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Ausbildung Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrs­service

Ausbildung: Du bringst Reisende gut ans Ziel

Symbolbild: Ausbildung Kaufmann/frau Verkehrsservice

Zug fällt aus, und alle schauen dich an? Wenn dich das nicht aus der Ruhe bringt, passt vielleicht die Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Mobilität und Verkehrs­service zu dir. Bis Juli 2026 hieß der Beruf Kaufmann/frau für Verkehrs­service. Du gibst Fahrplan­aus­künfte, berätst Fahrgäste bei der Reiseplanung und informierst bei Störungen. Du hilfst bei der Planung von Personal und Fahrzeugen und kümmerst dich um kaufmän­nische Aufgaben. Dafür brauchst du Kommuni­ka­ti­ons­stärke, Verant­wor­tungs­be­wusstsein und starke Nerven. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Neu seit 1. August 2026: Die Ausbildung wurde neu geordnet. Du lernst mehr über Mobili­täts­ketten, das Mobili­täts­ver­halten verschiedener Kunden­gruppen und umfassende Kunden­be­ratung. Fremdsprachen und Konflikt­be­wäl­tigung haben mehr Gewicht. Die bisherigen Schwer­punkte fallen weg. Die Abschluss­prüfung findet in zwei Teilen statt.

Auch bekannt als Kaufmann/frau Eisenbahn- und Straßen­verkehr.

Auf einen Blick

Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrs­service auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Kaufmän­nische Berufe
1. Jahr1.325 € bis 1.368 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis im Vorläu­ferberuf Kaufmann/frau für Verkehrs­service:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2 bis C1. Für kaufmännische Berufe empfiehlt die Bundesagentur für Arbeit B2 bis C1.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2026 hieß er Kaufmann/frau für Verkehrs­service.

  1. 1997 bis 2026Kaufmann/frau für Ver­kehrs­ser­vice
  2. seit 2026Kaufmann/frau für Mobilität und Ver­kehrs­ser­vice

Im Alltag sagt man auch: Kaufmann/frau Eisenbahn- und Straßen­verkehr

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949.

Was macht ein/e Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrs­service?

Du bist Berater/in, Organisator/in und Ansprech­partner/in im Notfall in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Auskunft geben: Du erteilst Fahrplanauskünfte, berätst zu Reiserouten und Tarifen und erklärst Produkte und Services, auch in einer Fremdsprache.
  • Verkaufen: Du bietest Produkte und Leistungen entlang der ganzen Reisekette an und nutzt dafür passende Vertriebskanäle.
  • Bei Störungen informieren: Du kommunizierst Störungen kundenfreundlich und organisierst zum Beispiel Schienenersatzverkehre.
  • Fahrbetrieb und Planung: Du überwachst den Fahrbetrieb und erstellst Personal- und Fahrzeugeinsatzpläne.
  • Mobilität weiterentwickeln: Mit datenbasierten Mobilitätsplattformen wirkst du an neuen Mobilitätsdienstleistungen mit.
  • Sicherheit: Du bedienst und kontrollierst Service- und Notfalleinrichtungen wie Videoüberwachung oder Brandschutzanlagen. Im Notfall betreust du Menschen.
  • Konflikte lösen: Wird es hitzig, setzt du Deeskalationstechniken ein.
  • Kaufmännisches: Du kalkulierst Angebote und bearbeitest Zahlungsverkehr, Mahnwesen und Geschäftsvorfälle.
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Wo arbeitest du als Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrs­service?

Du arbeitest bei öffent­lichen und privaten Verkehrs­un­ter­nehmen, bei Verkehrs­ver­bünden oder bei Reisever­an­staltern. Dein Arbeitsplatz ist vielseitig: Reisezentren in Bahnhöfen, Schalter, Service­points, Sicher­heits­zen­tralen, Verkehrs­mittel und Büros. Manche Aufgaben erledigst du im Homeoffice oder mobil.

Am Bahnsteig bist du Wind und Wetter ausgesetzt. Du arbeitest im Schicht­dienst und trägst oft einheitliche Dienst­kleidung.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrs­service ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Du lernst in einem Verkehrs­un­ter­nehmen oder Verkehrs­verbund und in der Berufs­schule. Im Betrieb verkaufst du Fahrscheine am Schalter, berätst im Informa­ti­ons­zentrum, kontrol­lierst Tickets im Zug oder arbeitest im Begleit­dienst mit. Die Berufs­schule besuchst du an 1 oder 2 Tagen pro Woche oder im Blockun­terricht. Die Abschluss­prüfung besteht aus zwei Teilen.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Beratung: Auskünfte geben und Produkte und Services erklären, ggf. in einer Fremdsprache
  • Verkauf: Leistungen entlang der Reisekette anbieten und Vertriebskanäle nutzen
  • Mobilitätsmanagement: datenbasierte Plattformen und Tools für passende Angebote nutzen
  • Kommunikation: Kundengespräche zielgruppengerecht führen und Deeskalationstechniken anwenden
  • Störungen und Notfälle: Störungen kommunizieren, Gefahren erkennen und Menschen im Notfall betreuen
  • Technik: Service- und Notfalleinrichtungen bedienen und kontrollieren
  • Organisation: bei Personaleinsatzplanung und betrieblichen Projekten mitwirken
  • Kaufmännisches: Zahlungsverkehr, Mahnwesen und Geschäftsvorfälle
  • Rund um den Betrieb: digitalisierte Arbeitswelt und Umweltschutz

In der Berufs­schule arbeitest du in Lernfeldern wie „Service und Betreuung im Rahmen der Mobili­täts­dienst­leistung durchführen“ oder „Multimodale Mobili­täts­dienst­leis­tungen planen“. Dazu kommen Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrs­service?

