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Ausbildung Berg- und Maschi­nenmann/frau Transport und Instand­haltung

Ausbildung: Technik und Logistik unter Tage

Symbolbild: Ausbildung Berg- und Maschinenmann/frau Transport und Instandhaltung

Schraubst du gern an großen Maschinen und behältst auch unter Druck den Überblick? Dann passt die Ausbildung zum/zur Berg- und Maschi­nenmann/frau Transport und Instand­haltung vielleicht genau zu dir. Du sorgst dafür, dass tonnen­schwere Lasten sicher durch lange Stollen rollen. Du wartest Förder­bänder, Pumpen und Fahrzeuge und reparierst sie, wenn etwas klemmt. So bleibt der Materi­alfluss im Bergwerk in Bewegung. Du brauchst technisches Geschick, einen klaren Kopf und viel Verant­wor­tungs­be­wusstsein. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Berg- und Maschi­nenmann/frau Transport und Instand­haltung auf einen Blick

Dauer2 Jahre
Ausbildungdual, Handwerk und Bau
1. Jahr1.122 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

In der DDR hieß der Beruf: Fachar­beiter/in für Anlagen und Geräte (Fahrbetrieb)

Im Alltag sagt man auch: Bergmann/frau

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Berg- und Maschi­nenmann/frau Transport und Instand­haltung?

Dein Alltag dreht sich um Maschinen, Transportwege und große Lasten. Du bist Mechaniker/in, Logistiker/in und Sicher­heitsprofi in einer Person. Für elektrische Arbeiten brauchst du die passenden Kenntnisse. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Maschinen warten und reparieren: Du wartest, prüfst und reparierst Transport- und Fördereinrichtungen unter und über Tage. Dazu gehören Förderbänder, Loren, Schienenfahrzeuge, Pumpen und Lüftungsanlagen. Du wechselst Verschleißteile, prüfst Hydrauliksysteme und behebst Störungen.
  • Material und Personal transportieren: Du fährst Schienenfahrzeuge oder spezielle Untertage-Lkw. So bringst du Rohstoffe, Ausrüstung und Menschen sicher durch die Stollen.
  • Anlagen in Betrieb nehmen: Du installierst neue Anlagen fachgerecht. Im laufenden Betrieb überwachst du sie mit Sensoren und Kontrollsystemen.
  • Infrastruktur sichern: Du installierst und wartest Leitungen für Strom, Wasser und Druckluft. Außerdem sorgst du für die Belüftung der Grubenbaue.
  • Sicherheit kontrollieren: Du prüfst die Anlagen regelmäßig und achtest auf die strengen Sicherheitsvorschriften. Gefahren erkennst du früh, behebst sie oder meldest sie weiter.
  • Dokumentieren: Du hältst jede Wartung, jede Reparatur und jede wichtige Messung genau fest und führst Betriebsbücher.
Kohlebagger

Wo arbeitest du als Berg- und Maschi­nenmann/frau?

Du arbeitest vor allem unter Tage in Bergwerken. Dazu kommen Werkstätten direkt im Berg, Arbeits­plätze über Tage und die Transportwege selbst. Die Umgebung ist dunkel, aber gut beleuchtet und belüftet. Du arbeitest oft im Schicht­dienst und in einem eingespielten Team.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Berg- und Maschi­nenmann/frau ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 2 Jahre. Im Ausbil­dungs­betrieb lernst du die Praxis. Das sind meist große Bergbau­un­ter­nehmen für Kali, Salz oder Erze. In der Berufs­schule geht es um Bergbaukunde, Maschi­nen­technik, Werkstoffkunde, Förder­technik, Gruben­ausbau, Sicher­heits­vor­schriften und Umwelt­schutz.

Das lernst du unter anderem:

  • Bergbaukunde: Du lernst, wie Rohstoffe gewonnen werden, wie Bergwerke aufgebaut sind und wie die Abläufe unter Tage funktionieren.
  • Maschinen- und Anlagentechnik: Du bedienst, wartest und reparierst Förderbänder, Schienenfahrzeuge, Pumpen, Kompressoren und Lüftungsanlagen.
  • Mechanik, Hydraulik, Pneumatik: Du verstehst diese Techniken und nutzt sie, um Störungen zu finden und zu beheben.
  • Werkstoffkunde: Du lernst Metalle und andere Materialien kennen. Schweißen, Drehen und Fräsen lernst du in Grundzügen.
  • Sicherheit unter Tage: Du gehst sicher mit Maschinen, Strom, Gasen und Wasser um und kennst die Notfallpläne. Außerdem wirst du in Erster Hilfe geschult.
  • Transport- und Fördertechnik: Du lernst die Transportsysteme unter Tage kennen, bedienst sie und hältst sie instand.
  • Mess- und Prüftechnik: Du nutzt Messgeräte, um Fehler zu finden und den Zustand der Maschinen zu prüfen.
  • Technische Kommunikation: Du liest technische Zeichnungen, Schaltpläne und Wartungspläne und setzt sie um.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Berg- und Maschi­nenmann/frau Transport und Instand­haltung?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss, am besten mit guten Noten in Mathe und Physik
  • technisches Verständnis und Freude am Lösen von Problemen
  • handwerkliches Geschick und Genauigkeit
  • körperliche Fitness, denn du arbeitest in engen Räumen, bei Staub, Lärm und Feuchtigkeit und hebst schwere Teile
  • Verantwortungsbewusstsein und Umsicht
  • Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
  • keine Angst vor engen Räumen und Bereitschaft zum Schichtdienst
  • Zuverlässigkeit und eine sorgfältige Arbeitsweise

