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Ausbildung Fluggerätelektroniker/in
Ausbildung: Du hältst die Elektronik in der Luft
Wie steuert Elektronik ein riesiges Flugzeug sicher durch die Luft? Genau darum geht es in der Ausbildung zum/zur Fluggerätelektroniker/in. Oft sagt man auch Avioniker/in. Du kümmerst dich um die elektronischen und digitalen Systeme von Fluggeräten. Du sorgst dafür, dass Cockpit, Navigation und Kommunikation einwandfrei arbeiten. So heben Passagier/innen sicher ab und landen sicher. Du brauchst technisches Verständnis, Präzision und viel Verantwortungsbewusstsein. Hier erfährst du, was du als Fluggerätelektroniker/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auch bekannt als Elektroniker/in luftfahrttechnische Systeme.
Was macht ein/e Fluggerätelektroniker/in?
Du bist Techniker/in, Fehlersucher/in und Programmierer/in in einer Person. Du arbeitest an empfindlichen Systemen und hältst strenge Sicherheitsregeln ein. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
- Warten und Prüfen: Du inspizierst die gesamte Avionik, also Navigation, Kommunikation, Flugsteuerung, Radar und Unterhaltungssysteme. Du prüfst Kabelbäume, Stecker und Bauteile auf Verschleiß.
- Fehler suchen und reparieren: Mit Testgeräten, Oszilloskopen und Software findest du Störungen. Du reparierst Verkabelungen und tauschst defekte Platinen oder Module.
- Software aktualisieren: Du spielst Updates auf Bordcomputer und Steuerungen und konfigurierst sie.
- Einbauen und Anschließen: Du baust Komponenten ein, verdrahtest sie nach Schaltplan und nimmst sie in Betrieb.
- Prüfen und Dokumentieren: Du führst Funktionstests durch und dokumentierst jede Arbeit genau. Erst dann wird das Fluggerät wieder freigegeben.
- Spezialgeräte nutzen: Du arbeitest mit Messinstrumenten, Diagnosesystemen und Prüfständen.
- Systeme vernetzen: Du sorgst dafür, dass alle Systeme reibungslos zusammenarbeiten.
- Unterlagen lesen: Du verstehst Schaltpläne und Wartungshandbücher, oft auf Englisch.
Wo arbeitest du als Fluggerätelektroniker/in?
Du arbeitest in Wartungshallen, in Hangars oder direkt auf dem Rollfeld. Deine Arbeitgeber sind Fluggesellschaften, die Flugzeugindustrie oder die Bundeswehr. Meist arbeitest du im Team. Du bist ein wichtiges Glied in der Kette, die für Flugsicherheit sorgt.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Fluggerätelektroniker/in ab?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Dein Betrieb kann eine Fluggesellschaft mit eigener Wartung, ein Flugzeughersteller, ein Wartungsbetrieb oder die Bundeswehr sein. In der Berufsschule geht es um Elektrotechnik, Elektronik, Digitaltechnik, Regelungstechnik, Informatik, Werkstoffkunde, Luftrecht, Qualitätsmanagement und Sicherheitsvorschriften.
Das lernst du unter anderem:
- Elektrotechnik und Elektronik: Du verstehst Stromkreise, Bauteile und Schaltungen.
- Digitaltechnik: Du kennst digitale Schaltungen, Prozessoren und Bussysteme.
- Flugzeugsysteme: Du lernst Navigation, Kommunikation, Flugsteuerung, Radar, Displays und Entertainment kennen.
- Instandsetzung: Du suchst Fehler systematisch und tauschst Komponenten.
- Luftrecht und Qualität: Du kennst nationale und internationale Vorschriften der Luftfahrt.
- Messtechnik: Du setzt präzise Messgeräte und Prüfverfahren ein.
- Technische Unterlagen: Du liest Schalt- und Stromlaufpläne und Handbücher auf Englisch.
- Arbeitssicherheit: Du arbeitest sicher an elektronischen Systemen und mit hoher Spannung.
