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Ausbildung Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice
Ausbildung: Du bringst Reisende gut ans Ziel
Zug fällt aus, und alle schauen dich an? Wenn dich das nicht aus der Ruhe bringt, passt vielleicht die Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice zu dir. Bis Juli 2026 hieß der Beruf Kaufmann/frau für Verkehrsservice. Du gibst Fahrplanauskünfte, berätst Fahrgäste bei der Reiseplanung und informierst bei Störungen. Du hilfst bei der Planung von Personal und Fahrzeugen und kümmerst dich um kaufmännische Aufgaben. Dafür brauchst du Kommunikationsstärke, Verantwortungsbewusstsein und starke Nerven. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Neu seit 1. August 2026: Die Ausbildung wurde neu geordnet. Du lernst mehr über Mobilitätsketten, das Mobilitätsverhalten verschiedener Kundengruppen und umfassende Kundenberatung. Fremdsprachen und Konfliktbewältigung haben mehr Gewicht. Die bisherigen Schwerpunkte fallen weg. Die Abschlussprüfung findet in zwei Teilen statt.
Auch bekannt als Kaufmann/frau Eisenbahn- und Straßenverkehr.
Was macht ein/e Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice?
Du bist Berater/in, Organisator/in und Ansprechpartner/in im Notfall in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
- Auskunft geben: Du erteilst Fahrplanauskünfte, berätst zu Reiserouten und Tarifen und erklärst Produkte und Services, auch in einer Fremdsprache.
- Verkaufen: Du bietest Produkte und Leistungen entlang der ganzen Reisekette an und nutzt dafür passende Vertriebskanäle.
- Bei Störungen informieren: Du kommunizierst Störungen kundenfreundlich und organisierst zum Beispiel Schienenersatzverkehre.
- Fahrbetrieb und Planung: Du überwachst den Fahrbetrieb und erstellst Personal- und Fahrzeugeinsatzpläne.
- Mobilität weiterentwickeln: Mit datenbasierten Mobilitätsplattformen wirkst du an neuen Mobilitätsdienstleistungen mit.
- Sicherheit: Du bedienst und kontrollierst Service- und Notfalleinrichtungen wie Videoüberwachung oder Brandschutzanlagen. Im Notfall betreust du Menschen.
- Konflikte lösen: Wird es hitzig, setzt du Deeskalationstechniken ein.
- Kaufmännisches: Du kalkulierst Angebote und bearbeitest Zahlungsverkehr, Mahnwesen und Geschäftsvorfälle.
Wo arbeitest du als Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice?
Du arbeitest bei öffentlichen und privaten Verkehrsunternehmen, bei Verkehrsverbünden oder bei Reiseveranstaltern. Dein Arbeitsplatz ist vielseitig: Reisezentren in Bahnhöfen, Schalter, Servicepoints, Sicherheitszentralen, Verkehrsmittel und Büros. Manche Aufgaben erledigst du im Homeoffice oder mobil.
Am Bahnsteig bist du Wind und Wetter ausgesetzt. Du arbeitest im Schichtdienst und trägst oft einheitliche Dienstkleidung.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice ab?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Du lernst in einem Verkehrsunternehmen oder Verkehrsverbund und in der Berufsschule. Im Betrieb verkaufst du Fahrscheine am Schalter, berätst im Informationszentrum, kontrollierst Tickets im Zug oder arbeitest im Begleitdienst mit. Die Berufsschule besuchst du an 1 oder 2 Tagen pro Woche oder im Blockunterricht. Die Abschlussprüfung besteht aus zwei Teilen.
