Schnellstart.
11 Branchen in Handel & Dienstleister
7 Branchen in Handwerk
3 Branchen in Industrie & Logistik
Ausbildung Revierjäger/in
Ausbildung: Dein Arbeitsplatz ist der Wald
Du willst draußen arbeiten und Verantwortung für Wald und Tiere übernehmen? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Revierjäger/in genauer an. Als Revierjäger/in ist der Wald dein Arbeitsplatz. Du sorgst dafür, dass Natur und Wildbestand im Gleichgewicht bleiben. Dafür beobachtest du die Tiere, pflegst den Wald und gehst auf die Jagd. Zur Jagd gehört auch, dass du gezielt Tiere aus dem Bestand entnimmst, also tötest. Das ist eine ernste Aufgabe, die Wissen und Verantwortung verlangt. Hier erfährst du, was du als Revierjäger/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auch bekannt als Jäger/in.
Auf einen Blick
Revierjäger/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1982 hieß er Berufsjäger/in.
- ab 1949 bis 1982Berufsjäger/
in - seit 1982Revierjäger/
in
Im Alltag sagt man auch: Jäger/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Revierjäger/in?
Revierjäger/innen sind Fachleute für Wald und Wild. Sie kümmern sich um die Pflege der Wälder und um die Tierwelt. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Wildtiermanagement: Du überwachst die Wildbestände und achtest auf das ökologische Gleichgewicht.
- Waldpflege: Du pflegst und schützt den Wald, pflanzt Bäume und gehst gegen Schädlinge und Krankheiten bei Tieren und Pflanzen vor.
- Jagd: Du jagst, um die Wildbestände zu regulieren und den Wald gesund zu halten. Dafür schießt du verschiedene Tiere.
- Tier- und Pflanzenkunde: Du kennst viele Tier- und Pflanzenarten und setzt dich für Vielfalt und Nachhaltigkeit ein.
- Umweltschutz: Du behältst die Folgen für die Umwelt im Blick und trägst zum Schutz der Natur bei.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Zu viel Wild kann einem Wald schaden. Die Tiere fressen junge Bäume und Triebe. Als Revierjäger/in schützt du den Wald vor solchen Fraßschäden. Gleichzeitig hältst du die Tierbestände im Gleichgewicht. Dafür setzt du verschiedene Jagdmethoden ein.
Dein Wissen über das Ökosystem ist entscheidend für den Schutz der Wälder. Du förderst damit auch die Biodiversität, also die Vielfalt von Tieren und Pflanzen.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Revierjäger/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung ist in der Regel dual und dauert meist drei Jahre. Du lernst im Betrieb und in der Berufsschule.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Jagd im Wald und auf Feldern: Du planst Jagden und führst sie durch. Du erlegst Wild und regulierst so den Bestand. Du zerlegst Wild und verarbeitest Wildbret zu Wurst und anderen Fleischwaren.
- Hege und Pflege des Waldes: Du lernst, wie man einen Wald pflegt und bewirtschaftet. Du schützt ihn vor Wildschäden und förderst durch gezielte Entnahme von Tieren die Artenvielfalt.
- Naturschutz: Du behältst Pflanzen und Tiere im Blick und greifst ein, wenn es nötig ist. Du arbeitest mit Naturschutzorganisationen zusammen.
- Öffentlichkeitsarbeit: Du informierst Menschen über Jagd und Naturschutz und erklärst, warum die Arbeit von Jäger/innen wichtig ist.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Revierjäger/in?
Was solltest du mitbringen?
- Freude an der Arbeit in der Natur, bei jedem Wetter
- Interesse an Tieren, Pflanzen und Umweltschutz
- die Bereitschaft, Tiere zu töten und das Fleisch zu verarbeiten
- körperliche Fitness und Ausdauer
- Verantwortungsbewusstsein und eine sorgfältige Arbeitsweise
- Freude am Umgang mit Menschen
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.368 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.418 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.464 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Revierjäger/in zu dir?
Die Arbeit im Wald und das Töten von Tieren sind nicht für alle etwas. Die Ausbildung ist fordernd. Für viele ist dieser Beruf eine Berufung. Das spricht für die Ausbildung:
- Frische Luft: Du bist draußen unterwegs und erlebst die Natur und die Jahreszeiten hautnah.
- Abwechslung: Du sitzt selten im Büro. Jeder Tag im Revier ist anders.
- Gesunder Wald: Deine Arbeit sorgt dafür, dass der Wald gesund bleibt.
- Umweltschutz: Du leistest einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Natur.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Revierjäger/in?
Was du als Revierjäger/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer mit dem Fernglas Rehe und Vögel beobachtet, bei der Naturschutzjugend Nistkästen baut oder mit den Pfadfinder/innen bei jedem Wetter draußen ist, zeigt Betrieben Naturverständnis und Ausdauer. Wer dazu bei Baumpflanzaktionen mitmacht oder anderen Tierspuren erklärt, beweist Verantwortung und Freude am Umgang mit Menschen. Wenn dich die Arbeit mit Bäumen reizt, schau dir Forstwirt/in an. Für Fische in Seen und Teichen passt Fischwirt/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- mit dem Fernglas Wildtiere und Vögel beobachtest Geduld
- bei der Naturschutzjugend Nistkästen baust Engagement
- mit den Pfadfinder/innen draußen übernachtest Ausdauer
- bei Baumpflanzaktionen im Wald mithilfst Verantwortung
- anderen Tierspuren und Pflanzen erklärst Naturverständnis
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 3 · Wie häufig?
2
Betriebe bilden aus
Platz 320 von 340 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Sachsen-Anhalt1
- Thüringen1
Die meisten Betriebe: Landkreis Mansfeld-Südharz, Landkreis Sonneberg
3 von 3 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Revierjäger/innen arbeiten in der Forst- und Naturschutzbranche. Die Zahl der Stellen in diesem Bereich ist begrenzt. Hier kannst du arbeiten:
- in staatlichen Forstämtern
- in privaten Forstbetrieben
- bei Naturschutzorganisationen
- als selbstständige/r Jagd- und Forstberater/in
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Spezialisierung: Du kannst dich auf bestimmte Bereiche des Umwelt- und Waldschutzes spezialisieren.
Fazit: Verantwortung für Wald und Wild
Als Revierjäger/in bist du Hüter/in von Wald und Wild. Du schützt Wälder, regulierst Tierbestände und hilfst, die Artenvielfalt zu erhalten. Die Ausbildung ist in der Regel dual und dauert meist drei Jahre. Danach arbeitest du zum Beispiel im Forstamt, in einem Forstbetrieb oder im Naturschutz.
Klingt nach deinem Weg? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Landwirtschaft.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
Worauf hast du noch Lust?
Stöbere weiter in Berufen und Tipps. Oder lass den Würfel entscheiden.
BerufFachkraft Fruchtsafttechnik
BerufTechnische/r Konfektionär/in
BerufAufbereitungsmechaniker Fachrichtung Braunkohle
BerufMechatroniker/in
BerufFigurenkeramformer/in
BerufVerfahrensmechaniker/in Beschichtungstechnik
BerufBrauer/in und Mälzer/in
BerufVerfahrenstechnologe/in MetallAlle Bereiche
Top 2026Medizinische/r Fachangestellte/r (MFA)
Top 2026Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik
Top 2026Pflegefachmann/frau
Top 2026Industriekaufmann/frau
Top 2026Umweltschutztechnische Assistenten
Top 2026Fachinformatiker/in
Top 2026Kraftfahrzeugmechatroniker/in
Top 2026Kaufmann/frau BüromanagementAlle anzeigen













