Bootsbauer/in für Neu-, Aus- und Umbau
Gestalter maritimer Kunstwerke

Spürst du die Faszination des Wassers und die Freude daran, schwimmende Träume aus unterschiedlichsten Materialien von Grund auf zu erschaffen, zu verändern oder zu modernisieren? Wenn du handwerklich äußerst geschickt bist, ein feines Auge für Form und Funktion mitbringst und ein/e echte/r Schiffs-Architekt/in der Praxis und Material-Künstler/in bist, dann könnte der Beruf als Bootsbauer/in (Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau) genau deine kreative Herausforderung sein! Als dieser Profi bist du die unerlässliche Kraft, die Sportboote und Yachten formt, gestaltet und ihnen neues Leben einhaucht.
Was lernst du bei dieser Ausbildung?
Als Bootsbauer/in (Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau) ist dein Arbeitsalltag geprägt vom Umgang mit Holz, Metall und Hightech-Verbundwerkstoffen, dem Bau von Rümpfen und Decks sowie dem Innenausbau von Booten. Du bist gleichermaßen Schreiner/in, Laminierer/in, Metallbauer/in und Designer/in. Deine Aufgaben sind unglaublich vielseitig und erfordern sowohl präzises handwerkliches Können als auch ein ausgeprägtes ästhetisches Empfinden und ein hohes Maß an Problemlösungskompetenz:
-
Neubau von Bootskörpern: Dein Job beginnt oft mit der leeren Form oder dem Kiel. Du baust den Rumpf und das Deck von Grund auf, egal ob aus Holz, GFK (glasfaserverstärktem Kunststoff), Metall oder modernen Sandwichmaterialien. Du laminierst, schweißt, klebst oder verbindest die einzelnen Bauteile passgenau.
-
Innenausbau und Möbelfertigung: Dies ist ein Kernbereich deiner Arbeit. Du planst, fertigst und montierst die gesamte Inneneinrichtung: Kajüten, Pantry (Küche), Nasszellen, Sitzgelegenheiten und Stauräume. Du schneidest, verleimst und furnierst Holz, arbeitest mit Kunststoffen und Polstermaterialien, um funktionale und ästhetisch ansprechende Wohnbereiche zu schaffen.
-
Umbau und Modernisierung: Du hauchst alten Booten neues Leben ein oder passt sie an aktuelle Bedürfnisse an. Das kann der Einbau einer neuen Pantry, der Umbau einer Kabine oder die komplette Neugestaltung des Innenraums sein. Du analysierst die bestehende Struktur und integrierst neue Elemente nahtlos.
-
Reparatur von Bootskörpern: Bei Beschädigungen bist du der/die Spezialist/in. Du sanierst Schäden an Rümpfen und Decks, z.B. nach einer Kollision oder bei Osmosebefall. Du reparierst GFK-Schäden, ersetzt Holzstrukturen oder schweißt Metall.
-
Installation von Einbauteilen: Du setzt Luken, Fenster, Türen, Schotten und Schottwände ein und sorgst für deren Wasserdichtigkeit und Stabilität. Auch die Montage von Beschlägen, Geländern und Masten gehört zu deinen Aufgaben.
-
Oberflächenbehandlung: Du veredelst die Oberflächen der Boote – von Schleifen und Spachteln über Lackieren und Polieren bis hin zu speziellen Antifouling-Anstrichen für den Unterwasserschutz.
-
Qualitätskontrolle: Jeder Schritt erfordert höchste Präzision. Du prüfst akribisch die Maßhaltigkeit, Stabilität und Dichtigkeit aller Bauteile und des fertigen Bootes, um höchste Qualität und Sicherheit zu gewährleisten.

Die Ausbildung: Was macht sie so vielseitig?
Deinen Arbeitsplatz findest du hauptsächlich in Bootswerften, Yachtbaubetrieben oder spezialisierten Reparaturwerkstätten. Du arbeitest in großen Hallen, manchmal auch im Freien, bist viel in Bewegung und verwendest eine Vielzahl von Handwerkzeugen und Maschinen.
