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Ausbildung Fachin­for­matiker/in

Ausbildung: Die Architekten der digitalen Welt

Symbolbild: Ausbildung Fachinformatiker/in

Du willst verstehen, wie die digitale Welt funktioniert, und sie mitbauen? Dann ist die Ausbildung zum/zur Fachin­for­matiker/in eine starke Wahl. Fachin­for­matiker/innen entwickeln Software, vernetzen Systeme und lösen technische Probleme. Seit der Neuordnung der IT-Berufe im August 2020 ist die Ausbildung auf aktuelle Themen ausgerichtet. Neben Software­ent­wicklung und System­in­te­gration gehören heute auch Datenanalyse, Big Data, Künstliche Intelligenz und die Vernetzung von Produktion und IT dazu. Hier erfährst du, welche Fachrich­tungen es gibt, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Karrie­rewege dir offenstehen.

Auf einen Blick

Fachin­for­matiker/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, IT, Computer und Mathematik
1. Jahr800 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1997 hieß er Datenver­ar­bei­tungs­kaufmann/frau.

  1. 1969 bis 1997Daten­ver­a­r­bei­tungs­kauf­mann/frau
  2. seit 1997Fach­in­for­ma­ti­ker/in

In der DDR hieß der Beruf: Fachar­beiter/in für Datenver­ar­beitung

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Fachin­for­matiker/in?

Du wählst eine von vier Fachrich­tungen:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Anwendungsentwicklung: Du programmierst Software für deinen Betrieb oder für Kunden. Du passt Anwendungen an, testest sie, nimmst sie in Betrieb und kümmerst dich um Wartung und Support.
  • Systemintegration: Du planst, installierst und verwaltest IT-Systeme. Du baust Hard- und Software zu funktionierenden Lösungen zusammen, vernetzt Systeme und behebst Störungen.
  • Daten- und Prozessanalyse: Du prüfst Arbeits- und Geschäftsprozesse, findest Verbesserungen und hilfst, Abläufe zu digitalisieren und zu automatisieren. Je nach Einsatz arbeitest du mit Big Data, Machine Learning, Datenqualität und Datenschutz.
  • Digitale Vernetzung: Du verbindest IT-Systeme, Maschinen, Geräte und Anlagen miteinander, zum Beispiel in Produktion, Logistik, Handel oder Verwaltung. Du richtest den Datenaustausch ein, überwachst Anlagen und beseitigst Schwachstellen.

In allen Fachrich­tungen gehören Kunden­be­ratung, Fehler­analyse, Dokumen­tation, Qualitäts­si­cherung, IT-Sicherheit und Datenschutz fest zum Beruf.

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Warum ist der Beruf so wichtig?

Unsere Welt wird jeden Tag digitaler. Dafür braucht es Menschen, die program­mieren, Systeme aufbauen und Technik am Laufen halten. Als Fachin­for­matiker/in sorgst du dafür, dass Systeme entstehen, besser werden und sicher laufen. Dein Job verlangt logisches Denken, kreative Ideen und Teamarbeit. Wenn du gern knobelst, bis eine Lösung funktioniert, passt das zu dir.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Fachin­for­matiker/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Eine Verkürzung ist möglich. Im Betrieb lernst du die Praxis direkt an Hard- und Software. Dein Betrieb kann ein IT-Dienst­leister, ein Softwarehaus, ein Systemhaus, eine Behörde oder ein Unternehmen mit großer IT-Abteilung sein. In der Berufs­schule lernst du die Theorie: System­ar­chi­tekturen, Betriebs­systeme, Netzwerke, Datenbanken, Program­mierung, IT-Sicherheit, Projekt­ma­nagement und Wirtschafts­prozesse.

Das lernst du unter anderem:

  • IT-Grundlagen: Hard- und Software, Netzwerktechnik und Systemarchitekturen
  • Programmierung: Programmiersprachen, Software-Engineering und Benutzeroberflächen
  • Systeme und Netzwerke: Server, Netzwerke und Betriebssysteme wie Windows und Linux einrichten und verwalten
  • Datenbanken: Aufbau und Nutzung von Datenbanksystemen
  • IT-Sicherheit und Datenschutz: Virenschutz, Firewalls und die wichtigsten Datenschutzregeln
  • Analyse und Konzeption: Probleme analysieren und passende IT-Lösungen entwickeln
  • Kundenberatung und Support: Technik verständlich erklären und Anwender/innen unterstützen
  • Projektmanagement: IT-Projekte planen, durchführen und steuern

So läuft die Prüfung: Die Abschluss­prüfung findet in zwei Teilen statt. Teil 1 kommt nach etwa 18 Monaten und zählt 20 Prozent. Dabei geht es unter anderem um das Einrichten eines IT-gestützten Arbeits­platzes. Teil 2 kommt am Ende der Ausbildung und zählt 80 Prozent. Dazu gehören eine betriebliche Projekt­arbeit, ein Fachge­spräch und schriftliche Prüfungen.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Fachin­for­matiker/in?

