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Ausbildung Hotelfachmann/frau

Ausbildung: Gastgeber/in mit Herz und Kopf

Symbolbild: Ausbildung Hotelfachmann/frau

Magst du Menschen und behältst auch im Trubel den Überblick? Dann könnte die Ausbildung zum Hotelfachmann oder zur Hotelfachfrau gut zu dir passen. Du sorgst dafür, dass sich Gäste vom ersten Kontakt bis zur Abreise wohlfühlen. Du arbeitest dort, wo Ankommen, Service, Organi­sation und Gastfreund­schaft zusammen­kommen. Freund­lichkeit ist wichtig. Genauso gefragt ist dein Organi­sa­ti­ons­talent. Hier erfährst du, was du als Hotelfachmann/-frau machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Hotelfachmann/frau auf einen Blick

Dauer3 Jahre
1. Jahr950 € bis 1.200 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

In der DDR hieß der Beruf: Empfangs­se­kretär/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein Hotelfachmann oder eine Hotelfachfrau?

Hotelfachleute sind Allrounder in Beherber­gungs­be­trieben. Du lernst, wie ein Hotel im Alltag funktioniert. Und du sorgst dafür, dass zufriedene Gäste und gute Abläufe zusammen­passen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Empfang: Du begrüßt Gäste, erledigst Check-in und Check-out und kümmerst dich um ihre Wünsche.
  • Reservierung und Verkauf: Du bearbeitest Buchungen und verkaufst Übernachtungen und Dienstleistungen.
  • Beschwerden lösen: Du gehst professionell mit Kritik um und findest Lösungen.
  • Veranstaltungen: Du hilfst bei der Planung und Durchführung von Events und Tagungen.
  • Housekeeping: Du organisierst, dass Zimmer und Räume sauber und bereit sind.
  • Food and Beverage: Du denkst die gastronomischen Angebote im Hotel mit.
  • Waren und Hygiene: Du nimmst Waren an, lagerst sie richtig und achtest auf Hygiene.
  • Teamarbeit: Du stimmst dich mit allen Abteilungen im Hotel ab.

Gerade das Zusammenspiel aus Service, Organi­sation und wirtschaft­lichem Denken macht den Beruf so vielseitig.

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Wo arbeitest du als Hotelfachmann/-frau?

Du bist nah am Gast, arbeitest im Team und lernst viele Bereiche eines Hotels kennen. Einen festen Schreibtisch für den ganzen Tag hast du selten. Mit deinem Beruf kannst du in ganz unterschied­lichen Häusern arbeiten, vom kleinen Hotel bis zum großen Tagungs- oder Ferienhotel.

Wie läuft die Ausbildung zum Hotelfachmann oder zur Hotelfachfrau ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual. Du lernst im Ausbil­dungs­betrieb und in der Berufs­schule. Seit der Neuordnung 2022 ist der Beruf moderner. Digitales, Nachhal­tigkeit und Teamarbeit spielen eine größere Rolle. Der Schwerpunkt liegt stärker auf Empfang, Reservierung, Verkauf und Marketing, auf Channel- und Revenue-Management und auf der Organi­sation des Hotels. Service und Küche gehören weiter dazu, nehmen aber weniger Raum ein als früher.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Empfang und Gästebetreuung: Reservierungen, Check-in, Check-out und Gästewünsche
  • Veranstaltungen: Events planen und durchführen
  • Housekeeping: Abläufe organisieren
  • Gastronomie: gastronomische Angebote im Hotel mitplanen
  • Waren und Hygiene: Warenannahme, Lagerung und Hygienemaßnahmen
  • Revenue-Management: Auslastung und Preise steuern
  • Channel-Management und Marketing: Vertriebskanäle, Verkaufsförderung und Kundenbindung

Die Prüfung: Die Abschluss­prüfung ist gestreckt. Teil 1 findet im vierten Ausbil­dungs­halbjahr statt. Hier geht es um Aufgaben am Empfang und gastro­no­mische Angebote. Teil 2 folgt am Ende der Ausbildung. Er umfasst Veranstal­tungen und Food-and-Beverage-Management, Revenue-Management, Marketing und Verkauf, die Organi­sation des Beherber­gungs­be­triebes sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Zusätzlich kannst du die Zusatz­qua­li­fi­kation Bar und Wein erwerben. Sie wird auf Antrag gesondert geprüft.

