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Ausbildung Bootsbauer/in Neu-, Aus- und Umbau

Ausbildung: Boote bauen, ausbauen und umgestalten

Symbolbild: Ausbildung Bootsbauer/in Neu-, Aus- und Umbau

Willst du Boote von Grund auf bauen, neu gestalten oder moderni­sieren? Dann passt die Ausbildung zum/zur Bootsbauer/in in der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau vielleicht genau zu dir. Du arbeitest mit Holz, Metall und modernen Verbund­werk­stoffen. Du baust Rümpfe und Decks, richtest Kajüten ein und gibst älteren Booten neues Leben. Dafür brauchst du viel handwerk­liches Geschick und ein Auge für Form und Funktion. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Bootsbauer/in Neu-, Aus- und Umbau auf einen Blick

Dauer3,5 Jahre
Ausbildungdual, Handwerk und Bau
1. Jahr1.005 € bis 1.176 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Diese Bezeich­nungen gab es früher für den Beruf.

  • ab 1949 bis 2011Bootsbauer/in (ohne Fachrichtungen)

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949.

Was macht ein/e Bootsbauer/in Neu-, Aus- und Umbau?

Du arbeitest mit Holz, Metall und Verbund­werk­stoffen. Du baust Rümpfe und Decks und kümmerst dich um den Innenausbau. Du bist Schreiner/in, Laminierer/in, Metallbauer/in und Designer/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Neubau: Du baust Rumpf und Deck von Grund auf, aus Holz, GFK, Metall oder Sandwichmaterialien. Du laminierst, schweißt, klebst oder verbindest die Bauteile passgenau.
  • Innenausbau: Du planst, fertigst und montierst Kajüten, Pantry, Nasszellen, Sitzbänke und Stauräume. Du schneidest, verleimst und furnierst Holz und arbeitest mit Kunststoffen und Polstern.
  • Umbau und Modernisierung: Du baust eine neue Pantry ein, gestaltest Kabinen um oder erneuerst den ganzen Innenraum. Neue Elemente fügst du sauber in die alte Struktur ein.
  • Reparatur: Du behebst Schäden an Rümpfen und Decks, zum Beispiel nach einer Kollision oder bei Osmose. Du reparierst GFK, ersetzt Holz oder schweißt Metall.
  • Einbauteile: Du setzt Luken, Fenster, Türen und Schotten wasserdicht ein und montierst Beschläge, Geländer und Masten.
  • Oberflächen: Du schleifst, spachtelst, lackierst und polierst und trägst Antifouling für den Unterwasserschutz auf.
  • Qualität prüfen: Du kontrollierst Maße, Stabilität und Dichtigkeit aller Bauteile und des fertigen Bootes.
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Wo arbeitest du in dieser Fachrichtung?

Du arbeitest vor allem in Bootswerften, Yachtbau­be­trieben und spezia­li­sierten Repara­tur­werk­stätten. Meist bist du in großen Hallen, manchmal auch draußen. Du bist viel in Bewegung und nutzt viele Handwerkzeuge und Maschinen.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Ausbil­dungs­betrieb lernst du direkt am Bootskörper und im Innenausbau. Das sind Bootswerften, Yachtbau­un­ter­nehmen oder Repara­tur­werk­stätten. In der Berufs­schule geht es um Holz-, Metall- und Kunststoff­ver­ar­beitung, Konstruktion, Materi­alkunde, Oberflä­chen­be­handlung, Bootsstatik und technisches Zeichnen. Dazu kommen Sicherheit und Umwelt­schutz.

Das lernst du unter anderem:

  • Werkstoffkunde: Massivholz, Sperrholz, Furniere, Aluminium, Edelstahl, GFK, CFK und Verbundwerkstoffe
  • Bearbeitungstechniken: Hobel, Sägen, Feilen, Kreissägen, Fräs-, Hobel- und Schleifmaschinen und Laminiergeräte
  • Konstruktion: Bauweisen wie Rundspant und Knickspant, Decks, Aufbauten und Statik
  • Innenausbau: Möbelbau und Raumaufteilung mit Blick auf Ergonomie und Gewichtsverteilung
  • Fügetechniken: Verleimen, Laminieren, Schrauben, Nieten, Schweißen und Kleben
  • Oberflächen: Schleifen, Spachteln, Grundieren, Lackieren, Polieren und Antifouling
  • Technisches Zeichnen und CAD: Zeichnungen lesen und einfache Pläne erstellen
  • Arbeitssicherheit und Umweltschutz: sicher mit Maschinen, Chemikalien und Staub umgehen

