Abläufe: Du bringst eigene Ideen ein, um Prozesse im Bergwerk zu verbessern.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Berg- und Maschinenmann/frau Transport und Instandhaltung?
Was du als Berg- und Maschinenmann/frau Transport und Instandhaltung jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer die Fahrräder der Familie in Schuss hält, bei klemmenden Geräten geduldig den Fehler sucht oder mit Technikbaukästen Seilbahnen baut, zeigt Betrieben Geschick und Freude am Lösen von Problemen. Wer dazu in der Jugendfeuerwehr mitmacht und im Teamsport Absprachen trifft, beweist Umsicht und Kommunikationsstärke. Wenn du lieber direkt beim Abbau arbeitest, schau dir Berg- und Maschinenmann/frau Vortrieb und Gewinnung an. Für Maschinen über Tage in der Industrie passt Industriemechaniker/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- die Fahrräder der Familie in Schuss hältst Zuverlässigkeit
- bei klemmenden Geräten geduldig den Fehler suchst Fehlersuche
- mit Technikbaukästen Seilbahnen oder Kräne baust Technikverständnis
- in der Jugendfeuerwehr Einsätze trainierst Umsicht
- im Teamsport auf dem Feld Absprachen triffst Kommunikation
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 2 · Meiste Betriebe im Bereich
Anlagenmechaniker/in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Rund 1.300 Betriebe bilden diesen Beruf aus. Das sind die meisten im Bereich Handwerk und Bau.
2 von 2 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Im Bergbau hältst du die Logistik und die Technik unter Tage am Laufen. Fachkräfte, die komplexe Anlagen sicher instand halten, werden gebraucht. Wenn du engagiert und zuverlässig bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:
- in aktiven Bergwerken, zum Beispiel im Kali-, Salz- oder Erzbergbau
- im Spezialtiefbau, etwa im Tunnelbau oder im Kavernenbau für Energiespeicher
- bei Firmen, die Maschinen und Anlagen für den Bergbau herstellen und warten
- in der Instandhaltung von Industrieunternehmen mit ähnlichen Förder- oder Transportsystemen
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Hauer/in: eine Weiterbildung im Bergbau für verantwortungsvolle Aufgaben in Mechanik oder Elektrik unter Tage
- Bergbautechnologe/in: Du hängst die vollständige Ausbildung an und vertiefst dein Fachwissen.
- Techniker/in: zum Beispiel für Maschinenbau, Elektrotechnik oder Bergbau, mit Aufgaben in Planung und Betriebsführung
- Industriemeister/in: etwa für Elektrotechnik oder Metall, für leitende Aufgaben in Instandhaltung oder Produktion
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Automatisierungstechnik, Steuerungstechnik, Hydraulik und Pneumatik oder den elektrischen Betrieb unter Tage
- Studium: mit Hochschulreife etwa Maschinenbau, Elektrotechnik, Bergbau oder Wirtschaftsingenieurwesen
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
Fazit: Du hältst den Bergbau in Bewegung
Als Berg- und Maschinenmann/frau Transport und Instandhaltung verbindest du Technik, Logistik und Sicherheit. Du sorgst dafür, dass unter Tage alles läuft. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 2 Jahre. Danach kannst du dich weiterbilden, zum Beispiel zum/zur Techniker/in oder Industriemeister/in.
Bereit für die Tiefe? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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