Das lernst du unter anderem:
- Beratung: Auskünfte geben und Produkte und Services erklären, ggf. in einer Fremdsprache
- Verkauf: Leistungen entlang der Reisekette anbieten und Vertriebskanäle nutzen
- Mobilitätsmanagement: datenbasierte Plattformen und Tools für passende Angebote nutzen
- Kommunikation: Kundengespräche zielgruppengerecht führen und Deeskalationstechniken anwenden
- Störungen und Notfälle: Störungen kommunizieren, Gefahren erkennen und Menschen im Notfall betreuen
- Technik: Service- und Notfalleinrichtungen bedienen und kontrollieren
- Organisation: bei Personaleinsatzplanung und betrieblichen Projekten mitwirken
- Kaufmännisches: Zahlungsverkehr, Mahnwesen und Geschäftsvorfälle
- Rund um den Betrieb: digitalisierte Arbeitswelt und Umweltschutz
In der Berufsschule arbeitest du in Lernfeldern wie „Service und Betreuung im Rahmen der Mobilitätsdienstleistung durchführen“ oder „Multimodale Mobilitätsdienstleistungen planen“. Dazu kommen Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde.
Was du mitbringen solltest
- Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Zuletzt starteten die meisten Azubis im Vorläuferberuf mit mittlerem Bildungsabschluss.
- Freude am Kontakt mit Kund/innen und Serviceorientierung
- Verantwortungsbewusstsein und ein genauer Blick, etwa auf Überwachungsmonitore
- Konfliktfähigkeit und Selbstbeherrschung
- Organisationstalent
- gute Kenntnisse in Deutsch, Wirtschaft, Englisch und Mathematik
- Bereitschaft zum Schichtdienst
Deine Karriere nach der Ausbildung
Mobilität verändert sich durch Digitalisierung und durch die Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel. Genau darauf bereitet dich die neue Ausbildung vor. Hier kannst du arbeiten:
- bei öffentlichen und privaten Verkehrsunternehmen
- bei Verkehrsverbünden
- bei Reiseveranstaltern
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Zusatzqualifikationen: Schon in der Ausbildung kannst du eine Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende oder Europaassistent/in dazunehmen.
- Anpassungsweiterbildung: zum Beispiel zu Personenverkehr oder Kundenservice
- Fachwirt/in für Personenverkehr und Mobilität: Mit dieser Aufstiegsweiterbildung kannst du Führungsaufgaben übernehmen.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Verkehrsbetriebswirtschaft studieren.
- Selbstständigkeit: etwa mit einem Kurierdienst, einer Autovermietung oder einem Beförderungsunternehmen, teilweise auch als Franchise
Auf einen Blick
Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis im Vorläuferberuf Kaufmann/frau für Verkehrsservice:
Quellen: BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit · BA, Anlage Sprachniveaus · abgerufen am 1. Oktober 2026
Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice in Zahlen
1 von 3 · Wie häufig?
rund 20
Betriebe bilden aus
Platz 217 von 340 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen7
- Baden-Württemberg4
- Sachsen4
Die meisten Betriebe: Frankfurt am Main, Karlsruhe, Dresden
3 von 3 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Daten: dein-ausbildungsplatz.de, Ausschnitt der eingetragenen Ausbildungsbetriebe, Zahlen gerundet. Stand: 2. Oktober 2026.
Passt die Ausbildung zu dir?
Du hilfst gern und bleibst auch im Trubel freundlich? Das spricht für die Ausbildung:
- Moderne Ausbildung: Seit August 2026 lernst du nach einer neuen Ausbildungsordnung, mit Fokus auf digitale Mobilität.
- Deine Stärken zählen: Kommunikation und Organisation stehen im Mittelpunkt.
- Abwechslung: Du berätst, planst Einsätze, behältst die Sicherheit im Blick und löst Konflikte.
- Ausland: Teile der Ausbildung kannst du im Ausland machen, zum Beispiel bei einem Intensivkurs in London oder Dublin.
Ausbildungsvergütung als Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.325 € bis 1.368 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.394 € bis 1.418 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.463 € bis 1.464 € |
Fazit: Lotse/Lotsin für unterwegs
Als Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice verbindest du Kundenkontakt, Organisation und Verantwortung für Sicherheit. Du sorgst dafür, dass Reisende gut ans Ziel kommen, auch wenn mal etwas schiefgeht. Bis Juli 2026 hieß der Beruf Kaufmann/frau für Verkehrsservice. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Danach kannst du Fachwirt/in werden oder studieren.
Einsteigen, bitte? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
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