Das erwartet dich während dieser Ausbildung:
Die Ausbildung zum/zur Bootsbauer/in (Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau) ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Du lernst im Ausbildungsbetrieb (das sind Bootswerften, Yachtbauunternehmen oder Bootsreparaturwerkstätten) die praktischen Fertigkeiten direkt am Bootskörper und im Innenausbau. In der Berufsschule erwirbst du die notwendigen theoretischen Grundlagen in den Bereichen Holz-, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Konstruktionslehre, Materialkunde, Oberflächenbehandlung, Bootsstatik, technische Zeichnung sowie umfassende Kenntnisse in Sicherheit und Umweltschutz.
Inhalte deiner Ausbildung sind unter anderem:
-
Werkstoffkunde: Du erwirbst detailliertes Wissen über die Eigenschaften und die Verarbeitung von Holz (Massivholz, Sperrholz, Furniere), Metall (Aluminium, Edelstahl), Kunststoffen (GFK, CFK) und Verbundwerkstoffen.
-
Manuelle und maschinelle Bearbeitungstechniken: Du machst dich mit einer Vielzahl von Handwerkzeugen (Hobel, Sägen, Feilen, Schleifer) und Maschinen (Kreissägen, Fräsmaschinen, Hobelmaschinen, Schleifmaschinen, Laminiergeräte) für die Holz-, Metall- und Kunststoffverarbeitung vertraut.
-
Bootsbau-Konstruktion: Du lernst den Aufbau und die Bauweisen von Bootsrümpfen (z.B. Rundspant, Knickspant), Decks und Aufbauten kennen und verstehst die statischen Anforderungen.
-
Innenausbau und Möbelbau: Du schulst deine Fähigkeiten im Möbelbau, der Oberflächengestaltung und der Raumaufteilung im Bootsinneren, unter Berücksichtigung von Ergonomie und Gewichtsverteilung.
-
Fügetechniken: Du lernst verschiedene Verbindungstechniken wie Verleimen, Laminieren, Schrauben, Nieten, Schweißen oder Kleben von Materialien.
-
Oberflächenbehandlung: Du erwirbst Kenntnisse über das Schleifen, Spachteln, Grundieren, Lackieren und Polieren von Oberflächen sowie über spezielle Beschichtungen (z.B. Antifouling).
-
Technische Zeichnung und CAD: Du lernst, technische Zeichnungen zu lesen und selbst Skizzen oder einfache Pläne zu erstellen, oft auch mit computergestützten Programmen (CAD).
-
Arbeitssicherheit und Umweltschutz: Der sichere Umgang mit Werkzeugen, Maschinen, Chemikalien und Staub sowie die fachgerechte Entsorgung sind ein wichtiger Bestandteil deiner Ausbildung.
Was du mitbringen solltest:
-
Guter Hauptschulabschluss oder mittlerer Schulabschluss
-
Ausgeprägtes handwerkliches Geschick und Präzision
-
Räumliches Vorstellungsvermögen und ein gutes Auge für Proportionen
-
Kreativität und gestalterisches Talent
-
Sorgfältige und geduldige Arbeitsweise
-
Körperliche Fitness und Belastbarkeit (Arbeit in wechselnden Positionen, Heben)
-
Teamfähigkeit und gute Kommunikationsfähigkeit
-
Keine Berührungsängste mit Holzstaub, Lacken oder Harzen.
Deine Karriere als Bootsbauer/in für Neu-, Aus- und Umbau
Der Beruf des/der Bootsbauers/Bootsbauerin (Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau) ist ein faszinierendes und vielseitiges Handwerk, das Kreativität, Präzision und technisches Verständnis vereint. Du schaffst einzigartige Produkte, die nicht nur Fortbewegungsmittel sind, sondern oft auch luxuriöse Wohnräume und Ausdruck des persönlichen Stils ihrer Eigner. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist stabil, insbesondere im Bereich hochwertiger Yachten und individueller Umbauten. Deine Jobchancen sind hervorragend, wenn du engagiert, detailverliebt und lernbereit bist:
-
In Boots- und Yachtwerften (Neubau von Segel- und Motorbooten)
-
Bei Reparatur- und Umbaubetrieben für Sportboote und Yachten
-
Im Innenausbau von Spezialfahrzeugen oder Luxus-Wohnmobilen (Transfer von Fähigkeiten)
-
Bei Herstellern von Bootskomponenten (z.B. Möbel, Decksaufbauten)
-
Im Wassersportfachhandel mit eigener Werkstatt
-
In der Restaurierung historischer Boote
-
Als selbstständige/r Bootsbauer/in mit Spezialisierung auf individuelle Anfertigungen oder Umbauten.
