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Ausbildung Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice
Ausbildung: Du bringst Reisende gut ans Ziel
Zug fällt aus, und alle schauen dich an? Wenn dich das nicht aus der Ruhe bringt, passt vielleicht die Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice zu dir. Bis Juli 2026 hieß der Beruf Kaufmann/frau für Verkehrsservice. Du gibst Fahrplanauskünfte, berätst Fahrgäste bei der Reiseplanung und informierst bei Störungen. Du hilfst bei der Planung von Personal und Fahrzeugen und kümmerst dich um kaufmännische Aufgaben. Dafür brauchst du Kommunikationsstärke, Verantwortungsbewusstsein und starke Nerven. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Neu seit 1. August 2026: Die Ausbildung wurde neu geordnet. Du lernst mehr über Mobilitätsketten, das Mobilitätsverhalten verschiedener Kundengruppen und umfassende Kundenberatung. Fremdsprachen und Konfliktbewältigung haben mehr Gewicht. Die bisherigen Schwerpunkte fallen weg. Die Abschlussprüfung findet in zwei Teilen statt.
Auch bekannt als Kaufmann/frau Eisenbahn- und Straßenverkehr.
Auf einen Blick
Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis im Vorläuferberuf Kaufmann/frau für Verkehrsservice:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2026 hieß er Kaufmann/frau für Verkehrsservice.
- 1997 bis 2026Kaufmann/
frau für Verkehrsservice - seit 2026Kaufmann/
frau für Mobilität und Verkehrsservice
Im Alltag sagt man auch: Kaufmann/frau Eisenbahn- und Straßenverkehr
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice?
Du bist Berater/in, Organisator/in und Ansprechpartner/in im Notfall in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Auskunft geben: Du erteilst Fahrplanauskünfte, berätst zu Reiserouten und Tarifen und erklärst Produkte und Services, auch in einer Fremdsprache.
- Verkaufen: Du bietest Produkte und Leistungen entlang der ganzen Reisekette an und nutzt dafür passende Vertriebskanäle.
- Bei Störungen informieren: Du kommunizierst Störungen kundenfreundlich und organisierst zum Beispiel Schienenersatzverkehre.
- Fahrbetrieb und Planung: Du überwachst den Fahrbetrieb und erstellst Personal- und Fahrzeugeinsatzpläne.
- Mobilität weiterentwickeln: Mit datenbasierten Mobilitätsplattformen wirkst du an neuen Mobilitätsdienstleistungen mit.
- Sicherheit: Du bedienst und kontrollierst Service- und Notfalleinrichtungen wie Videoüberwachung oder Brandschutzanlagen. Im Notfall betreust du Menschen.
- Konflikte lösen: Wird es hitzig, setzt du Deeskalationstechniken ein.
- Kaufmännisches: Du kalkulierst Angebote und bearbeitest Zahlungsverkehr, Mahnwesen und Geschäftsvorfälle.
Wo arbeitest du als Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice?
Du arbeitest bei öffentlichen und privaten Verkehrsunternehmen, bei Verkehrsverbünden oder bei Reiseveranstaltern. Dein Arbeitsplatz ist vielseitig: Reisezentren in Bahnhöfen, Schalter, Servicepoints, Sicherheitszentralen, Verkehrsmittel und Büros. Manche Aufgaben erledigst du im Homeoffice oder mobil.
Am Bahnsteig bist du Wind und Wetter ausgesetzt. Du arbeitest im Schichtdienst und trägst oft einheitliche Dienstkleidung.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Du lernst in einem Verkehrsunternehmen oder Verkehrsverbund und in der Berufsschule. Im Betrieb verkaufst du Fahrscheine am Schalter, berätst im Informationszentrum, kontrollierst Tickets im Zug oder arbeitest im Begleitdienst mit. Die Berufsschule besuchst du an 1 oder 2 Tagen pro Woche oder im Blockunterricht. Die Abschlussprüfung besteht aus zwei Teilen.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Beratung: Auskünfte geben und Produkte und Services erklären, ggf. in einer Fremdsprache
- Verkauf: Leistungen entlang der Reisekette anbieten und Vertriebskanäle nutzen
- Mobilitätsmanagement: datenbasierte Plattformen und Tools für passende Angebote nutzen
- Kommunikation: Kundengespräche zielgruppengerecht führen und Deeskalationstechniken anwenden
- Störungen und Notfälle: Störungen kommunizieren, Gefahren erkennen und Menschen im Notfall betreuen
- Technik: Service- und Notfalleinrichtungen bedienen und kontrollieren
- Organisation: bei Personaleinsatzplanung und betrieblichen Projekten mitwirken
- Kaufmännisches: Zahlungsverkehr, Mahnwesen und Geschäftsvorfälle
- Rund um den Betrieb: digitalisierte Arbeitswelt und Umweltschutz
In der Berufsschule arbeitest du in Lernfeldern wie „Service und Betreuung im Rahmen der Mobilitätsdienstleistung durchführen“ oder „Multimodale Mobilitätsdienstleistungen planen“. Dazu kommen Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice?
