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Ausbildung Raumausstatter/in
Ausbildung: Räume, in denen man sich wohlfühlt
Passen der Teppich und die Gardinen zusammen? Solche Fragen beantwortest du nach der Ausbildung zum/zur Raumausstatter/in jeden Tag. Du gestaltest einzelne Räume, Büros oder ganze Häuser. Die Räume sollen zum Stil deiner Kund/innen passen und gemütlich sein. Du entwickelst Raumkonzepte und wählst Materialien, Farben, Stoffe und Möbel aus. Bodenbeläge, Wandverkleidungen, Polster und Vorhänge gehören zu deinem Handwerk. Am Ende prüfst du, ob alles so geworden ist, wie es geplant war. Hier erfährst du, was du als Raumausstatter/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und wo du danach arbeiten kannst.
Auf einen Blick
Raumausstatter/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 1965 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 2 Berufen wurde einer.
- ab 1949 bis 1965Polsterer/
in - ab 1949 bis 1965Dekorateur/
in - seit 1965Raumausstatter/
in
In der DDR hieß der Beruf: Polsterer/Polsterin Spezialisierung Dekorationen, Facharbeiter/in für Polstertechnik (Dekorationen)
Im Alltag sagt man auch: Tapezierer/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Raumausstatter/in?
Du schaffst ein schönes und praktisches Wohnumfeld für deine Kund/innen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Räume gestalten: Du entwickelst kreative Raumkonzepte nach den Wünschen deiner Kund/innen. So entsteht ein persönliches und gemütliches Zuhause.
- Material auswählen: Du wählst Materialien, Farben, Stoffe und Möbel aus und stimmst sie auf das gewünschte Design ab.
- Handwerk koordinieren: Du koordinierst Arbeiten wie das Polstern von Möbeln, das Anbringen von Wandverkleidungen, das Verlegen von Bodenbelägen und das Nähen von Vorhängen und Polsterbezügen.
- Qualität prüfen: Du kontrollierst die fertigen Arbeiten. Sie sollen gestalterisch und praktisch den Anforderungen entsprechen.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Menschen verbringen viel Zeit in ihren Räumen. Als Raumausstatter/in sorgst du dafür, dass diese Räume gemütlich, praktisch und schön sind. Dort fühlen sich Menschen wohl und bleiben gern. So steigerst du die Lebensqualität deiner Kund/innen und bringst mehr Stil in ihren Alltag.
Der Beruf passt zu dir, wenn du kreativ bist, ein Auge für Farben und Formen hast und gern handwerklich arbeitest.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Raumausstatter/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual. Du lernst im Betrieb und in der Berufsschule.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Stilberatung: Du ermittelst im Gespräch die Wünsche deiner Kund/innen, machst Vorschläge zur Raumgestaltung und erstellst Angebote.
- Planung und Gestaltung: Du entwickelst Raumkonzepte, erstellst Raumpläne und wählst Materialien und Möbel nach klaren Kriterien aus.
- Ausführung: Du koordinierst das Verlegen neuer Böden und kontrollierst den Einbau von Zwischenwänden und Decken. Auch die Montage von Möbeln kann dazugehören.
- Dekoration: Du bringst Dekorationen an und gibst dem Raum den letzten Schliff.
- Pflege: Du kümmerst dich um die Instandhaltung von Möbeln und Raumausstattungen wie Teppichen, Gardinen und Vorhängen.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Raumausstatter/in?
Was solltest du mitbringen?
- Kreativität und Sinn für Farben, Stoffe und Stil
- handwerkliches Geschick
- räumliches Vorstellungsvermögen
- Freundlichkeit und Freude an Beratung
- eine sorgfältige Arbeitsweise
- Organisationstalent
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 860 € bis 1.368 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 950 € bis 1.418 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.050 € bis 1.464 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Raumausstatter/in zu dir?
Du hast Ideen für schöne Räume und willst sie umsetzen? Das spricht für die Ausbildung:
- Kreativ arbeiten: Du gestaltest Wohn- und Geschäftsräume und bringst eigene Ideen ein.
- Jeder Raum ist anders: Du hast jeden Tag neue Aufgaben, die du kreativ löst.
- Kontakte knüpfen: Aus Aufträgen entstehen Geschäftsbeziehungen, die dir später helfen.
- Eigener Ruf: Mit guter Arbeit machst du dir einen Namen.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Raumausstatter/in?
Was du als Raumausstatter/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer sein Zimmer neu streicht und einrichtet, Freund/innen bei der Deko für die Party berät oder im Theater das Bühnenbild baut, zeigt Betrieben Kreativität und Sinn für Räume. Wer dazu die Klassenfahrt mitplant oder im Nebenjob Kund/innen berät, beweist Organisation und Freundlichkeit. Wenn dich Sofas und Sessel reizen, schau dir Polsterer/in an. Für die Planung ganzer Räume am Computer passt Innenarchitekturassistent/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- dein Zimmer neu streichst und einrichtest Gestaltungssinn
- Freund/innen bei Deko und Farben berätst Kundenorientierung
- in der Theater-AG das Bühnenbild baust Geschick
- die Klassenfahrt oder eine Party mitplanst Organisation
- Räume im Kopf oder mit Apps umplanst Räumliches Denken
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 40
Betriebe bilden aus
Platz 206 von 344 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 3. Betrieb
bildet auch Bodenleger/in aus.
Fast jeder 3. bildet auch Tischler/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Bayern6
- Baden-Württemberg5
- Sachsen4
Die meisten Betriebe: Hamburg, Kreis Ostholstein, Bielefeld
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Als Raumausstatter/in hast du verschiedene Möglichkeiten. Hier kannst du arbeiten:
- in Möbelhäusern
- in Einrichtungsstudios
- in Handwerksbetrieben
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Portfolio aufbauen: Sammle deine Projekte und zeige sie neuen Kund/innen.
- Netzwerken: Knüpfe immer wieder neue Kontakte.
- Selbstständigkeit: Du kannst als selbstständige/r Raumausstatter/in arbeiten.
Fazit: Gestaltung für ein gutes Zuhause
Als Raumausstatter/in gestaltest du Räume, die schön, praktisch und bequem sind. Du machst das Zuhause von Menschen und ihre Büros zu Orten, an denen sie sich wohlfühlen. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual. Danach arbeitest du in Möbelhäusern, Einrichtungsstudios oder Handwerksbetrieben oder machst dich selbstständig.
Lust auf Gestaltung? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Mode, Textil und Leder.
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