Deine Weiterbildungsmöglichkeiten sind vielfältig und eröffnen dir neue Karrierewege:
-
Bootsbauermeister/in: Die klassische Aufstiegsweiterbildung. Sie qualifiziert dich für die Führung eines eigenen Betriebs, die Ausbildung von Lehrlingen und für leitende Positionen in Werften.
-
Spezialisierungen: Vertiefe dein Wissen in gefragten Bereichen wie dem hochwertigen Innenausbau (Möbelfertigung), der Verarbeitung von Verbundwerkstoffen (GFK, CFK), der Restaurierung historischer Boote oder dem Bau von Segelyachten/Motoryachten.
-
Techniker/in (Holztechnik, Schiffbau oder Faserverbundtechnik): Eine schulische Weiterbildung, die deine Kenntnisse in den Bereichen Konstruktion, Entwicklung, Materialwissenschaft und Projektmanagement vertieft und dich für anspruchsvollere technische Aufgaben qualifiziert.
-
Gestalter/in im Handwerk: Eine Weiterbildung, die deine gestalterischen Fähigkeiten vertieft und dich befähigt, eigene Boots- und Innendesigns zu entwickeln.
-
Studium (mit entsprechender Hochschulzugangsberechtigung): Studiengänge wie Schiffbau, Meerestechnik, Produktdesign, Holztechnik oder Innenarchitektur an Fachhochschulen oder Universitäten können dir den Zugang zu akademischen Positionen in Forschung, Entwicklung, Konstruktion oder im Management in der maritimen Industrie ebnen.
-
Werkstattleiter/in oder Design-Spezialist/in: Mit entsprechender Erfahrung kannst du Führungsverantwortung in der Produktion oder im Designbereich übernehmen.
Warum wird diese Ausbildung zu dir passen?
Du verfügst über:
- Leidenschaft für maritime Verwandlungen: Ihr habt eine Leidenschaft dafür, Boote zu modernisieren und ihnen neues Leben einzuhauchen.
- Handwerkliche Begabung: Ihr seid geschickt im Umgang mit Werkzeugen und Materialien und habt Freude an handwerklicher Arbeit.
- Kreativität: Ihr könnt kreativ sein und individuelle Bootsumbauten gestalten.
- Verantwortungsbewusstsein: Ihr tragt die Verantwortung dafür, dass die umgebauten Boote sicher und funktionell sind.
Vergütung: Bootsbauer Neu-, Aus- und Umbau
Jahr | Vergütung |
---|---|
1. Ausbildungsjahr | 800 EUR bis 1.030 EUR |
2. Ausbildungsjahr | 885 EUR bis 1070 EUR |
3. Ausbildungsjahr | 960 EUR bis 1.135 EUR |
4. Ausbildungsjahr | 1.020 EUR bis 1.190 EUR |
Fazit: Gestalter maritimer Kunstwerke
Wenn du eine Tätigkeit suchst, die deine Liebe zum Handwerk mit Kreativität und der tiefen Zufriedenheit verbindet, einzigartige schwimmende Objekte zu schaffen und die Wünsche von Bootseignern in die Realität umzusetzen, dann bietet dir der Beruf als Bootsbauer/in (Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau) eine spannende und überaus "formvollendete" Zukunft!
Brandneu
Aus dem Magazin.
Das Magazin hält Sie immer auf den neusten Stand zu den Themen: Karriere, Jobs und Ausbildungen.
Tagesaktuell
Das Mega Meta-Jobportal
Verpassen Sie keine Chance mehr – Wir zeigen Ihnen die besten Stellenangebote in Ihrer Nähe.
