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Ausbildung Fachinformatiker/in
Ausbildung: Die Architekten der digitalen Welt
Du willst verstehen, wie die digitale Welt funktioniert, und sie mitbauen? Dann ist die Ausbildung zum/zur Fachinformatiker/in eine starke Wahl. Fachinformatiker/innen entwickeln Software, vernetzen Systeme und lösen technische Probleme. Seit der Neuordnung der IT-Berufe im August 2020 ist die Ausbildung auf aktuelle Themen ausgerichtet. Neben Softwareentwicklung und Systemintegration gehören heute auch Datenanalyse, Big Data, Künstliche Intelligenz und die Vernetzung von Produktion und IT dazu. Hier erfährst du, welche Fachrichtungen es gibt, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Karrierewege dir offenstehen.
Auf einen Blick
Fachinformatiker/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1997 hieß er Datenverarbeitungskaufmann/frau.
- 1969 bis 1997Datenverarbeitungskaufmann/
frau - seit 1997Fachinformatiker/
in
In der DDR hieß der Beruf: Facharbeiter/in für Datenverarbeitung
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Fachinformatiker/in?
Du wählst eine von vier Fachrichtungen:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Anwendungsentwicklung: Du programmierst Software für deinen Betrieb oder für Kunden. Du passt Anwendungen an, testest sie, nimmst sie in Betrieb und kümmerst dich um Wartung und Support.
- Systemintegration: Du planst, installierst und verwaltest IT-Systeme. Du baust Hard- und Software zu funktionierenden Lösungen zusammen, vernetzt Systeme und behebst Störungen.
- Daten- und Prozessanalyse: Du prüfst Arbeits- und Geschäftsprozesse, findest Verbesserungen und hilfst, Abläufe zu digitalisieren und zu automatisieren. Je nach Einsatz arbeitest du mit Big Data, Machine Learning, Datenqualität und Datenschutz.
- Digitale Vernetzung: Du verbindest IT-Systeme, Maschinen, Geräte und Anlagen miteinander, zum Beispiel in Produktion, Logistik, Handel oder Verwaltung. Du richtest den Datenaustausch ein, überwachst Anlagen und beseitigst Schwachstellen.
In allen Fachrichtungen gehören Kundenberatung, Fehleranalyse, Dokumentation, Qualitätssicherung, IT-Sicherheit und Datenschutz fest zum Beruf.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Unsere Welt wird jeden Tag digitaler. Dafür braucht es Menschen, die programmieren, Systeme aufbauen und Technik am Laufen halten. Als Fachinformatiker/in sorgst du dafür, dass Systeme entstehen, besser werden und sicher laufen. Dein Job verlangt logisches Denken, kreative Ideen und Teamarbeit. Wenn du gern knobelst, bis eine Lösung funktioniert, passt das zu dir.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Fachinformatiker/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Eine Verkürzung ist möglich. Im Betrieb lernst du die Praxis direkt an Hard- und Software. Dein Betrieb kann ein IT-Dienstleister, ein Softwarehaus, ein Systemhaus, eine Behörde oder ein Unternehmen mit großer IT-Abteilung sein. In der Berufsschule lernst du die Theorie: Systemarchitekturen, Betriebssysteme, Netzwerke, Datenbanken, Programmierung, IT-Sicherheit, Projektmanagement und Wirtschaftsprozesse.
Das lernst du unter anderem:
- IT-Grundlagen: Hard- und Software, Netzwerktechnik und Systemarchitekturen
- Programmierung: Programmiersprachen, Software-Engineering und Benutzeroberflächen
- Systeme und Netzwerke: Server, Netzwerke und Betriebssysteme wie Windows und Linux einrichten und verwalten
- Datenbanken: Aufbau und Nutzung von Datenbanksystemen
- IT-Sicherheit und Datenschutz: Virenschutz, Firewalls und die wichtigsten Datenschutzregeln
- Analyse und Konzeption: Probleme analysieren und passende IT-Lösungen entwickeln
- Kundenberatung und Support: Technik verständlich erklären und Anwender/innen unterstützen
- Projektmanagement: IT-Projekte planen, durchführen und steuern
So läuft die Prüfung: Die Abschlussprüfung findet in zwei Teilen statt. Teil 1 kommt nach etwa 18 Monaten und zählt 20 Prozent. Dabei geht es unter anderem um das Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes. Teil 2 kommt am Ende der Ausbildung und zählt 80 Prozent. Dazu gehören eine betriebliche Projektarbeit, ein Fachgespräch und schriftliche Prüfungen.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Fachinformatiker/in?
