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Ausbildung Bootsbauer/in Neu-, Aus- und Umbau
Ausbildung: Boote bauen, ausbauen und umgestalten
Willst du Boote von Grund auf bauen, neu gestalten oder modernisieren? Dann passt die Ausbildung zum/zur Bootsbauer/in in der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau vielleicht genau zu dir. Du arbeitest mit Holz, Metall und modernen Verbundwerkstoffen. Du baust Rümpfe und Decks, richtest Kajüten ein und gibst älteren Booten neues Leben. Dafür brauchst du viel handwerkliches Geschick und ein Auge für Form und Funktion. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Bootsbauer/in Neu-, Aus- und Umbau auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Diese Bezeichnungen gab es früher für den Beruf.
- ab 1949 bis 2011Bootsbauer/in (ohne Fachrichtungen)
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Bootsbauer/in Neu-, Aus- und Umbau?
Du arbeitest mit Holz, Metall und Verbundwerkstoffen. Du baust Rümpfe und Decks und kümmerst dich um den Innenausbau. Du bist Schreiner/in, Laminierer/in, Metallbauer/in und Designer/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Neubau: Du baust Rumpf und Deck von Grund auf, aus Holz, GFK, Metall oder Sandwichmaterialien. Du laminierst, schweißt, klebst oder verbindest die Bauteile passgenau.
- Innenausbau: Du planst, fertigst und montierst Kajüten, Pantry, Nasszellen, Sitzbänke und Stauräume. Du schneidest, verleimst und furnierst Holz und arbeitest mit Kunststoffen und Polstern.
- Umbau und Modernisierung: Du baust eine neue Pantry ein, gestaltest Kabinen um oder erneuerst den ganzen Innenraum. Neue Elemente fügst du sauber in die alte Struktur ein.
- Reparatur: Du behebst Schäden an Rümpfen und Decks, zum Beispiel nach einer Kollision oder bei Osmose. Du reparierst GFK, ersetzt Holz oder schweißt Metall.
- Einbauteile: Du setzt Luken, Fenster, Türen und Schotten wasserdicht ein und montierst Beschläge, Geländer und Masten.
- Oberflächen: Du schleifst, spachtelst, lackierst und polierst und trägst Antifouling für den Unterwasserschutz auf.
- Qualität prüfen: Du kontrollierst Maße, Stabilität und Dichtigkeit aller Bauteile und des fertigen Bootes.
Wo arbeitest du in dieser Fachrichtung?
Du arbeitest vor allem in Bootswerften, Yachtbaubetrieben und spezialisierten Reparaturwerkstätten. Meist bist du in großen Hallen, manchmal auch draußen. Du bist viel in Bewegung und nutzt viele Handwerkzeuge und Maschinen.
Wie läuft die Ausbildung ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Ausbildungsbetrieb lernst du direkt am Bootskörper und im Innenausbau. Das sind Bootswerften, Yachtbauunternehmen oder Reparaturwerkstätten. In der Berufsschule geht es um Holz-, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Konstruktion, Materialkunde, Oberflächenbehandlung, Bootsstatik und technisches Zeichnen. Dazu kommen Sicherheit und Umweltschutz.
Das lernst du unter anderem:
- Werkstoffkunde: Massivholz, Sperrholz, Furniere, Aluminium, Edelstahl, GFK, CFK und Verbundwerkstoffe
- Bearbeitungstechniken: Hobel, Sägen, Feilen, Kreissägen, Fräs-, Hobel- und Schleifmaschinen und Laminiergeräte
- Konstruktion: Bauweisen wie Rundspant und Knickspant, Decks, Aufbauten und Statik
- Innenausbau: Möbelbau und Raumaufteilung mit Blick auf Ergonomie und Gewichtsverteilung
- Fügetechniken: Verleimen, Laminieren, Schrauben, Nieten, Schweißen und Kleben
- Oberflächen: Schleifen, Spachteln, Grundieren, Lackieren, Polieren und Antifouling
- Technisches Zeichnen und CAD: Zeichnungen lesen und einfache Pläne erstellen
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz: sicher mit Maschinen, Chemikalien und Staub umgehen
Welche Voraussetzungen brauchst du als Bootsbauer/in Neu-, Aus- und Umbau?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- handwerkliches Geschick und Genauigkeit
- räumliches Vorstellungsvermögen und ein Auge für Proportionen
- Kreativität und gestalterisches Talent
- eine sorgfältige und geduldige Arbeitsweise
- körperliche Fitness, denn du arbeitest in wechselnden Positionen und hebst schwere Teile
- Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
- Bereitschaft, mit Holzstaub, Lacken und Harzen zu arbeiten
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.005 € bis 1.176 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.070 € bis 1.232 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.120 € bis 1.326 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.170 € bis 1.372 € |
Passt die Ausbildung als Bootsbauer/in Neu-, Aus- und Umbau zu dir?