Was du mitbringen solltest

Ein bestimmter Schulab­schluss ist rechtlich keine Voraus­setzung. Betriebe achten aber auf diese Punkte:

  • ein freundliches Auftreten
  • Zuverlässigkeit
  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Lust auf ein lebhaftes Arbeitsumfeld
  • Flexibilität und Teamfähigkeit
  • Organisationstalent

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 950 € bis 1.200 €
2. Ausbildungsjahr 1.050 € bis 1.350 €
3. Ausbildungsjahr 1.150 € bis 1.462 €

Passt die Ausbildung zum Hotelfachmann oder zur Hotelfachfrau zu dir?

Du bist gern Gastgeber/in und behältst den Überblick? Das spricht für die Ausbildung:

  • Menschen im Mittelpunkt: Du sorgst für einen Aufenthalt, an den sich Gäste gern erinnern.
  • Teamarbeit: Du arbeitest mit vielen Menschen in verschiedenen Bereichen zusammen.
  • Abwechslung: Empfang, Housekeeping, Veranstaltungen und Verkauf wechseln sich ab.
  • Vielseitig einsetzbar: Du kannst in Hotels, Gaststätten oder in der Touristikbranche arbeiten.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Hotelfachmann/frau?

Was du als Hotelfachmann/frau jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Übernach­tungsgäste der Familie herzlich empfängt, beim Schulball die Garderobe organisiert oder im Café jobbt, zeigt Hotels Gastfreund­schaft und Organi­sa­ti­ons­talent. Wer dazu Englisch im Austausch übt oder im Volley­ballteam spielt, beweist Offenheit und Teamgeist. Das lesen Betriebe als beste Voraus­setzung für ein lebhaftes Haus. Wenn dich Zahlen und Planung im Hotel reizen, schau dir Kaufmann/frau für Hotelma­nagement an. Für Reisen und Urlaubs­planung passt Touris­mus­kaufmann/frau.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Gäste zu Hause herzlich empfängst und umsorgst Gastfreundschaft
  • bei Schulfesten Einlass oder Garderobe organisierst Organisation
  • im Café oder Eiscafé jobbst Freundlichkeit
  • Englisch im Austausch oder mit Reisebekanntschaften sprichst Offenheit
  • Volleyball oder Handball im Verein spielst Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 3 · Wie häufig?

    1

    Betrieb bildet aus

    Platz 330 von 340 Berufen.

  • 2 von 3 · Wo?

    • Hamburg1

    Die meisten Betriebe: Hamburg

  • 3 von 3 · Um die Ecke

    Wer bildet bei dir aus?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Nach der Ausbildung arbeitest du vor allem in Hotels, Gasthöfen und Pensionen. Mit wachsender Erfahrung kannst du dich spezia­li­sieren, zum Beispiel auf Empfang, Reservierung, Veranstal­tungen, Housekeeping oder Food and Beverage. Auch Führungs­aufgaben sind möglich.

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Hotelmeister/in: für Führungsaufgaben im Hotel
  • Fachwirt/in im Gastgewerbe: für kaufmännische Leitungsaufgaben
  • Hotelfachschule: zum/zur staatlich geprüften Betriebswirt/in
  • Studium: Auch ein späteres Studium ist möglich.

Fazit: Gastfreund­schaft trifft Organi­sation

Hotelfachleute sind heute weit mehr als klassische Service­kräfte. Der Beruf verbindet Gastfreund­schaft, Organi­sation, Verkauf, wirtschaft­liches Denken und Teamarbeit. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual. Danach stehen dir viele Bereiche im Hotel und Weiter­bil­dungen offen.

Lust bekommen? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Gastronomie, Hotel, Tourismus.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Hotelfachmann/frau als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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