Was solltest du mitbringen?
- Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben. Gute Noten in Informatik, Mathe und Englisch helfen dir.
- großes Interesse an Computern, Software und digitaler Technik
- analytisches und logisches Denken
- eine strukturierte, lösungsorientierte Arbeitsweise
- Geduld bei der Fehlersuche
- Kommunikationsstärke und Teamfähigkeit
- Lust, ständig Neues zu lernen
- gute Englischkenntnisse, denn viele Fachbegriffe sind englisch
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 800 € bis 1.373 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 € bis 1.408 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 € bis 1.489 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Fachinformatiker/in zu dir?
Das spricht für die Ausbildung zum/zur Fachinformatiker/in:
- Gefragt auf dem Arbeitsmarkt: Unternehmen jeder Größe und fast aller Branchen suchen IT-Fachkräfte.
- Viele Wege: Softwareentwicklung, Systemadministration, Netzwerktechnik, IT-Sicherheit, KI oder Datenanalyse.
- Nie Stillstand: Die IT entwickelt sich schnell. Du lernst ständig neue Technik und Methoden kennen.
- Knobeln mit Sinn: Du setzt Logik und Kreativität ein, um echte Probleme zu lösen.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Fachinformatiker/in?
Was du als Fachinformatiker/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer eigene Programme schreibt, den PC aufrüstet und Freund/innen bei Technikproblemen hilft, beweist Ausdauer beim Knobeln. Wer dazu im Team Sport macht oder ein Turnier mitorganisiert, zeigt Betrieben auch: Ich kann mit Menschen. Wenn dich Mathe und Software reizen, schau dir Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in an. Für IT mit Kundenkontakt passt Kaufmann/frau IT-System-Management.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- kleine Programme, Apps oder Spiele selbst baust Eigeninitiative
- deinen PC selbst einrichtest und aufrüstest Technikverständnis
- Schach spielst oder Rätsel knobelst Logisches Denken
- im Team Sport machst oder ein Gaming-Turnier organisierst Teamgeist
- Freund/innen und Familie bei Technikproblemen hilfst Geduld
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 4.400
Betriebe bilden aus
Platz 4 von 344 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 3. Betrieb
bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
Jeder 4. bildet auch Kaufmann/frau Büromanagement aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen1.000
- Bayern830
- Baden-Württemberg790
Die meisten Betriebe: Hamburg, Berlin, Region Hannover
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Die Berufsaussichten sind sehr gut. Digitale Systeme werden heute in fast allen Branchen gebraucht. Je nach Fachrichtung führt dein Weg in die Softwareentwicklung, die Systemadministration, die Netzwerktechnik oder die Datenanalyse. Hier kannst du arbeiten:
- bei IT-Dienstleistern und Systemhäusern
- in der Softwareentwicklung, vom Start-up bis zum Konzern
- in den IT-Abteilungen von Industrie, Handel, Banken, Versicherungen, Medien und Gesundheitswesen
- im öffentlichen Dienst, zum Beispiel in Behörden und Forschungsinstituten
- als IT-Berater/in oder IT-Trainer/in
- in der Netzwerkadministration und im Rechenzentrum
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Cloud, Cybersecurity, Data Science, DevOps, Mobile Development, KI oder SAP, oft mit Zertifikaten von Herstellern wie Microsoft, Cisco, AWS oder Google
- Techniker/in Fachrichtung Informatik: eine schulische Weiterbildung für anspruchsvollere technische Aufgaben
- Ausbilder/in: wenn du dein Wissen an den Nachwuchs weitergeben willst
- Geprüfte/r IT-Projektleiter/in oder IT-Berater/in: Aufstiegsweiterbildungen für große Projekte und Beratung
- Studium: mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Informatik, Wirtschaftsinformatik, Software Engineering oder Cybersecurity
Fazit: Du baust die digitale Welt mit
Als Fachinformatiker/in verbindest du Technik, Logik und kreative Problemlösung. Du entwickelst Software, vernetzt Systeme und hältst sie sicher am Laufen. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Mit vier Fachrichtungen und vielen Weiterbildungen hast du einen Beruf mit Zukunft.
Bereit für den Einstieg? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter IT, Computer und Mathematik.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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