Was solltest du mitbringen?

  • Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben. Gute Noten in Informatik, Mathe und Englisch helfen dir.
  • großes Interesse an Computern, Software und digitaler Technik
  • analytisches und logisches Denken
  • eine strukturierte, lösungsorientierte Arbeitsweise
  • Geduld bei der Fehlersuche
  • Kommunikationsstärke und Teamfähigkeit
  • Lust, ständig Neues zu lernen
  • gute Englischkenntnisse, denn viele Fachbegriffe sind englisch

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 800 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.408 €
3. Ausbildungsjahr 977 € bis 1.489 €

Passt die Ausbildung zum/zur Fachin­for­matiker/in zu dir?

Das spricht für die Ausbildung zum/zur Fachin­for­matiker/in:

  • Gefragt auf dem Arbeitsmarkt: Unternehmen jeder Größe und fast aller Branchen suchen IT-Fachkräfte.
  • Viele Wege: Softwareentwicklung, Systemadministration, Netzwerktechnik, IT-Sicherheit, KI oder Datenanalyse.
  • Nie Stillstand: Die IT entwickelt sich schnell. Du lernst ständig neue Technik und Methoden kennen.
  • Knobeln mit Sinn: Du setzt Logik und Kreativität ein, um echte Probleme zu lösen.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Fachin­for­matiker/in?

Was du als Fachin­for­matiker/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer eigene Programme schreibt, den PC aufrüstet und Freund/innen bei Technik­pro­blemen hilft, beweist Ausdauer beim Knobeln. Wer dazu im Team Sport macht oder ein Turnier mitorga­nisiert, zeigt Betrieben auch: Ich kann mit Menschen. Wenn dich Mathe und Software reizen, schau dir Mathematisch-technische/r Software­ent­wickler/in an. Für IT mit Kunden­kontakt passt Kaufmann/frau IT-System-Management.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • kleine Programme, Apps oder Spiele selbst baust Eigeninitiative
  • deinen PC selbst einrichtest und aufrüstest Technikverständnis
  • Schach spielst oder Rätsel knobelst Logisches Denken
  • im Team Sport machst oder ein Gaming-Turnier organisierst Teamgeist
  • Freund/innen und Familie bei Technikproblemen hilfst Geduld

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 4 · Wie häufig?

    rund 4.400

    Betriebe bilden aus

    Platz 4 von 344 Berufen.

  • 2 von 4 · Plan B im selben Betrieb

    Fast jeder 3. Betrieb

    bildet auch Industrie­kaufmann/frau aus.

    Jeder 4. bildet auch Kaufmann/frau Büroma­nagement aus.

  • 3 von 4 · Wo?

    • Nordrhein-Westfalen1.000
    • Bayern830
    • Baden-Württemberg790

    Die meisten Betriebe: Hamburg, Berlin, Region Hannover

  • 4 von 4 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Die Berufs­aus­sichten sind sehr gut. Digitale Systeme werden heute in fast allen Branchen gebraucht. Je nach Fachrichtung führt dein Weg in die Software­ent­wicklung, die System­ad­mi­nis­tration, die Netzwerk­technik oder die Datenanalyse. Hier kannst du arbeiten:

  • bei IT-Dienstleistern und Systemhäusern
  • in der Softwareentwicklung, vom Start-up bis zum Konzern
  • in den IT-Abteilungen von Industrie, Handel, Banken, Versicherungen, Medien und Gesundheitswesen
  • im öffentlichen Dienst, zum Beispiel in Behörden und Forschungsinstituten
  • als IT-Berater/in oder IT-Trainer/in
  • in der Netzwerkadministration und im Rechenzentrum

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Cloud, Cybersecurity, Data Science, DevOps, Mobile Development, KI oder SAP, oft mit Zertifikaten von Herstellern wie Microsoft, Cisco, AWS oder Google
  • Techniker/in Fachrichtung Informatik: eine schulische Weiterbildung für anspruchsvollere technische Aufgaben
  • Ausbilder/in: wenn du dein Wissen an den Nachwuchs weitergeben willst
  • Geprüfte/r IT-Projektleiter/in oder IT-Berater/in: Aufstiegsweiterbildungen für große Projekte und Beratung
  • Studium: mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Informatik, Wirtschaftsinformatik, Software Engineering oder Cybersecurity

Fazit: Du baust die digitale Welt mit

Als Fachin­for­matiker/in verbindest du Technik, Logik und kreative Problem­lösung. Du entwickelst Software, vernetzt Systeme und hältst sie sicher am Laufen. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Mit vier Fachrich­tungen und vielen Weiter­bil­dungen hast du einen Beruf mit Zukunft.

Bereit für den Einstieg? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter IT, Computer und Mathematik.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Fachinformatiker/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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