Du willst Boote verwandeln und gestalten? Dann lohnt sich ein genauer Blick. Das spricht für die Ausbildung:
- Verwandlung: Du modernisierst Boote und gibst ihnen neues Leben.
- Handwerk: Du arbeitest geschickt mit Werkzeugen und Materialien.
- Kreativität: Du gestaltest individuelle Umbauten.
- Verantwortung: Du sorgst dafür, dass jedes Boot sicher und funktional ist.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Bootsbauer/in Neu-, Aus- und Umbau?
Was du als Bootsbauer/in Neu-, Aus- und Umbau jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer alte Möbel abschleift und neu aufarbeitet, im Werkunterricht Holz biegt und verleimt oder in Skizzen das eigene Traumboot entwirft, zeigt Werften Geschick, Kreativität und ein Auge für Proportionen. Wer dazu im Wassersportverein mithilft und im Mannschaftssport viel kommuniziert, beweist Engagement und Teamfähigkeit. Wenn dich Motoren und Bordelektrik mehr reizen, schau dir Bootsbauer/in Fachrichtung Technik an. Wenn du Holz auch an Land verarbeiten willst, passt Tischler/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- alte Möbel abschleifst und neu aufarbeitest Geschick
- im Werkunterricht Holz biegst und verleimst Genauigkeit
- in Skizzen dein eigenes Traumboot entwirfst Kreativität
- im Wassersportverein beim Bootsputz mithilfst Engagement
- im Mannschaftssport auf dem Feld viel kommunizierst Kommunikation
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein und Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke. Welche Ausbildung passt zu mir? Frag Ecki
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Du schaffst einzigartige Boote, die oft auch Wohnraum und Ausdruck des Stils ihrer Eigner/innen sind. Die Nachfrage ist stabil, besonders bei hochwertigen Yachten und individuellen Umbauten. Hier kannst du arbeiten:
- in Boots- und Yachtwerften
- in Reparatur- und Umbaubetrieben
- im Innenausbau von Spezialfahrzeugen oder Wohnmobilen
- bei Herstellern von Bootskomponenten wie Möbeln oder Decksaufbauten
- im Wassersportfachhandel mit eigener Werkstatt
- in der Restaurierung historischer Boote
- selbstständig mit Anfertigungen und Umbauten
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Bootsbauermeister/in: Du führst einen eigenen Betrieb, bildest aus oder übernimmst Leitung in einer Werft.
- Spezialisierung: etwa auf hochwertigen Innenausbau, Verbundwerkstoffe, Restaurierung oder den Bau von Segel- und Motoryachten
- Techniker/in: zum Beispiel für Holztechnik, Schiffbau oder Faserverbundtechnik
- Gestalter/in im Handwerk: Du entwickelst eigene Boots- und Innendesigns.
- Studium: mit Hochschulreife etwa Schiffbau, Meerestechnik, Produktdesign, Holztechnik oder Innenarchitektur
- Werkstattleiter/in: Mit Erfahrung übernimmst du Führung in Produktion oder Design.
Fazit: Boote, die Wünsche wahr machen
Als Bootsbauer/in der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau verbindest du Handwerk mit Kreativität. Du baust einzigartige Boote und setzt die Wünsche der Eigner/innen um. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Danach kannst du Meister/in werden, dich spezialisieren oder studieren.
Lust auf Werft? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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