Was solltest du mitbringen?

  • Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Zuletzt starteten die meisten Azubis im Vorläuferberuf mit mittlerem Bildungsabschluss.
  • Freude am Kontakt mit Kund/innen und Serviceorientierung
  • Verantwortungsbewusstsein und ein genauer Blick, etwa auf Überwachungsmonitore
  • Konfliktfähigkeit und Selbstbeherrschung
  • Organisationstalent
  • gute Kenntnisse in Deutsch, Wirtschaft, Englisch und Mathematik
  • Bereitschaft zum Schichtdienst

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.325 € bis 1.368 €
2. Ausbildungsjahr 1.394 € bis 1.418 €
3. Ausbildungsjahr 1.463 € bis 1.464 €

Passt die Ausbildung zum/zur Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrs­service zu dir?

Du hilfst gern und bleibst auch im Trubel freundlich? Das spricht für die Ausbildung:

  • Moderne Ausbildung: Seit August 2026 lernst du nach einer neuen Ausbildungsordnung, mit Fokus auf digitale Mobilität.
  • Deine Stärken zählen: Kommunikation und Organisation stehen im Mittelpunkt.
  • Abwechslung: Du berätst, planst Einsätze, behältst die Sicherheit im Blick und löst Konflikte.
  • Ausland: Teile der Ausbildung kannst du im Ausland machen, zum Beispiel bei einem Intensivkurs in London oder Dublin.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrs­service?

Was du als Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrs­service jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Bus und Bahn gut kennt und Fremden am Bahnhof den Weg erklärt, zeigt Verkehrs­be­trieben echten Servicegeist. Wer als Schieds­richter/in Jugend­spiele pfeift oder in der Streit­schlichtung mitmacht, beweist Selbst­be­herr­schung und Durchset­zungs­vermögen. Wenn dich Flughafen und Fliegen reizen, schau dir Service­kaufleute Luftverkehr an. Für die Steuerung von Zügen passt Eisenbahner/in in der Zugver­kehrs­steuerung.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Bus- und Bahnverbindungen für Ausflüge heraussuchst Organisation
  • Fremden geduldig den Weg erklärst Kundenorientierung
  • als Schiedsrichter/in Jugendspiele pfeifst Durchsetzungsvermögen
  • in der Streitschlichtung deiner Schule mitarbeitest Konfliktfähigkeit
  • Englisch mit Serien oder Spielen trainierst Sprachgefühl

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 3 · Wie häufig?

    rund 20

    Betriebe bilden aus

    Platz 217 von 340 Berufen.

  • 2 von 3 · Wo?

    • Nordrhein-Westfalen7
    • Baden-Württemberg4
    • Sachsen4

    Die meisten Betriebe: Frankfurt am Main, Karlsruhe, Dresden

  • 3 von 3 · Um die Ecke

    Wer bildet bei dir aus?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Mobilität verändert sich durch Digita­li­sierung und durch die Verknüpfung verschiedener Verkehrs­mittel. Genau darauf bereitet dich die neue Ausbildung vor. Hier kannst du arbeiten:

  • bei öffentlichen und privaten Verkehrsunternehmen
  • bei Verkehrsverbünden
  • bei Reiseveranstaltern

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Zusatzqualifikationen: Schon in der Ausbildung kannst du eine Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende oder Europaassistent/in dazunehmen.
  • Anpassungsweiterbildung: zum Beispiel zu Personenverkehr oder Kundenservice
  • Fachwirt/in für Personenverkehr und Mobilität: Mit dieser Aufstiegsweiterbildung kannst du Führungsaufgaben übernehmen.
  • Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Verkehrsbetriebswirtschaft studieren.
  • Selbstständigkeit: etwa mit einem Kurierdienst, einer Autovermietung oder einem Beförderungsunternehmen, teilweise auch als Franchise

Fazit: Lotse/Lotsin für unterwegs

Als Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrs­service verbindest du Kunden­kontakt, Organi­sation und Verant­wortung für Sicherheit. Du sorgst dafür, dass Reisende gut ans Ziel kommen, auch wenn mal etwas schiefgeht. Bis Juli 2026 hieß der Beruf Kaufmann/frau für Verkehrs­service. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Danach kannst du Fachwirt/in werden oder studieren.

Einsteigen, bitte? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Kaufmän­nische Berufe.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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