Was solltest du mitbringen?
- Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Zuletzt starteten die meisten Azubis im Vorläuferberuf mit mittlerem Bildungsabschluss.
- Freude am Kontakt mit Kund/innen und Serviceorientierung
- Verantwortungsbewusstsein und ein genauer Blick, etwa auf Überwachungsmonitore
- Konfliktfähigkeit und Selbstbeherrschung
- Organisationstalent
- gute Kenntnisse in Deutsch, Wirtschaft, Englisch und Mathematik
- Bereitschaft zum Schichtdienst
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.325 € bis 1.368 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.394 € bis 1.418 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.463 € bis 1.464 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice zu dir?
Du hilfst gern und bleibst auch im Trubel freundlich? Das spricht für die Ausbildung:
- Moderne Ausbildung: Seit August 2026 lernst du nach einer neuen Ausbildungsordnung, mit Fokus auf digitale Mobilität.
- Deine Stärken zählen: Kommunikation und Organisation stehen im Mittelpunkt.
- Abwechslung: Du berätst, planst Einsätze, behältst die Sicherheit im Blick und löst Konflikte.
- Ausland: Teile der Ausbildung kannst du im Ausland machen, zum Beispiel bei einem Intensivkurs in London oder Dublin.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice?
Was du als Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Bus und Bahn gut kennt und Fremden am Bahnhof den Weg erklärt, zeigt Verkehrsbetrieben echten Servicegeist. Wer als Schiedsrichter/in Jugendspiele pfeift oder in der Streitschlichtung mitmacht, beweist Selbstbeherrschung und Durchsetzungsvermögen. Wenn dich Flughafen und Fliegen reizen, schau dir Servicekaufleute Luftverkehr an. Für die Steuerung von Zügen passt Eisenbahner/in in der Zugverkehrssteuerung.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Bus- und Bahnverbindungen für Ausflüge heraussuchst Organisation
- Fremden geduldig den Weg erklärst Kundenorientierung
- als Schiedsrichter/in Jugendspiele pfeifst Durchsetzungsvermögen
- in der Streitschlichtung deiner Schule mitarbeitest Konfliktfähigkeit
- Englisch mit Serien oder Spielen trainierst Sprachgefühl
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 3 · Wie häufig?
rund 20
Betriebe bilden aus
Platz 217 von 340 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen7
- Baden-Württemberg4
- Sachsen4
Die meisten Betriebe: Frankfurt am Main, Karlsruhe, Dresden
3 von 3 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Mobilität verändert sich durch Digitalisierung und durch die Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel. Genau darauf bereitet dich die neue Ausbildung vor. Hier kannst du arbeiten:
- bei öffentlichen und privaten Verkehrsunternehmen
- bei Verkehrsverbünden
- bei Reiseveranstaltern
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Zusatzqualifikationen: Schon in der Ausbildung kannst du eine Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende oder Europaassistent/in dazunehmen.
- Anpassungsweiterbildung: zum Beispiel zu Personenverkehr oder Kundenservice
- Fachwirt/in für Personenverkehr und Mobilität: Mit dieser Aufstiegsweiterbildung kannst du Führungsaufgaben übernehmen.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Verkehrsbetriebswirtschaft studieren.
- Selbstständigkeit: etwa mit einem Kurierdienst, einer Autovermietung oder einem Beförderungsunternehmen, teilweise auch als Franchise
Fazit: Lotse/Lotsin für unterwegs
Als Kaufmann/frau für Mobilität und Verkehrsservice verbindest du Kundenkontakt, Organisation und Verantwortung für Sicherheit. Du sorgst dafür, dass Reisende gut ans Ziel kommen, auch wenn mal etwas schiefgeht. Bis Juli 2026 hieß der Beruf Kaufmann/frau für Verkehrsservice. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Danach kannst du Fachwirt/in werden oder studieren.
Einsteigen, bitte? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Kaufmännische Berufe.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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