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Ausbildung Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Ausbildung: Aus Abfall werden Rohstoffe
Was passiert eigentlich mit unserem Müll? Genau darum kümmerst du dich in der Ausbildung zum/zur Umwelttechnologen/Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Du sammelst und sortierst Abfälle und bedienst große Anlagen. Aus Papier, Kunststoff, Metall und Bioabfall machst du wieder wertvolle Rohstoffe. So hältst du unsere Umwelt sauber und schonst Ressourcen. Dafür brauchst du technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein und Lust auf Arbeit mit großen Maschinen. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Hinweis: Bis 2024 hieß der Beruf Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft.
Was macht ein/e Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft?
Du bist Maschinenführer/in, Logistiker/in und Umweltschützer/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
- Sammeln und transportieren: Du sammelst Hausmüll, Wertstoffe, Sperrmüll und Gewerbeabfälle mit Sammelfahrzeugen ein und bringst sie zu den Anlagen.
- Annehmen und sortieren: Du nimmst Abfälle an und sortierst sie nach Papier, Kunststoff, Metall, Glas und Bioabfall, oft mit Unterstützung von Maschinen.
- Aufbereiten: Du bedienst Anlagen, die Wertstoffe zerkleinern, Bioabfall zu Biogas vergären oder Abfälle in Müllheizkraftwerken verbrennen. So entstehen neue Rohstoffe oder Energie.
- Deponieren und Schadstoffe entsorgen: Abfälle, die sich nicht verwerten lassen, lagerst du sicher auf Deponien. Sonderabfälle und Gefahrstoffe behandelst du besonders vorsichtig.
- Maschinen bedienen: Du arbeitest mit Baggern, Radladern, Sortieranlagen, Pressen und Schreddern. Du wartest sie und erledigst kleinere Reparaturen.
- Qualität prüfen: Du nimmst Proben und dokumentierst Mengen, Arten und Wege der Abfälle lückenlos.
- Beraten: Du erklärst Privatpersonen und Unternehmen, wie sie Abfall richtig trennen und entsorgen.
- Sicherheit: Du hältst die Vorschriften zu Arbeitsschutz und Umweltschutz ein.
Wo arbeitest du in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft?
Du arbeitest auf Deponien, auf Recycling- und Wertstoffhöfen, in Sortieranlagen, in Müllheizkraftwerken oder bei Entsorgungsbetrieben. Auch Anlagen zur Klärschlammbehandlung gehören dazu.
Du bist oft draußen oder in großen Hallen. Du arbeitest im Team und häufig im Schichtdienst.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Umwelttechnologen/Umwelttechnologin ab?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Dein Ausbildungsbetrieb ist ein kommunaler oder privater Entsorgungsbetrieb, ein Recyclingunternehmen, ein Fachbetrieb für Sonderabfälle oder ein Müllheizkraftwerk. Dort lernst du an den Anlagen und in den Sammelgebieten. In der Berufsschule geht es um Abfallkunde, Umwelt- und Verfahrenstechnik, Chemie, Biologie, Anlagentechnik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Qualitätssicherung sowie Umwelt- und Arbeitsschutzrecht.