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Bootsbauer/in Neu-, Aus- und Umbau?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
  • handwerkliches Geschick und Genauigkeit
  • räumliches Vorstellungsvermögen und ein Auge für Proportionen
  • Kreativität und gestalterisches Talent
  • eine sorgfältige und geduldige Arbeitsweise
  • körperliche Fitness, denn du arbeitest in wechselnden Positionen und hebst schwere Teile
  • Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
  • Bereitschaft, mit Holzstaub, Lacken und Harzen zu arbeiten

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.005 € bis 1.176 €
2. Ausbildungsjahr 1.070 € bis 1.232 €
3. Ausbildungsjahr 1.120 € bis 1.326 €
4. Ausbildungsjahr 1.170 € bis 1.372 €

Passt die Ausbildung als Bootsbauer/in Neu-, Aus- und Umbau zu dir?

Du willst Boote verwandeln und gestalten? Dann lohnt sich ein genauer Blick. Das spricht für die Ausbildung:

  • Verwandlung: Du modernisierst Boote und gibst ihnen neues Leben.
  • Handwerk: Du arbeitest geschickt mit Werkzeugen und Materialien.
  • Kreativität: Du gestaltest individuelle Umbauten.
  • Verantwortung: Du sorgst dafür, dass jedes Boot sicher und funktional ist.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Bootsbauer/in Neu-, Aus- und Umbau?

Was du als Bootsbauer/in Neu-, Aus- und Umbau jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer alte Möbel abschleift und neu aufarbeitet, im Werkun­terricht Holz biegt und verleimt oder in Skizzen das eigene Traumboot entwirft, zeigt Werften Geschick, Kreativität und ein Auge für Propor­tionen. Wer dazu im Wasser­sport­verein mithilft und im Mannschaftssport viel kommuniziert, beweist Engagement und Teamfä­higkeit. Wenn dich Motoren und Bordelektrik mehr reizen, schau dir Bootsbauer/in Fachrichtung Technik an. Wenn du Holz auch an Land verarbeiten willst, passt Tischler/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • alte Möbel abschleifst und neu aufarbeitest Geschick
  • im Werkunterricht Holz biegst und verleimst Genauigkeit
  • in Skizzen dein eigenes Traumboot entwirfst Kreativität
  • im Wassersportverein beim Bootsputz mithilfst Engagement
  • im Mannschaftssport auf dem Feld viel kommunizierst Kommunikation

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Ecki, der Berufe-Finder von karrieremag

Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

Tipp deine Noten und Hobbys ein und Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke. Welche Ausbildung passt zu mir? Frag Ecki

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Du schaffst einzig­artige Boote, die oft auch Wohnraum und Ausdruck des Stils ihrer Eigner/innen sind. Die Nachfrage ist stabil, besonders bei hochwertigen Yachten und indivi­duellen Umbauten. Hier kannst du arbeiten:

  • in Boots- und Yachtwerften
  • in Reparatur- und Umbaubetrieben
  • im Innenausbau von Spezialfahrzeugen oder Wohnmobilen
  • bei Herstellern von Bootskomponenten wie Möbeln oder Decksaufbauten
  • im Wassersportfachhandel mit eigener Werkstatt
  • in der Restaurierung historischer Boote
  • selbstständig mit Anfertigungen und Umbauten

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Bootsbauermeister/in: Du führst einen eigenen Betrieb, bildest aus oder übernimmst Leitung in einer Werft.
  • Spezialisierung: etwa auf hochwertigen Innenausbau, Verbundwerkstoffe, Restaurierung oder den Bau von Segel- und Motoryachten
  • Techniker/in: zum Beispiel für Holztechnik, Schiffbau oder Faserverbundtechnik
  • Gestalter/in im Handwerk: Du entwickelst eigene Boots- und Innendesigns.
  • Studium: mit Hochschulreife etwa Schiffbau, Meerestechnik, Produktdesign, Holztechnik oder Innenarchitektur
  • Werkstattleiter/in: Mit Erfahrung übernimmst du Führung in Produktion oder Design.

Fazit: Boote, die Wünsche wahr machen

Als Bootsbauer/in der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau verbindest du Handwerk mit Kreativität. Du baust einzig­artige Boote und setzt die Wünsche der Eigner/innen um. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Danach kannst du Meister/in werden, dich spezia­li­sieren oder studieren.

Lust auf Werft? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Bootsbauer/in Neu-, Aus- und Umbau als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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