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.122 €
2. Ausbildungsjahr 1.351 €

Passt die Ausbildung zum/zur Berg- und Maschi­nenmann/frau zu dir?

Du magst Technik und willst wissen, wie die Abläufe unter Tage funktio­nieren? Dann lohnt sich ein genauer Blick. Das spricht für die Ausbildung:

  • Logistik im Bergbau: Du organisierst Materialtransporte und hältst die Abläufe in Gang.
  • Technik zum Anfassen: Du hältst die Ausrüstung in gutem Zustand und sorgst dafür, dass sie zuverlässig arbeitet.
  • Verantwortung: Deine Sorgfalt schützt dich und dein ganzes Team.
  • Bessere Abläufe: Du bringst eigene Ideen ein, um Prozesse im Bergwerk zu verbessern.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Berg- und Maschi­nenmann/frau Transport und Instand­haltung?

Was du als Berg- und Maschi­nenmann/frau Transport und Instand­haltung jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer die Fahrräder der Familie in Schuss hält, bei klemmenden Geräten geduldig den Fehler sucht oder mit Technik­bau­kästen Seilbahnen baut, zeigt Betrieben Geschick und Freude am Lösen von Problemen. Wer dazu in der Jugend­feu­erwehr mitmacht und im Teamsport Absprachen trifft, beweist Umsicht und Kommuni­ka­ti­ons­stärke. Wenn du lieber direkt beim Abbau arbeitest, schau dir Berg- und Maschi­nenmann/frau Vortrieb und Gewinnung an. Für Maschinen über Tage in der Industrie passt Industrie­me­chaniker/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • die Fahrräder der Familie in Schuss hältst Zuverlässigkeit
  • bei klemmenden Geräten geduldig den Fehler suchst Fehlersuche
  • mit Technikbaukästen Seilbahnen oder Kräne baust Technikverständnis
  • in der Jugendfeuerwehr Einsätze trainierst Umsicht
  • im Teamsport auf dem Feld Absprachen triffst Kommunikation

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Im Bergbau hältst du die Logistik und die Technik unter Tage am Laufen. Fachkräfte, die komplexe Anlagen sicher instand halten, werden gebraucht. Wenn du engagiert und zuverlässig bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:

  • in aktiven Bergwerken, zum Beispiel im Kali-, Salz- oder Erzbergbau
  • im Spezialtiefbau, etwa im Tunnelbau oder im Kavernenbau für Energiespeicher
  • bei Firmen, die Maschinen und Anlagen für den Bergbau herstellen und warten
  • in der Instandhaltung von Industrieunternehmen mit ähnlichen Förder- oder Transportsystemen

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Hauer/in: eine Weiterbildung im Bergbau für verantwortungsvolle Aufgaben in Mechanik oder Elektrik unter Tage
  • Bergbautechnologe/in: Du hängst die vollständige Ausbildung an und vertiefst dein Fachwissen.
  • Techniker/in: zum Beispiel für Maschinenbau, Elektrotechnik oder Bergbau, mit Aufgaben in Planung und Betriebsführung
  • Industriemeister/in: etwa für Elektrotechnik oder Metall, für leitende Aufgaben in Instandhaltung oder Produktion
  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Automatisierungstechnik, Steuerungstechnik, Hydraulik und Pneumatik oder den elektrischen Betrieb unter Tage
  • Studium: mit Hochschulreife etwa Maschinenbau, Elektrotechnik, Bergbau oder Wirtschaftsingenieurwesen
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.

Fazit: Du hältst den Bergbau in Bewegung

Als Berg- und Maschi­nenmann/frau Transport und Instand­haltung verbindest du Technik, Logistik und Sicherheit. Du sorgst dafür, dass unter Tage alles läuft. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 2 Jahre. Danach kannst du dich weiter­bilden, zum Beispiel zum/zur Techniker/in oder Industrie­meister/in.

Bereit für die Tiefe? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Berg- und Maschinenmann/frau Transport und Instandhaltung als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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