Das lernst du unter anderem:
- Abfallarten: Siedlungsabfälle, Gewerbeabfälle und Sonderabfälle und ihre Entsorgungswege
- Sammelsysteme: Hol- und Bringsysteme und die Technik der Sammelfahrzeuge
- Verwertung: Recycling, Sekundärrohstoffe, Kompostierung, Biogas und thermische Verwertung
- Deponietechnik: Aufbau und Betrieb von Deponien und sicherer Umgang mit Gefahrstoffen
- Anlagentechnik: Aufbau und Bedienung großer Maschinen und Anlagen
- Recht: Vorschriften zu Umweltschutz, Abfallwirtschaft und Arbeitssicherheit
- Prozessleittechnik: Prozesse überwachen, steuern und messen
- Kundenkommunikation: Beratung in Abfallfragen
Was du mitbringen solltest
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- technisches Verständnis und Interesse an großen Maschinen
- Interesse an Umweltschutz und Nachhaltigkeit
- eine sorgfältige Arbeitsweise
- Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Gefahrstoffen
- körperliche Belastbarkeit
- Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
- Spaß am Lösen von Problemen
- Bereitschaft zum Schichtdienst und zur Arbeit bei jedem Wetter
Deine Karriere nach der Ausbildung
Klimaschutz und Ressourcenschonung machen die Kreislaufwirtschaft immer wichtiger. Qualifizierte Fachkräfte sind gefragt. Hier kannst du arbeiten:
- bei kommunalen und privaten Entsorgungsunternehmen
- in Recyclingbetrieben für Papier, Glas, Kunststoffe, Metalle oder Elektroschrott
- in Müllheizkraftwerken und anderen thermischen Anlagen
- auf Deponien und in Kompostierungsanlagen
- bei Entsorgungsfachbetrieben für Sonderabfälle
- in der Industrie in Werksentsorgung und Recyclingmanagement
- in Forschung und Entwicklung von Recyclingtechnik
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Meister/in: für leitende Positionen, die Ausbildung von Nachwuchs und die Verantwortung für Betriebsabläufe
- Techniker/in: für Umweltschutztechnik, Verfahrenstechnik oder Entsorgungstechnik
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Gefahrstoffmanagement, Deponiebetrieb, Biogasanlagen, Wertstoffmanagement oder Sortierprozesse
- Fachwirt/in für Umweltschutz: für kaufmännische und organisatorische Aufgaben
- Ausbilder/in: wenn du dein Wissen weitergeben willst
- Studium: mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Umwelttechnik, Verfahrenstechnik oder Nachhaltigkeitsmanagement
Auf einen Blick
Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft auf einen Blick
Quellen: BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit · BA, Anlage Sprachniveaus · abgerufen am 1. Oktober 2026
Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft in Zahlen
1 von 4 · Wie häufig?
rund 180
Betriebe bilden aus
Platz 96 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 3. Betrieb
bildet auch Kaufmann/frau Büromanagement aus.
Jeder 3. bildet auch Berufskraftfahrer/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Bayern40
- Nordrhein-Westfalen30
- Niedersachsen30
Die meisten Betriebe: Landkreis Leipzig, Kreis Herzogtum Lauenburg, Kreis Stormarn
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Daten: dein-ausbildungsplatz.de, Ausschnitt der eingetragenen Ausbildungsbetriebe, Zahlen gerundet. Stand: 5. Oktober 2026.
Passt die Ausbildung zu dir?
Dir liegt die Umwelt am Herzen? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Umweltschutz: Du hilfst aktiv, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten.
- Gefragte Branche: Strengere Umweltgesetze sorgen für Bedarf an Fachkräften.
- Abwechslung: Sammeln, Sortieren, Beraten und Recyclingkonzepte wechseln sich ab.
- Weiterentwicklung: Du kannst dich zum Beispiel auf gefährliche Abfälle, Abfallrecht oder Abfalltechnik spezialisieren.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft?
Was du als Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Müllsammelaktionen mitorganisiert, alte Sachen upcycelt oder Kaputtes repariert, denkt schon in Kreisläufen. Betriebe lesen daraus Engagement und Geschick, ein Mannschaftssport zeigt dazu Teamgeist. Wenn dich sauberes Wasser reizt, schau dir Umwelttechnologe/in für Abwasserbewirtschaftung an. Für Umweltschutz im Labor passt Umweltschutztechnische/r Assistent/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Müllsammelaktionen in deinem Viertel mitorganisierst Eigeninitiative
- alte Sachen upcycelst oder reparierst Geschick
- in der Umwelt-AG eigene Projekte startest Engagement
- mit Technikbaukästen Maschinen baust Technikverständnis
- im Verein Fußball, Handball oder Basketball spielst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Ausbildungsvergütung als Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.368 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.418 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.464 € |
Fazit: Du schließt den Kreislauf
Als Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft verbindest du Anpacken, Technik und Umweltbewusstsein. Du schützt die Umwelt und machst aus Abfall wieder wertvolle Rohstoffe. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in oder Techniker/in werden, dich spezialisieren oder studieren.
Lust auf Kreislaufwirtschaft? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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