- Technisches Englisch: Viele Unterlagen in der Luftfahrt sind auf Englisch.
Was du mitbringen solltest
- einen guten Realschulabschluss oder Abitur
- großes Interesse an Elektrotechnik und Informatik
- eine sorgfältige, verantwortungsbewusste Arbeitsweise
- logisches Denken und Freude am Lösen von Problemen
- Fingerfertigkeit für filigrane Arbeiten
- sehr gute Kenntnisse in Mathe und Physik
- Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
- gute Englischkenntnisse
- ein gutes Farbsehen für Kabel und Schaltpläne
- Bereitschaft zur Schichtarbeit
Deine Karriere nach der Ausbildung
Die Elektronik in Flugzeugen wird immer komplexer. Fachkräfte, die sie verstehen und warten, werden weltweit gebraucht. Wenn du dich weiterbildest, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:
- bei Fluggesellschaften im Passagier- und Frachtverkehr
- bei Flugzeugherstellern in Produktion, Endmontage oder Entwicklung
- in Wartungs- und Instandhaltungsbetrieben der Luftfahrt
- bei der Bundeswehr in Luftwaffe, Marine- und Heeresfliegern
- bei Herstellern von Avionik-Komponenten
- in der allgemeinen Luftfahrt mit kleineren Flugzeugen
- in der Forschung und Entwicklung
- als Ausbilder/in an Luftfahrttechnikschulen
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Techniker/in: in Luftfahrttechnik, Elektrotechnik oder Mechatronik für anspruchsvolle technische Aufgaben.
- Industriemeister/in: in Elektrotechnik oder Luftfahrttechnik. Du führst Personal und bildest aus.
- EASA-Lizenz Part-66, Kategorie B2 Avionik: Damit darfst du elektronische Systeme nach der Wartung freigeben und übernimmst mehr Verantwortung.
- Spezialisierung: etwa auf Fly-by-Wire, Radar und Navigation, Kommunikation oder Kabinensysteme.
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Studium: Mit Hochschulzugang kannst du Luft- und Raumfahrttechnik, Elektrotechnik, Mechatronik oder Technische Informatik studieren.
Auf einen Blick
Fluggerätelektroniker/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Quellen: BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit · BA, Anlage Sprachniveaus · abgerufen am 1. Oktober 2026
Fluggerätelektroniker/in in Zahlen
1 von 3 · Wie häufig?
rund 20
Betriebe bilden aus
Platz 233 von 340 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Bayern7
- Niedersachsen2
- Saarland2
Die meisten Betriebe: Region Hannover, Landkreis Starnberg, Regionalverband Saarbrücken
3 von 3 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Daten: dein-ausbildungsplatz.de, Ausschnitt der eingetragenen Ausbildungsbetriebe, Zahlen gerundet. Stand: 5. Oktober 2026.
Passt die Ausbildung zu dir?
Technik fasziniert dich und Flugzeuge erst recht? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Moderne Technik: Du installierst, wartest und reparierst Elektronik in Fluggeräten und lernst ständig dazu.
- Präzision zählt: Deine sorgfältige Arbeit sorgt für die Sicherheit an Bord.
- Starkes Team: Ihr verlasst euch aufeinander und tragt gemeinsam Verantwortung.
- Aufstieg möglich: Du kannst Betriebsleiter/in oder Fachberater/in für Fluggerätelektronik werden.
Ausbildungsvergütung als Fluggerätelektroniker/in
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.243 € bis 1.373 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.298 € bis 1.408 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.379 € bis 1.489 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.461 € bis 1.563 € |
Fazit: Du machst Flugzeuge sicher
Als Fluggerätelektroniker/in verbindest du Leidenschaft für Elektronik mit Präzision und Verantwortung. Du leistest einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit von Fluggeräten. Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Danach kannst du Techniker/in oder Meister/in werden, eine EASA-Lizenz erwerben oder studieren.
Bereit zum Abheben? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
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